Impfstoff Comirnaty von der Firma BioNTech/Pfizer

Fragen und Antworten zu häufig gestellten Fragen (FAQs) über den Impfstoff Comirnaty von der Firma BioNTech/Pfizer lesen Sie hier.

FAQs über den Impfstoff Comirnaty von der Firma BioNTech/Pfizer

Wie gut wirkt der Impfstoff?

Derzeit ist in Österreich der COVID-19-Impfstoff Comirnaty der Firma Pfizer zugelassen. Die Wirksamkeit des Impfstoffes Comirnaty wurde in einer Studie mit etwa 43.000 TeilnehmerInnen untersucht. Die Studiendaten zeigen, dass das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, durch die Impfung um 95% sank. Das bedeutet, dass eine gegen Covid-19 geimpfte Person nach einem Kontakt mit SARS-CoV-2 mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken wird. Wie lange der Impfschutz besteht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Zudem ist noch nicht geklärt, in welchem Maße die Erregerübertragung durch geimpfte Personen verringert oder verhindert wird. Daher ist es notwendig, dass auch Geimpfte weiterhin die Schutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes einhalten.

Ist der Impfstoff für mich gefährlich?

Der Covid-19-Impfstoff Comirnaty wurde durch die Europäische Arzneimittelbehörde  geprüft und als sicher bewertet. Jedes Arzneimittel und damit auch jeder Impfstoff, der in der EU zur Anwendung kommt, durchläuft einen Zulassungsprozess. Hierbei wird bewertet, ob die Vorteile durch die Impfung deutlich größer sind als die Nebenwirkungen oder mögliche Risiken. Beurteilt werden dabei alle Daten und Ergebnisse der klinischen Tests der Hersteller zu Wirksamkeit, Nebenwirkungen oder Risiken.

Mittlerweile sind mehr als eine Million Menschen in den USA, dem Vereinigten Königreich und Israel mit Comirnaty geimpft worden.

Comirnaty enthält selbst kein Virus und verändert nicht das Erbgut.

Im Aufklärungsgespräch vor der Impfung besprechen Sie persönlich mit der Ärztin oder dem Arzt, ob Sie geimpft werden können.

Kann ich nach einer Impfung Überträger der Krankheit sein?

Wie bereits angesprochen, steht bei der Impfung der Individualschutz, das heißt der Schutz des Einzelnen und in diesem Fall des Geimpften selbst, im Vordergrund. Durch die Impfung kann eine COVID-19-Erkrankung verhindert werden. Ob ein Virusträgertum durch die Impfung verhindert werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Eine Schutzwirkung für die Allgemeinheit wird aber erwartet.

Wie wird der Impfstoff verabreicht?

Die Impfung erfolgt grundsätzlich i.m. (= intramusculär, in den Muskel) in den Oberarm.

Kann ich mich durch die Impfung mit Covid-19 anstecken?

Nein, das ist nicht möglich. Comirnaty enthält selbst kein Virus.

Kann ich mich impfen lassen, wenn ich bereits eine Covid-19- Infektion hatte?

Ja. Nach den bisher vorliegenden Daten gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Covid-19-Impfung nach unbemerkt durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion gefährlich ist. Daher ist es auch nicht notwendig, vor Verabreichung eine akute asymptomatische oder unerkannt durchgemachte SARS-CoV-2 Infektion labordiagnostisch auszuschließen. Die Impfung kann auch nach bereits durchgemachter Erkrankung erfolgen, sofern eine vollständige Genesung vorliegt. Allerdings kann die Impfung auch für 3 Monate zurückgestellt werden, wenn zu wenig Impfstoff vorhanden ist.

Wie oft wird die Impfung durchgeführt?

Die Impfung wird in zwei Teilimpfungen im Abstand von 3 Wochen durchgeführt.

Gibt es Nebenwirkungen?

Ja. Bitte rechnen Sie damit, dass es zu einer leichten, vorübergehenden Beeinträchtigung kommen kann. Man spricht von sogenannten Impfreaktionen, die - wie bei anderen Impfungen auch - kurz nach der COVID-19-Impfung auftreten können. Die häufigsten Nebenwirkungen bei Comirnaty bei Teilnehmern ab 16 Jahren waren Schmerzen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Schüttelfrost, Gelenksschmerzen, Fieber und Schwellungen an der Injektionsstelle.

Diese Impfreaktionen klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab. Sie zeigen, dass das körpereigene Immunsystem auf den Impfstoff reagiert und eine Immunantwort entwickelt.

Bei Comirnaty war eine etwas geringere Häufigkeit von Impfreaktionen mit einem höheren Alter verbunden. Bei der zweiten Impfdosis wurde eine höhere Häufigkeit von Fieber beobachtet. Ein fiebersenkendes Medikament (z.B. Paracetamol) kann eingenommen werden.

 

Haben Sie zusätzliche Fragen?

Info Hotline des Bundesministeriums:

Interessierte Personen können ihre Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe telefonisch bei der Infohotline Coronavirus unter der Telefonnummer 0800 555 621 sieben Tage in der Woche, von 0 bis 24 Uhr stellen.

Weiterführende Informationen

Was sollten Sie beachten, bevor Sie Comirnaty erhalten?

Comirnaty darf nicht geimpft werden:

wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen:

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie den Impfstoff erhalten, wenn:

  • Sie jemals eine schwere allergische Reaktion oder Atemprobleme nach einer anderen Impfstoffinjektion hatten oder nachdem Sie in der Vergangenheit Comirnaty erhalten hatten
  • Sie jemals nach einer Injektion in Ohnmacht gefallen sind
  • Sie eine schwere Krankheit oder Infektion mit hohem Fieber haben. Sie können jedoch geimpft werden, wenn Sie leichtes Fieber oder eine Infektion der oberen Atemwege wie eine Erkältung haben.
  • Sie ein Blutungsproblem haben, leicht Blutergüsse bekommen oder ein Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln verwenden
  • Sie ein geschwächtes Abwehrsystem haben, aufgrund einer Erkrankung wie der HIV-Infektion oder ein Arzneimittel verwenden, wie ein Kortikosteroid, das Ihr Abwehrsystem beeinträchtigt

 

Anwendung von Comirnaty zusammen mit anderen Arzneimitteln:

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden, oder kürzlich eine andere Impfung erhalten haben.

 

Schwangerschaft und Stillzeit:

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor dem Erhalt dieses Impfstoffes Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

 

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen:

Einige der möglichen genannten Nebenwirkungen der Impfung können vorübergehend Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Warten Sie, bis diese Wirkungen abgeklungen sind, bevor Sie Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Wie wird Comirnaty angewendet?

Nach Verdünnung wird Comirnaty als Injektion von 0,3 ml in einen Muskel Ihres Oberarms verabreicht.

Sie erhalten 2 Injektionen im Abstand von mindestens 21 Tagen. Nach der ersten Dosis von Comirnaty sollten Sie nach 21 Tagen eine zweite Dosis desselben Impfstoffs erhalten, um die Impfung zu vervollständigen.

 

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von Comirnaty haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Impfstoffe kann auch Comirnaty Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

 

Sehr häufige Nebenwirkungen: können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen

  • an der Injektionsstelle: Schmerzen, Schwellung
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Schüttelfrost, Fieber

 

Häufige Nebenwirkungen: können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen

  • Rötung an der Injektionsstelle
  • Übelkeit

 

Gelegentliche Nebenwirkungen: können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen

  • vergrößerte Lymphknoten
  • Unwohlsein
  • Gliederschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Juckreiz an der Injektionsstelle

 

Seltene Nebenwirkungen: können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen

  • vorübergehendes, einseitiges Herabhängen des Gesichtes

 

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)

  • schwere allergische Reaktionen

 

Meldung von Nebenwirkungen

Sollten Sie nach der Impfung unter Beschwerden leiden, die über die oben erwähnten häufigen Beschwerden hinausgehen, wenden Sie sich jedenfalls an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder an das Pflegepersonal.

Sie können auch selbst Nebenwirkungen an die Medizinmarktaufsicht (AGES MEA) in Österreich 
unter dieser Telefonnummer melden: 0800 555 621 oder die Meldung digital auf der Webseite Bundesamt für Sicherheit und Gesundheitswesen (BASG) abgeben.