Informationen zum Härtefallfonds für oö. Kulturschaffende

Unterstützung für Kulturschaffende, die durch die von der COVID-19 Pandemie ausgelösten behördlichen Schutzmaßnahmen ihre künstlerische Tätigkeit nicht oder nur eingeschränkt ausüben können und sich deshalb in einer finanziellen Notlage befinden.

Wer wird gefördert?

Mit dem Härtefallfonds für oberösterreichische Kulturschaffende soll jenen geholfen werden, die durch die von der COVID-19 Pandemie ausgelösten behördlichen Schutzmaßnahmen ihre künstlerische Tätigkeit nicht oder nur eingeschränkt ausüben können und sich deshalb in einer finanziellen Notlage befinden und die keine bzw. eine geringe Unterstützung aus einschlägigen Unterstützungsmaßnahmen des Bundes erhalten (COVID-19 Härtefallfonds des Bundes, der Künstlersozialversicherung,...) oder über nur geringe Einnahmen aufgrund der Maßnahmen zur COVID-19 Bekämpfung verfügen. 

Was wird gefördert?

Betroffenen KünstlerInnen und Kulturschaffenden kann eine einmalige, nicht rückzahlbare finanzielle Unterstützung zur Bewältigung der Krisensituation zur Verfügung gestellt werden. 

Wie wird gefördert?

  • Es kann um eine finanzielle Unterstützung für 3 Monate angesucht werden, wenn die Kulturschaffenden eine Absage aus dem COVID-19 Härtefallfonds des Bundes und/ oder der Künstlersozialversicherung nachweisen können bzw. dort nicht anspruchsberechtigt sind. Die Höhe der Unterstützung orientiert sich am Richtsatz der Mindestsicherung von 949 Euro/Monat, also insgesamt bis max. 2.847 Euro. Nach budgetärer Verfügbarkeit ist eine Aufzahlung von geringeren Bundesmittel bzw. Einnahmen auf diesen Betrag möglich. 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Berechtigt für eine derartige Unterstützung sind Kulturschaffende

  • mit Hauptwohnsitz seit 3 Jahren in Oberösterreich (Meldebestätigung)
  • die in den letzten 5 Jahren Kulturförderungen des Landes Oberösterreich bezogen haben und/oder deren künstlerische Tätigkeit im Rahmen der OÖ. Kulturförderung förderbar ist bzw. die einen entsprechenden künstlerischen Lebenslauf vorweisen können und bei Projekten künstlerisch tätig waren, für die in den letzten 5 Jahren eine Kulturförderung gewährt wurde.

  • die glaubhaft machen können durch die COVID-19 bedingten Maßnahmen in eine finanzielle Notlage geraten zu sein und die aufgrund der COVID-19 Maßnahmen ihre künstlerisch selbstständige Arbeit derzeit nicht ausüben können.

  • die ihren Lebensunterhalt ausschließlich aus ihrer selbstständigen künstlerischen und kulturellen Tätigkeit beziehen und darüber hinaus keine Einkommensquellen (Mindestsicherung, Pension, Arbeitslosengeld, Gehalt aus unselbständiger Tätigkeit, etc.) haben. Ausgeschlossen sind Personen die sich in einer Ausbildung (Studium, Schule, etc.) befinden, und die nicht durch ihre selbstständige künstlerische Tätigkeit ihren Lebensunterhalt bestritten haben bzw. bestreiten.

  • Eine Aufstockung auf den Richtsatz von 949 Euro/Monat kann nach budgetärer Verfügbarkeit erfolgen, sofern andere bestehende Einnahmen diesen nicht überschreiten. Ausgeschlossen sind Bezieher von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe.

  • die über keine sonstigen Einnahmequellen (Vermietung, Verpachtung, etc.) verfügen.
  • die ihre Notlage ausreichend begründen und darlegen können 

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag kann per E-Mail oder am Postweg unter Berücksichtigung der folgenden Punkte eingebracht werden:

  • Absagen und /oder Zusagen durch den COVID-19 Härtefallfonds des Bundes und der Künstlersozialversicherung beilegen. Sollte generell keine Anspruchsberechtigung für die Bundesmittel vorliegen so ist dies bei Antragstellung mitzuteilen. Im Falle einer Zusage des Bundes oder der Künstlersozialversicherung ist eine entsprechende Aufstockung durch den Härtefallfonds des Landes Oberösterreich möglich.

  • Mit der Antragsstellung verbunden ist die Erklärung, dass er/sie nicht bei AMS als arbeitslos gemeldet ist und er/sie sich einverstanden erklärt, dass einer Abstimmung mit dem AMS zugestimmt wird.
  • Darstellung der persönlichen Situation, zum Beispiel über Angaben zu monatlichen Belastungen (Miete, Strom, Gas, Betriebskosten, Alimente, Kindergarten, sonstige Rechnungen, Bankverbindlichkeiten, etc.)
  • Darstellung der in Zusammenhang mit COVID-19 eingetretenen finanziellen Notlage (zum Beispiel durch Aufzählung entgangener Aufträge, Engagements, Stornierungen von Projekten) und Unterlagen über bereits getätigte Ausgaben für nun nicht realisierbare Arbeitsvorhaben
  • Darstellung der Einkommenssituation über die vergangenen 12 Monate, aus welcher der Einnahmenentfall seit Beginn der Maßnahmen zur COVID-19 Bekämpfung ersichtlich ist.
  • Die eigenhändig unterzeichnete, vollständig ausgefüllte Fördererklärung ist beizulegen.

Eine Antragstellung ist ab 15.11. 2021 möglich.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an: