Aktuelle Informationen für Kunst- und Kulturschaffende im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie

Das Land Oberösterreich ist gerade jetzt ein verlässlicher Partner für Kunst- und Kulturschaffende. Wir informieren hier über die wichtigsten Fragen und Maßnahmen betreffend der COVID19-Pandemie im Kulturbereich. Da es sich bei allen Entwicklungen um einen dynamischen Prozess handelt, wird diese Seite laufend aktualisiert.

Informationen zur Bewältigung der Corona-Krise

Alle Informationen und die geltende Rechtslage für den Kunst- und Kulturbereich finden Sie auf folgenden Websites:

  • Website des Ministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport
  • Website der IG Kultur sowie der
  • Website Sichere Gastfreundschaft

Weiterführende Informationen

Aktuelle Informationen zu Kulturförderungen in Oberösterreich
  • Förderzusagen bleiben aufrecht: Gemäß Beschluss der OÖ. Landesregierung vom 16. März 2020 wird vorerst auf die Rückforderung von bereits ausbezahlten Landesförderungen für Veranstaltungen und Events, die aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 nicht stattfinden können oder bereits abgesagt wurden, verzichtet. Die Auszahlung von Jahressubventionen oder offene Raten jener Einrichtungen und Betriebe, die einen hohen personellen und infrastrukturellen Bedarf haben, wird vorgezogen. Bei Fragen kontaktieren Sie bitte die Förderstelle zur Beratung und Abstimmung.
  • Bereits beantragte Jahresförderungen werden ehestmöglich bearbeitet. Bei wesentlichen Veränderungen geben Sie diese der Förderstelle bitte umgehend bekannt. Sollte es bei bereits beantragten Förderungen aufgrund der aktuellen Krise zu wesentlichen Änderungen im Programm kommen nehmen Sie bitte umgehend mit uns Kontakt auf um für Ihren Fall gemeinsam eine Lösung zu suchen.
  • Für Projekte, für die bereits Kosten angefallen sind, können diese als förderfähig anerkannt werden, wenn das Projekt nicht wie vorgesehen im vollen Ausmaß zustande kommen. Achten Sie bitte darauf, dass so bald wie möglich schadensminimierende Maßnahmen gesetzt werden um anfallende Kosten möglichst gering zu halten.
  • Genehmigte Projekte können nach Rücksprache mit der Förderstelle verschoben oder auch in das Folgejahr verlegt werden.
  • Bei neuen Förderanträgen ersuchen wir zu bedenken, ob geplante Veranstaltungen tatsächlich stattfinden können.
  • Aufbauend auf den Hilfsmaßnahmen des Bundes wurde vom Land Oberösterreich ein eigenes „Corona-Hilfspaket“ geschnürt. Darin sind 5 Millionen Euro, insbesondere für Sport- und Kulturvereine, vorgesehen, um die Förderungen abzusichern. Jeder Einzelfall wird wie bisher von der zuständigen Förderstelle individuell beurteilt und es wird nach einer Lösung gesucht.
Härtefallfonds für Oö. Kulturschaffende

Wer wird gefördert?

Mit dem Härtefallfonds für oberösterreichische Kulturschaffende soll jenen geholfen werden, die durch die von der COVID-19 Pandemie ausgelösten behördlichen Schutzmaßnahmen ihre künstlerische Tätigkeit nicht oder nur eingeschränkt ausüben können und sich deshalb in einer finanziellen Notlage befinden und die keine bzw. eine geringe Unterstützung aus einschlägigen Unterstützungsmaßnahmen des Bundes erhalten (COVID-19 Härtefallfonds des Bundes, der Künstlersozialversicherung,...) oder über nur geringe Einnahmen aufgrund der Maßnahmen zur COVID-19 Bekämpfung verfügen.

Was wird gefördert?

Betroffenen KünstlerInnen und Kulturschaffenden kann eine einmalige, nicht rückzahlbare finanzielle Unterstützung zur Bewältigung der Krisensituation zur Verfügung gestellt werden.

Wie wird gefördert?

Es kann um eine finanzielle Unterstützung für 3 Monate angesucht werden. Die Höhe der Unterstützung orientiert sich am Richtsatz der Mindestsicherung von 917, 35 Euro/Monat, also insgesamt bis max. 2.752 Euro. Nach budgetärer Verfügbarkeit ist eine Aufzahlung von geringeren Bundesmittel bzw. Einnahmen auf diesen Betrag möglich.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Berechtigt für eine derartige Unterstützung sind Kulturschaffende

  • mit Hauptwohnsitz seit 3 Jahren in Oberösterreich (Meldebestätigung)
  • die in den letzten 5 Jahren Kulturförderungen des Landes Oberösterreich bezogen haben und/oder deren künstlerische Tätigkeit im Rahmen der OÖ. Kulturförderung förderbar ist bzw. die einen entsprechenden künstlerischen Lebenslauf vorweisen können und bei Projekten künstlerisch tätig waren, für die in den letzten 5 Jahren eine Kulturförderung gewährt wurde.

  • die glaubhaft machen können durch die COVID-19 bedingten Maßnahmen in eine finanzielle Notlage geraten zu sein und die aufgrund der COVID-19 Maßnahmen ihre künstlerisch selbstständige Arbeit derzeit nicht ausüben können.

  • die ihren Lebensunterhalt ausschließlich aus ihrer selbstständigen künstlerischen und kulturellen Tätigkeit beziehen und darüber hinaus keine Einkommensquellen (Mindestsicherung, Pension, Arbeitslosengeld, Gehalt aus unselbständiger Tätigkeit, etc.) haben. Ausgeschlossen sind Personen die sich in einer Ausbildung (Studium, Schule, etc.) befinden, und die nicht durch ihre selbstständige künstlerische Tätigkeit ihren Lebensunterhalt bestritten haben bzw. bestreiten.

  • Eine Aufstockung auf den Richtsatz von 917,35 Euro/Monat kann nach budgetärer Verfügbarkeit erfolgen, sofern andere bestehende Einnahmen diesen nicht überschreiten. Ausgeschlossen sind Bezieher von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe.

  • die über keine sonstigen Einnahmequellen (Vermietung, Verpachtung, etc.) verfügen.
  • die ihre Notlage ausreichend begründen und darlegen können

Abwicklung / Antragstellung

Anträge können bis 31.03.2021 formlos an das Postfach k.post@ooe.gv.at bzw. postalisch an die Abteilung Kultur gerichtet werden und haben folgende Informationen bzw. Unterlagen zu beinhalten:

  • Absagen und /oder Zusagen zu den Hilfsmaßnahmen des Bundes und der Künstlersozialversicherung beilegen. Sollte generell keine Anspruchsberechtigung für die Bundesmittel vorliegen so ist dies bei Antragstellung mitzuteilen. Im Falle einer Zusage des Bundes oder der Künstlersozialversicherung ist eine entsprechende Aufstockung durch den Härtefallfonds des Landes Oberösterreich möglich.

  • Mit der Antragsstellung verbunden ist die Erklärung, dass er/sie nicht bei AMS als arbeitslos gemeldet ist und er/sie sich einverstanden erklärt, dass einer Abstimmung mit dem AMS zugestimmt wird.
  • Darstellung der persönlichen Situation, zum Beispiel über Angaben zu monatlichen Belastungen (Miete, Strom, Gas, Betriebskosten, Alimente, Kindergarten, sonstige Rechnungen, Bankverbindlichkeiten, etc.)
  • Darstellung der in Zusammenhang mit COVID-19 eingetretenen finanziellen Notlage (zum Beispiel durch Aufzählung entgangener Aufträge, Engagements, Stornierungen von Projekten) und Unterlagen über bereits getätigte Ausgaben für nun nicht realisierbare Arbeitsvorhaben
  • Darstellung der Einkommenssituation über die vergangenen 12 Monate, aus welcher der Einnahmenentfall seit Beginn der Maßnahmen zur COVID-19 Bekämpfung ersichtlich ist.

Bei Anträgen, die bis zum 06.12.2020 einlangen kann eine Auszahlung noch im Jahr 2020 erfolgen. Für Anträge die später einlangen ist, vorbehaltlich der positiven Beurteilung, eine Auszahlung mit Anfang 2021 vorgesehen.

Bei Unklarheiten zur Antragstellung oder den Voraussetzungen steht Ihnen die Abteilung Kultur gerne telefonisch zur Verfügung.

 

Maßnahmenmix für Kulturschaffende in Oberösterreich

Das Kulturland hat bereits in der Vergangenheit zahlreiche Stipendien vergeben und mit den Kunstankäufen eine Möglichkeit geschaffen, auch in Not geratenen Künstler/innen unter die Arme zu greifen. Diesen Maßnahmen, sowie den derzeit laufenden bzw. geplanten Ausschreibungen, kommt in der jetzigen Situation ein besonderer Stellenwert zu:

Hotline für Kunst- und Kulturschaffende des Bundes

Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport bietet Informationen zu Unterstützungsleistungen an.

Informationsservice für Kunst- und Kulturschaffende - 01 531 15 - 202 555

Montag - Freitag, 9:00 bis 15:00 Uhr

Allgemeine Informationen und Unterstützungsleistungen

Informationen und Unterstützungsleistungen von Verwertungsgesellschaften

Von Seiten einzelner Verwertungsgesellschaften (AKM, Literar-Mechana) wurden Notfall-Töpfe eingerichtet und Informationen zur Verfügung gestellt.

Weitere Anlaufstellen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an: