Amt der Oö. Landesregierung
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Förderprogramm für Maßnahmen zur energetischen Optimierung von Aufzügen (Energieeffiziente Aufzüge)

In vielen Unternehmen gibt es Potenziale, den Betrieb von Aufzügen zu optimieren und den Energiebedarf zu reduzieren.

Wer wird gefördert?

Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere

  • Unternehmen
  • Vereine
  • konfessionelle Einrichtungen
  • Organisationen, die unternehmerisch tätig sind.

 
Hinweis: Von der Förderung ausgeschlossen sind

  • natürliche Personen

  • Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Artikel 2 Ziffer 18 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 vom 17. Juni 2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung – AGVO; ABl. EU L 187 vom 26. Juni 2014, S. 1) sowie

  • Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund einer früheren Entscheidung der Europäischen Kommission zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Gemeinsamen Markt nicht Folge geleistet haben.

Was wird gefördert?

Gefördert werden Maßnahmen in Betrieben, welche die Energieeffizienz von Aufzugsanlagen und deren Komponenten erhöhen.

Förderfähige Investitionen

  • Einbau LED in Kabine
  • automatische Fahrkorblichtabschaltung im Stillstand der Kabine
  • Umschaltung der Steuerung und Regelung in den Standby-Betrieb
  • Abschaltung Türantrieb im Standby-Betrieb
  • Abschaltung von zusätzlichen Komponenten wie TFT-Bildschirme, Transformatoren, Anzeigen etc.
  • Umstellung auf getriebelose Antriebe
  • Einbau frequenzgeregelter Antriebe
  • Nachrüstung Frequenzregelung
  • Einbau einer Rückspeisung (regenerative Antriebe)
  • Erneuerung der Steuerung bzw. Regelung auf frequenzgeregeltes System
  • Zertifizierte, mit der Steuerung gekoppelte Aufzugsschachtentlüftung samt Lüftungs­element (Klappen) und Messeinrichtung für Temperatur und Luftgüte entsprechend der EN54-12, ÖNORM B2473 und ÖNORM EN81/20.
  • Ersatz der hydraulischen Anlage durch Seil- bzw. Gurt-Anlage
  • Einbindung einer allfälligen Photovoltaik­anlage in die Aufzugssteuerung

Nicht förderfähige Investitionen

  • Service- bzw. Wartungskosten
  • Optische Verbesserungen an der Aufzugsanlage
  • Reparaturen
  • Verschleißteile
  • Neuanlage
  • Photovoltaikanlage
  • Maßnahmen in Wohngebäuden

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses nach Artikel 38 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung – AGVO, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 187, vom 26. Juni 2014, sowie der Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich.

Förderbasis: Berechnungsgrundlage bilden die Investitionsmehrkosten, die für die Verbes­serung der Energieeffizienz erforderlich sind. Damit diese Energieeffizienzkosten als bei­hilfefähige Kosten anerkannt werden können, müssen aus den Gesamtinvestitionskosten die förderfähigen Kosten (siehe oben) als getrennte Investition erkennbar sein.

  Fördersatz Land
Basisförderung 20 % der Förderbasis
KMU-Zuschlag

20 % Mittlere Unternehmen

30 % Kleinst- bzw. Kleinunternehmen

Mindestinvestitionskosten

pro Aufzug

5.000 Euro
  • Die Förderung wird für maximal drei Anlagen pro Betriebsstandort gewährt und ist pro Aufzugs-Anlage mit 15.000 Euro limitiert.
  • Die Förderhöhe für Anlagen von Nichtwettbewerbsteilnehmern orientiert sich an den Fördersätzen für Kleinst-/Kleinunternehmen.

Hinweise:

  • Die Gesamtförderung der nach Maßgabe dieser Richtlinie gewährten Förderung darf bei diesem Förderschwerpunkt die zulässigen maximalen Beihilfeintensitäten der Europäischen Union Regelungen gemäß Artikel 38 AGVO „Investitionsbeihilfen für Energieeffizienzmaßnahmen“ nicht überschreiten.

  • Die Förderstelle ist verpflichtet, gewährte Einzelbeihilfen von über 500.000 Euro nach Art. 9 lit. 1 c) i. V. m. Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014 (Amtsblatt der EU Nr. L 187 vom 26. Juni 2014) zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf einer Beihilfe-Website der EU-Kommission zu veröffentlichen.

  • Bitte beachten Sie, dass sämtliche Energieeffizienzmaßnahmen, die dem § 5(1)8 EEffG entsprechen und in Zusammenhang mit dem zu fördernden bzw. geförderten Vorhaben stehen, gemäß § 27(4)2 EEffG zur Gänze der Umweltförderung im Inland als strategische Maßnahme nach dem Bundes-Energieeffizienzgesetz anzurechnen sind.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Allgemeine Kriterien

  • Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch. Das Land Oberösterreich behält sich das Recht vor, unabhängig der Laufzeit die Förderrichtlinien zu ändern und/oder die Förderung einzustellen.
  • Anreizeffekt: Unter der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) dürfen nur Beihilfen vergeben werden, die einen Anreizeffekt haben. Ein Anreizeffekt liegt dann vor, wenn der Beihilfeempfänger einen schriftlichen Antrag vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, gestellt hat, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maß­gebend ist.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich idgF und Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF.
  • Die geförderte Anlage muss zumindest 10 Jahre lang zweckentsprechend (ausgenommen Maßnahmen gemäß Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberöster­reich § 4 Abs. 1 Z 1 lit. j) betrieben werden. Um einen zweckentsprechenden Betrieb handelt es sich nur, wenn die geförderte Anlage innerhalb dieses Zeitraums nicht stillgelegt und bei einer Veräußerung der Erwerber auf diese Pflicht hingewiesen wird.
  • Kopie des Abnahmeprotokolls bei abnahmepflichtige Maßnahmen (ÖNORM B2454-2 für Aufzüge ohne CE-Kennzeichen und § 6b aus ASV 2015 bei Aufzügen mit CE‑Kenn­zeichen)
  • Kopie der Bestätigung der ordnungsgemäßen Installation durch das ausführende Unter­nehmen bei NICHT-abnahmepflichtigen Maßnahmen
  • Es darf keine andere Landesförderung beantragt werden bzw. gewährt worden sein.
     

Technische Kriterien

  • Tragkraft des Aufzuges mindestens 600 kg
  • Baujahr 2010 und älter
  • Wartungsvertrag gemäß ÖNORM EN 13015 mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren ab Förderzusage
  • Die geförderte Anlage muss zumindest 10 Jahre lang zweckentsprechend betrieben werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Antragsformular Land
  • Technische Beschreibung der beantragten Maßnahme
  • Angebote und Kostenvoranschläge, aus denen die förderfähigen Kosten für die Maßnahme ersichtlich sind.

 

Weitere Unterlagen sind erst zum Zeitpunkt der Berechnung der Landesförderung nachzu­reichen.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

Antragstellung

Der Antrag ist VOR der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, und mit der Angabe über die Höhe der für das Vorhaben gesamten benötigten öffentlichen Finanzierung zu stellen. Die notwendigen Unterlagen für die Berechnung der Förderhöhe sind in Abstimmung mit der Förderstelle zielgerichtet je nach Maßnahme elektronisch zu übermitteln.

Beurteilung

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird ein Fördervor­schlag erarbeitet.

Genehmigung

Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder die Landes­regierung wird Ihnen eine Förderungserklärung, mit dem Ersuchen um Unterzeichnung, übermittelt.

Auszahlung

Nach Retournierung der Förderungserklärung wird der gewährte Förderungsbetrag auf Ihre angegebene Kontoverbindung angewiesen.

Rechtsgrundlagen

  • Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich
  • Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung – AGVO, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 187, vom 26. Juni 2014.
  • KMU-Definition: Empfehlung der Europäischen Kommission

Laufzeit

1. Jänner 2020 bis 30. Juni 2022 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel (es gilt das Antragsdatum).

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at