Amt der Oö. Landesregierung
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Förderung für die Umsetzung des „Guten Erhaltungszustandes“ von Grünland-Schutzgutflächen gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie

Durch diese Förderung soll die Akzeptanz von Förderungsverträgen in Europaschutzgebieten zur Erreichung des „Guten Erhaltungszustandes“ von extensiven Grünland-Lebensraumtypen gemäß der FFH-Richtlinie 92/43/EWG erhöht werden.

Wer wird gefördert?

Natürliche Personen, juristische Personen und Personenvereinigungen, die Schutzgutflächen gemäß der FFH-Richtlinie innerhalb von Europaschutzgebieten bewirtschaften.

Was wird gefördert?

Die Bewirtschaftung von extensiven Grünlandflächen gemäß den Bestimmungen der entsprechenden Managementplan-Verordnung mit zumindest einem Lebensraumtyp der Kategorien 6170, 7230, 6260, 1530, 2340, 6210, 6230, 6410, 6520, 5130, 6240, 6250, 6130, 6440, 6510 wie z. B. „Alpine und subalpine Kalkrasen“, „Pannonische Salzsteppen und Salzwiesen“, „Subpannonische Steppen-Trockenrasen“ oder „Kalkreiche Niedermoore“. Als Basis für die Ermittlung der förderfähigen Fläche dienen unter anderem die Abgrenzung der Lebensraumtypen durch die Abteilung Naturschutz im Amt der Landesregierung, aktuelle Luftbilder aber auch die Abgrenzung der Heimgutreferenz durch die Agrarmarkt Austria. Laufzeit der Förderung: 1.1.2019 bis 31.12.2020.

Wie wird gefördert?

Die Prämie von 420,00 € pro Hektar und Jahr landwirtschaftlich genutzter Flächen in Verbindung mit den vereinbarten Auflagen. Bei der Förderung handelt es sich um eine De-minimis-Beihilfe gemäß EU-Verordnung 1408/2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union aus De-minimis-Beihilfen im Agrarsektor. Die Summe aller in den letzten drei Jahren vor Erteilung der Bewilligung bewilligten De-Minimis-Förderungen darf die festgelegte Obergrenze (2018: Euro 15.000,-) nicht übersteigen. Bei Erreichen dieser Obergrenze wird die Förderung gekappt. 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Pflege aller Schutzgutflächen des Betriebes gemäß den Bestimmungen der Schutzgebiets- bzw. Managementplanverordnung für das betreffende Europaschutzgebiet zum Beispiel durch mindestens einmalige Mahd oder Beweidung der Fläche. Ausgenommen von dieser Mindestbewirtschaftung sind Flächen, zu denen gesonderte Vereinbarungen mit der Bewirtschafterin/dem Bewirtschafter abgeschlossen wurden.

  • Unterlassen aller Bewirtschaftungsschritte, die nicht als bewilligungsfrei eingestuft wurden. 
  • Aufzeichnungen über alle Bewirtschaftungsschritte und sonstigen Maßnahmen im Zusammenhang mit den Schutzgutflächen: z.B. Kurse, Seminare oder Exkursionen zum Europaschutzgebiet; 
  • Die Allgemeine Förderungsrichtlinie des Landes Oberösterreich in der jeweils geltenden Fassung gilt uneingeschränkt.
  • Kontrolle: Jährlich wird eine Stichprobe von mindestens 5% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Programm zur Kontrolle ausgewählt. Eine Verweigerung der Auskunftspflicht durch die Förderungswerberin/den Förderungswerber bedingt automatisch eine Rückforderung der ausbezahlten Prämien und eine Sperre des Betriebes für das laufende Jahr.

Abwicklung / Antragstellung

Amt der Landesregierung
Abteilung Naturschutz
Bahnhofplatz 1
4021 Linz
Tel-Nr.: 0732 7720-11871
E-Mail: n.post@ooe.gv.at

Formular

  • Umsetzung des "guten Erhaltungszustandes" von Schutzgutflächen gemäß der FFH-Richtlinie 92/43/EWG (LWLD-N/E-14)

    Antrag auf Gewährung einer Prämie

    Herunterladen 682,58 KB).

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at