Amt der Oö. Landesregierung
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Ablauf Hochwasserschutzübung - Donau 2018

Übungsannahme ist eine „Donauhochwasserkatastrophe“ von Schärding bis Hainburg. Nähere Informationen über das Ziel der Übung, die teilnehmenden Organisationen und der Zusammensetzung des Krisen- bzw. Katastrophenschutzstabes lesen Sie hier.

Wesentliche Pegelstände zu Landeskatastrophenschutzübungs-Beginn 2018 sind:

Achleiten/Donau  700 cm
Grein/Donau  1006 cm
Linz/Donau  715 cm
Mauthausen/Donau   741 cm
Schärding 941 cm
Steyr (Ortskai)/Enns  660 cm
Wels/Traun  636 cm
Wilhering/Donau 891 cm

Die Stabsfunktionen Behördlicher Einsatzleiter, Leiter des Stabes und S1 – S6 sind in allen Stäben besetzt. Die Verbindungsorgane der Feuerwehr, des Österreichischen Roten Kreuzes, des Samariterbundes (in einzelnen Gemeinden) und des Bundesheeres (außer in den Gemeindekrisenstäben) sind im jeweiligen Stab vertreten.

Die Stäbe werden überwiegend in Form eines integrierten Stabes geführt.

Die Übung wird als Stabsrahmenübung (Mischform) mit Echteinlagen durchgeführt.

Beübt wird die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden, Bezirken, Bundesländern, Ministerien, Einsatzorganisationen und allen anderen teilnehmenden Institutionen.
 

Ziel der Übung 2018:
  • praxisnahe Simulation (Drehbuch) einer Katastrophensituation
  • Überprüfung der vertikalen und horizontalen Kommunikation zwischen den einzelnen Bundesländern bzw. zwischen Ländern und Ministerien (Behörden und Einsatzorganisationen - in unter Einbindung von einzelnen Gemeinden)
  • Anwendung bestehender Pläne
  • in und Wien Einsatz von Digitalfunk

Es wird ein hoher Lernfaktor für alle Beteiligten auch im Zuge der Übungsvorbereitung erwartet (Koordinationserfordernisse, Zuständigkeiten, Szenarien, etc.).

 

Teilnehmende Organisationen:

Bezirke:

Alle Donauanrainerbezirke

In Oberösterreich sind dies:

Eferding mit den Gemeinden Alkoven, Aschach a. d. D, Hartkirchen und Pupping
Grieskirchen
Linz-Land
mit der Gemeinde Enns
Linz-Stadt
Perg
mit den Gemeinden Grein, Langenstein, Mitterkirchen i. M. und Naarn i. M.
Rohrbach mit den Gemeinden Hofkirchen i. M. und Neustift i. M.
Schärding mit den Gemeinden Esternberg und Waldkirchen a. Wesen
Urfahr-Umgebung mit den Gemeinden Ottensheim, Steyregg und Walding
 

Einsatzorganisationen:
Landesfeuerwehrverbände
ÖRK
ASBÖ
Landespolizeikommanden
zusätzlich in Wasserrettung, Zivilschutzverband
zusätzlich in Callcenter


Länder:

Niederösterreich, Oberösterreich und Wien
 
Ministerien:

BMI (Abt. II/13, EKC)
BMNT 
BMVIT - Schifffahrtsaufsicht, via Donau
BMLV – Österreichisches Bundesheer
 

Unternehmen:
A1 Telekom Austria
VHP (Verbund Hydro Power)
ZAMG
OMV (Lobau, St. Valentin)
MOL Austria Handels GmbH (Korneuburg)
ÖBB (Brückensperre, Kesselwaggon)
NÖVOG
EVN Wasser
EVN Naturkraft

 

Beispiele eingespielter Szenarien werden sein (genaueres kann natürlich nicht im Vorhinein bekanntgegeben werden):

  • vermeintlich drohende Dammbrüche,
  • notwendige Evakuierungen,
  • Platzwegweisungen,
  • Informationen an politische Amtsträger,
  • Pressenanfragen,
  • Mensch- und Tierbergungen,
  • Anforderung Assistenzeinsätze des Österreichischen Bundesheeres,
  • Austritt von umweltgefährdenden Stoffen,
  • Wegweisung von Schaulustigen,
  • Einsatz von Dolmetschern,
  • Aufbau mobiler Hochwasserschutzwände,
  • Einsatz von Dammwachen,
  • regelmäßige Anfertigung von Lageberichten für die einzelnen Stäbe, für Politiker, Presse und Öffentlichkeit sowie übergeordnete Behörden, Inbetriebnahme des Krisen- und Katastrophenschutzportales des Landes .
  • sowie des Callcenters des Landes ,
  • eventuelle Brückensperren,
  • Beübung von externen Notfallplänen verschiedener „Seveso“-Betriebe usw.
  • Unterbrechung des Zugverkehrs usw.
     

Außerdem sind noch „Echteinlagen“ (finden tatsächlich statt und nicht nur fiktiv) vorgesehen und zwar

  • Aufstellen mobiler Hochwasserschutzwände,
  • Menschenbergung mit einem Hubschrauber des ÖBH
  • Echtbetrieb des Krisen- und Katastrophenschutzportales sowie des Callcenters des Landes
  • Aufbau eines Evakuierungslagers durch das ÖRK
  • Brandbekämpfung im Ennshafen
     

Viele dieser Einlagen überschreiten zum Teil Bundesländergrenzen und müssen daher mit Niederösterreich und Wien koordiniert werden.

Die gesamte Übung in . wird über Digikat abgewickelt. Digikat ist eine vom Land (Abt. IT und IKD) entwickelte Software zur Katastrophenbewältigung. Das Land . verfügt damit über ein sehr modernes und effizientes System.

Der Stab und die Übungsleitung des Landes befinden sich in Linz im Landhaus in den KRIMA-Räumlichkeiten.

Die Zentralübungsleitung (Länder, Ministerien, Einsatzorganisationen, Unternehmen) ist im Wiener Rathaus situiert.

Verbindungsorgane von folgenden Organisationen werden im „Landesstab“ vertreten sein:

  • Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, Gruppe Linz
  • Landesfeuerwehrverband
  • Landespolizeidirektion
  • Militärkommando
  • ÖBB
  • ÖRK

Im Rahmen der Bekämpfung einer Hochwasserkatastrophe findet der Oö. Notfallplan – Donauhochwasser Anwendung. Im Katastrophenschutz-Stab des Landes . sind daher auch die „FachberaterInnen“ der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft anwesend.

 

Fachbereiche:

Fachbereich Hochwasser und Schutzwasserwirtschaft
“Vorhersage- und Warndienst”
Abteilung Wasserwirtschaft,
Gruppe Gewässergüteaufsicht u. Hydrographie

 

“Koordination Schutzwasserwirtschaft” &
“Schutzanlagen”
Abteilung Wasserwirtschaft,
Gruppe Hochwasserschutz

 

Fachbereich Anlagen-,
Umwelt- und Wasserrecht
“Rechtliche Assistenz”
Abteilung Anlagen-, Umwelt- und Wasserrecht

 

Fachbereich Grund- und Trinkwasser
“Koordination Grund- und Trinkwasserwirtschaft”
Abteilung Wasserwirtschaft
Gruppe Trinkwasser und Abwasser, Beratungsstelle Oö. Wasser
Abteilung Gesundheit*

*(Die Abteilung Gesundheit ist telefonisch zu erreichen.)
 

Fachbereich Abwasserentsorgung
“Abwassertechnische Anlagen”
Abteilung Wasserwirtschaft
Gruppe Trinkwasser und Abwasser

 

Fachbereich Abfallwirtschaft
“Allgemein”
Abteilung Umweltschutz
Gruppe Abfallwirtschaft und Bodenschutz


Landessachverständige für Chemie bzw. Ölunfälle stehen im Zuge ihrer Rufbereitschaft zur Verfügung.
 

Wie setzt sich ein Krisen- bzw. Katastrophenschutzstab zusammen:

Die Stabsarbeit gliedert sich in eine behördliche Einsatzleitung (BEL), als politisch-administrative Leitungsebene, welche die Gesamtverantwortung für die Organisation und den administrativen Ablauf der Gefahrenabwehr trägt, die technische Einsatzleitung (TEL), als technisch-taktische Führungsebene, welche die Aufträge der BEL eigenverantwortlich durchzuführen hat, und die Einsatzleitung vor Ort (EL) als Führungsebene an der Einsatzstelle, welche die Aufträge der TEL in konkrete Maßnahmen umsetzt.

Die Technische Einsatzleitung wird im Rahmen dieser Übung vom Landesfeuerwehrverband gestellt und hat ihren Sitz in der Landesfeuerwehrschule in Linz.

Die behördliche Einsatzleitung (BEL) hat die Aufgabe, die notwendigen Maßnahmen der Katastrophenabwehr und –bekämpfung anzuordnen und zu koordinieren sowie die Organisation und den administrativen Ablauf dieser Maßnahmen sicherzustellen. Wie allerdings ein Brand gelöscht werden soll bzw. Menschen geborgen werden sollen entscheidet die Technische Einsatzleitung.

Grundsätzlich werden die Aufträge dem technischen Einsatzleiter erteilt.

Dem technischen Einsatzleiter obliegt die Führung der unterstellten Einsatzkräfte und die technisch-taktische Koordinierung der im Einsatzbereich tätigen sonstigen Einsatzkräfte sowie die Durchführung von Schutz- und Hilfsmaßnahmen.

In besonderen Situationen, insbesondere bei Schadensereignissen geringeren Umfanges oder wenn behördliche und technische Einsatzleitung räumlich unmittelbar benachbart arbeiten, kann es effizienter sein, anstatt je eines Stabes bei der behördlichen und bei der technischen Einsatzleitung für beide Leitungsebenen nur einen integrierten Stab zu bilden.

Diese Organisationsform hat neben der Einsparung von Stabspersonal, Führungsmitteln und Ausstattung den Vorteil, dass auch Verbindungspersonen zwischen den beiden Leitungsebenen nicht erforderlich sind und vor allem, dass Divergenzen zwischen behördlichen Aufträgen und technisch-taktischer Umsetzung durch die TEL nicht entstehen können und dass es keine Informationsverluste und Meldeverzögerungen zwischen den beiden Leitungsebenen geben kann.

Solche integrierten Stäbe kommen bei der Übung vor allem in den Bezirks- und Gemeindeeinsatzleitungen zum Einsatz.

Die Stabsfunktionen S1 bis S6 werden besetzt. Auch die sogenannten Stabshilfsstellen werden eingerichtet (Übermittlungsstelle, Meldesammelstelle, Dokumentation).
 

Allgemeine Aufgaben aller Stabsmitglieder sind:

  • Sicherstellung der Einsatzbereitschaft des eigenen Stabsbereiches
  • Beschaffung von Basismaterial ( z.B. Sicherheitsdatenblätter, Pegelstellenverzeichnis, Kartenmaterial, Alarm-, Einsatz- und Leistungspläne/Einsatzunterlagen) des eigenen Stabsbereiches und Wartung dieser Daten
  • laufende Informationsbeschaffung
  • Absprache/Koordination/ Informationsaustausch mit anderen Stabsmitgliedern
  • Verbindung zu über-/unter-/nebengeordneten Fachbereichen (in den Einsatzstäben und bei anderen Behörden) und zu der entsendenden Stelle (Verbindungspersonen)
  • ständige Beurteilung der Lage im eigenen Sachgebiet
  • Beiträge zur Lagedarstellung
  • Information des Leiters des Stabes
  • Fachbeiträge zu behördlichen Anordnungen und Aufträgen an Einsatzkräfte
  • Beiträge zum Einsatztagebuch der behördlichen Einsatzleitung
  • Teilnahme an Besprechungen
  • Information der Ablösung bei Schichtbetrieb

Die Mitglieder der Stabsgruppe stellen (mit Hilfskräften) die Arbeits- und Führungsfähigkeit der Einsatzleitung sicher und erledigen die bei allen Arten von Einsätzen im Rahmen eines geordneten Führungsverfahrens anfallenden Routinetätigkeiten.

 

SACHGEBIET 1 (S 1 Personal/Betreuung)

Dieses Sachgebiet umfasst vor allem die Sicherstellung, Verwaltung und Betreuung der personellen Einsatzressourcen und Verwaltung und Betreuung Betroffener. Die Aufgaben dieses Sachgebietes sind in der behördlichen Einsatzleitung großteils nur insoweit wahrzunehmen, als es die Koordination der eingesetzten Kräfte und der Gesamtüberblick über sie erfordern. Der Abstimmung mit S 1 der TEL kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Insbesondere sind dies folgende Aufgaben:

  • Feststellung und Beurteilung der Personallage - Bestand, Bedarf, Folgerung (Anforderung/Entlassung, Bereitschaft/Reserve, Personalersatz/Ablösung)
  • Sicherstellung der Einsatzkräfte, soweit dies nicht durch Einsatzorganisationen unmittelbar erfolgt, eigene und fremde (Privatpersonen und fremde Institutionen), Spezialdienste, Festlegung von Sammel-/Bereitstellungsraum (grob), Schichtdienst im Stab
  • Sicherstellung der Führung einer Gesamt-Kräfteübersicht (grober Überblick)  Einsatz, Bereitschaft/Reserve, Spezialdienste
  • Abstimmung der Kräfteübersicht mit S 4
  • Sicherstellung der psychischen Betreuung der Einsatzkräfte (SvE)
  • Sicherstellung der Erfassung der Opfer bzw. evakuierten Personen (Gesamtüberblick), Personalien, Befinden/Gesundheitszustand, Aufenthalt Sicherstellung der Betreuung der Opfer bzw. evakuierten Personen unmittelbare Hilfe, psychische Betreuung (KIT)
  • Sicherstellung der Maßnahmen zur Identifizierung, Bergung etc. von Leichen
  • Unterstützung des Behördlichen Einsatzleiters am Einsatzort (Adjutant)  Informationen von/für Leiter des Stabes, Termine, Fernmeldemittel, Kfz, Hand-Lagekarte, Verbindung zum Stab
  • Würdigung für besondere Leistungen
     

SACHGEBIET 2 (S 2 Gefahren- und Schadenslage)

Das Sachgebiet umfasst vor allem die Erstellung eines genauen, ständig aktuellen Lagebildes über Schäden, Gefahren und allgemeine Lage als Grundlage für Entscheidungen über Katastrophenhilfe-Maßnahmen sowie die Darstellung der Lage der getroffenen Maßnahmen.

Insbesondere sind dies folgende Aufgaben:

  • Erhebung der Gefahren- und Schadenslage und der allgemeinen Lage Meldungen vom Schadensort, Meldungen von außen (LWZ, Hydrographischer Dienst), Einsatz von Aufklärungsorganen, Befragung der Opfer/Bevölkerung, Einholung von Sachverständigengutachten
  • Auswertung der Erhebungsergebnisse / Beurteilung der Gefahren- bzw. Schadenslage
  • Darstellung der Gefahren- und Schadenslage und der allgemeinen Lage sowie der Gesamtlage (gemeinsam mit S3)
  • Sicherstellung der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und des öffentlichen Verkehrs Verkehrsleitung und –regelung, Sicherung gegen Plünderer, Beobachtung verdächtiger Personen, Absicherung gegen Schaulustige etc.
  • Zutrittsregelung zur behördlichen Einsatzleitung
     

SACHGEBIET 3 (S 3 Einsatzführung)

In diesem Sachgebiet fließt die Arbeit des gesamten Stabes zur Entscheidungshilfe für den behördlichen Einsatzleiter zusammen, werden dessen Entscheidungen in Maßnahmen bzw. Aufträge umgesetzt und wird die Übereinstimmung des Ergebnisses der Maßnahmen bzw. des Einsatzes mit den behördlichen Entscheidungen überprüft.

Insbesondere sind dies folgende Aufgaben:

  • Entscheidung über Ort, Zusammensetzung und Organisation der Einsatzleitung (wenn S3 gleichzeitig Leiter des Stabes ist)
  • Aufträge an Stabsmitglieder (wenn S3 gleichzeitig  Leiter des Stabes ist)
  • Koordination der Detailarbeit im Stab (wenn S3 gleichzeitig Leiter des Stabes ist)
  • Leitung von Stabsbesprechungen (wenn S3 gleichzeitig  Leiter des Stabes ist)
  • Zusammenfassung der Lagedarstellung (Lagekarte)
  • Beurteilung der Gesamtlage, also
  • Schadens- und Gefahrenlage einschließlich Verkehrs- und Sicherheitslage
  • eigene Lage (Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Kräfte und Mittel unter Berücksichtigung des Zeitfaktors)
  • allgemeine Lage (Ort einschließlich Infrastruktur, Zeit, Wetter)
  • Öffentlichkeitslage (Bedürfnisse und Verhalten der Bevölkerung und der Medien)
  • Formulierung des Zieles der Maßnahmen
  • Planung von Maßnahmen Schwerpunkte/Prioritäten, Einsatzabschnitte, Bestimmung der Art der Einsatzkräfte, Sicherung/Absperrung des Einsatzraumes, Räumung der Einsatzstelle/Umgebung
  • Alternativplanung
  • Maßnahmen-/Entscheidungsvorschlag an Behördlichen Einsatzleiter
  • Umsetzung der Entscheidungen des Behördlichen Einsatzleiters durch Aufträge an Einsatzkräfte bzw. sonstige Maßnahmen
  • Koordination des Gesamteinsatzes
  • Kontrolle der Ausführung der Maßnahmen und der erwarteten Wirkung
  • Einteilung eines Verantwortlichen für die Stabsräumlichkeiten mit den Aufgaben Unterbringung/Kennzeichnung der behördlichen  Einsatzleitung, Ausstattung und Versorgung des Stabes in Abstimmung mit S 4
     

SACHGEBIET 4 (S 4 Versorgung/Logistik)

Das Sachgebiet umfasst vor allem die Sicherstellung der materiellen Ressourcen und der Ver- und Entsorgung. Die Aufgaben dieses Sachgebietes sind in der behördlichen Einsatzleitung nur insoweit wahrzunehmen, als es die Koordination der eingesetzten Kräfte und Mittel und der Gesamtüberblick über sie erfordern. Der Abstimmung mit S4 der technischen Einsatzleitung Einsatzkräfte kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Insbesondere sind dies folgende Aufgaben:

  • Feststellung und Beurteilung der Versorgungslage - Bestand, Bedarf, Folgerung (Anforderung/Entlassung, Reserve/Bereitschaft)
  • Sicherstellung der Einsatzmittel, soweit dies nicht durch Einsatzorganisationen unmittelbar erfolgt - Einsatzgerät/Sondergerät, Betriebsmittel/Verbrauchsgüter, Transportmittel, Ausrüstung der Einsatzleitung
  • Sicherstellung der Führung einer Gesamtübersicht über Einsatzmittel - eigene (Einsatzorganisationen), fremde (Privatpersonen und fremde Institutionen) in Abstimmung mit S 1
  • Sicherstellung von Versorgung und Nachschub (Verpflegung, Betriebsmittel, Ersatzgerät) für Einsatzkräfte (eigene Kräfte: Stab und Einsatzorganisationen;  fremde Kräfte: Privatpersonen und fremde Institutionen) und Opfer / Evakuierte
  • Sicherstellung der Entsorgung von Schad- und Gefahrgut z.B. Wracks, kontaminiertes Material, Kadaver
  • Regelung der Sanitätsversorgung für Einsatzkräfte und Opfer/Evakuierte
  • Bereitstellung der Infrastruktur Verpflegung/Unterkunft/Lagerung für Einsatzkräfte und –mittel sowie Opfer/Evakuierte
  • Regelung von Instandsetzung/Bergung
  • Regelung der Verwaltung und Verrechnung von Versorgungsgütern, Leistungen, Entschädigungen
     

SACHGEBIET 5 (S 5 Öffentlichkeitsarbeit)

Das Sachgebiet umfasst vor allem die Organisation der Information der betroffenen Bevölkerung und die Information der Öffentlichkeit durch die Medien, wobei der Medienbetreuung auf dieser Leitungsebene besondere Bedeutung zukommt.

Insbesondere sind dies folgende Aufgaben:

  • Feststellung und Beurteilung der Öffentlichkeitslage (Bedürfnisse und Verhalten der Bevölkerung und der Medien)
  • Information der Bevölkerung - Vorbereitung von Informationstexten  (Lage, Warnung, Verhaltensregeln)   Festlegung der Informationsmittel (Lautsprecher, Flugblatt, Rundfunk)
  • Information der Medien - Interview, Pressekonferenz, schriftliche Texte, Öffentlichkeits-Lagekarte, Information vor Ort
  • Bilddokumentation
  • Einrichtung und Betrieb der Medienbetreuungsstelle
  • Einrichtung einer Auskunftsstelle für Angehörige von Betroffenen sowie gefährdete Personen (Call–Center) und Aufbereitung der Informationen für diese Stelle
     

SACHGEBIET 6 (S 6 Kommunikation/Information)

Dieses Sachgebiet umfasst die Sicherstellung der Führungsmittel, insbesondere des für die Katastrophenabwehr und –bekämpfung erforderlichen Informationsflusses und der Kommunikation zwischen allen Kräften und zu anderen Institutionen.

  • Feststellung und Beurteilung der Informationslage - stabsintern, zu TEL, zu anderen Behörden und sonstigen Institutionen
  • Sicherstellung der Fernmeldeverbindungen der Einsatzkräfte
  • Sicherstellung der Verbindung nach außen (durch Fernmeldemittel, Verbindungspersonen) zu Einsatzkräften, zu anderen Behörden und Institutionen
  • Kommunikationsplan (Fernmelde-Verbindungsskizze)
  • Sicherstellung des Sprachendienstes (Übersetzer, Dolmetscher)
  • Organisation der Führungsunterstützung durch EDV
  • Sicherstellung sonstiger Führungsmittel (Melder, Kfz)
  • Sicherstellung des Informations- und Meldeflusses im Stab, zu den Einsatzkräften, zu anderen Behörden und Institutionen (Controlling)
  • Einrichtung und Betrieb der Meldesammelstelle und der Übermittlungsstelle
  • Dokumentation des Ereignisablaufes und der Entscheidungen (Einsatztagebuch)
     

Dann gibt es noch die FACHGRUPPE (Sachverständige, Verbindungspersonen, sonstige Fachberater) 

Die Mitglieder der Fachgruppe werden bei Bedarf an Spezialwissen und für die unmittelbare Verbindung zu den entsendenden Institutionen beigezogen. Die Zusammensetzung der Fachgruppe ist daher den jeweiligen Einsatzerfordernissen anzupassen und kann sich während des Einsatzes ändern:

  • Sachverständige katastrophenrelevanter Fachgebiete (z. B. Hydrographischer Dienst, Chemie, Medizin, Geologie, Montanistik) zur Beurteilung von Gefahren und möglichen Abwehrmaßnahmen Verbindungspersonen zu Einsatzorganisationen, Assistenzkräften und anderen am Einsatz  beteiligten Institutionen  (Behörden, Austro Control etc.) zur Information über die Leistungsfähigkeit der Kräfte und zur unmittelbaren Kommunikation mit Führungsorganen der Einsatzorganisationen und anderen Institutionen (koordinierte Führung)
  • sonstige Fachberater zur Beistellung von weiterem Spezialwissen (z. B. Fachleute der eigenen Behörde, betroffene Unternehmen, ÖBB, Straßenverwaltung, Ver- und Entsorgungsunternehmen, Kammern)

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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