Amt der Oö. Landesregierung
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Netzgeführte Photovoltaik-Anlagen und Solarstromspeicher für Betriebe

Die Förderung soll für Unternehmen einen Anreiz schaffen, einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs zu leisten sowie den Anteil erneuerbarer Energieformen umweltverträglich und effizient zu erhöhen.

Wer wird gefördert?

Unternehmen, die ihren Betriebsstandort in Oberösterreich haben und eine Photovoltaikanlage zum Eigenverbrauch und/oder einen stationären Solarstromspeicher in/an maximal einem Betriebsgebäude in Oberösterreich errichten.

Was wird gefördert?

  • Ankauf und Errichtung von neuen netzgeführten Photovoltaikanlagen für den optimierten Eigenverbrauch größer gleich 6 kWp und kleiner gleich 200 kWp und/oder
  • Ankauf und Errichtung eines stationären Solarstromspeichers (ausgenommen auf Blei-Säure-Basis oder Blei-Gel-Technologie) ab einer Nennkapazität von mindestens 6 kWh für die Eigenverbrauchsoptimierung von netzgeführten Photovoltaikanlagen am selben Standort.


Nicht förderfähig sind:

  • Photovoltaikanlagen kleiner 6 kWp Leistung
  • Erweiterung von bestehenden Photovoltaikanlagen
  • Förderkombinationen mit der Ökostrom Management AG (OeMAG)
  • Solarstromspeicher bis 6 kWh Nennkapazität
  • gebrauchte Module bzw. Speicher
  • Eigenbauten
  • Prototypen

Wie wird gefördert?

Das Ausmaß der Förderung für die Photovoltaikanlage  beträgt 200 Euro je kWp. Die Förderung ist insgesamt mit maximal 40 Prozent der förderungsfähigen Netto-Investi­tionskosten begrenzt. Gefördert werden Anlagen mit einer Leistung ab 6 bis 200 kWp.

Das Ausmaß der Speicher-Förderung beträgt 300 Euro je kWh Nennkapazität. Die Förderung ist insgesamt mit maximal 40 Prozent der förderungsfähigen Netto-Investi­tionskosten begrenzt. Gefördert werden stationäre Speichersysteme ab einer Nennkapazität von mindestens 6 kWh (Maximale  Speichergröße: PV-Anlage [kWp] mal  dem Faktor 1,2).

Das Unternehmen kann sowohl die Photovoltaikanlage als auch den Solarstromspeicher zur Landesförderung einreichen. Es ist auch eine getrennte Fördereinreichung (entweder Photovoltaikanlage oder Solarstromspeicher) zulässig.

 

Hinweis: 

Die Fördervergabe erfolgt nach den geltenden Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich und in Form eines Zuschusses auf Basis der "De-minimis"-Beihilfen-VERORDNUNG (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013. Das Land Oberösterreich kann daher nur Förderungen bis zu den beihilferechtlichen Höchstgrenzen gemäß "De-minimis"-Beihilfen-Verordnung gewähren.

Vor Gewährung einer Beihilfe hat das betreffende Unternehmen die "De-minimis"-Beihilfen anzugeben, die es in den vorangegangenen drei Jahren erhalten hat. Eine neue "De-minimis"-Beihilfe kann nur gewährt werden, wenn der Höchstbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden Drei-Jahres-Zeitraums nicht überschritten wird. Nach der neuen "De-minimis"-Verordnung wird nicht nur das einzelne Unternehmen, sondern der gesamte Unternehmensverbund in die "De-minimis"-Betrachtung einbezogen. Ein Unternehmensverbund wird dabei als "ein einziges Unternehmen" definiert. Erhält ein einziges Unternehmen "De minimis"-Beihilfen nach verschiedenen "De-minimis"-Verordnungen, so müssen diese zusammen betrachtet und können bis zur Obergrenze addiert werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Neben den in der Förderungserklärung angeführten Bedingungen gelten folgende zusätzliche Kriterien:

  • Die Förderungswerber können physische und juristische Personen sowie Personengesellschaften des bürgerlichen und des Handelsrechtes sein, eine aktive Gewerbeberechtigung oder sonstige notwendige behördliche Befugnis besitzen
  • Die  Photovoltaikanlage muss ausschließlich an oder auf einem Gebäude angebracht werden
  • Der Antrag muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen, vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist, bei der Landesförderstelle einlangen
  • Die Photovoltaikanlage muss eigenverbrauchsoptimiert geplant und errichtet werden
  • Der Stromertrag der Anlage und die Eigenverbrauchsquote sind jährlich zu dokumentieren.
  • Vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich idgF bzw. der Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich idgF
  • Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht
  • Die Umsetzung des Projektes bzw. die Abrechnung der Anlage hat bis maximal 12 Monate nach der politischen Förderzusage zu erfolgen ‑ es gilt das Rechnungsdatum
  • Anlagenstandort in Oberösterreich
  • Die Photovoltaikanlage und/oder der Solarstromspeicher muss mindestens 10 Jahre zweckentsprechend betrieben werden
  • Für jede Photovoltaikanlage ist der förderfähige Batteriespeicher auf 1 System begrenzt
  • Die Förderung ist auf eine Photovoltaikanlage bzw. einen Solarstromspeicher pro Unternehmen beschränkt
  • Prüfprotokoll nach OVE/ÖNORM E-8001- (Elektro-Befund) einer befugten Elektrotechnikerin bzw. eines befugten Elektrotechnikers
  • Die Anlage muss durch einen aufgrund der gewerblichen Vorschriften zur Errichtung von Photovoltaikanlagen oder Stromspeicher befugten Unternehmer errichtet werden
  • Die Maßnahme muss dem Stand der Technik entsprechen und sämtliche Sicherheitsanforderungen müssen eingehalten werden (u.a. OVE-Richtlinie R 20, ÖVE/ÖNORM EN 50272-2)
  • Die technischen und organisatorischen Regeln für Betreiber und Nutzer von Netzen (TOR) gemäß § 22 Z 2 E-ControlG, BGBl. I Nr. 110/2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2017 sind bei der Errichtung zu berücksichtigen


Spezielle technische Kriterien bei Solarstromspeichern

a. Zeitwertersatzgarantie/Rücknahmeverpflichtung

Gefördert werden lediglich Speichersysteme, deren Hersteller/Händler eine Zeitwert­ersatzgarantie für einen Zeitraum von mindestens 7 Jahren gewähren bzw. sich zur Rücknahme verpflichten. Der Zeitwert ist auf Basis einer linear angenommenen jährlichen Abschreibung zu berechnen.

b. Das Energiespeichersystem muß entsprechend gekennzeichnet sein und zumindest die folgenden Angaben auf den Akkumulatoren vorhanden sein oder mitgeliefert werden:

  • Genaue Typenbezeichnung/Fabrikatsname
  • Hinweise für die Entsorgung/Rücknahmepflicht
  • Hinweise für die empfohlene Ladung
  • Angaben zu Strom, Spannung und Temperaturgrenzen
  • Nennkapazität und Information zur nutzbaren Kapazität
  • Zyklenfestigkeit
  • max. Lade- und Entladestrom

c. Entkupplungsschutz:

Den Anschlussbedingungen der Netzbetreiber ist zu entsprechen.

d. Wiederkehrende Überprüfungen bzw. Onlineüberwachung

Wenn keine Onlineüberwachung des Speichersystems möglich ist, so ist
die elektrische Anlage des Speichersystems sowie die damit verbundene Einspeise­vorrichtung im Abstand von 2 Jahren einer wiederkehrenden Überprüfung nach OVE/ÖNORM E 8001-6-62 durch ein dafür befugtes Elektrounternehmen zu unter­ziehen. Dabei ist der Prüfumfang um sicherheitsrelevante Prüfgegenstände der Speicheranlage, wie z. B. Messung der Betriebstemperatur bei Volllast, festsitzende Klemmenverbindungen der Akkumulatorenpole, Zustand der Lithiumspeicherzellen etc., zu erweitern. Das Ergebnis der Überprüfung ist in einem Prüfbefund zu doku­mentieren. Dieser Prüfbefund ist im Anlagenbuch aufzubewahren.

Der Anlagenbetreiber hat selbst wöchentlich eine Sichtprüfung durchzuführen und bei besonderen Vorkommnissen ein befugtes Elektrounternehmen beizuziehen.

Hinweis:

Im Rahmen der betrieblichen Umweltoffensive (BUO) bieten das Land Oberösterreich und seine Partner, der Energiesparverband und das Klimabündnis , geförderte Beratungsleistungen für Betriebe und öffentliche Einrichtungen in Oberösterreich an.

Im Zuge dieser Beratung kann auch die Abschätzung über die Größe der Anlage, und ob die geplante Photovoltaik-Eigenverbrauchsanlage für ein Unternehmen wirtschaftlich und technisch Sinn macht, erfolgen. 

Näher Informationen dazu finden sie am Ende dieser Seite.

Erforderliche Unterlagen

Erforderliche Unterlagen VOR Umsetzung der Maßnahme

Für PV-Anlage:

  • Online-Antragsformular Land
  • Kostenaufstellung mit 2 detaillierten Angeboten für die Photovoltaikanlage mit Installationskosten

Für Solarstromspeicher:

  • Online-Antragsformular Land
  • Kostenaufstellung mit 2 detaillierten Angeboten für die Solarstromspeicheranlage mit Installationskosten


Erforderliche Unterlagen NACH Umsetzung der Maßnahme

PV-Anlage:

  • Rechnungen und Zahlungsnachweise
  • Bestätigung der Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber
  • Prüfprotokoll nach OVE/ÖNORM E-8001 eines befugten Unternehmens (beinhaltet Befund, Anlagenbuch, Messung und Prüfung)
  • Fotos der Anlage
  • Netzzugangsvertrag
  • Bestätigung eines befugten Unternehmers über die eigenverbrauchsoptimierte Ausführung

Solarstromspeicher:

  • Rechnungen und Zahlungsnachweise
  •  Bestätigung der Inbetriebnahme durch den Netzbetreiber oder das ausführende Elektrounternehmen
  • Prüfprotokoll nach OVE/ÖNORM E-8001 eines befugten Unternehmers (beinhaltet Befund, Anlagenbuch, Messung und Prüfung)
  • Fotos der Anlage
  • Netzzugangsvertrag
  • Unterlagen des Herstellers zur Anlage (Datenblatt, Rücknahmeverpflichtung, Zeitwerterzsatzgarantie)

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung der Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffende Maßnahme die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

Antragstellung
Die Förderung ist VOR Durchführung der Maßnahme, ONLINE (mittels elektronischem Antragsformular inkl. Angebote als Upload) beim Amt der Oö. Landesregierung zu beantragen.

Beurteilung
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird ein auf Basis der prognostizierten Kosten vorläufiger Fördervorschlag erarbeitet

Genehmigung
Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder die Landesregierung wird der vorläufige Fördervorschlag dem Förderungswerber übermittelt.

Fristen

  1. Ab Datum der Übermittlung der Förderzusage ist innerhalb von 6 Wochen eine verbindliche Bestellung der Anlage/des Speichers vorzulegen.
  2. Die Anlage ist innerhalb eines Jahres ab Datum der Förderzusage zu errichten und abzurechnen (es gilt das Rechnungsdatum)


Hinweis:
Sollte nach Ablauf der 6-Wochenfrist der Förderstelle keine Bestellung vorgelegt werden, wird der Antrag außer Evidenz genommen und die reservierten Mittel werden einem anderen Projekt zugeordnet.

Auszahlung
Nach Umsetzung der Maßnahme und Vorlage aller notwendigen Unterlagen elektronisch an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten die tatsächlichen Kosten geringer sein als die Kostenschätzung im Förderantrag, so reduziert sich die Förderung aliquot.

Rechtsgrundlage/Laufzeit

Die Richtlinie für das Sonderförderprogramm " Netzgeführte Photovoltaik-Anlagen und stationäre Solarstromspeicher für Betriebe" tritt mit 03.09.2018 in Kraft und endet mit Ausschöpfung des zur Verfügung stehenden gesamten Fördertopfes bzw. bei Start einer neuen OeMAG- Investitionsförderung für Photovoltaik und Speicher.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at