">

Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

AUFRUF zur Einreichung von Förderungsanträgen für die Vorhabensart 16.3.1 a) Sonderrichtlinie "LE-Projektförderungen"

Die Sonderrichtlinie "LE-Projektförderungen" sieht für die Vorhabensart 16.3.1 a) "Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern - Arbeitsabläufe, gemeinsame Nutzung von Anlagen und Ressourcen und Tourismusdienstleistungen" anstelle einer laufenden eine zeitliche befristete Antragstellung erst nach Veröffentlichung eines entsprechenden Aufrufs vor.

Mit diesem Aufruf gibt die Abteilung Land- und Forstwirtschaft bekannt, dass Förderungsanträge in der Vorhabensart 16.3.1 a) zum Bereich

  • Ländlicher Tourismus

eingereicht werden können.

Antragstellung, Frist und weitere Vorgehensweise

Förderanträge müssen bis spätestens 30. September 2018 bei der Bewilligenden Stelle

Abteilung Land- und Forstwirtschaft
Bahnhofplatz 1
4021 Linz
Fax: +43 732 77 20-211 798
E-Mail: lfw.post@ooe.gv.at

 

vollständig eingelangt sein. Es ist das beigeschlossene F1 Antragsformular zu verwenden. Die Förderanträge können postalisch, per Fax oder eingescannt via Email übermittelt werden.

Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Einlangens bearbeitet. Nach Feststellung der Vollständigkeit des Förderungsantrages und Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt ein Auswahlverfahren nach den Kriterien, die für diese Vorhabensart festgelegt sind.

Im Auswahlverfahren werden nur vollständige Förderungsanträge berücksichtigt. Unvollständige Förderungsanträge sind vom aktuellen Auswahlverfahren ausgeschlossen.

Die Auswahlkriterien, die für das Auswahlverfahren herangezogen werden, sind im Dokument „Auswahlverfahren und Auswahlkriterien für Projektmaßnahmen im Rahmen des österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020“ beschrieben.

Bedingungen für die Teilnahme an der Förderung

Für Aufrufe gelten die Bedingungen gemäß Punkt 35 der Sonderrichtlinie "LE-Projektförderungen", die hier auszugsweise wiedergegeben werden.

Förderungswerber

An den Förderungen können nur Kooperationen im Sinne des Art. 35 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1305/2015 teilnehmen, die den Kriterien gem. Pkt. 35.3 und 35.4 der Sonderrichtlinie „LE-Projektförderungen“ entsprechen.

Förderungsgegenstand

Die Vorhabensart 16.3.1. gem. Punkt 35.2 der Sonderrichtlinie „LE-Projektförderungen“ sieht die Förderung einer neuen Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern vor bzw. die Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern im Hinblick auf ein neues, gemeinsames Projekt.

Im Rahmen dieses Aufrufes können auch Anträge auf Verlängerung des Genehmigungszeitraumes für bereits genehmigte Zusammenarbeitsprojekte eingereicht werden. Dazu ist ebenfalls ein vollständiger neuer Antrag notwendig.

Im Rahmen des Aufrufs können ausschließlich Zusammenarbeiten und deren Projekte beantragt werden, die thematisch folgendem Bereich zuordenbar sind:

  • Ländlicher Tourismus:

Dieser Bereich entspricht der Vorhabensart 16.3.1, Fördergegenstände „Zusammenarbeit von Akteuren im Bereich des ländlichen Tourismus bei der Entwicklung und/oder Vermarktung von Tourismusdienstleistungen mit Bezug zu ländlichem Tourismus“ sowie „Entwicklung und Vermarktung von Tourismusdienstleistungen mit Bezug zum ländlichen Tourismus“.
Im Rahmen dieses Bereichs wird die Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern gefördert, die sich die strategische Entwicklung und gemeinsame Umsetzung von individuellen Angeboten und Dienstleistungen im Bereich ländlicher Tourismus mit dem Fokus Landwirtschaft zum Ziel setzt. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht der bäuerliche Kooperationspartner als Anbieter von ländlichen Tourismusdienstleistungen. Die Zusammenarbeit von kleinen Wirtschaftsteilnehmern im Bereich Ländlicher Tourismus stellt somit ein Bindeglied zwischen Landwirtschaft und Tourismus dar und soll einen Beitrag zur Existenzsicherung von bäuerlichen Betrieben leisten.

Als kleine Wirtschaftsteilnehmer im Sinne der Vorhabensart 16.3.1. a) und gemäß Empfehlung 2003/361/EG sind Unternehmen definiert, die weniger als zehn Personen (Jahresarbeitseinheiten JAE) beschäftigen und deren Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz zwei Mio. Euro nicht überschreitet. Bei der Personenanzahl werden Voll- und Teilzeitbeschäftigte sowie Saisonarbeitskräfte berücksichtigt, für diese ist der jeweils entsprechende Bruchteil einer Einheit zu zählen. Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen, die einen Lehr- bzw. Berufsausbildungsvertrag haben, sind nicht zu zählen. Unberücksichtigt bleiben auch Personen im Mutterschafts- bzw. Elternurlaub. Zur Ermittlung des Jahresumsatzes werden die Verkaufs- und Dienstleistungserlöse, die das Unternehmen während des betreffenden Jahres unter Berücksichtigung aller Erlösschmälerungen erzielt hat herangezogen. Die Mehrwertsteuer (MwSt.) und andere indirekte Steuern sollten nicht in den Umsatz einfließen. Die Jahresbilanzsumme bezieht sich auf die Hauptvermögenswerte des Unternehmens.

Kulinarische Initiativen mit Bezug zu ländlichem Tourismus sind in vorliegendem Aufruf exkludiert.

So ferne es sich nicht um einen Antrag auf Verlängerung des Genehmigungszeitraumes eines bereits genehmigten Projektes handelt,  muss der Förderungswerber im Vorhabensdatenblatt die Neuartigkeit der Projekte und die Abgrenzung zu eventuellen bereits bestehenden Projekten darlegen, insbesondere hinsichtlich der Abrechnung des Projekts.

Darüber hinaus muss der Förderungswerber angeben, ob ein späterer Stichtag für die Kostenanerkennung gewählt wird als das Datum des Einlangens des Förderungsantrags.

Im Rahmen von Projekten, die im Zuge des vorliegenden Aufrufs zur Förderung gelangen, müssen spezifische Ergebnisse erzielt werden. Diese Ziele der Zusammenarbeit müssen im Vorhabensdatenblatt eindeutig beschrieben werden und terminisiert, spezifisch und messbar sein.

Förderungsumfang

Im Rahmen dieses Aufrufs wird –vorbehaltlich der Genehmigung der für die Bereitstellung der Mittel beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus beantragten Finanzmittelumschichtung - für einen Zeitraum von drei Jahren ein Fördermittelvolumen aus EU-, Bundes- und Landesmitteln von insgesamt ca. 372.000 Euro bereitgestellt. Hinsichtlich der förderfähigen und anrechenbaren Kosten gelten die Bestimmungen gem. Sonderrichtlinie „LE-Projektförderungen“.

Projektlaufzeit/Projektlaufzeitverlängerung

Gem. 35.4.4 werden mehrjährige Vorhaben für einen Zeitraum von maximal drei Jahren genehmigt.

Nach einer Evaluierung ist für bereits genehmigte Zusammenarbeitsprojekte eine Verlängerung des Genehmigungszeitraums nach Antragstellung um weitere drei Jahre möglich. Dazu ist ebenfalls ein vollständiger Antrag notwendig.

Bei Antragstellung auf Verlängerung des Genehmigungszeitraumes eines bereits genehmigten Projektes muss den Antragsunterlagen ein Evaluierungsbericht des vorangegangenen Genehmigungszeitraums beigelegt werden (siehe F6 Formblatt für den Evaluierungsbericht). Dieser Bericht ist eine Selbsteinschätzung zur Verlängerungswürdigkeit des Vorhabens und wird dem Auswahlgremium im Rahmen des Auswahlverfahrens vorgelegt. Der Antrag durchläuft, nach einer positiven Beurteilung des Evaluierungsberichtes und damit der Notwendigkeit der Verlängerung, das Auswahlverfahren zur Vorhabensart 16.3.1.

Strategienachweis

Für Fördervorhaben, die thematisch einer vorliegenden Cluster- oder Netzwerk-Strategie in den Vorhabensarten „Einrichtung und Betrieb von Clustern“ (VHA 16.10.1) bzw. „Einrichtung und Betrieb von Netzwerken“ (VHA 16.10.2) für den entsprechenden Bereich zugeordnet werden können, muss dem Antrag ein schriftlicher Nachweis über die Strategieentsprechung beigelegt werden. Dieser Nachweis muss die Bestätigung (Unterschrift) durch den jeweiligen Cluster- oder Netzwerk-Verantwortlichen enthalten - einschließlich einer Auflistung und Begründung, in welchen Punkten das geplante Fördervorhaben der bestehenden Strategie entspricht. Damit soll sichergestellt werden, dass die vereinbarten Cluster- bzw. Netzwerk-Strategien durch weitere thematisch zugehörige Fördervorhaben wirksam unterstützt und mögliche Synergien bestmöglich genutzt werden.

 

Für den vorliegenden Aufruf zum Thema „Ländlicher Tourismus“ liegt eine übergeordnete Cluster-Strategie vor. Zur Erbringungen des Nachweises für die Abstimmung mit dieser Strategie bitte um Kontaktaufnahme mit:

 

Cluster Urlaub am Bauernhof Österreich
Kontaktperson: Mag. Hans Embacher
E-Mail: h.embacher@farmholidays.com
Tel: 0662/880202

 

Achtung: Die Vorlage des Strategienachweises ist eine Zugangsvoraussetzung, ohne dessen Vorliegen der Förderantrag nicht in das Auswahlverfahren aufgenommen werden kann!

Weiterführende Informationen zur Einholung des Nachweises über die Strategieentsprechung finden Sie unter

Erforderliche Unterlagen zur Antragstellung

  • Firmenbuch-/Vereinsregisterauszug
  • Statuten/Satzungen/Geschäftsordnung
  • Vollmachten bei Stellvertretungen
  • Personalunterlagen
  • Bestätigung Finanzamt (sofern nicht vorsteuerabzugsberechtigt)
  • Zusatzblatt bei Personenvereinigungen
  • Strategienachweis

Weitere Informationen

Abrechnungsunterlagen Zusammenarbeit/Entwicklung/Vermarktung von Tourismusdienstleistungen (Vorhabensart 16.3.1 a)

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at