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Kontrolle auf Stehendbefall durch Borkenkäfer! Attraktive Forstförderungen nutzen!

Trotz der etwas entspannteren Wetterlage im vergangenen Jahr ist die Borkenkäfergefahr noch nicht gebannt. Um eine unerkannte Ausbreitung zu verhindern muss daher umgehend mit der regelmäßigen Befallsuche im Wald begonnen werden.

Trotz der etwas entspannteren Wetterlage im vergangenen Jahr ist die Borkenkäfergefahr noch nicht gebannt. Wegen des kühlen Wetters im April 2021 war der Beginn des Käferfluges heuer erst etwa Anfang Mai. Derzeit werden die ersten Bruten angelegt.

Um eine unerkannte Ausbreitung zu verhindern muss daher umgehend mit der regelmäßigen Befallsuche im Wald begonnen werden. Erkennbar ist der Befall am stehenden Baum am braunen Bohrmehl an den Rindenschuppen und am Wurzelanlauf des Baumes. Auch Harzfluss im Kronenbereich kann auf einen Befall hinweisen.

Der anziehende Holzpreis in allen Sortimenten macht eine Schlägerung in der End- und Vornutzung wieder attraktiver. Standraumregulierungen und Erstdurchforstungen dienen der Steigerung von Stabilität und Wertleistung der Bestände und sind in der überwiegenden Zahl der Bestände dringend erforderlich. Standraumregulierungen (bis 10 m Oberhöhe) und Erstdurchforstungen (Oberhöhe zwischen 10 und 20 Meter) werden mit einem Standardkostensatz von 1.650 Euro/ha gefördert.

Die in der gesamten Region entstandenen Schadflächen durch Borkenkäfer und Sturm sind nach den Bestimmungen des Forstgesetzes innerhalb von fünf Jahren (bei zu erwartender Naturverjüngung innerhalb von zehn Jahren) wieder zu bewalden.

Monokulturen, insbesondere mit Fichte haben vor dem Hintergrund der voranschreitenden Klimaerwärmung ausgedient. Jetzt sind klimafitte Mischungen aus standortsangepassten Laub- und Nadelholzarten mehr denn je gefragt. Nur so können leistungsstarke Folgebestände möglichst stabil gegen Schädlinge, Sturm, Hitze und Trockenheit aufwachsen. Die Baumartenwahl muss sich sehr stark am vorhandenen Boden orientieren, der von tonig (Eichenzwangsstandort) bis schottrig-sandig variieren kann. Auch der Wasserhaushalt (trocken bis nass) ist ein maßgeblicher Faktor für die Wahl der richtigen Baumarten.

Standortgerechte und klimafitte Mischwaldaufforstungen werden derzeit mit Standardkostensätzen zwischen 2,50 Euro/Stück (für Nadelholz außer Fichte) und 3,50 Euro/Stück (für Laubholz) gefördert. Voraussetzung für eine Förderung sind jedoch die richtige Baumartenzusammensetzung sowie die rechtzeitige Antragstellung und Bewilligung vor der Aufforstung bzw. Standraumregulierung oder Erstdurchforstung.

Aufgrund der Vielschichtigkeit der Materie wird eine vorhergehende Beratung durch den Bezirksförster der Bezirkshauptmannschaft Wels-Land, Ing. Gaisbauer, Telefon (+43 664) 39 19 964, oder durch den Forstberater der Landwirtschaftskammer dringend empfohlen.
 

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