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Sport-Enquete 2016 zu „Sport der Zukunft“: Warum Sport und Bewegung neu gedacht werden müssen

Landeskorrespondenz

LR Dr. Strugl: „Die tägliche Bewegungseinheit für unsere Kinder muss in allen Schulen kommen.“

 

(LK) Mehr als 250 Gäste folgten der Einladung von Wirtschafts- und Sport-Landesrat Dr. Michael Strugl, am 27. September zur „Sport-Enquete 2016“ ins Linzer Schlossmuseum, die sich heuer offensiv mit Fragen und Antworten rund um das Thema „Sport der Zukunft“ befasste: Von künftigen Trends im Sport über gesellschaftliche Herausforderungen und Veränderungen bis zu modernen, nachhaltigen Sportstrukturen und der Internationalisierung. Landesrat Strugl hielt erneut einen flammenden Appell für mehr Bewegung und Sport: „Die tägliche Bewegungseinheit für unsere Kinder muss in allen Schulen kommen.“

 

Mit der neuen „Sportstrategie Oberösterreich 2025“ mit der emotionalen Botschaft „Dein Leben. Dein Sport. Es ist deine Zeit.“ stellt sich das Sportland Oberösterreich offensiv den vielen Zukunftsfragen und holte als Inspiration zwei hochkarätige Referenten nach Linz: Trendforscherin Anja Kirig vom deutschen Zukunftsinstitut machte deutlich, warum Sport und Bewegung neu gedacht werden müssen.  Werner Augsburger aus der Schweiz, internationaler Berater im Sport und Kandidat als Präsident für Swiss Olympic, sprach provokant, aber sehr treffend von den „10 Geboten, etwas nicht zu tun.“ Bereits am Nachmittag lud die Oö. Zukunftsakademie zu einem „Zukunftsgespräch“, bei dem 40 Expertinnen und Experten mit der deutschen Trendforscherin Anja Kirig intensiv diskutierten, wie neue Bedürfnisse die Sportkultur verändern werden.

 

Bei der Abendveranstaltung eröffnete Wirtschafts- und Sport-Landesrat Dr. Michael Strugl mit einem Impulsstatement zur neuen „Sportstrategie 2025“. „Wir haben in einem bemerkenswerten Prozess diese Strategie ausgearbeitet. Diese muss sich aber erst bewähren, wenn sie umgesetzt wird. Aber vor allem brauchen wir viel Mut, um den Sport nachhaltig zu verändern und zu stärken. Das haben heute auch unsere Referenten bestätigt“, sagt Strugl. Das große Interesse an der heurigen Sport-Enquete 2016 zeige, dass Handlungsbedarf bestehe und die Bereitschaft da sei, Reformen anzugehen. „Wir können und wollen nicht akzeptieren, dass sich Kinder immer weniger bewegen und der Sport in der Politik und in der Gesellschaft noch nicht den Stellenwert hat, den er verdient und den er braucht. Sport muss in Zukunft eine Hauptrolle spielen, denn er prägt die Gesellschaft in so vielen Bereichen – von der Gesundheit über Wirtschaft bis zur Integration“, stellte Landesrat Strugl den Plan B, den „Plan Bewegung für Oberösterreich“, vor. Die Enquete sei der Auftakt für eine Reihe von Maßnahmen in der Sportstrategie, die sich mit dem Sport der Zukunft intensiv beschäftigen: von Sporttrends bis zu einem Think-Tank „Sport“.

 

Trendforscherin Anja Kirig zeigte die Megatrends der Zukunft auf: aus dem Sport werde Sportivity, geprägt von sieben Grundmotiven wie Entertainment, Image/Life Style, Ausgleich/Sport Styler, Gesundheit, Gemeinschaft, Perfektion und Thrill. Sport werde sich künftig mehr an den Bedürfnissen, nicht so sehr an Zielgruppen orientieren müssen. Gesellschaftliche Veränderungen würden den Sport der Zukunft massiv beeinflussen und verändern – Stichwort Digitalisierung, Smart Sports. Und die Individualisierung werde sich weiter verstärken, Vereine und Verbände müssten sich ebenso wie Unternehmen auf neue Bedürfnisse einstellen.

 

Werner Augsburger wiederum präsentierte 10 Gebote, etwas nicht zu tun – und brachte dabei anschauliche Grundsätze, warum im Sport oftmals die Beharrungskräfte dominieren. Um dann doch nachhaltig aufzuzeigen, wie und warum Veränderung im Sport unabdingbar ist, um erfolgreich sein zu können. Oberösterreichs Sportstrategie 2025 sei ein starkes Signal, das bereits jetzt viel Beachtung finde.

 

Zum Abschluss wurden in einem Sport-Talk mit Landesrat Michael Strugl, ÖOC-Generalsekretär Dr. Peter Mennel, Sieben-Kämpferin Verena Preiner und Kanutin Yvonne Schuring sowie den Referenten Anja Kirig und Werner Augsburger nochmals große Herausforderungen für den Sport wie das Thema „Digitalisierung im Sport“ diskutiert und auch auf Fragen aus dem Publikum eingegangen.

 

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