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Aktuelle Prognose: Im Jahr 2020 fehlen 37.000 Fachkräfte in Oberösterreich

Landeskorrespondenz

Neuer Fachkräfte-Monitor für Oberösterreich

„Der Wirtschaft werden im Jahr 2020 rund 37.000 Fachkräfte fehlen“, erklärt LR Dr. Strugl. Aufgrund des demografischen Wandels nimmt das Angebot qualifizierter Arbeitskräfte ab. Der neue Fachkräfte-Monitor soll als zielgerechtes Informationstool eingesetzt werden und zuverlässige Prognosen für den Bedarf am Arbeitsmarkt liefern.

Junge Kellnerin räumt gedeckten Tisch ab

Quelle: Kadmy/Fotolia.com

Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl: "Neuer Fachkräfte-Monitor liefert zuverlässige Prognosen für und die regionalen Arbeitsmärkte"

 

(LK) Die aktuelle Auswertung des Fachkräftemonitors für zeigt: Der Wirtschaft werden in Oberösterreich im Jahr 2020 rund 37.000 Fachkräfte fehlen. Das sind mehr als doppelt so viele wie derzeit. „Zwar kommt es bis zum Jahr 2019 noch zu einer Steigerung des Fachkräfteangebots, da jedoch die Nachfrage in den kommenden Jahren stärker wachsen wird, vergrößert sich die Fachkräftelücke und geht dann immer weiter auf“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. Für das Jahr 2030 wird ein Engpass von 136.000 Fachkräften prognostiziert.

 

Der Wirtschaftsstandort Oberösterreich benötigt ausreichend und qualifizierte Fachkräfte, um das Wirtschaftswachstum zu sichern. Das Angebot an qualifizierten Arbeitnehmern nimmt aufgrund des fortschreitenden demografischen Wandels ab. Die Folge ist eine wachsende Fachkräftelücke, die Unternehmen kurz- und mittelfristig vor große Herausforderungen stellen wird. „Darüber hinaus beeinflussen Entwicklungen wie etwa die zunehmende Verlagerung hin zu technischen Berufsfeldern (MINT-Initiativen), den stets steigenden Akademisierungsgrad sowie die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft, die Zusammensetzung des Fachkräftepotenzials“, betont Wirtschafts-Landesrat Strugl. Der Fachkräftemonitor ist das zentrale Informationstool in zur Prognose des Fachkräftebedarfs. Mit dem jetzt umgesetzten Update sind nun auch Detailauswertungen auf Bezirksebene möglich. „Das erhöht die Transparenz der regionalen Arbeitsmärkte und ermöglicht so eine zielgerichtete Berufsinformation und Berufsorientierung“, erläutert Landesrat Strugl.

Lehrabschluss weiter gefragt, großes Nachfrage-Plus bei Uni-Absolventen

Besonders drastisch sind die Zahlen aus dem Bereich der Lehre: Von 2006 bis 2015 ist die Zahl der Lehrlinge in Oberösterreich um 11,5 Prozent gesunken. Prognostiziert wird, dass im Jahr 2020 alleine 16.000 Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Lehre fehlen werden. Die Branchen mit der größten Nachfrage sind Industrie, Gewerbe & Handwerk sowie die Tätigkeitsfelder Ingenieurwesen, Verarbeitendes Gewerbe und Baugewerbe.

Die stärkste Nachfragesteigerung gibt es im Bereich der tertiären Ausbildung – bis 2020 werden 13 Prozent mehr Studienabgänger gesucht als 2015. Jedoch lässt die zunehmende Akademisierung der Bildungslandschaft das Angebot an Akademikern mit dem rapiden Nachfrageanstieg nach Hochqualifizierten Schritt halten. Diese Akademisierungstendenz geht allerdings zu Lasten der klassischen Lehrausbildung.

Eine Sonderauswertung für den oberösterreichischen Arbeitsmarkt mit Blick auf 2030 unterstreicht den Handlungsbedarf.

Fachkräftemonitor Oberösterreich

Der Fachkräftemonitor für Oberösterreich ist ein Projekt der oberösterreichischen Wirtschaftsagentur Business Upper Austria, das vom Wirtschaftsressort des Landes gefördert und mit dem WifOR Institut aus Darmstadt umgesetzt wird. Die Ausarbeitung erfolgt in Abstimmung mit dem Arbeitsmarktservice OÖ. Zusammengearbeitet wird bei dieser Innovation mit der Wirtschaftskammer , der Arbeiterkammer und der Industriellenvereinigung OÖ. Die Daten werden von den statistischen Abteilungen des Landes , des AMS und der WKOÖ sowie der IVOÖ zur Verfügung gestellt.

Fachkräftemonitor Neu:

  • Die bestehende intuitive Benutzeroberfläche wurde in Detailaspekten optimiert, sowie grafisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht.
  • Dem geänderten Benutzerverhalten wird durch die optimierte Darstellung für mobilen Endgeräte wie Smartphone oder Tablet Rechnung getragen.
  • Auf Expertenebene stehen die regionale Analyse des Angebots- und Nachfragepotenzials auf Bezirksebene zur Verfügung
  • Eine Sonderauswertung und Szenarienanalyse ermöglicht die Analyse der akademischen und beruflichen Ausbildungsstruktur und der Auswirkungen veränderter Qualifikationsanforderungen.

Quelle: Fachkräftemonitor – Update 2016

 

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