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LR Anschober: Schloss Losensteinleiten wird aus heutiger Sicht nicht als Asylquartier genutzt

Landeskorrespondenz

(LK) Aufgrund der aktuell freien Quartiersplätze im Bereich der Grundversorgung für schutzsuchende Menschen und die im Entstehen begriffenen Quartiersplätze für besonders betreuungsbedürftige unbegleitete Minderjährige im gesamten Bundesgebiet, hat sich das Integrationsressort aktuell dazu entschieden, von der angebotenen Nutzung der Liegenschaft „Schloss Losensteinleiten“ Abstand zu nehmen, für welche sich die NGO SOS-Menschenrechte mit einem umfassenden Betreuungskonzept angeboten hätte.

 

Integrations-Landesrat Rudi Anschober dazu: „Ich bin überzeugt davon, dass die Liegenschaft, welche mehrfach geprüft wurde, prinzipiell sehr gut geeignet wäre zur Unterbringung von schutzsuchenden Menschen. Da jedoch aktuell kein akuter Bedarf an zusätzlichen Quartiersplätzen besteht, wird das Land diese Liegenschaft auf Basis der derzeitigen Erfordernisse nicht nutzen. Wir haben allerdings in den letzten Monaten erlebt, dass selbst das zuständige Innenministerium nicht in der Lage ist, klare Abschätzungen und Prognosen hinsichtlich der zu erwartenden Asylantragszahlen für die kommenden Monate zu erstellen. Der neue Innenminister Sobotka sprach vor kurzem von einer dafür notwendigen Kristallkugel, welche wir allesamt nicht hätten. Aus diesem Grund können sich Bund, Land, Bezirke und Gemeinden nur bestmöglich vorbereiten auf einen allfällig stärkeren Anstieg, weshalb das BMI auch potentiell geeignete Unterbringungen optional anmietet.“

 

„SOS-Menschenrechte bedauert, dass aufgrund der geänderten Bedarfslage an Quartieren für Asylsuchende unser Projekt „Haus der Menschenrechte“ im Schloss Losensteinleiten vorerst nicht verwirklicht werden kann. Wir bedauern dies vor allem deshalb, weil dieses zukunftsweisende Projekt viel mehr als nur die Unterbringung und Betreuung von jugendlichen und erwachsenen Asylwerber/innen bedeutet hätte, sondern eine Begegnungs- und Bildungsstätte für Menschenrechte und die Integration von Flüchtlingen in der Arbeitswelt hätte werden sollen. Wir bedanken uns bei allen in der Region, die unser Projekt mit Rat und Tat unterstützt haben“, so Gunther Trübswasser, Vorsitzender SOS-Menschenrechte.

 

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