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Gefahrenmuster Altschnee

Wenn die Schneedecke seit einigen Tagen weder durch Niederschlag, Wind, noch durch Schmelzprozesse verändert wurde, sind tiefere Schichten in der Schneedecke maßgebend für die Lawinengefahr. Solche Situationen sind beständig, sie können über mehrere Wochen, Monate oder gar einen ganzen Winter andauern.

Dieses Muster ist schwierig einzuschätzen. Deshalb ist besonders wichtig:

  • Defensives Verhalten / Schadensbegrenzung
  • Entlastungsabstände, sehr steile Hänge einzeln abfahren

Der allgemeine Schneedeckenaufbau wird im Lagebericht täglich beschrieben. Zudem finden sich in der Gefahrenbeurteilung Hinweise dazu, ob es sich um boden- oder eher oberflächennahe Schwachschichten handelt. So können Rückschlüsse auf potentielle Anrissmächtigkeiten gezogen werden.

Gefahrenstellen sind meist relativ selten (Lawinen können aber mittlere Größe erreichen) und oft schneearme Stellen, wie Übergänge von Rücken in Mulden oder felsdurchsetztes Gelände. Häufig auch in Nordhängen und in inneralpinen Gebieten anzutreffen.

Erkennbar an:

  • Schneeprofilen und Stabilitätstests mit langlebigen Schwachschichten
  • seltene Alarmzeichen: einzelne Wummgeräusche

Gefahrenstufe: oft mäßig (Stufe 2), meist während mehrerer Tage keine Lawinenauslösungen in einem Gebiet

Verhaltenshinweis: Vorsicht und Zurückhaltung sind nötig.

Quelle: SLF Davos, Schweiz, Institut für Lawinenforschung

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