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Gefahrenmuster Triebschnee

Wenn der Wind Schnee verfrachtet, bildet sich frischer Triebschnee. Dabei wird entweder Neuschnee oder/und lockerer Altschnee verfrachtet. Triebschnee kann somit auch bei schönstem Wetter gebildet werden. Er ist immer gebunden. Vor einer Triebschneesituation wird gewarnt, wenn in den letzten ca. 3 Tagen frische Triebschneeansammlungen entstanden sind.

Bei einer Triebschneesituation sind besonders wichtig:

  • das Alter des Triebschnees
    • frische Triebschneeansammlungen sind in der Regel auslösefreudig, aber nicht immer einfach zu erkennen. Das Wetter der letzten Tage gibt wichtige Hinweise.
  • die Beschaffenheit der Altschneeoberfläche unter dem Triebschnee
    • ungünstig: Oberflächenreif, weiche und großflächig glatte Altschneeoberfläche oder eine schwache Altschneedecke
    • günstig: kleinräumig stark unregelmäßige Altschneeoberfläche
  • Erfahrung und gute Sicht. Damit lassen sich Triebschneeansammlungen oft umgehen.

Gefahrenstellen sind kleinräumig sehr unterschiedlich und im Windschatten (Mulden, Geländeknicke, …) und in der Höhe und in Kammlagen auch häufiger.

Erkennbar an:

  • Windzeichen wie Zastrugis oder Dünen
  • häufigen Alarmzeichen: Wummgeräusche, Risse, Fernauslösungen und frische Schneebrettlawinen

Gefahrenstufe: meist mäßig (Stufe 2) oder erheblich (Stufe 3)

Verhaltenshinweis: frische Triebschneeansammlungen meiden

Quelle: SLF Davos, Schweiz, Institut für Lawinenforschung

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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