Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Abbruch eines Wohnhauses und gleichzeitiger Neubau eines Eigenheims mit höchstens 2 Wohnungen gemäß der Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2012

Gefördert wird der Abbruch eines Wohnhauses und der gleichzeitige Neubau eines Eigenheims mit höchstens zwei Wohnungen.

Info: Um eine Förderung kann bis 31.12.2020 entweder nach der Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2012 oder nach der Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I 2020 angesucht werden.

Wer wird gefördert?

Eigentümerinnen und Eigentümer, die einen Abbruch eines Wohnhauses und einen gleichzeitigen Neubau eines Eigenheims beabsichtigen. Wird das neu errichtete Eigenheim von der Eigentümerin oder dem Eigentümer selbst bewohnt, gelten Einkommensgrenzen.

Die Voraussetzungen der "förderbaren Person" (siehe "Begriffe zum Thema Wohnen") müssen erfüllt sein.

Weiterführende Informationen

Was wird gefördert?

Gefördert wird der Abbruch und der gleichzeitige Neubau eines Eigenheims mit höchstens 2 Wohnungen.

Voraussetzungen:

  • Das Ansuchen muss innerhalb von 3 Jahren ab Erteilung der Baubewilligung gestellt werden.
  • Der Abbruch des bestehenden Wohnhauses und der Neubau des Eigenheims müssen gleichzeitig erfolgen.
  • Eine Antragstellung ist nur bis zum 31. Dezember 2020 möglich!

Wie wird gefördert?

Die Förderung besteht  in der Gewährung von Annuitätenzuschüssen (AZ) zu einem Hypothekardarlehen im Sinne des § 2 Z16 Oö. WFG 1993.
Die Laufzeit des Hypothekardarlehens beträgt 30 Jahre.
Die Höhe der Annuitätenzuschüsse richtet sich nach dem Energiestandard.
Die Einhaltung der energetischen Vorgaben der Oö. Eigenheim-Verordnung 2012 i.d.g.F. ist Voraussetzung.
 

Wahlmöglichkeit:

a) Darlehen mit variabler Verzinsung, die höchstens 150 Basispunkte über dem 6-Monats-Euribor liegen darf. Maßgebend ist der Tageswert zwei Bankwerktage vor Beginn des laufenden Kalenderquartals. Die Berechnungsbasis ist für die Dauer der gesamten Laufzeit anwendbar.

ODER

b) Darlehen mit Fixverzinsung, die höchstens 125 Basispunkte über dem 15Yr-EUR-Swapsatz (11-Uhr-Fixing) liegen darf. Maßgebend ist der Tageswert zwei Bankwerktage vor Beginn des laufenden Kalenderquartals. Der so gebildete Zinssatz gilt für die gesamte Darlehenslaufzeit.

ACHTUNG: Darlehen mit Fixverzinsung sind möglich für Ansuchen, die bis 31.12.2020 beim Amt der Oö. Landesregierung einlangen.

 

Energiestandard

Niedrigenergiehaus Darlehenshöhe mögliche Hauptheizsysteme
NEZ ≤ 36 kWh/m²a (sowie NEZ* max. 45 kWh/m²a)

€ 74.000,-

35 % AZ

Gruppe B
NEZ* ≤ 45 kWh/m²a

€ 74.000,-

35 % AZ

Gruppe A

Äquivalenznachweis der Gesamtenergieeffizienz 1):

fGEE fGEE36 (sowie NEZ* max. 45 kWh/m²a)

€ 74.000,-

35 % AZ

Gruppe B
Niedrigstenergiehaus    
NEZ ≤ 30 kWh/m²a (sowie NEZ* max. 45 kWh/m²a)

€ 74.000,-

40 % AZ

Gruppe B

Äquivalenznachweis der Gesamtenergieeffizienz 1):

fGEE fGEE36 (sowie NEZ* max. 45 kWh/m²a)

€ 74.000,-

40 % AZ

Gruppe B
Minimalenergiehaus    
NEZ ≤10 kWh/m²a

€ 80.000,-

45 % AZ

Gruppe B 2)

Äquivalenznachweis der Gesamtenergieeffizienz 1):

fGEE fGEE10

€ 80.000,-

45 % AZ

Gruppe B

1) Im Fall des Nachweises der Anforderungen mittels Gesamtenergieeffizienzfaktor fGEE ist dieser gemäß OIB-Richtlinien 6 für das Referenzklima zu berechnen. Der fGEE des geplanten Eigenheims darf dabei nicht höher sein als der Gesamtenergieeffizienzfaktor eines Eigenheims gleicher Geometrie mit einer Nutzheiz-Energiekennzahl (NEZ) von 36 kWh/m²a bzw. 30 kWh/m²a bzw. 10 kWh/m²a, dessen Haustechniksystem der Referenzausstattung der Richtlinie 6 für den betreffenden Energieträger entspricht.

2) Bei Passivhäusern ist ein wassergetragenes Heizsystem nicht zwingend vorgeschrieben.

NEZ* = Nutzheiz-Energiekennzahl ohne Einrechnung der Wärmerückgewinnung aus Lüftungsanlagen. Die NEZ* darf 45 kWh/m²a nicht übersteigen.

Erläuterungen zum Hauptheizsystem

Gruppe A:

  1. Heizungssysteme auf Basis emissionsarmer, biogener Brennstoffe (z. B. Hackgut-, Pelletsheizungen,...) in Kombination entweder
    - mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 8 Aperturfläche oder
    - mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 2 kWpeak;
  2. Elektrisch betriebene Heizungswärmepumpensysteme mit einer Jahresarbeitszahl von zumindest 4 bzw. von zumindest 3,5 bei Nutzung der Wärmequelle Luft. Die Wärmepumpe ist in Kombination entweder
    - mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 8 Aperturfläche oder
    - mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 2 kWpeak;
  3. Erdgas-Brennwert- bzw. Flüssiggas-Brennwert-Anlagen in Kombination
    - mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 8 Aperturfläche oder
    - mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 2 kWpeak;
  4. Fern- oder Nahwärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen im Sinn der Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung einer am Nutzwärmebedarf orientierten Kraft-Wärme-Koppelung im Energiebinnenmarkt, ABl. Nr. L 52 vom 21.02.2004, S. 50, oder sonstiger Abwärme, die andernfalls ungenutzt bleibt, in Kombination entweder
    - mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 8 Aperturfläche oder
    - mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 2 kWpeak;
  5. Fernwärme mit einem Anteil erneuerbarer Energie von zumindest 80 Prozent, in Kombination entweder
    - mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 8 Aperturfläche oder
    - mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 2 kWpeak;

Gruppe B:

  1. Heizungssysteme auf Basis emissionsarmer, biogener Brennstoffe (z. B. Hackgut-, Pelletsheizungen,...);
  2. Elektrisch betriebene Heizungswärmepumpensysteme mit einer Jahresarbeitszahl von zumindest 4 bzw. von zumindest 3,5 bei Nutzung der Wärmequelle Luft. Die Wärmepumpe ist entweder
    - mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 4 Aperturfläche oder
    - mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von zumindest 1 kWpeak zu kombinieren oder
    - mit Strom aus 100 Prozent erneubaren Energieträgern (Basis: Händlermix) betreiben
  3. Erdgas-Brennwert- bzw. Flüssiggas-Brennwert-Anlagen in Kombination
    - mit einer thermischen Solaranlage mit mindestens 4m² Aperturfläche oder
    - Erdgas-Brennwert- bzw. Flüssiggas-Brennwert-Anlagen mit einem Anteil von zumindest 30 Prozent Anteil des Gases von erneuerbaren Energieträgern;
  4. Fern- oder Nahwärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen im Sinn der Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung einer am Nutzwärmebedarf orientierten Kraft-Wärme-Koppelung im Energiebinnenmarkt, ABl. Nr. L 52 vom 21.02.2004, S. 50, oder sonstiger Abwärme, die andernfalls ungenutzt bleibt;
  5. Fernwärme mit einem Anteil erneuerbarer Energie von zumindest 80 Prozent.

Wichtige Hinweise:

  • Die erste Wohnung hat eine Mindestgröße von 80 aufzuweisen.
  • Die Rechnungen, die die Errichtung des Eigenheims betreffen, müssen  zwecks Überprüfungen für die Dauer von 7 Jahren aufbewahrt werden.
  • Der Nachweis über die Energiekennzahl erfolgt durch einen kostenlosen Befund des Energiesparverbands.
    Zu diesem Zweck senden Sie bitte die Bauteilbeschreibung (siehe Beilage im Antragsformular), eine Kopie Ihres aktuellen Bauplans und eine Kopie Ihres Energieausweises (falls vorhanden) direkt an den Energiesparverband, Landstr. 45, 4020 Linz.
  • Grundlage für die Bewertung der Höhe der Annuitätenzuschüsse bilden der energetische Befund, der diesem Befund zugrunde liegende Bauplan und die diesem Befund zugrunde liegende Bauteilbeschreibung.
  • Nach Ablauf von 10 Jahren nach Zusicherung kann die Landesregierung beschließen, die Annuitätenzuschüsse neu zu bemessen. Die Höhe der Annuitätenzuschüsse kann jeweils neu bemessen werden, wenn sich die Einkommenssituation der Darlehensschuldnerin oder des Darlehensschuldners und der mit ihr oder ihm im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegattin und Ehegatten, Lebensgefährtin und Lebensgefährten oder eingetragenen Partnerin und Partner wesentlich erhöht hat. Die Annuitätenzuschüsse können auch zur Gänze entfallen, wenn die Einkommensgrenzen, die die Voraussetzung der Förderbarkeit bilden, überschritten werden.
  • Die Anweisung der Annuitätenzuschüsse erfolgt nach Bezug und Vorlage der Baufertigstellungsanzeige.
  • Zum Zeitpunkt des Bezugs müssen alle energetischen Auflagen (Vollwärmeschutz, Hauptheizsystem, Solaranlage, etc.) erfüllt sein!
  • Die Wohnung muss zur Befriedigung eines dauernden Wohnbedürfnisses regelmäßig verwendet werden. Ehepaare und eingetragene Partner müssen denselben Hauptwohnsitz haben.
  • Zweitwohnsitze werden nicht gefördert.
  • Förderungsvoraussetzung ist die Einhaltung ökologischer Mindestkriterien.
  • Eine nicht widmungsgemäße Verwendung hat die Einstellung bzw. Rückforderung der Annuitätenzuschüsse zur Folge!

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Folgende Unterlagen werden benötigt:

Bitte übermitteln Sie keine Originalunterlagen, da diese nicht retourniert werden können.

  1. Aktueller Grundbuchsauszug
  2. Rechtskräftiger Abbruch- und Baubewilligungsbescheid
  3. Energetischer Befund des Energiesparverbands
    Zu diesem Zweck senden Sie bitte die Bauteilbeschreibung (siehe Beilage im Antragsformular), eine Kopie Ihres Bauplans und eine Kopie Ihres Energieausweises (falls vorhanden) direkt an den Energiesparverband, Landstr. 45, 4020 Linz.
  4. Färbige Ausfertigung oder Farbkopie des baubehördlich genehmigten Bauplans
  5. Einkommensnachweis für das vorangegangene Kalenderjahr der (des) Förderungswerber(s) und deren Ehegatten bzw. Lebensgefährten und eingetragene Partner. Der Nachweis ist zu erbringen durch Jahreslohnzettel, gegebenenfalls Einkommensteuer- bzw. Einheitswertbescheid, Bestätigung über Bezug von Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfe u.dgl.
  6. Meldezettel
  7. Baufertigstellungsanzeige (kann nachgereicht werden!)
  8. Mietverträge, nur bei Vermietung
  9. Für Staatsangehörige eines Nicht-EWR-Staates: siehe unter "Begriffe zum Thema Wohnen" => "Förderbare Personen"

Hinweis:
Eine Bearbeitung ist nur dann möglich, wenn alle erforderlichen Unterlagen angeschlossen sind.

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung (Tel. 0732/7720-0), zu richten.

Aufteilung der Bearbeitung nach Bezirken, in welchem das neu errichtete Eigenheim stehen wird:

Braunau: DW 14297
Eferding: DW 14185
Freistadt und Kirchdorf: DW 14180
Gmunden: DW 14182
Grieskirchen und Steyr-Stadt: DW 14318
Linz-Land und Linz-Stadt: DW 14186
Perg: DW 14963
Ried im Innkreis: DW 14904
Schärding und Steyr-Land: DW 14311
Urfahr-Umgebung: DW 14317
Vöcklabruck: DW 14309
Rohrbach, Wels-Land und Wels-Stadt: DW 14307

Tipp: Senden Sie die Unterlagen an den Energiesparverband wenn möglich bereits vor Ihrer Antragstellung bei der Abteilung Wohnbauförderung. Wenn der energetische Befund bereits bei Antragstellung vorliegt, verkürzt sich die Bearbeitungszeit in der Abteilung Wohnbauförderung wesentlich!

Formular

  • Abbruch eines Wohnhauses und gleichzeitiger Neubau eines Eigenheims mit höchstens 2 Wohnungen (SGD-Wo/E-38)

    Antrag auf Gewährung von Förderungsmitteln

    Herunterladen 739,02 KB).
  • Anforderung von Annuitätenzuschüssen - Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung I und II 2012 (SGD-Wo/E-30)

    Bestätigung des Darlehensgebers - Dieses Formular muss vom Darlehensgeber ausgefüllt werden.

    Herunterladen 548,95 KB).

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at