Bezirkshauptmannschaft Perg
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FSME Impfaktion

Seit dem Jahre 1980 wird in Oberösterreich die Zeckenschutzimpfung gegen FSME angeboten. Zeckenschutzimpfungen können im Sanitätsdienst der BH Perg in Anspruch genommen werden

Allgemeine Informationen: FSME

FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) wird durch Viren hervorgerufen und durch den Stich einer infizierten Zecke auf den Menschen übertragen.  Zecken halten sich bevorzugt in Wäldern auf, sie sitzen im Gras und auf Büschen und warten auf vorbeikommende Wirte. Dabei können Sie sehr lange hungern. Personen, die sich durch Ihren  Beruf oder ihre Freizeitaktivitäten viel in der freien Natur aufhalten, sind besonders gefährdet.  Schon bei einem Spaziergang im Park, beim Laufen, Fahrrad fahren oder Fußball spielen, kann eine Zecke vom Grashalm abgestreift werden.

Oberösterreich ist ein FSME Hochrisikogebiet, 2014 sind in die meisten Erkrankungszahlen aller Bundesländer aufgetreten. (23 Krankenhausaufenthalte nach FSME Infektion). Obwohl wie jedes Jahr auch Kinder von der FSME betroffen waren, ist eine überproportionale Häufung der Fälle (60%) bei den über 50-jährigen zu beobachten.

Die Impfung ist der einzige zuverlässige Schutz vor FSME!

Die Zecken können neben der FSME auch Borrelien übertragen, dagegen ist keine Impfung möglich, hier ist eine Antibiotikatherapie notwendig.

Die durch Zecken übertragbaren Viren führen in einer ersten Erkrankungsphase zu grippeähnlichen Symptomen. Erst in einer zweiten Phase kommt es zu einer Organbeteiligung, insbesondere kommt es zu einer Beteiligung des Gehirns und der Hirnhäute (Meningitis). Es kann auch der Herzmuskel oder die Leber mitbetroffen sein. Bis zu 2% der FSME Erkrankungen enden tödlich. Häufig bleiben Schäden wie Lähmungen, Kopfschmerzen, Migräneanfälle oder Wetterfühligkeit.

Da die Hauptaktivität der Zecken im Frühjahr bis Spätsommer/Herbst liegt, sollte der Impfzeitpunkt möglichst so gewählt werden, dass zu dieser Zeit bereits ein Schutz besteht.

Hinweise zur Impfung:

Die Impfung ist ab dem 1. Lebensjahr möglich.

Bei Ungeimpften ist eine Grundimmunisierung notwendig, die aus drei Teilimpfungen besteht (zwei Teilimpfungen im Abstand von ca. ein bis drei Monaten, die dritte innerhalb von fünf bis zwölf Monaten nach der 2. Teilimpfung).

Die erste Auffrischung erfolgt nach 3 Jahren, die folgenden Impfungen alle 5 Jahre, ab dem 60. Lebensjahr alle drei Jahre.

Impfkosten:

Die Impfkosten sind bei der Impfung in bar zu entrichten.

Jugendliche und Erwachsene ab dem vollendeten 16. Lebensjahr 18,50 Euro (davon Impfstoffkosten 16,50 Euro + Arzthonorar 2,00 Euro)
Jugendliche zwischen dem vollendeten 15. und 16. Lebensjahr 15,70 Euro (davon Impfstoffkosten 13,70 Euro + Arzthonorar 2,00 Euro)

Kinder- und Jugendliche bis zum vollendeten 15. Lebensjahr 13,70 Euro (nur Impfstoffkosten)
ab dem 3. unversorgten Kind und jedes weitere Kind bis zum 15. Lebensjahr 4,00 Euro
Personen, die gesetzlich krankenversichert sind und denen die Kosten nicht vom zuständigen Unfallversicherungsträger (AUVA, Sozialversicherungsanstalt der Bauern) ersetzt werden, erhalten vom zuständigen Krankenversicherungsträger einen Kostenzuschuss (z.B. von der OÖ. GKK 4,00 Euro pro Impfung).

Sonderregelung:

Für Familien mit mehr als zwei unversorgten Kindern werden für das 3. und alle weiteren unversorgten Kinder die Kosten der Impfung vom Amt der Oö. Landesregierung übernommen, wenn bereits das 1. und 2. Kind geimpft wurden.
Hinweis: für diese Kinder ist jedoch bei der Impfung der Kostenersatz von 4,00Euro bar zu bezahlen. Dieser Betrag wird aber gegen Vorlage der Zahlungsbestätigung vom zuständigen Krankenversicherungsträger rückerstattet.

Mitzubringen ist die Impfkarte!

 

Weiterführende Informationen

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