Powerregion Enns – Steyr: Acht Gemeinden ziehen in Standortfragen an einem Strang

Landeskorrespondenz

Powerregion Enns – Steyr: Acht Gemeinden ziehen in Standortfragen an einem Strang

Wirtschafts-Landesrat Strugl: „Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg stärkt den Wirtschaftsstandort

(LK) Acht Gemeinden zwischen Steyr, Enns und St. Florian ziehen in Sachen gemeinsamer Raumordnung, gemeinsamer Standortsicherung und Standortentwicklung sowie gemeinsamer Regionalentwicklung künftig an einem Strang. Am Mittwoch, 28. Jänner, wurde die Powerregion Enns-Steyr im TIC Steyr im Beisein von Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl offiziell aus der Taufe gehoben.

Mitglieder der Powerregion sind die Gemeinden Asten, Enns, Dietach,  Hargelsberg, Kronstorf, St. Florian, Steyr und Wolfern. Kooperiert wird in Sachen Regionalentwicklung, Regionalplanung und bei der Betriebs- und Standortentwicklung.

Landesrat Michael Strugl begrüßt kooperatives Denken
Wirtschafts-Landesrat Strugl begrüßt das Gemeindegrenzen überwindende Denken bei diesem Projekt: „Oberösterreich ist einer der attraktivsten Wirtschaftsräume. Und das Land unternimmt viel, dass es so bleibt. Die acht Gemeinden leisten mit dem Projekt Powerregion ihren Beitrag. Wenn es um den Wirtschaftsstandort geht, dürfen Kleinkrämerei und Eigenbrötelei keine Rolle spielen. Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg stärkt den Standort Oberösterreich.“

Kronstorfer Bürgermeister übernimmt Führung
Powerregion-Sprecher ist der Kronstorfer Bürgermeister Christian Kolarik: „Die B309, die neue Verbindung zwischen Enns und Steyr hat nicht nur die Lebensqualität in den Gemeinden verbessert, sondern ist auch eine wichtige Zukunftsachse. Die Gemeinden entlang der B309 wollen diese Zukunftsachse verantwortungsbewusst gestalten. Uns geht es um eine nachhaltig geordnete Entwicklung entlang der B309, bei der die einzelnen Gemeinden ihre hochwertigen Natur-, Landwirtschafts-, Wirtschafts-, Wohn- und Freizeitflächen aufeinander abstimmen. Wir wollen aber auch gemeinsam 
auftreten um Betriebsstandorte und damit Arbeitsplätze in der Region zu sichern und weiter auszubauen.“

Bisher agierten Gemeinden einer Region in Sachen Raumentwicklung und Standortpolitik vielfach nebeneinander – und aus Gründen der Konkurrenz: manchmal sogar gegeneinander. Kolarik: „Die Powerregion gibt darauf konkrete und intelligente Antworten: Die Gemeinden teilen sich die Kommunalsteuern der Unternehmen, die sich in der Powerregion ansiedeln nach einem vereinbarten Schlüssel auf. Damit fällt ein Konkurrenzdenken weg, das für die Region insgesamt nicht wünschenswert ist.“

Steyrer Bürgermeister sieht Vorteile für Stadt
Der Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl betont als stellvertretender Sprecher der Powerregion: „Die Stadt Steyr stellt in der Powerregion ohne Zweifel den wirtschaftlich stärksten Standort dar. Aber es ist klar, dass wir gemeinsam als Region stärker sind im globalen Wettbewerb. Darum sind wir dabei. Als starke Stadt, auf Augenhöhe mit unseren Partnergemeinden und über parteipolitische Grenzen hinweg.“

Auch Ökologie und Soft Facts haben in der Powerregion hohen Stellenwert
Im Fokus der Kooperation stehen die „3Gs“ - drei Bereiche der Aktivitäten: Gemeinsame Raumordnung, gemeinsame Betriebsstandortentwicklung und gemeinsame Regionalentwicklung. Neben „Denkräumen“ für Betriebsansiedlungen werden ebenso „Qualitätsräume“ für Natur, Landwirtschaft, Freizeit und Wohnen definiert und die Faktoren für die hohe Lebensqualität in der Region weiterentwickelt. Kolarik: „Eine Powerregion kann längst nicht mehr nicht nur mit wirtschaftlichen Fakten, Infrastruktur und der Anbindung an den Verkehr punkten. Eine intakte Natur, eine lebendige Kultur, Freizeitangebote und eine breite Auswahl von Wohnmöglichkeiten – das sind Soft Facts, die immer wichtiger werden.“


 

 

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