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Landeskorrespondenz Nr. 92 vom 14. Mai 2014

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BM Rupprechter und LR Hiegelsberger: „Wir brauchen in der Landwirtschaft Leidenschaft und Lebenslust." Die Agrarpolitik ermöglicht die Rahmenbedingungen.

Landwirtschaftsminister DI Andrä Rupprechter, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Reisecker diskutierten gemeinsam mit Salzburgs Agrar-Landesrat Josef Schwaiger und MEP Elisabeth Köstinger am 13. Mai 2014 in Mondsee die Schwerpunkte des neuen "Programms für Ländliche Entwicklung 2020" und ihre Auswirkungen auf die Regionen, auf Österreich und Europa.

 

(LK) Im Rahmen der Österreich-Tour von Bundesminister Rupprechter wurden am 13. Mai 2014 in Mondsee die Schwerpunkte des neuen "Programms für Ländliche Entwicklung 2020" diskutiert. Die leitenden Prinzipien sind Regionalität und Vielfalt. „Für ein lebenswertes Österreich spielt der ländliche Raum eine zentrale Rolle. Wer Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern und damit eine flächendeckende Landwirtschaft sichert, sichert auch die Zukunft des ländlichen Raums“, waren Minister Rupprechter, Landesrat Hiegelsberger und Präsident Reisecker einig.

 

„Die Ländliche Entwicklung sorgt dafür, dass auch Gebiete außerhalb der Städte und abseits touristischer Zentren lebendig bleiben. Zugleich ermöglichen die Maßnahmen des Programms wichtige Fortschritte in Bereichen, die die gesamte Bevölkerung betreffen. Dazu zählen beispielsweise Ernährungssicherheit, Naturschutz, die Klimawende, Arbeitsplätze und der Erhalt unserer natürlichen Ressourcen“, erklärte der Minister im Rahm einer bundesweiten Kampagne, in der die unterschiedlichsten Beiträge für ein lebenswertes Österreich thematisiert und diskutiert wurden.

 

Umfangreiches Paket für 2014 - 2020
In der gesamten Periode 2014 bis 2020 stehen Österreich für die Finanzierung der ländlichen Entwicklung EU-Mittel in der Höhe 3,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Weg einer umweltgerechten und nachhaltigen Landwirtschaft wird auch in Zukunft 
beibehalten. Besonders die landwirtschaftliche Investitionsförderung wurde ausgeweitet. In Oberösterreich konnte eine massive Aufstockung von knapp 28 Prozent auf über 100 Millionen Euro erreicht werden.

 

Die Ländliche Entwicklung ist auch in der neuen Periode bis 2020 das zentrale Element der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik in Österreich. Sie soll zusätzliche Erwerbschancen für den gesamten ländlichen Raum bringen, aber auch soziale Aspekte und die Entwicklung von Klein- und Mittelunternehmen sowie den Ausbau der Infrastruktur unterstützen. Erstmals sind in der neuen Periode drei Prozent der EU-Mittel für soziale Dienstleistungen reserviert.

 

Bundesminister Rupprechter betonte zudem die nachhaltige Unterstützung für Oberösterreich: "Die Maßnahmen aus dem neuen Programm für Ländliche Entwicklung sind vielseitig und angepasst an die Bedürfnisse der einzelnen Bundesländer."

 

LR Hiegelsberger: "Zusätzliche Mittel für Oberösterreich. Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor und sichert Arbeitsplätze!"
Für Oberösterreich ist die ausgeweitete Investitionsförderung besonders wichtig. Zukünftig werden mehr Mittel zur Verfügung stehen, um die Betriebe zur stärken. Deren Wettbewerbsfähigkeit hat aufgrund der starken landwirtschaftlichen Veredelungswirtschaft und der leistungsfähigen Verarbeitungsbetriebe einen hohen Stellenwert.
Der gesamte ländliche Raum profitiert von der landwirtschaftlichen Investitionsförderung, besonders aber in Oberösterreich. Bei der Investitionsförderung konnte vor allem für Oberösterreich eine massive Aufstockung von knapp 28 % auf über 100 Mio. Euro erreicht werden.

 

„Investitionen in landwirtschaftliche Erzeugung steigern nicht nur die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz. Und nicht zuletzt werden so Arbeitsplätze im ländlichen Raum gesichert“, betonte Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Dieser wichtige agrarische Wirtschaftsmotor steigt österreichweit von 121,6 Mio. Euro auf 180,7 Mio. Euro über die Periode bzw. 25,8 Mio. Euro jährlich.

 

Investitionen nutzen der gesamten Wirtschaft, den Investitionen sind Triebfedern der Innovation und damit Träger einer positiven Entwicklung des gesamten Standortes.
"Die Förderung von Investitionen rechnet sich, sie bringt volkswirtschaftlich weit mehr als sie kostet“, erklärte Landesrat Hiegelsberger.

 

In der vergangenen Förderperiode 2007 bis 2013 wurden insgesamt 203 Mio. Euro an Investitionsförderung an die Bäuerinnen und Bauern in Oberösterreich ausgeschüttet, welche wiederum ein Gesamtinvestitionsvolumen in der Höhe von mehr als 1,2 Mrd. Euro ausgelöst haben. "Jeder Euro an Förderung ging dabei also sechsfach an die regionale Wirtschaft. Das ist aktive Arbeitsplatzsicherung", so Hiegelsberger.

 

Für Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger steht insgesamt die Sicherung der bäuerlichen Einkommen im Mittelpunkt: „Ohne Einkommen können die Bäuerinnen und Bauern nicht wirtschaften, hier geht es den Bauern gleich wie den Gewerbetreibenden und allen Wirtschaftstreibenden. Es gilt, klare Zukunftsperspektiven zu ermöglichen.“

 

Weiters sieht Hiegelsberger in der Ausbildung die Basis für eine erfolgreiche nachhaltige Landwirtschaft. „Mir geht es darum, für jede Sparte und Produktionsstufe und auch für jede Geschäftsidee die Bildungsbasis anzubieten. Dafür braucht es eine gute Vorbereitung in unseren landwirtschaftlichen Fach- und Mittelschulen mit einem starken Praxisbezug, der künftig auch in unseren landwirtschaftlichen höheren Schulen noch weiter verstärkt werden muss“, so der oberösterreichische Agrar-Landesrat. „Es geht aber vor allem darum, die landwirtschaftliche Produktion mit der Verarbeitung von Lebensmitteln und dem Verbraucher zu vernetzen", betonte Hiegelsberger.

Lehre und Forschung an oö. Hochschulen wird international!

Forschungs- und Bildungs-Landesrätin Mag.a Doris Hummer:
"Exzellenzstipendien des Landes für Studierende und Forscher/innen sind ein Erfolgsmodell“

 

(LK) Internationalisierung ist für den Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsstandort Oberösterreich ein strategischer Wettbewerbsfaktor. Dazu müssen auch Forschung und Lehre international ausgerichtet sein: „Wir haben in unserem Strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogramm die Internationalisierung von Forschung und Lehre mittels Exzellenzstipendien des Landes Oberösterreich festgeschrieben und in den letzten Jahren in Summe 104 Gastprofessor/innen und 146 Studierende aus dem Ausland an unsere Hochschulen geholt“, erklärt Landesrätin Doris Hummer und macht klar: „Diese Internationalisierungsoffensive muss weiter wachsen“.

 

Die Hintergründe: Die gestiegene Mobilität und die weltweiten Fortschritte in den Informations- und Kommunikationstechnologien führen zu einem Wettbewerb um die „besten Köpfe“ in der Bildung wie auch auf den Arbeitsmärkten. Oberösterreich muss hier Anreize setzen, um einerseits die besten Köpfe im Land zu halten und andererseits für ausländische Studierende und Forscher/innen attraktiv zu sein. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass die oö. Wirtschaft in weiterer Folge auf Absolvent/innen zugreifen kann, die die Internationalisierungsaktivitäten der Unternehmen positiv unterstützen können.

 

Im Zuge des Exzellenzstipendiums waren bereits Forscher/innen bzw. Studierende aus Kanada, USA, Russland, Taiwan, Mexiko, Peru, Spanien, Deutschland, Thailand, Australien, Großbritannien, Irland, Italien und Korea (Republik/Süd) am Innovationsstandort Oberösterreich zu Gast. Eine herausragende Persönlichkeit ist unter anderem Ramu Damodaran, der bei den United Nations in leitender Position tätig ist. Er kam über das Exzellenzstipendium des Landes als Gastprofessor an die Fachhochschule und kehrt dieser Tage als Referent im Rahmen der International Week in Steyr nach Oberösterreich zurück, wo er die Key Note Speech hält.

Sozial-Landesrätin Jahn auf Besuch im Institut Hartheim

(LK) Das Institut Hartheim - mit seinen Außenstellen im oberösterreichischen Zentralraum - gilt als Kompetenzzentrum für die Betreuung und Begleitung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Die Einrichtung bietet insgesamt 300 Wohnplätze und für 379 Personen unterschiedliche Beschäftigungs¬möglichkeiten, die auf ihre individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten ausgerichtet sind. Sozial-Landesrätin Mag.a Gertraud Jahn konnte sich am 13. Mai 2014 vor Ort ein Bild über die angebotenen Leistungen machen.

 

Die Begleitung der Menschen mit Beeinträchtigung aller Altersstufen erfolgt im Institut Hartheim durch rund 600 fundiert ausgebildete Mitarbeiter/innen in 13 Einrichtungen. Es gibt Angebote im Bereich Wohnen, Fähigkeitsorientierte Aktivität, Mobile Hilfe und Betreuung und Therapien. Der Standort Alkoven ist die größte Einrichtung mit rund 190 Plätzen im Bereich Wohnen (+ 11 Kurzzeitunterbringungs¬möglichkeiten) und 242 Plätzen (315 Personen) der Fähigkeitsorientierten Aktivität. Rund 25,4 Millionen Euro werden dazu aus dem Sozialressort gefördert.

 

Sozial-Landesrätin Jahn: "Was in Hartheim und ähnlichen Einrichtungen geleistet wird, muss nach außen viel stärker sichtbar gemacht werden. Menschlichkeit, emotionale Zuwendung und Selbstbestimmung, diese Atmosphäre wird in Hartheim vermittelt und das muss uns als Gesellschaft etwas wert sein.“

 

Im Gespräch mit dem Geschäftsführer von Hartheim, Mag. Josef Leitner, wurde aktuell der Zustand des Bauteils III besprochen. Der Bauteil ist so sanierungsbedürftig, dass ein Neubau an disloszierten Standorten günstiger ist. "Wir werden daher an den Standorten Eferding, Hartkirchen, Wilhering und Marchtrenk Wohnhäuser mit insgesamt 60 Ersatzplätzen und 50 Werkstättenplätzen errichten. Die Umsetzung der Bauprojekte soll in Etappen innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahren erfolgen", so Jahn abschließend.

Pollenwarndienst für Oberösterreich vom 14. bis 21. Mai 2014

(LK) Die wechselhafte und feuchtkühle Witterung führt überwiegend zu nur mäßigen Belastungen durch Gräserpollen und Ampfer. Hinzu tritt vereinzelt schon Roggen. Lokal können Raps, Walnuss, Rosskastanie und Holunder zu Irritationen führen. Die Hauptblüte der Eiche ist - zumindest im Alpenvorland - vorüber. Der gelbe Pollenniederschlag der Nadelbäume ist zwar auffällig, aber allergologisch kaum relevant. In den Bergregionen können noch vereinzelt Birke sowie die einsetzende Blüte der Grünerle zu Belastungen führen.

 

Tonbanddienste:
AKH Linz: (+43 732) 78 06-69 19
LKH Freistadt: (+43 50 554) 76-284 00
LKH Vöcklabruck: (+43 50 554) 71-49 90

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Pressekonferenz am 14. Mai 2014

Landesrat Rudi Anschober


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"Erstmals in Oberösterreich: Der direkte Wegweiser für Konsument/innen zu ökologischen Produkten und Produzenten: Die neue App „Gutes Finden – Besser Leben mit guten Produkten“

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Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Mag. Norbert Rainer, Regionalstellenleiter Klimabündnis
  • Mag. Martin Tragler, Obmann BIO AUSTRIA

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