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Landeskorrespondenz Nr. 106 vom 5. Juni 2013

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LH Dr. Pühringer und LR Hiegelsberger: Die Hochwasserlage in Oberösterreich entspannt sich deutlich - Aufräumarbeiten in ganz Oberösterreich sind im Gange, unterbrochene Verkehrsverbindung werden wieder hergestellt

(LK) Die Hochwasserlage in Oberösterreich entspannt sich. Auch in Saxendorf (Bezirk Perg) wurde Entwarnung gegeben - der Damm wird aller Voraussicht nach halten. Das Hochwasser zieht sich langsam aus Oberösterreich zurück. Zahlreiche Schäden an Häusern, Gebäuden und Straßen sind durch das Hochwasser entstanden. Die genauen Schäden sind derzeit noch nicht abschätzbar. "Wir können eine Katastrophe nicht verhindern, aber wir können sie bestmöglich managen", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und LR Max Hiegelsberger. 

 

Derzeit sind rund 5.200 Mitglieder von den Einsatzorganisationen mit der Krisenbewältigung beschäftigt, die Anzahl der Ehrenamtlichen, die sich für eine Nachbarschaftshilfe einsetzen, ist gar nicht zu erfassen.

 

 "Ohne der großartigen Leistung aller Einsatzorganisationen wäre diese Katastrophe für Oberösterreich noch schlimmer ausgefallen. Unser Dank gilt allen Helfern, allen Freiwilligen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in den letzten Tagen unermüdlich gegen die Wassermaßen angekämpft haben und nun mit dem Aufräumungsarbeiten beschäftigt sind," bedanken sich LH Dr. Pühringer und LR Hiegelsberger.

 

Die Einsätze der Feuerwehr waren in den Nachtstunden rückläufig, jedoch seit den frühen Morgenstunden sind diese wieder verstärkt. Ca. 220 Feuerwehren mit über 2.700 Personen sind derzeit beschäftigt.

 

Das Rote Kreuz ist mit 780 Personen im Rettungsdienst/Katastrophenhilfsdienst, weitere 75 Personen sind in der Krisenintervention eingesetzt. Nach wie vor besteht Vollbesetzung im Rettungsdienst in den Bezirken. 2.000 Kräfte sind in Bereitschaft. Zudem sind zur Zeit 164 Personen über "Team Österreich" bei Aufräumarbeiten eingesetzt, wobei sich diese Zahl in den nächsten Tagen auf ca. 850 erhöhen wird.

 

Seit den Morgenstunden ist das Militärkommando mit dem Panzergrenadierbataillon 13 sowie drei Kompanien des Jägerbataillons Oberösterreich (Miliz) mit 350 Kräften in Schärding im Einsatz. Im Raum Eferding/Alkoven sind 100 Kräfte des Jägerbataillons Oberösterreichs (Miliz)mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Das Panzerbataillon 14 ist mit drei Kompanien (250 Kräfte) im Bereich Ottensheim/Goldwörth eingesetzt. Die Hubschrauber des Bundesheeres, die bereits in den vergangen Tagen etliche Menschenrettungen ermöglicht haben, befinden sich nach wie vor für Einsätze in Bereitschaft.

 

Für spezielle Fragen zur Schadensbewältigung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katastrophenfonds von Montag bis Freitag von 7 Uhr bis 18 Uhr telefonisch zur Verfügung unter der Nummer 0732/ 7720 - 118 08 oder - 118 07.
Am kommenden Wochenende (8. und 9. Juni) sind die Telefone (0732/ 7720 – 118 08, oder – 118 07) ebenfalls von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.
30 Tage haben die Betroffenen Zeit für die Antragsstellung bei ihrer Gemeinde. 

    

Die aktuellen Pegelstände (Stand 16:00 Uhr) an den neuralgischen Punkten:

Schärding:         451 cm  (Prognose: fallend)   Dammkrone: 930 cm

Linz:                  726 cm  (Prognose: fallend)   Dammkrone: 1.010 cm

Mauthausen:      724 cm (Prognose: fallend)   Dammkrone: 960 cm

Grein:             1.348 cm (Prognose: fallend)    Dammkrone: 1.500 cm


 

Aktuelle Hochwassersituation in vom 4. Juni 2013, 17:00 Uhr: Pegel in Grein an der Donau weiter leicht steigend - Am Inn sind Aufräumarbeiten bereits angelaufen

(LK) Am Tag 3 des aktuellen Hochwassers in Oberösterreich entspannt sich die Situation auch an der Donau ganz leicht. Speziell in Grein bleibt die Lage aber weiterhin sehr angespannt. Indessen konnte in den Hochwassergebieten am Inn, an der Traun und an der Enns mit den Aufräumarbeiten begonnen werden.

 

Nach einem raschen Anstieg der Pegel der Donau in der Nacht auf Dienstag, 4. Juni im Bereich Feldkirchen, Walding, Goldwörth und Ottensheim, die teilweise großflächig überflutet wurden, sind die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen. 116 Personen wurden mit Zillen der Feuerwehr sowie zwei Polizei-Hubschraubern und einem Bundesheerhubschrauber evakuiert. In der Volksschule Walding und in der Hauptschule Gramastetten wurden Ersatzquartiere für 200 Personen eingerichtet. Der Großteil der Betroffenen konnte aber privat untergebracht werden. Die Einsatzkräfte hatten vorsorglich für weitere 500 Evakuierte Ersatzquartiere im Bezirk vorbereitet, die nach aktuellem Stand nicht benötigt werden. Der Wasserstand ist in Goldwörth mittlerweile rückläufig.

In Ottensheim konnte betreffend der Gefahr eines Dammbruches bereits heute Mittag Entwarnung gegeben werden. Der Damm wurde mit Granitblöcken verstärkt.

 

Im Bezirk Perg bleibt die Situtation an der Donau prekär. Der Pegel Donau/Grein steigt  - wenn auch sehr leicht - immer noch an. In den Abendstunden wird voraussichtlich der Pegelhöchststand erreicht werden. Aktuell ist der Wasserstand ca. 15 cm unter der Dammkrone. Notwendige Evakuierungen wurden bereits gestern durchgeführt.

In Saxendorf wurden vorsichtshalber aufgrund des gefährdeten Dammes Evakuierungen durchgeführt, Stabilisierungsmaßnahmen laufen.

Bei den Überströmstrecken ist eine überwiegend gleichbleibende Tendenz zu erkennen.

 

Auch der Bezirk Eferding ist stark betroffen. Evakuierungen waren in mehreren Gemeinden entlang der Donau (Fraham, Hartkichen, Alkoven, Pupping) erforderlich.

 

In den übrigen betroffenen Bezirken wurde vielfach schon mit Aufräumarbeiten begonnen.


Unter www.polizei.gv.at > Oberösterreich > Straßensperren sind die aktuellen Straßensperren ersichtlich.

 
Die aktuellen Pegelstände (Stand 17:00 Uhr) an den neuralgischen Punkten:

 

Schärding:                 547 cm  (Prognose: fallend) Dammkrone: 930 cm

Linz:                           879 cm  (Prognose: fallend) Dammkrone: 1010 cm

Mauthausen:              831 cm (Prognose: fallend) Dammkrone: 960 cm

Grein:                         ca. 15 cm unter der Dammkrone von 1.500 cm

 

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich werden unter www.land-oberoesterreich.gv.at/hydro regelmäßig Hochwasserberichte veröffentlicht. Für den Raum Oberösterreich steht außerdem unter der Nummer 0800 50 1558 ein Tonbanddienst mit den aktuellen Wasserständen und Vorhersagen zur Verfügung.

 

Weitere Informationen zum Hochwasserstand sowie Infos über Beihilfen aus dem Katastrophenfonds erhalten Sie auf der Homepage des Landes OÖ.

Landeshautpmann Dr. Josef Pühringer: Erfolg für Oberösterreich beim Bundeswettbewerb prima la musica

(LK) Mit einem Erfolg für Oberösterreich endete der Bundeswettbewerb prima la musica in Sterzing (Südtirol). 824 junge Musikerinnen und Musiker aus Österreich und Südtirol haben sich für den Wettbewerb qualifiziert und in Sterzing mit ihren Leistungen insgesamt 312 erste, 402 zweite und 110 dritte Preise erspielt. Besonders erfolgreich waren dabei die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Oberösterreich, freut sich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. "Mit 84 ersten, 58 zweiten und 13 dritten Preisen war Oberösterreich das erfolgreichste Bundesland beim diesjährigen Bundeswettbewerb. Dies spricht nicht nur für den Einsatz und das Engagement der Nachwuchstalente aus unserem Bundesland, sondern ist auch ein Zeichen für die Qualität der Ausbildung in unseren Musikeinrichtungen", so Pühringer.

 

Krönender Abschluss des Bundeswettbewerbes war das Abschlusskonzert im Stadttheater Sterzing, in dessen Rahmen die Preisträgerinnen und Preisträger geehrt wurden. Das Konzert wurde von RAI Bozen aufgezeichnet und wird am 11. September 2013 ausgestrahlt.

 

Nähere Auskünfte und Information:
Österreichische Jugendmusikwettbewerbe MUSIK DER JUGEND, Promenade 37, 4021 Linz, Tel: (+43 732) 77 20 - 154 83 oder 156 59, Internet: Icon Externer Link www.musikderjugend.at

LH Pühringer und Katastrophenschutz-Landesrat Hiegelsberger: Danke an alle Einsatzkräfte und ihre Arbeitgeber - das Land unterstützt Entgeltfortzahlung für Freiwillige in den oö Einsatzorganisationen

Mehr als 28.000 Freiwillige der Einsatzorganisationen waren in Oberösterreich beim aktuellen Hochwasser bisher im Einsatz, teilweise sind die Einsatzkräfte seit Freitag, 31. Mai im Einsatz. "An dieser Stelle danken wir allen Einsatzkräften für diesen selbstlosen Einsatz, aber auch allen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter/innen für den Hochwassereinsatz freistellen. Auch das ist eine wichtige Unterstützung des ehrenamtlichen Katastropheneinsatzes," so LH Pühringer und LR Hiegelsberger.

 

(LK) Oberösterreichische Unternehmen der Privatwirtschaft können bei längeren Einsätzen ab dem vierten Einsatztag für ihre Mitarbeiter/innen 50 Prozent des fortgezahlten Lohnes vom Land Oberösterreich rückerstattet bekommen.
Das Ziel dieser mit allen Fraktionen und der Wirtschaftskammer geschaffenen Entschädigungsregelung ist es, den Firmen die Freistellung von Mitarbeiter/innen für Einsätze zu erleichtern und gleichzeitig den Helfer/innen die Lohnfortzahlung zu gewährleisten. Insgesamt wird das Ehrenamt nachhaltig gestärkt.
Diese Erstattungsregelung ist ident mit den Entgeltfortzahlungsregelungen für Betriebe im Falle eines Krankenstandes oder Arbeitsunfalles und gilt unabhängig von der Mitarbeiter/innenanzahl für alle privaten Wirtschaftsunternehmen. Bei der Abwicklung hilft die AUVA im Sinne einer unbürokratischen Umsetzung. "Für die Betriebe in der Wirtschaft ist diese Regelung äußerst unbürokratisch, für die Feuerwehrleute eine existenzielle Grundlage für die Ausübung des Ehrenamtes im Katastrophenfall", ist LR Hiegelsberger überzeugt. Die oberösterreichischen Regelungen für alle Dienstnehmer/innen, die als Angehörige des Katastrophenhilfsdienstes oder der Hilfsorganisationen des Katastrophenschutzes im Einsatz sind. Derzeit anerkannte Einsatzorganisationen sind: Feuerwehr, Rotes Kreuz, Samariterbund, Bergrettung, Wasserrettung, Hunderettungsbrigade und Caritas.

 

Das Antragsformular steht unter www.land-oberoesterreich.gv.at  Themen > Sicherheit und Ordnung > Formulare zum Download zur Verfügung.

 

"Wer bereit ist zu helfen und dabei seine eigene Sicherheit riskiert, sollte keinen finanziellen oder beruflichen Nachteil erfahren. Es ist daher wichtig, den Einsatzkräften mit einer eindeutigen Regelung Sicherheit zu geben. Das oberösterreichische Modell ist hier ein gutes Vorbild", so LH Pühringer.

 

Für Landes- und Gemeindebedienstete gilt im Katastrophen bzw. Rettungseinsatz eine Sonderurlaubsregelung bzw. Dienstfreistellung für die Zeit des Einsatzes.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger sagen allen Betroffenen „rasche und unkomplizierte“ Hilfe durch den Katastrophenfonds des Landes zu

„Ich kann allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, den Freiwilligen Feuerwehren und Blaulichtorganisationen nur danken. Ihre Arbeit ist grandios und von unvorstellbarem Wert für alle Betroffenen“, betont der zuständige Landesrat für Katastrophenschutz Max Hiegelsberger. Die Zahl der Mitarbeiter/innen im Katastrophenfonds wurde bereits aufgestockt, damit die Anträge möglichst rasch abgewickelt werden können.

 

(LK) "In Oberösterreich wird in einer Notlage niemand allein gelassen", betonte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer nach der zweiten Sitzung des Landeskrisenkoordinationsgremiums am 4. Juni 2013. Die Oö. Landesregierung hat beschlossen, an den Oö. Landtag einen Antrag auf ein Nachtragsbudget zu richten. Da die Schäden derzeit noch nicht abschätzbar ist, mit einem offenen Betrag.

 

Landeshauptmann Pühringer und Feuerwehr-Landesrat Hiegelsberger nützten die Gelegenheit und bedankten sich bei allen Helferinnen und Helfern, den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sowie bei allen Blaulichtorganisationen im ganzen Land, die wegen der schweren Regenfälle viele Stunden im Einsatz standen: „Die vergangene Nacht sowie die kommenden Stunden und Tage haben und werden alle Einsatzkräfte auf das Äußerste fordern. Wenn man das Ausmaß der Katastrophe sieht, kann den Einsatzkräften nicht genug gedankt werden“, betont Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger und sichert „rasche und unbürokratische Hilfe“ im Rahmen des Katastrophen-Fonds des Landes Oberösterreich zu.

 

„Wir werden alles daran setzen den Betroffenen schnelle Hilfe zu leisten. Der Katastrophen-Fonds des Landes bietet Unterstützung. Hilfsgelder müssen über das Gemeindeamt beantragt werden“, erklärt Hiegelsberger. „Mit der Auszahlung der Gelder aus dem Katastrophenfonds sind wir den Menschen im Wort und setzen die notwendigen Maßnahmen. Denn für die Betroffenen ist eine rasche und unbürokratische Hilfe das Wichtigste, um die Schäden zu beseitigen und schnell in ein normales Leben zurück zu finden“, betont der Katastrophenschutz-Landesrat.

 

Bis heute früh waren oberösterreichweit mehr als 19.000 Feuerwehrleute bei mehr als 2.100 Einsätzen an Ort und Stelle. „Das Unwetter hat uns vor Augen geführt, dass die Rettungskette und das Zusammenspiel der einzelnen Einsatzorganisationen in Oberösterreich perfekt funktionieren. Solche Naturkatastrophen zeigen uns, wie professionell das ehrenamtliche Helfer-Netzwerk in Oberösterreich aufgestellt und im Notfall zur Stelle ist“, betont der Landesrat weiter.

 

Für spezielle Fragen zur Schadensbewältigung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katastrophenfonds von Montag bis Freitag von 7 Uhr bis 18 Uhr telefonisch zur Verfügung unter der Nummer 0732/ 7720 – 118 08 oder - 118 07.
Am kommenden Wochenende (8. und 9. Juni) sind die Telefone (0732/ 7720 – 118 08, oder – 118 07) ebenfalls von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.
30 Tage haben die Betroffenen Zeit für die Antragsstellung bei ihrer Gemeinde.

Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl: "Einsatzorte für freiwillige Helfer/innen – Damit die Hilfe auch ankommt!"

(LK) Freiwillige Helfer/innen sehen jetzt auf einen Blick, wo in Oberösterreich Hilfe gefragt ist. Das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum (ULF) hat eine Liste mit Einsatzorten und Ansprechpartner/innen auf seine Website gestellt:
Icon Externer Link www.ulf-ooe.at

 

Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl unterstützt ein koordiniertes Vorgehen beim Einsatz von freiwilligen Helfer/innen. "Es ist beeindruckend, wie solidarisch die Oberösterreicher/innen sind und den von Hochwasser betroffenen Mitmenschen ihre Hilfe anbieten. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie auch benötigt wird. Diese ist in den Gemeinden vor allem bei den Aufräumarbeiten nach  der Hochwasser-Katastrophe gefragt. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Helfer/innen die professionellen Einsatzkräfte nicht behindern", so Ackerl.

 

Viele Menschen rufen zurzeit bei den Einsatzkräften an und fragen, wo sie helfen können, aber diese können das Engagement oftmals nicht koordinieren, dazu fehlt ihnen die Zeit. Das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum hat nun begonnen, mit den betroffenen Regionen in Oberösterreich Kontakt aufzunehmen und die Bedarfe sowie die Ansprechpartner/innen vor Ort aufzulisten.

 

Rasch  und zielgerichtet  Hilfe leisten
Diese Liste finden Engagierte jetzt auf Icon Externer Link www.ulf-ooe.at und sie wird laufend aktualisiert. „Freiwillige Helfer/innen können nun sehen, wo in ihrer Nähe Hilfe gebraucht wird und dann rasch und unbürokratisch die Einsatzkräfte bei den Hilfs- und Aufräumarbeiten vor Ort unterstützen“, so Nicole Sonnleitner von ULF. Darüber hinaus koordiniert auch „Team Österreich“ freiwillige Hilfe in ganz Österreich, Infos auf Icon Externer Link www.teamoesterreich.at.

 

Kontakt:
Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum ULF
Martin-Luther-Platz 3, 4020 Linz
0650/470 00 72
ulf.office@vsg.or.at
Icon Externer Link www.ulf-ooe.at

Landesrat Anschober: St. Georgener Bucht und Enns sind die nächsten Schutzprojekte an der Donau

(LK) Nach der Fertigstellung – und Bewährung – des Schutzes von Linz und des Machlanddammes sind als nächste Schutzprojekte an der Donau die St. Georgener Bucht sowie Enns-Enghagen geplant. Mit der baulichen Umsetzung zur Sicherung der St. Georgener Bucht kann nach Vorliegen eines Projektes sowie der erforderlichen Bewilligungen begonnen werden. Angestrebt wird ein Baubeginn für 2016, die Finanzierung wurde bereits mit dem Infrastrukturministerium in einer eigenen 15a-Vereinbarung geregelt und soll in Kürze von Nationalrat und Landtag beschlossen werden.

 

Das Hochwasserschutzprojekt "St. Georgener Bucht" soll ab 2016 gebaut werden – Kostenpunkt: knapp 14 Mio. Euro. Es soll über eine Länge von 5 Kilometern hauptsächlich aus Dämmen und Schutzmauern bestehen und 5.000 Menschen in den Gemeinden Langenstein, Luftenberg sowie St. Georgen an der Gusen vor einem 100-jährlichen Hochwasser schützen. Insgesamt soll der Hochwasserschutzdamm 480 Gebäude schützen, davon 279 Wohnhäuser (21 Einfamilien- und 258 Mehrfamilienhäuser) sowie 211 weitere Gebäude (Bürogebäude, Lager, Industriegebäude, Wirtschaftsgebäude etc.). Insgesamt sollen 2.986 m Hochwasserschutzmauern und 1.940 m Dämme errichtet werden. Diese verteilen sich wie folgt auf die Gemeinden:

 

Langenstein: - Langenstein: 1.056 m Mauern
  - Gusendorf: 1.150 m Mauern, 1.340 m Dämme
Luftenberg: - Abwinden: 780 m Mauern, 600 m Dämme
St. Georgen: - wenige Objektschutzmaßnahmen

 

Der eigentliche Projektbereich erstreckt sich nördlich der B 3 Donau Bundesstraße von der Ortschaft Abwinden zum südlichen Siedlungsgebiet St. Georgen und weiter von Gusendorf bis zum südlichen Ortsteil von Langenstein. Wasser-Landesrat Rudi Anschober: "Dieses Vorgehen wurde mit dem Infrastrukturministerium und den betroffenen Bürgermeistern einvernehmlich abgestimmt."

Das Hochwasserschutzprojekt Enns-Enghagen befindet sich teilweise schon in der Umsetzungsphase. Förderung und Durchführung des Aussiedlungsprojekts werden morgen Donenrstag im zuständigen Landtags-Ausschuss beschlossen. 41 Menschen in 15 Gebäuden werden betroffen sein, die Finanzmittel sind gesichert. In einer weiteren Stufe sind Hochwasserschutzmaßnahmen für die Ortschaften Enghagen, Erlengraben und Lorch vorgesehen.

Verkehrs-Landesrat Reinhold Entholzer ersucht um Rücksichtnahme für Einsatzkräfte im Straßenverkehr

(LK) Die nach wie vor angespannte Lage in den Hochwassergebieten erfordert ständige Bewegungen der Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Bundesheer und Rettung: "Daher gilt es momentan, die befahrbaren Straßen und Wege im Katastrophengebiet für diese lebensnotwendigen Fahrten frei zu halten. Ich ersuche daher, im Interesse der Betroffenen und auch der Verkehrssicherheit, dass unbeteiligte Personen die Einsatzzonen meiden", ersucht Verkehrs-Landesrat Ing. Reinhold Entholzer um Rücksichtnahme.

 

"Bei meinen Besprechungen im Einsatzgebiet in den Bezirken Eferding und Urfahr-Umgebung, sind vielfach die Verantwortlichen der Einsatzkräfte und die Bürgermeister auf mich zugekommen, um mich auf oft gefährliche Situationen auf den Straßen hinzuweisen. Manche Lenker/innen bleiben stehen, um die Lage zu beobachten. Dies führt sowohl zu Problemen hinsichtlich der Verkehrssicherheit als auch zu Irritationen für die Einsatzkräfte. Gleiches gilt natürlich auch zum Teil für Fußgänger/innen", schildert Entholzer.

 

Update Eisenbahn-Sperren:
ÖBB Regionalmanager Dr. Paul Sonnleitner informierte am 4. Juni Landesrat Reinhold Entholzer über die Lage im ÖBB-Bahnverkehr:
Bis auf Weiteres bleibt die Mühlkreisbahn gesperrt, da die Gleise zwischen Rottenegg und Linz-Urfahr nicht befahrbar sind. Es wurde im gesamten Streckenverlauf, von Aigen-Schlägl bis Linz, ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Auf der Donauuferbahn gibt es ebenfalls auf längere Zeit noch Sperren zwischen Baumgartenberg und Sarmingstein.
LR Entholzer dazu: "Es ist beeindruckend, wie rasch die ÖBB die weiteren Streckensperren beheben konnte. Dazu gratuliere ich, denn so wird in vielen Landesteilen ein Beitrag zur Normalisierung der Lage geleistet."

Wohnbau-Landesrat Dr. Manfred Haimbuchner: Opfer-Hilfe der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften

Leerstehende gemeinnützige Wohnungen für Hochwasser-Opfer zur Verfügung stellen!

(LK) "Es wird leider Fälle geben, wo die zeitnahe Rückkehr in die eigene Wohnung, das eigene Haus, nicht möglich sein wird. Ich appelliere daher an die gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften Oberösterreichs, eventuell leerstehende Wohnungen den Betroffenen als Ersthilfe zur Verfügung zu stellen. Damit würden wir nicht nur ein Zeichen der Solidarität setzen, sondern diesen Familien auch ermöglichen, die Sanierung oder sogar den Neubau ihrer Heime ohne Zeitdruck organisieren zu können. Ich werde diesbezüglich mit den Verantwortlichen umgehend in Verbindung treten."

Unterstützung für betroffene Unternehmen in den Hochwasser-Gebieten

(LK) Vom Hochwasser betroffene Unternehmen hat Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl am Montag, 3. Juni 2013 in Gmunden besucht. "Rasche und unbürokratische Hilfe ist für sie entscheidend", betont Strugl. Unter anderem sind in Gmunden auch viele Tourismusbetriebe betroffen. Auch für sie ist es wichtig, möglichst vor der Hauptsaison wieder in Betrieb gehen zu können. Strugl, der gemeinsam mit Wirtschaftskammer-Bezirksstellenleiter Robert Oberfrank, Obmann Gottfried Schrabacher und Bürgermeister Heinz Köppl vor Ort war, machte sich beim Hotel Steinmaurer und bei der Bootswerft Frauscher ein Bild vom Ausmaß der Zerstörung.
Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Gmunden werden in den nächsten Tagen und Wochen die Schäden erhoben, um eine reibungslose Abwicklung zu ermöglichen.

Produkte "made at home": 3D-Druck – eine Technologie die unsere Wirtschaft verändert?

Unsere Wirtschaft ist gekennzeichnet durch immer größere Zentren und weltweiten Handel mit hohem Ressourcenverbrauch. Mit dreidimensionalen Druckverfahren können wir bereits jetzt verbund- und verschnittfreie Gegenstände herstellen – Standort frei wählbar. Verändert das unser Wirtschaftssystem?

 

(LK) Ressourcenschonend, kurze Transportwege, leicht recyclebar, rasch erneuer- und ergänzbar, individuell auf Bedürfnisse zugeschnittene Produkte – die Kriterien gewinnen eine zunehmende Bedeutung in einer Wirtschaft, die ökonomische und ökologische Interessen vereint. Einige Wissenschafter sprechen davon, dass 3D-Druckverfahren das Potential für eine dritte industrielle Revolution haben. In den vergangenen Jahren sind die Preise für 3D-Drucker stark gefallen, weshalb immer mehr Anwendungsmöglichkeiten gefunden werden und die Druckverfahren in Industrie- und Handwerksunternehmen, in der Medizin und sogar im privaten Haushalt Verbreitung finden.

 

Beim klassischen und derzeit ausgereiftesten 3D-Druck werden Modelle in einem Schichtbauverfahren produziert, in dem sehr dünne Schichten, meist aus einem Keramikwerkstoff und mit Hilfe eines Bindemittels auf Kunstharzbasis gedruckt werden. Auf diese Weise entstehen in kürzester Zeit auch färbige Modelle. Eine Nachbearbeitung des Modells durch Bohren, Schleifen, Lackieren oder Schneiden ist möglich.     

 

Verwendung findet das 3D-Druck-Verfahren derzeit bereits für die Herstellung von Modellen in der Architektur und Bauplanung, in der Medizin oder zur raschen Prototypenproduktion. Sinken die Anschaffungspreise weiterhin, sind zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Zukünftig könnte es mit Hilfe eines 3D-Druckers jedem Haushalt möglich sein etwa Ersatzteile, Geschirr oder Spielzeug selbst "auszudrucken" – nach eigenem Entwurf oder vorgefertigten Plänen aus dem Internet. "Der Schritt zu Replikatoren, die im "Raumschiff Enterprise" zur Versorgung mit Essen und alltäglichen Gütern dienen, ist noch weit, aber erste Versuche mit gedrucktem Fleisch bis hin zu Möbeln gibt es bereits.", so Mag. Dr. Reingard Peyrl, MSc, Themenmanagerin für Ressourcen und Technologie in der Oö. Zukunftsakademie.

 

Utopien oder Wirklichkeit? Welches Potential haben dreidimensionale Druckverfahren?

 

Die Oö. Zukunftsakademie präsentiert den Entwicklungsstand und die Perspektiven im Rahmen der Fachtagung "3D-Druck – Motor der nächsten industriellen Revolution?!" am 24. Juni 2013 im Südflügel des Schlossmuseums in Linz.

 

Anmeldung und Informationen unter: Icon Externer Link www.ooe-zukunftsakademie.at oder
Tel.: (+43 732) 77 20-144 19
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenfrei.

Beilage:

Programm 176,22 KB)

Hochwasserbericht Nr. 24 vom 5. Juni 2013

(LK) Weiterhin weisen die Wasserstände am Inn und der Donau fallende Tendenz auf. Am Inn wurde die Hochwasserwarngrenze bereits unterschritten.
Die bayrische Donau weist noch steigende Tendenz auf. Ein Anstieg der Wasserspiegellagen entlang der oö. Donau wird aber deshalb nicht eintreten. Dort bleiben die Wasserstände weiterhin fallend.

Pollenwarndienst für Oberösterreich vom 5. bis 12. Juni 2013

(LK) Mit Ende der nasskalten Witterung steigt erneut die Belastung durch Gräser, Roggen, Ampfer und Wegerich. Belastungsschwerpunkte für Gräser sind der Alpenrand und das Mühlviertel, für Roggen ist es das Mühlviertel. Neben diesen Hauptallergenen können lokal noch Holunder, Robinie, Spiersträucher und Raps zu Belastungen führen. Für Erlenpollen-Allergiker ist zu beachten, dass in den Alpen die Blüte der Grünerle eingesetzt hat.

 

Tonbanddienste:
AKH Linz: (+43 732) 78 06-69 19
LKH Freistadt: (+43 50 554) 76-284 00
LKH Vöcklabruck: (+43 50 554) 71-499 00

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Pressekonferenz am 5. Juni 2013

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zum Thema

"3. Sitzung des Landeskrisenkoordinationsgremiums - aktuelle Hochwasser-Situation in Oberösterreich

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