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Landeskorrespondenz Nr. 105 vom 4. Juni 2013

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Aktuelle Hochwassersituation in vom 4. Juni 2013, 17:00 Uhr: Pegel in Grein an der Donau weiter leicht steigend - Am Inn sind Aufräumarbeiten bereits angelaufen

(LK) Am Tag 3 des aktuellen Hochwassers in Oberösterreich entspannt sich die Situation auch an der Donau ganz leicht. Speziell in Grein bleibt die Lage aber weiterhin sehr angespannt. Indessen konnte in den Hochwassergebieten am Inn, an der Traun und an der Enns mit den Aufräumarbeiten begonnen werden.

 

Nach einem raschen Anstieg der Pegel der Donau in der Nacht auf Dienstag, 4. Juni im Bereich Feldkirchen, Walding, Goldwörth und Ottensheim, die teilweise großflächig überflutet wurden, sind die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen. 116 Personen wurden mit Zillen der Feuerwehr sowie zwei Polizei-Hubschraubern und einem Bundesheerhubschrauber evakuiert. In der Volksschule Walding und in der Hauptschule Gramastetten wurden Ersatzquartiere für 200 Personen eingerichtet. Der Großteil der Betroffenen konnte aber privat untergebracht werden. Die Einsatzkräfte hatten vorsorglich für weitere 500 Evakuierte Ersatzquartiere im Bezirk vorbereitet, die nach aktuellem Stand nicht benötigt werden. Der Wasserstand ist in Goldwörth mittlerweile rückläufig.

In Ottensheim konnte betreffend der Gefahr eines Dammbruches bereits heute Mittag Entwarnung gegeben werden. Der Damm wurde mit Granitblöcken verstärkt.

 

Im Bezirk Perg bleibt die Situtation an der Donau prekär. Der Pegel Donau/Grein steigt  - wenn auch sehr leicht - immer noch an. In den Abendstunden wird voraussichtlich der Pegelhöchststand erreicht werden. Aktuell ist der Wasserstand ca. 15 cm unter der Dammkrone. Notwendige Evakuierungen wurden bereits gestern durchgeführt.

In Saxendorf wurden vorsichtshalber aufgrund des gefährdeten Dammes Evakuierungen durchgeführt, Stabilisierungsmaßnahmen laufen.

Bei den Überströmstrecken ist eine überwiegend gleichbleibende Tendenz zu erkennen.

 

Auch der Bezirk Eferding ist stark betroffen. Evakuierungen waren in mehreren Gemeinden entlang der Donau (Fraham, Hartkichen, Alkoven, Pupping) erforderlich.

 

In den übrigen betroffenen Bezirken wurde vielfach schon mit Aufräumarbeiten begonnen.


Unter www.polizei.gv.at > Oberösterreich > Straßensperren sind die aktuellen Straßensperren ersichtlich.

 
Die aktuellen Pegelstände (Stand 17:00 Uhr) an den neuralgischen Punkten:

 

Schärding:                 547 cm  (Prognose: fallend) Dammkrone: 930 cm

Linz:                           879 cm  (Prognose: fallend) Dammkrone: 1010 cm

Mauthausen:              831 cm (Prognose: fallend) Dammkrone: 960 cm

Grein:                         ca. 15 cm unter der Dammkrone von 1.500 cm

 

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich werden unter www.land-oberoesterreich.gv.at/hydro regelmäßig Hochwasserberichte veröffentlicht. Für den Raum Oberösterreich steht außerdem unter der Nummer 0800 50 1558 ein Tonbanddienst mit den aktuellen Wasserständen und Vorhersagen zur Verfügung.

 

Weitere Informationen zum Hochwasserstand sowie Infos über Beihilfen aus dem Katastrophenfonds erhalten Sie auf der Homepage des Landes OÖ.

LH Pühringer und Katastrophenschutz-Landesrat Hiegelsberger: Danke an alle Einsatzkräfte und ihre Arbeitgeber - das Land unterstützt Entgeltfortzahlung für Freiwillige in den oö Einsatzorganisationen

Mehr als 28.000 Freiwillige der Einsatzorganisationen waren in Oberösterreich beim aktuellen Hochwasser bisher im Einsatz, teilweise sind die Einsatzkräfte seit Freitag, 31. Mai im Einsatz. "An dieser Stelle danken wir allen Einsatzkräften für diesen selbstlosen Einsatz, aber auch allen Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter/innen für den Hochwassereinsatz freistellen. Auch das ist eine wichtige Unterstützung des ehrenamtlichen Katastropheneinsatzes," so LH Pühringer und LR Hiegelsberger.

 

(LK) Oberösterreichische Unternehmen der Privatwirtschaft können bei längeren Einsätzen ab dem vierten Einsatztag für ihre Mitarbeiter/innen 50 Prozent des fortgezahlten Lohnes vom Land Oberösterreich rückerstattet bekommen.
Das Ziel dieser mit allen Fraktionen und der Wirtschaftskammer geschaffenen Entschädigungsregelung ist es, den Firmen die Freistellung von Mitarbeiter/innen für Einsätze zu erleichtern und gleichzeitig den Helfer/innen die Lohnfortzahlung zu gewährleisten. Insgesamt wird das Ehrenamt nachhaltig gestärkt.
Diese Erstattungsregelung ist ident mit den Entgeltfortzahlungsregelungen für Betriebe im Falle eines Krankenstandes oder Arbeitsunfalles und gilt unabhängig von der Mitarbeiter/innenanzahl für alle privaten Wirtschaftsunternehmen. Bei der Abwicklung hilft die AUVA im Sinne einer unbürokratischen Umsetzung. "Für die Betriebe in der Wirtschaft ist diese Regelung äußerst unbürokratisch, für die Feuerwehrleute eine existenzielle Grundlage für die Ausübung des Ehrenamtes im Katastrophenfall", ist LR Hiegelsberger überzeugt. Die oberösterreichischen Regelungen für alle Dienstnehmer/innen, die als Angehörige des Katastrophenhilfsdienstes oder der Hilfsorganisationen des Katastrophenschutzes im Einsatz sind. Derzeit anerkannte Einsatzorganisationen sind: Feuerwehr, Rotes Kreuz, Samariterbund, Bergrettung, Wasserrettung, Hunderettungsbrigade und Caritas.

 

Das Antragsformular steht unter www.land-oberoesterreich.gv.at  Themen > Sicherheit und Ordnung > Formulare zum Download zur Verfügung.

 

"Wer bereit ist zu helfen und dabei seine eigene Sicherheit riskiert, sollte keinen finanziellen oder beruflichen Nachteil erfahren. Es ist daher wichtig, den Einsatzkräften mit einer eindeutigen Regelung Sicherheit zu geben. Das oberösterreichische Modell ist hier ein gutes Vorbild", so LH Pühringer.

 

Für Landes- und Gemeindebedienstete gilt im Katastrophen bzw. Rettungseinsatz eine Sonderurlaubsregelung bzw. Dienstfreistellung für die Zeit des Einsatzes.

Aktuelle Information zur Hochwassersituation vom 4. Juni 2013, 8:00 Uhr: Angespannte Situation an der Donau - leichte Entspannung an den sonstigen Flüssen

(LK) In der Nacht auf Dienstag, 4. Juni 2013 hat sich die Situation im Bezirk Urfahr-Umgebung aufgrund eines Rückstaus im Bereich des Kraftwerks Ottensheim verschlechtert. Die Pegelstände sind speziell in den Gemeinden Goldwörth, Feldkirchen und teilweise Ottensheim um 70 cm gestiegen. Goldwörth steht zur Gänze unter Wasser. Ein Polizei-Hubschrauber macht sich dazu ein Bild von der Lage. Ein Hubschrauber des Bundesheeres und acht Boote vom Landesfeuerwehrkommando sind bereits zur Bergung von Personen im Einsatzgebiet eingetroffen. Derzeit geht man davon aus, dass 200 Personen in dem Gebiet evakuiert werden müssen. Die Feuerwehr ist mit Booten bei Erkundungsfahrten unterwegs, erst danach kann gesagt werden, wieviele tatsächlich noch ihre Häuser verlassen müssen.

 

In den Volksschulen Walding und Gramastetten stehen Ersatzquartiere für 200 Personen bereit, 500 weitere Ersatzquartiere werden im Bezirk derzeit vorbereitet.

In Ottensheim konnte mittlerweile betreffend der Gefahr eines Dammbruches Entwarnung gegeben werden. Laut einer Sachverständigenstellungnahme dürfte der Damm stabil sein und wird mit Granitblöcken verstärkt. "Die Feuerwehr vor Ort ist Tag und Nacht im Einsatz", berichtet LH Dr. Josef Pühringer. "Ich werde mir heute Vormittag persönlich ein Bild von der Situation in den gefährdeten Regionen machen."

 

Vom Hochwasser betroffen ist nun auch die VOEST. Der Pegelstand im Betriebsgelände ist über Nacht gestiegen. Aufgrund der derzeitigen Situation wird der Betrieb kontrolliert heruntergefahren, ein Hochofen bleibt im Vollbetrieb. "Diese Vorsichtsmaßnahme ist ein Standardprozess, sobald sich die Situation entspannt, wird der Betrieb wieder kontrolliert hochgefahren", so Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger, der auf dem Weg zur VOEST ist. "Für Linz ist zwischen 8 und 9 Uhr eine fallende Tendenz der Pegel prognostiziert."

 

Zur Situation im Bezirk Perg hat sich herausgestellt, dass vorerst die Notwendigkeit von größeren Evakuierungen nicht wahrscheinlich ist. Dammverstärkungsmaßnahmen wurden in der Mündung Aist beim Schotterwerk wegen Wasseraustritts an mehreren Stellen in Auftrag gegeben.

 

In Grein bleibt die Situation weiterhin aufgrund einer möglichen geringfügigen Überschreitung der Dammkrone kritisch, zur Sicherung der Lage wurden Hochleistungspumpen angefordert. Zu Mittag wird sich zeigen, ob der Damm hält.

 

Insgesamt bleibt die kritische Situation an der Donau aufrecht. Die fallende Tendenz der Zubringerflüsse Inn, Steyr, Aist, Traun und Enns bestätigt sich aber.

 

In Schärding hat sich die Situation im Wesentlichen verbessert: Der Scheitelwert wurde am 4. Juni um 7.30 Uhr mit 715 cm gemeldet.

 

"Auch wenn die Situation noch kritisch ist, hat sich gezeigt, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen insgesamt greifen. Leider kann es aus technischen und statischen Gründen vor Naturkatastrophen keinen 100%igen Schutz geben. Wir werden aber alles daran setzen, dass den Betroffenen rasch geholfen wird", so LH Pühringer und LR Hiegelsberger.

 

Umfassende Straßensperren wurden über Nacht errichtet, Zugverbindungen zum Teil eingestellt. Unter www.polizei.gv.at > Oberösterreich > Straßensperren sind die aktuellen Straßensperren ersichtlich.

 

Die aktuellen Pegelstände (Stand 7:30 Uhr) an den neuralgischen Punkten:

 

Schärding:                 715 cm  (Prognose: fallend) Dammkrone: 930 cm

 

Linz:                           929 cm  (Prognose: fallend ab 9 Uhr) Dammkrone: 1.010 cm

 

Mauthausen:             852 cm (Prognose: fallend) Dammkrone: 960 cm

 

Grein:                         1.442 cm (Prognose: 1.480 cm) Dammkrone: 1.500 cm

 

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich werden unter www.land-oberoesterreich.gv.at/hydro regelmäßig Hochwasserberichte veröffentlicht. Für den Raum Oberösterreich steht außerdem unter der Nummer 0800 50 1558 ein Tonbanddienst mit den aktuellen Wasserständen und Vorhersagen zur Verfügung.

 

Weitere Informationen zum Hochwasserstand sowie Infos über Beihilfen aus dem Katastrophenfonds erhalten Sie auf der Homepage des Landes OÖ.

Hochwasser: Vizekanzler Spindelegger, LH Pühringer und LH-Stv. Hiesl bei Lokalaugenschein in Grein und Mitterkirchen: "Situation ist angespannt, aber der Machlanddamm hat sich bewährt!"

(LK) Gespannt beobachten die Einwohner/innen der Gemeinde Grein derzeit den Pegelstand der Donau. Laut Prognosen wird ein Donau-Pegelstand von 14,8 Metern und somit nur 20 Zentimeter unter der Dammkrone erwartet. In der Nacht auf Dienstag (4. Juni 2013) bzw. in den Morgenstunden soll der Höchststand erreicht werden.

 

Bei einem Lokalaugenschein überzeugten sich am 3. Juni 2013, Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und LH-Stv. Franz Hiesl von der Hochwasserschutzanlage in Grein: "Die Lage ist kritisch, aber der Machlanddamm hat sich bewährt, denn sonst stünden ganze Gemeinden wie zum Beispiel Mauthausen, Saxen oder Mitterkirchen unter Wasser. Wir hoffen, dass auch Grein unter der Grenze bleibt. Es war ein Segen, dass die Politik entschieden hat, den Machlanddamm nicht in acht Jahren zu errichten sondern in 3,5 Jahren. Sonst könnte man sich nicht ausmalen, welche negativen Folgen das für die Menschen dieser Region gehabt hätte", so LH Dr. Josef Pühringer und LH-Stv. Franz Hiesl. Die Pegelstände der heimischen Flüsse stehen unter ständiger Beobachtung. Der Hydrografische Dienst des Landes ist rund um die Uhr besetzt und in Bereitschaft.

 

Rasche und vor allem unbürokratische Hilfe bei Hochwasserschäden sagte Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger den Hochwasseropfern zu: "Die betroffenen Menschen können sich darauf verlassen, dass alle in Österreich - Gemeinden, Regionen und die Bundesregierung - ihr Bestes geben, um ihnen zu helfen. Wir werden die Menschen in ihrer Not nicht alleine lassen. Aber nicht nur Österreich, auch unsere Nachbarstaaten sind betroffen: Katastrophen kennen keine Landesgrenzen."
"Ich bin daher bereits seit dem Wochenende in fortlaufenden Kontakt mit meinen Kollegen aus Bayern, Ungarn und der Slowakei. Gemeinsam werden wir auch den europäischen Solidaritätsfonds anrufen, um für die betroffenen Gebiete rasche Hilfsmaßnahmen sicherstellen zu können", so Vizekanzler Spindelegger.

 

"Der Regen mag abklingen, doch von Entwarnung kann noch keine Rede sein. Wir sind noch nicht über dem Berg. Auch in Grein steht die Lage Spitz auf Kopf. Ich wollte mir daher selbst ein Bild über das Ausmaß des Hochwassers verschaffen und bin heute Vormittag nach Oberösterreich aufgebrochen. Dabei hatte ich die Gelegenheit mit vielen Menschen zu sprechen, die seit Tagen rund um die Uhr im Einsatz sind: Ihnen und den vielen unermüdlichen helfenden Händen und Einsatzkräften möchte ich nochmals meinen tiefen Dank aussprechen", so der Vizekanzler.

LH Pühringer, LH-Stv. Hiesl und Vzbgm. Luger: Hochwasser in Linz: Vignettenpflicht auf A7-Voestbrücke vorübergehend aufgehoben

(LK) Aufgrund der aktuellen Hochwasserereignisse wurde die Linzer Eisenbahnbrücke komplett und die Steyregger Brücke in Richtung Perg für den Verkehr gesperrt. Alleine über die Eisenbahnbrücke rollen täglich rund 15.000 Fahrzeuge. Um die zu erwartende angespannte Verkehrssituation im Feierabendverkehr zu entlasten, wurde die Voest-Brücke auf der A7-Mühlkreisautobahn seitens der Stadt Linz im Zuge der Sperre der Eisenbahnbrücke als Umleitungsstrecke verordnet. Die Voestbrücke kann daher vorübergehend vignettenfrei genutzt werden. "Durch diese Maßnahme erhoffen wir uns eine bessere Verteilung der Verkehrsströme", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Straßenbaureferent LH-Stv. Franz Hiesl.

 

"Die Vignettenpflicht auf der A7-Voestbrücke-Brücke gilt als aufgehoben, solange die Eisenbahnbrücke gesperrt und daher eine Umleitung notwendig ist", erklärt der Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Klaus Luger. Konkret gilt die vignettenfreie Benützung zwischen der Auf- und Abfahrt im Süden (Hafenstraße) und den Auf- bzw. Abfahrten im Norden (Freistädter Straße, St. Magdalena/Urnenhain und Leonfeldner Straße).

Hochwasser: Land Oberösterreich hat Spendenkonto eingerichtet

(LK) Das Land Oberösterreich hat am 3. Juni 2013 für alle Betroffenen der Hochwasserkatastrophe ein eigenes Spendenkonto eingerichtet. Die Einzahlung von Spendengeldern ist damit ab sofort möglich:

 

"Hochwasserhilfe 2013"
Hypo-Landesbank
Konto-Nr.: 80 000 3
Bankleitzahl: 54 000

IBAN: AT29 5400 0000 0080 0003

BIC: OBLAAT2L

 

"Die Mittel werden unter der Führung des Katastrophenfonds abgewickelt und unter Mitwirkung aller heimischen Hilfsorganisationen vergeben", informiert Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. "Alle Landsleute, die den Hochwasseropfern helfen wollen, sind herzlich eingeladen, ihre Spende auf das Hilfskonto des Landes einzuzahlen."

 

Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger verweist nochmals alle vom Hochwasser Betroffenen auf die rasche und unbürokratische Hilfe durch den Katastrophenfonds: "Wir haben die Mitarbeiterzahl beim Katastrophenfonds verdoppelt. Von Montag bis Freitag stehen die Mitarbeiter/innen von 7 bis 18 Uhr sowie am kommenden Wochenende von 9 bis 16 Uhr für Fragen telefonisch bereit."

 

Der Katastrophenfonds des Landes ist erreichbar unter folgenden Nummern:
(+43 732) 77 20 – 118 07,
(+43 732) 77 20 – 118 08 und
(+43 7329 77 20 – 118 09 (wochentags).

Kurzfristig keine Entspannung am Arbeitsmarkt - bleibt mit aktiver Arbeitsmarktpolitik weiter vorne

LH Dr. Pühringer und LR Dr. Strugl: "Unterstützung für Betroffene - Impulse für Wachstum und neue Jobs"

 

(LK) 623.000 Oberösterreicher/innen – und damit knapp 4.000 mehr als im Vorjahr – waren im Mai 2013 in Beschäftigung. Die Arbeitskräfte-Nachfrage bleibt weiterhin verhalten, sodass die Arbeitslosenquote nach Schätzungen des Arbeitsmarktservice im Vergleich zum Vorjahr von 3,6 auf 4,1 % gestiegen ist. Im April lag die Arbeitslosenquote bei 4,4 %. Oberösterreich liegt im Bundesländer-Vergleich mit Abstand am besten und deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt von 6,7 %. "Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt weiterhin schwierig. Unser Arbeitsmarktpolitik zielt darauf ab, die Menschen zu qualifizieren. Fast 7.000 offene Stellen zeigen, dass es noch Potenzial für Beschäftigung gibt", betonen Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl.

 

193,5 Millionen Euro werden heuer in Oberösterreich gemeinsam von Land , Arbeitsmarktservice, Sozialpartnern und Bundessozialamt in die aktive Arbeitsmarktpolitik investiert. Die Palette der damit finanzierten Angebote reicht von Lehrgängen für Jugendliche über Facharbeiter/innen-Kurzausbildungen, Teilqualifizierungen, Zielgruppenstiftungen, Produktionsschulen bis hin zu Kinderbetreuungsprojekten und Beratungen für Wiedereinsteiger/innen.

 

Schulschluss naht: JobCoaching kostenlos für Jugendliche
"Ein besonderer Schwerpunkt gilt der Jugendbeschäftigung und der damit verbundenen Ausbildungsgarantie. Wir wollen die Zahl jener jungen Menschen, die nach der Pflichtschule keine Ausbildung mehr machen und abschließen, deutlich reduzieren und die Ausbildungsquote bis 2015 auf über 90 Prozent erhöhen", betont Wirtschafts-Landesrat Strugl. Ein weiterer Schwerpunkt liege jetzt in den Wochen vor Schulschluss auch auf der Intensivierung des JobCoachings für junge Menschen, die noch keinen Ausbildungsplatz haben. Dass die Bemühungen erfolgreich sind, zeigt die

Jugendarbeitslosenquote, die in Oberösterreich bei 5 % liegt. Der Österreich-Durchschnitt beträgt 7,3 %. Das Angebot an Lehrstellen, die beim Arbeitsmarktservice gemeldet waren, liegt mit 3.305 offenen Stellen deutlich über der Zahl von 1.892 Lehrstellensuchenden. "Entscheidend ist, durch das Herausfinden der individuellen Talente und dem Aufzeigen der vielen Berufsmöglichkeiten eine höhere Trefferquote zu erreichen", so Strugl.

 

Wachstum bringt neue Jobs - Exporte forcieren und Innovationen stärken
Hauptgrund für die gestiegene Arbeitslosigkeit ist das niedrige Wachstum in Österreich und Europa – den wichtigsten Märkten der heimischen Wirtschaft. Wirtschafts-Landesrat Strugl: "Wir müssen daher unsere Unternehmen – vermehrt auch kleine und mittlere – auf neue Märkte, in denen Wachstum möglich ist, begleiten. Ein zweite Zutat im Rezept für mehr Wachstum sind Innovationen, die den Standort stärken und damit Exporterfolge erst möglich machen."

Landesrat Anschober: Hochwasser - die größten Wassermengen seit Jahrzehnten in Oberösterreich

Innerhalb von elf Jahren das zweite Jahrhunderthochwasser in : Immer mehr extreme Wetterereignisse - Je stärker die Klimaveränderung wird, desto dramatischer sind die Folgen

 

(LK) "Viele neu geschaffene Schutzprojekte liefern guten Schutz für viele Siedlungsgebiete, wir dürfen daher hoffen, dass aus dem Jahrhunderthochwasser keine Jahrhundertkatastrophe wird. Aber noch ist für die Donau keine Entwarnung möglich, erst in 24 Stunden werden wir definitiv Bescheid wissen, ob Linz und das Machland geschützt bleiben", so Wasser-Landesrat Rudi Anschober, der darauf verweist, dass 2002 ein Schaden von 1,1 Milliarden Euro eingetreten ist. "Mit jeder deutlichen Einsparung an Schäden trotz mehr Wasser beginnen sich die Hochwasserschutzprojekte zu rechnen."

 

Am Dienstag, 4. Juni 2013 wird Anschober um 13 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz eine erste Detailanalyse der Hochwasserschutzprojekte vorlegen.

 

Zum Zeitpunkt der erwarteten Hochwasserspitzen an der Donau am 4. Juni 2013 wird Anschober anwesend sein: in Linz am Steinmetzplatz ab 15 Uhr, in Mauthausen ab 18 Uhr und in Grein ab 7 Uhr früh.

Hochwasser-Soforthilfe für Unternehmen und Sportvereine

Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl: "Information und Hilfe unbürokratisch zur Verfügung stellen - Telefon-Hotlines werden eingerichtet"

 

(LK) Mit einem Soforthilfe-Programm sowohl für betroffene Unternehmen als auch für Sportvereine reagiert Wirtschafts- und Sport-Landesrat Dr. Michael Strugl auf die Hochwasser-Katastrophe in vielen Teilen Oberösterreichs. "Das volle Ausmaß der Schäden ist noch nicht absehbar, aber von einzelnen Betrieben, aber auch Sportanlagen ist bereits bekannt, dass sie schwer in Mitleidenschaft gezogen wurden", sagt Strugl. "Rasche, unbürokratische Hilfe und Information sind daher besonders wichtig. Als erste Anlaufstellen wurde daher sowohl in der Wirtschaftsabteilung als auch bei der Landessportorganisation eine Hotline für Hochwasser-Opfer eingerichtet."

 

Soforthilfe-Programm für Unternehmen: Hotline 0732/7720-15264 (8:00-17:00 Uhr)
Oberstes Ziel ist es, die betroffenen Unternehmen in ganz Oberösterreich wieder betriebsfähig zu machen. Im "Sonderprogramm betriebliche Hochwasserhilfe" sind daher alle Investitionen in Anlagen, Betriebsmittel und Aufwendungen für Reparatur-, Reinigungs- und Aufräumarbeiten, die zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands des Unternehmens dienen, bis zu einer Höhe von einer Million Euro förderbar. Die Förderung besteht aus einem Zinsenzuschuss des Landes Oberösterreich. Wirtschafts-Landesrat Strugl hat bereits Gespräche mit Vertretern der Banken-Branche geführt, wobei eine rasche Versorgung betroffener Unternehmen mit Krediten in Aussicht gestellt wurde. Die Abwicklung der Förderung ist über den Katastrophenfonds des Landes Oberösterreich als zentrale Stelle geplant.

 

Für Sportvereine: Hotline 0732/653000-100
Dutzende Sportanlagen wurden durch Hochwasser oder Muren beschädigt. Für die betroffenen Vereine wurde als erste Anlaufstelle eine Hotline bei der Landessportorganisation eingerichtet. Weiters wurde eine "schnelle Eingreiftruppe" zusammengestellt, um Schäden möglichst rasch vor Ort begutachten und dann helfen zu können.

Borealis eröffnet neue Katalysatoranlage in Linz - Sigl: Föderale Strukturen kommen der heimischen Wirtschaft entgegen

Borealis Oberösterreich – eine Erfolgsgeschichte:

  • Seit 2007 stetiger Ausbau von Linz als internationalem Forschungsstandort.
  • Errichtung des Innovation Headquarters in Linz 2009.
  • Gründung des Zentrums für industrielle Katalysator- und Verfahrenstechnik an  der Johannes Kepler Universität Linz.
  • 2013: Eröffnung Borealis Sirius Katalysatoranlage.

 

(LK) "Für mich ist diese Erfolgsgeschichte der Firma Borealis zugleich auch ein Zeichen für die Erfolgsgeschichte unseres Bundeslandes als hervorragender Wirtschaftsstandort und zudem ein klarer Beweis dafür, dass der Föderalismus, also die Eigenverantwortung von Bundesländern und Regionen, diesen Wirtschaftsstandort im besonderen Maße stärkt", betont Landtagspräsident KommR Viktor Sigl.  "Landesparlamente nutzen selbstbewusst ihren Gestaltungsbereich, wenn es darum geht, den unmittelbaren Lebensbereich der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten und jene Dinge effizient zu regeln, die geregelt werden müssen. Eine große Chance für den Föderalismus sehe ich in einem lebendigen Wettbewerb der Länder um bessere Lösungen. Als Beispiel nenne ich nur die Errungenschaften der Länder bei der Beschleunigung von Verwaltungsverfahren", spricht sich der Präsident ganz klar für föderale Strukturen aus.

 

Der Standortvorteil, den ein Bundesland wie Oberösterreich bieten kann, liege dabei klar auf der Hand: Die Möglichkeit, aktiv und direkt mit den Firmen in Kontakt treten zu können und so mit der nötigen Geschwindigkeit, Professionalität, sowie mit hürdenfreien Kooperationen handeln zu können. 

 

"Ich bin davon überzeugt, dass, wäre unser Bundesland zentralistisch von Wien aus bestimmt, dieser beeindruckende oberösterreichische Weg in dieser Form nicht möglich gewesen wäre", so Sigl.

Beilage:

Bildtext: Dr. Alfred Stern, Executive Vice President Borealis und Landtagspräsident KommR Viktor Sigl (Foto: Fotostudio Meister Eder) 6122,05 KB)

Hochwasserbericht Nr. 18 vom 4. Juni 2013

(LK) Die großen Donauzubringer Inn, Traun und Enns sind stark im Fallen. Die bayerische Donau weist leicht steigende bis gleichbleibende Tendenz auf. Beim Pegel Linz und Mauthausen herrscht gleichbleibende Abflusssituation vor, mit einem Absinken des Wasserspiegels in Linz ist erst in den späten Vormittagsstunden zu rechnen, in Mauthausen in den Mittagsstunden. Beim Pegel Grein steigt der Wasserstand weiterhin bis zum Scheitelwert  um 30-40 cm an.

 

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 4. Juni 2013

Landesrat Rudi Anschober


zum Thema

"Hochwasser 2013 – Aktueller Stand in den Regionen – Detailauswirkungen der einzelnen Schutzprojekte"

885,93 KB)

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Pressekonferenz am 4. Juni 2013

Oö. Landesregierung


zum Thema

"2. Sitzung des Landeskrisenkoordinationsgemiums - aktuelle Hochwasser-Situation in Oberösterreich"

1444,90 KB)

Presseinformationen

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