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Landeskorrespondenz Nr. 103 vom 2. Juni 2013

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Aktuelle Situation in Oberösterreich - Hochwasser 2013 vom 2. Juni 2013, 23:50 Uhr

Die Pegelstände der heimischen Flüsse steigen weiterhin an und stehen unter ständiger Beobachtung.  Der Hydrografische Dienst des Landes ist rund um die Uhr besetzt und in Bereitschaft. Weiterhin kritisch ist die Situation am Inn in Schärding sowie im Bereich des Machlanddammes in den Gemeinden Mauthausen und Grein. Die Scheitelpunkte der Pegelhöchststände werden lt. Prognosen in Schärding, Linz und Mauthausen morgen im Laufe des Tages erreicht und in Grein voraussichtlich am 4. Juni in den frühen Morgenstunden. Bis morgen Mittag (Montag) werden weitere Regenfälle erwartet.

Die Pegelstand an der Enns in Steyr ist leicht fallend.

Das Bundesheer ist morgen, Montag, ab 7 Uhr mit 20 Katastrophen-Einsatzzügen - geführt von 6 Bataillonskommanden und des Jägerbataillons - in Bereitschaft.

 

Aktuelle Situation:

  • Derzeit zahlreiche Straßensperren - detaillierte Angaben werden laufend im regionalen Verkehrsfunk bekanntgegeben (z.B. B3 Donaustraße Krems - Linz beide Fahrtrichtungen, B145 Salzkammergutstraße, B147 Braunauer Straße, B151 Atterseestraße, B153 Weißenbacher Straße, B3 Donaustraße, B120 Scharnsteiner Straße, B166 Pass Gschütt Straße, B144 Gmundener Straße, B131 Aschacher Straße, B122 Braunauer Straße, B127 Rohrbacherstraße, B129 Eferdinger Straße, B140 Steyrtal Straße, B388 Neue Ilzbrücke, B310 Mühlviertler Straße, B119 Greiner Straße, B141 Rieder Straße
  • Mehr als 1000 Hochwassereinsätze der Freiwilligen Feuerwehren mit über 8.000 Helferinnen und Helfern. 750 Fahrzeuge im Einsatz
  • 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes im Einsatz, rund 6.000 von den insgesamt 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind in Bereitschaft
  • Evakuierungen: Ostermiething (Bezirk Braunau), Baumgartenberg/Mettensdorf (Bezirk Perg), Abwinden/Luftenberg (Bezirk Perg), Mitterkirchen, (Bezirk Perg), Saxen (Bezirk Perg), Sierning (Bezirk Steyr-Land), Waldneukirchen (Bezirk Steyr-Land), Steyr-Stadt (vor allem im Ortsteil Wehrgraben), Aschach an der Steyr (Bezirk Steyr Land)
  • Schwertberg/Aist: Evakuierung angelaufen
  • Gosau ist wieder erreichbar über Abteinau
  • Bad Ischl ist über St. Gilgen erreichbar
  • Hallstatt, Obertraun, Traunkirchen und Ebensee sind nicht mehr erreichbar
  • In Hallstatt ist das Festnetztelefon und das A1 Netz ausgefallen
  • Zivilschutzalarm in Schwertberg, Schärding
  • Phyrnbahn Streckenunterbrechung zwischen Nettingsdorf und Kirchdorf/Krems - Schienenverkehr
  • Streckenunterbrechung Phyrnbahn zwischen Ardning und Hinterstoder
  • Streckenunterbrechung Almtalbahn zwischen Voitsdorf und Grünau im Almtal
  • Streckenunterbrechung Salzkkammergutbahn zwischen Altmünster/Traunsee-Obertraun Dachsteinhöhlen

 

Die aktuellen Pegelstände (Stand 19:00 Uhr) an den neuralgischen Punkten:

Schärding:                 884 cm  (Prognose: 1070) Dammkrone: 930 cm

Linz:                           798 cm  (Prognose: 920 cm) Dammkrone: 1010 cm

Mauthausen:             838 cm (Prognose: 910 cm) Dammkrone: 960 cm

Grein:                         1.185 cm (Prognose: 1480 cm) Dammkrone: 1.500 cm

 

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich werden unter www.land-oberoesterreich.gv.at/hydro regelmäßig Hochwasserberichte veröffentlicht. Für den Raum Oberösterreich steht außerdem unter der Nummer 0732/1558 ein Tonbanddienst mit den aktuellen Wasserständen und Vorhersagen zur Verfügung.

 

Die nächsten Prognosen werden in den frühen Morgenstunden bekanntgeben!

 

Aktuelle Information zur Hochwasser-Situation vom 2. Juni 2013, 19:00 Uhr: Pegelstände steigen weiter

An der Enns in Steyr dürfte bereits heute um 20 Uhr der Pegelhöchststand erreicht werden. Die übrigen wesentlichen Pegel sind nach wie vor steigend. Bis morgen (Montag, 3. Juni) Mittag werden weitere Regenfälle erwartet.

Am frühen Abend ist die Zahl der Feuerwehren im Hochwassereinsatz auf 450 angewachsen. Insgesamt rund 8.000 Freiwillige Helferinnen und Helfer der Feuerwehren waren im Lauf des Tages bzw. sind noch bei mehr als 1.000 Einsätzen vor Ort. In einzelnen Bezirken waren bis zu 75 % der Mannstärken im Einsatz.

Auch das Rote Kreuz hat 800 Mitarbeiter im Einsatz. Alle Einsatzfahrzeuge sind voll besetzt. Rund 6.000 von den insgesamt 18.000 Mitarbeitern sind in Bereitschaft. Schwerpunkt der Arbeit des Roten Kreuzes ist derzeit Unterbringung und Betreuung sowie die Verlegung von Kräften zur Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes. In allen Bezirken wurden Krisenstäbe eingerichtet. Das Rote Kreuz Oberösterreich hat Kräfte von "Team Österreich" vorinformiert, sodass die Personalressourcen jederzeit auch durch diese Kräfte aufgestockt werden können. Mehrere Evakuierungslager werden derzeit vorbereitet. Das Rote Kreuz führt großräumig Materialtransfers (Decken, Feldbetten, Verpflegung) durch.

Das Bundesheer verlegt heute Abend 200 Mann + Gerätschaften des Panzergrenadierbataillons 13 (Kaserne Ried im Innkreis) in den Raum Schärding zum Assistenzeinsatz.

Aktueller Situation:
• Mehr als 1000 Hochwassereinsätze der Freiwilligen Feuerwehren mit über 8.000 Helferinnen und Helfern. 750 Fahrzeuge im Einsatz
• Machlanddamm Burghausen: Um 19 Uhr Information an die Bevölkerung, dass bei einem Stand von 9 Meter die Häuser zu verlassen sind – Zivilschutzalarm.
• Evakuierungen: Ostermiething (Bezirk Braunau), Baumgartenberg/Mettensdorf (Bezirk Perg), Abwinden/Luftenberg (Bezirk Perg), Mitterkirchen, (Bezirk Perg), Saxen (Bezirk Perg), Sierning (Bezirk Steyr-Land), Waldneukirchen (Bezirk Steyr-Land), Steyr-Stadt (vor allem im Ortsteil Wehrgraben), Aschach an der Steyr (Bezirk Steyr Land),
Schwertberg/Aist: Evakuierung angelaufen
• Hangrutschungen: Wohnhaus in Spital am Pyhrn, Evakuierung Landwirtschaftliches Anwesen in Vorderstoder, Oberschlierbach Vermurung der Schiefer Bezirksstraße, Vermurung Einfamilienhaus Maria Neustift, Gefahr einer Hangrutschung in Mondsee
• Umfangreiche Straßensperren in den Bezirken Urfahr-Umgebung (u. a. B 127, Eferding, Linz-Land (B129 Sperre wegen drohender Hangrutschungen aus dem Kürnbergwald), Rohrbach
• Sperre der Summerauerbahn
• Gosau, Hallstadt und Obertraun nicht mehr erreichbar (Bezirk Gmunden)
• 25 Personen mit Zillen geborgen: Bereich Kronau (Enns),
• Zivilschutzalarm in Schwertberg, Schärding
• Steyr-Tal: Zivilschutzalarm konnte wieder aufgehoben werden.
• Schärding: Panzergrenadierbataillon 13 der Garnison Ried i.I. wird zur Unterstützung noch heute Abend in den Bereich Schärding verlegt
• Dammbruch: Pesenbach, derzeit aber keine Gefährdung
• Linz: Leistungsplan Hochwasserplan in Kraft gesetzt (Hochwasserschutzdamm, einzelne Straßensperren, Räumung Urfahraner Markt Gelände)

„Die Pegelstände der heimischen Flüsse stehen unter ständiger Beobachtung. Der Hydrografische Dienst des Landes ist rund um die Uhr besetzt und in Bereitschaft“, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und der zuständige Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger.
Besonders kritisch ist die Situation am Inn in Schärding sowie im Bereich des Machlanddamms in den Gemeinden Mauthausen und Grein. Die Pegelhöchststände sind derzeit noch nicht erreicht.
"Wir danken allen Einsatzkräften und Freiwilligen für diesen Kräfte zehrenden Einsatz. In den nächsten Tagen werden sie noch massiv gefordert werden", so LH Pühringer und LR Hiegelsberger.

Die aktuellen Pegelstände (Stand 19:00 Uhr) an den neuralgischen Punkten:
Schärding:    816 cm  (Prognose: 1.030 cm) Dammkrone: 930 cm
Linz:   767 cm  (Prognose: 890 cm) Dammkrone: 1010 cm
Mauthausen:  820 cm (Prognose: 900 cm) Dammkrone: 960 cm
Grein:   1.120 cm (Prognose: 1450 cm) Dammkrone: 1.500 cm
Steyr-Ortskai:  750 cm (Entschärfung der Situation bereits eingetreten)

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich werden unter www.land-oberoesterreich.gv.at/hydro ab sofort regelmäßig Hochwasserberichte veröffentlicht. Für den Raum Oberösterreich steht außerdem unter der Nummer 0732/1558 ein Tonbanddienst mit den aktuellen Wasserständen und Vorhersagen zur Verfügung.

 

Hochwasser-Situation weiter angespannt – Einsatzkräfte massiv gefordert

Am frühen Nachmittag ist die Zahl der Feuerwehren im Hochwassereinsatz auf 380 angewachsen. Insgesamt 7.600 Freiwillige Helferinnen und Helfer der Feuerwehren  sind bei 814 Einsätzen vor Ort. Auch das Rote Kreuz hat 4.000 von insgesamt 18.000 Mitarbeitern in Bereitschaft. Schwerpunkt der Arbeit des Roten Kreuzes ist derzeit Unterbringung und Betreuung sowie die Verlegung von Kräften zur Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes. In allen Bezirken wurden Krisenstäbe eingerichtet. Das Rote Kreuz Oberösterreich hat Kräfte von "Team Österreich" vorinformiert, sodass die Personalressourcen jederzeit auch durch diese Kräfte aufgestockt werden können. Mit einer Entspannung der Situation ist nach derzeit vorliegenden Informationen nicht zu rechnen.

"Die vergangenen Stunden haben wieder einmal gezeigt, dass das breit aufgestellte Feuerwehrwesen ein Segen für unser Land ist", betonen Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Katastrophenschutzreferent Landesrat Max Hiegelsberger.
„Den vielen helfenden Händen danke ich für ihren unermüdlichen Einsatz im Rahmen der Vorsorge- und Schutzmaßnahmen und bei der Beseitigung von Hochwasserschäden“, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Katastrophenschutz-Landesrat Hiegelsberger verweist auch auf die gute Zusammenarbeit und Koordinationstätigkeit des beim Land Oberösterreich eingerichteten Krisenstabes: "Die Einsatzkräfte arbeiten seit den Nachtstunden unermüdlich um die Situation unter Kontrolle zu halten. Ihren Leistungen gilt unser höchster Respekt und Anerkennung."

Aktueller Situation:
• 814 Hochwassereinsätze der Feuerwehren
• Evakuierungen: Ostermiething (Bezirk Braunau), Baumgartenberg (Bezirk Perg), Abwinden/Luftenberg (Bezirk Perg), Mitterkirchen, (Bezirk Perg), Saxen (Bezirk Perg), Sierning (Bezirk Steyr-Land), Waldneukirchen (Bezirk Steyr-Land), Steyr-Stadt (vor allem im Ortsteil Wehrgraben), Aschach an der Steyr (Bezirk Steyr Land)
• Hangrutschungen: Wohnhaus in Spital am Pyhrn, Evakuierung Landwirtschaftliches Anwesen in Vorderstoder, Oberschlierbach Vermurung der Schiefer Bezirksstraße, Vermurung Einfamilienhaus Maria Neustift
• Zahlreiche Straßensperren in den Bezirken Eferding, Linz-Land (B129 Sperre wegen drohender Hangrutschungen aus dem Kürnbergwald), Rohrbach
• Sperre der Summerauerbahn
• Gosau, Hallstadt und Obertraun nicht mehr erreichbar (Bezirk Gmunden)
• 25 Personen mit Zillen geborgen: Bereich Kronau (Enns),
• Stromausfall in Hallstadt
• Zivilschutzalarm in Schwertberg, Schärding, Steyr-Tal
• Schärding: Panzergrenadierbataillon 13 der Garnison Ried i.I. wird zur Unterstützung noch heute Abend in den Bereich Schärding verlegt

„Die Pegelstände der heimischen Flüsse stehen unter ständiger Beobachtung. Der Hydrografische Dienst des Landes ist rund um die Uhr besetzt und in Bereitschaft“, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Genauso wie Landeshauptmann-Stv. Franz Hiesl sowie Katastrophenschutz-Landesrat Max Hiegelsberger und Landesrat Rudi Anschober sind seit heute früh in den Überschwemmungsgebieten unterwegs.

Die aktuellen Pegelstände (Stand 16:45 Uhr):
• Schärding:    789 cm  (Prognose: 1.030 cm)
• Linz:   760 cm  (Prognose: 890 cm)
• Mauthausen:  805 cm (Prognose: 900 cm)
• Grein:   1.100 cm (Prognose: 1450 cm)
• Steyr-Ortskai:  770 cm (

Landesrat Anschober verweist auf die erfolgreichen Hochwasserschutzmaßnahmen, die gemeinsam mit dem Bund in den vergangenen Jahren verwirklicht wurden: "Seit 2005 arbeiten wir am größten Schutzprogramm der Landesgeschichte. Über 500 Projekte sind bereits fertig gestellt. Bisher greifen die Hochwasserschutzprojekte an vielen Orten. Die vielen Rückhaltebecken füllen sich und verhindern an vielen Orten das Allerschlimmste. Allerdings sind die Schutzmaßnahmen (entsprechend den Bundesvorschriften) im Regelfall - außer wie in Steyr lediglich ein 30jähriger Schutz technisch umsetzbar ist - auf ein hundertjähriges Hochwasser ausgerichtet - nun droht es aber an etlichen Orten innerhalb von zwölf Jahren bereits zum zweiten Mal und wird an manchen Orten sogar überschritten. Die nächsten Stunden werden zeigen, an wie vielen Orten das Schutzniveau überschritten wird. Darüber hinaus sind viele Projekte noch in Bau oder Planung."

Katastrophenfonds des Landes Oberösterreich: Rasche und unbürokratische Hilfe für Betroffene
Während die Hochwasserpegel in Oberösterreich noch steigen, will Landesrat Max Hiegelsberger den Betroffenen Mut machen und sagt den Geschädigten Unterstützung aus dem Katastrophenfonds des Landes Oberösterreich zu. "Der Katastrophenfonds des Landes Oberösterreich hilft rasch und unkompliziert“, betont der zuständige Landesrat. „Es braucht niemand Angst haben, dass er auf der Strecke bleibt. Der Katastrophenfonds ist ein bewährtes und eingespieltes System. Für die Betroffenen wird daher rasch Unterstützung aus dem Katastrophenfonds bereitgestellt“, so der Landesrat weiter.

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer hat zudem bereits mit der zuständigen Bundesministerin für Finanzen, Dr. Maria Fekter Kontakt aufgenommen. Sie hat auch seitens der Bundesregierung eine Mittelaufstockung für die Katastrophenschutzmaßnahmen sowie zur Beseitigung von Infrastrukturschäden zugesagt. "Somit kann das bewährte System der Katastrophenfondsfinanzierung Bund-Länder sofort in Funktion gesetzt werde, damit den Betroffenen rasch geholfen werden kann", so LH Pühringer.

Die Antragstellung erfolgt ausnahmslos über die Gemeindeämter, Stadtämter oder Magistrate, in deren Gebiet der Schaden entstanden ist. Die Anträge liegen dort auf, können aber auch von der Homepage des Landes unter www.land-oberoesterreich.gv.at (Themen > Land- und Forstwirtschaft > Formulare) herunter geladen werden. Gemeinden, Stadtämter oder Magistrate bestätigen den Schaden dem Grunde nach und schicken die Anträge zur Abwicklung an den Katastrophenfonds bei der zuständigen Abteilung Land- und Forstwirtschaft.
Die Gemeinden leiten den Antrag umgehend an den Katastrophenfonds des Landes weiter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katastrophenfonds nehmen nach Einlangen der Anträge Kontakt mit den Antragsstellern auf. Für spezielle Fragen zur Schadensbewältigung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katastrophenfonds innerhalb der Bürozeiten (Montag, Dienstag und Donnerstag von 8.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch von 8.00 bis 13.30 Uhr und Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr) telefonisch zur Verfügung unter der Nummer 0732/ 7720 – 118 08, oder – 118 09, oder - 118 07 bereit. 30 Tage haben die Betroffenen Zeit für die Antragsstellung.

Auf der Homepage des Landes Oberösterreich werden unter www.land-oberoesterreich.gv.at/hydro ab sofort regelmäßig Hochwasserberichte veröffentlicht. Für den Raum Oberösterreich steht außerdem unter der Nummer 0732/1558 ein Tonbanddienst mit den aktuellen Wasserständen und Vorhersagen zur Verfügung.

Hochwasser in Oberösterreich - Aktuelle Situation vom 2. Juni 2013, 12:00 Uhr

288 Freiwillige Feuerwehren waren am Sonntag  12 Uhr  im Hochwasser-Einsatz.

Laut hydrografischem Dienst nähern wir uns bis Dienstag früh den Pegelständen das Jahrhunderthochwasser von 2002. "Die Einsatzkräfte sind oberösterreichweit seit den Nachtstunden im Einsatz. Die Krisenstäbe in den Bezirken sind weitgehend eingerichtet. Gemeinsam mit dem hydrografischen Dienst haben wir die weitere Situation genau im Auge, um schnell handeln zu können, wenn sich die Situation weiter verschärft", berichtet Oberösterreichs Katastrophenschutz-Referent Landesrat Max Hiegelsberger. "Wir erwarten derzeit Wasserstände, die zumindest an das Jahrhunderthochwasser von 2002 heranreichen", so der Landesrat weiter. "Durch umfangreiche Baumaßnahmen im Hochwasserschutz sind große Teile der damals betroffenen Gebiete geschützt. Zu 100 % kann der Schutz vor Überflutungen aber nicht garantiert werden. Daher sind auch von der Bevölkerung in den gefährdeten Gebieten Vorsorgemaßnahmen zu treffen."

 288 Feuerwehren sind mit 5.760 Mann im Einsatz. Bis Sonntag Mittag wurden sie zu 555 Einsätzen gerufen.
 Derzeit laufen Evakuierungen im Bereich Ettenau (Gemeinde Ostermiething, Bez. Braunau), in Mettensdorf (Gemeinde Baumgartenberg, Bez. Perg), in der Stadt Steyr
 Im Steyr-Tal wurde ab der Gemeinde Grünburg flussabwärts Zivilschutzalarm ausgelöst.
 In der Schärdinger Altstadt wurde ebenfalls ein Zivilschutz-Alarm ausgelöst.

 

Aktuelle Pegelstände (Stand 12 Uhr):
 Schärding:  722 cm  (prognostiziert 1000 cm, 2002: 880 cm)
 Linz:    731 cm (prognostiziert 870 cm, 2002: 819 cm)
 Mauthausen:  770 cm (prognostiziert 900 cm, 2002: 880 cm)
 Grein:   1025 cm (prognostiziert 1450 cm, 2002: kein Wert)
 Steyr Ortskai:  754

Beim Krisenstab des Landes Oberösterreich ist man auf eine weitere Verschlimmerung der Situation vorbereitet. Die Höchstpegelstände werden für die kommende Nacht beziehungsweise in Grein bis Dienstag früh erwartet.
Das Bundesheer wurde für einen Alarmfall vorab informiert. Hubschrauber stehen bereit und schweres Bergegerät wurde angefordert.

Aufgrund der kritischen Situation werden die Medien ersucht die Bevölkerung zu informieren und auf nachstehende Vorsorgemaßnahmen hinzuweisen.

Das Land empfiehlt den Menschen in den gefährdeten Gebieten Vorsorgemaßnahmen zu treffen:
• Bringen Sie Dokumente (z.B. Versicherungspolizzen, Pass etc.), Wertgegenstände, Lebensmittel, Wäsche etc. in höher gelegene Räume.
• Schließen Sie Fenster und Türen und verbarrikadieren Sie vor allem jene Türen und Fenster, die gegen die Strömungslinie des Hochwassers gerichtet sind.
• Bei Anstieg des Wassers: Schalten Sie den Strom in überflutungsgefährdeten Bereichen ab.
• Schalten Sie Ihre Heizungsanlage aus und schützen Sie die Anlage.
• Sichern Sie Öltanks, Gas- und Telefonleitungen.
• Wenn Sie selbst pumpen: Beachten Sie unterschiedliche Druckverhältnisse, die zum Eindrücken von Kellerböden und Kellerwänden führen können.
• Verschließen Sie Kanalöffnungen und beschweren Sie diese mit Abdichtungen.
• Helfen Sie Ihren Nachbarn.
• Die Schätzung Ihres Schadens erfolgt durch Sachverständige, die Ihre Arbeit umgehend und koordiniert aufnehmen.

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