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Nachträglicher Lifteinbau bei Wohnhäusern mit mehr als 3 Wohnungen oder Wohnheimen

Gefördert wird die nachträgliche Errichtung eines Liftes bei Wohnhäusern mit mehr als drei Wohnungen

Wer wird gefördert?

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, Wohnungseigentümergemeinschaften, Bauberechtigte

Was wird gefördert?

Nachträglicher Lifteinbau

Wie wird gefördert?

Die Förderung besteht in der Gewährung von 50 prozentigen Annuitätenzuschüssen für die Rückzahlung von Darlehen mit einer Laufzeit von 15 Jahren.
Die Verzinsung des bezuschussten Darlehens darf höchstens 130 Basispunkte über dem 6-Monats-Euribor liegen.
Für Wohnungseigentümergemeinschaften beträgt der Aufschlag zum 6-Monats-Euribor höchstens 150 Basispunkte.
Die Annuitätenzuschüsse werden anlässlich der Förderzusage berechnet und gelten für die gesamte Darlehenslaufzeit in dieser Höhe unverändert. Der dem Annuitätenzuschuss zugrunde liegende Zinssatz ist mit maximal 4 Prozent p.a. begrenzt. Annuitätenzuschüsse können auch für die Eigenmittel einer gemeinnützigen Bauvereinigung bewilligt werden. Werden Eigenmittel einer gemeinnützigen Bauvereinigung eingesetzt, so können diese höchstens mit einem Zinssatz der um einen Prozentpunkt verringerten Sekundärmarktrendite für Bundesanleihen verzinst werden.

Welche allgemeinen Voraussetzungen müssen für die Inanspruchnahme einer Förderung für den nachträglichen Lifteinbau erfüllt sein?

  • Die Höhe der förderbaren Summe (Darlehen), bis zu der Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt  100 Prozent der gesamten Investitionskosten.
  • Von Dritten gewährte Investitionszuschüsse werden von der förderbaren Summe in Abzug gebracht, sodass sich das bezuschusste Darlehen um diesen Anteil verringert.
  • Die Kosten für Elektroinstallation und die Baunebenkosten werden in Höhe von jeweils maximal 5 Prozent der Errichtungskosten anerkannt.
  • Förderbar sind nur solche Sanierungsmaßnahmen, die durch gewerblich befugte Unternehmen durchgeführt oder deren Vornahme durch Materialrechnungen in Höhe von jeweils mindestens 1000 Euro nachgewiesen werden.
  • Die Umsatzsteuer wird nicht gefördert, es sei denn es handelt sich um einen nachträglichen Lifteinbau von Wohnungseigentümergemeinschaften, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind.
  • Bei Eigentumswohnungen ist das bezuschusste Darlehen auf die geförderten Wohnungen aufzuteilen und der Förderungsstelle eine entsprechende Aufstellung nach erfolgter Endabrechnung vorzulegen. Die Anweisung der Annuitätenzuschüsse durch die Förderstelle kann nur in einem Betrag erfolgen, Auszahlungen an einzelne Wohnungseigentümer sind nicht möglich.

Welche Voraussetzungen müssen Eigentümer bzw. Mieter erfüllen?

  • Geförderte Wohnungen sind mit Hauptwohnsitz zu bewohnen.
  • Erfolgt die Antragstellung durch eine natürliche Person, muss diese zu einem der folgenden Personenkreise zählen:
    - österreichischer Staatsbürger oder
    - Staatsbürger eines EWR-Staates.
    - Sonstige Personen können für ihr Objekt eine Förderung nur erhalten, wenn sie gemäß § 6 Abs 9-13 Oö.WFG 1993 in den letzten 5 Jahren 54 Monate lang Einkünfte oder Leistungen in Österreich  bezogen haben und Deutschkenntnisse nachweisen.
    Wird vom Antragsteller eine Wohnung selbst neu bezogen, darf dessen Haushaltseinkommen die Einkommensgrenzen nicht überschreiten.
  • Wird einem Hauseigentümer eine Förderung gewährt, darf eine Neuvermietung oder ein Verkauf nur an natürliche Personen erfolgen, die nachstehende Voraussetzungen erfüllen:
    Der Mieter oder Erwerber einer geförderten Wohnung muss eine förderbare Person im Sinne des § 2 Z. 13 Oö. WFG 1993 sein:
    - der Mieter oder Erwerber muss eigenberechtigt sein und
    - das Einkommen darf bestimmte Einkommensobergrenzen nicht übersteigen.

    Beim Verkauf einer Wohnung im Wohnungseigentum hat der Käufer die Wohnung selbst zu beziehen.

    Weiters müssen Mieter oder Erwerber zu einem der folgenden Personenkreise zählen:
    - österreichischer Staatsbürger oder
    - Staatsbürger eines EWR-Staates oder
    - Besitz des Aufenthaltstitels „Daueraufenthalt-EU“.
    - Sonstige Personen dürfen ein gefördertes Objekt nur anmieten oder erwerben, wenn   sie gemäß § 6 Abs. 9 – 13 Oö.WFG 1993 in den letzten 5 Jahren 54 Monate lang Einkünfte oder Leistungen in Österreich bezogen haben und Deutschkenntnisse nachweisen.

 (nähere Erläuterungen zu den Voraussetzungen finden Sie unter "Begriffe zum Thema Wohnen").

  • Wird durch eine bestehende Wohnungseigentümergemeinschaft eine Förderung beantragt, ist lediglich die Bewohnung mit Hauptwohnsitz durch einen eigenberechtigten Wohnungseigentümer oder Mieter nachzuweisen. Vom Mieter sind keine Einkommensnachweise vorzulegen und gelten die Bestimmungen gemäß § 6 Abs. 9 – 13 Oö. WFG 1993 nicht.
  • Wird eine Wohnung zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr für Wohnzwecke genützt, so ist dies zu melden.

  • Eine Förderung kann nur dann gewährt werden, wenn bei Neubezug einer sanierten Wohnung die bisherige Eigentumswohnung bzw. das Eigenheim nachweislich weitervermietet oder die Wohnung verkauft wird. An der bisherigen Wohnung darf kein Nebenwohnsitz bestehen bleiben.

  • Ehepaare und eingetragene Paare müssen den selben Hauptwohnsitz haben.

Die Ökologischen Mindestkriterien und Berechnungshinweise gemäß der Oö. Wohnhaussanierungs-Verordnung 2012 sind einzuhalten.

Mit der Bauausführung darf vor Annahme der Zusicherung (Schreiben der Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung) nicht begonnen werden.

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung zu richten.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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