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Landeskorrespondenz Nr. 247 vom 29. Dezember 2011

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LH Pühringer zur Frage Bezirksgerichte: Sind zu sinnvollen Reformen bereit

Vorlage muss vom Bund kommen – dann wird sich Land Oberösterreich äußern

 

(LK) "Wir sind zu sinnvollen Gesprächen über eine Reform der Gerichtssprengel bereit", erklärte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer zur Diskussion über eine Neuordnung der Gerichtssprengel in Oberösterreich.

 

Zunächst ist es aber Aufgabe der Bundesregierung, eine Verordnung vorzulegen, wie die Gerichtssprengel in Oberösterreich eingeteilt werden sollen.

 

"Oberösterreich wird kein prinzipieller Verhinderer von Reformen sein, für sinnvolle Gespräche sind aber erst noch Grundlagendaten notwendig." Diese Grundlagendaten sollen aus Sicht Pühringers folgende Elemente enthalten:

  • Anzahl der Urteile
  • Größe des Einzugsgebiets
  • Entfernung zum nächsten Bezirksgericht
  • Anzahl der angestellten Richter und Mitarbeiter
  • besondere Umstände und Erfordernisse

"Nach Vorliegen dieser umfassenden Darstellung kann ein weiterer Diskussionsprozess geführt werden", so Pühringer.

Raumordnungsverfahren ergibt grünes Licht für fünf Windräder in Munderfing

Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl: "Klare Verhältnisse für Windkraft-Nutzung im Kobernaußerwald geschaffen"

 

(LK) Mit Bescheid vom 28. Dezember hat die Abteilung Raumordnung des Landes Oberösterreich eine von der Gemeinde Munderfing beantragte Flächenwidmungsplan-Änderung genehmigt. "Das bedeutet, dass die Sonderwidmung für eine Windkraftanlage im Grünland möglich ist und daher die beantragten fünf Windräder aus raumordnungsfachlicher Sicht errichtet werden können", informiert Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl, der auch für Raumordnung zuständig ist. "Weiters liegt noch ein Ansuchen für die Umwidmung eines weiteren Windrad-Standortes vor. Hier ist die Umwidmung aus Sicht der Raumordnung im Rahmen der Interessenabwägung ebenfalls genehmigungsfähig. Wenn die Gemeinde Munderfing in ihrer nächsten Gemeinderatssitzung einen entsprechenden Antrag beschließt, ist auch dafür ein positiver Bescheid zu erwarten."

 

Die Gemeinde Munderfing hatte ursprünglich neun Windräder im Rahmen des Windparks Silventus gemeinsam mit drei weiteren Gemeinden geplant. In diesem Fall wurde die Widmung aufgrund naturschutzrechtlicher Bedenken versagt. Nun wurden neue Planunterlagen für 5 Windkraftanlagen mit 135 Meter Nabenhöhe eingereicht. Diesem Einzelprojekt attestierte der Landesbeauftragte für Natur- und Landschaftsschutz eine deutlich geringe Problematik, weshalb die ursprünglichen Versagungsgründe nicht mehr in diesem Ausmaß aufrecht sind und daher ein positiver Bescheid erlassen werden konnte.

Beschäftigungsmotor Green Jobs braucht Förderinstrumente zur gezielten Aus- und Weiterbildung

Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl: "Qualifikation ist entscheidender Faktor für den Erfolg auf dem Weltmarkt"

 

(LK). Mit mehr als 36.000 Beschäftigten und einem Umsatz in Höhe von rund 7 Milliarden Euro zählt die oö. Ökoenergie- und Umwelttechnik-Branche zu den Wachstumstreibern bei Export und Beschäftigung. Um die heimische Wirtschaft auf diesem Wachstumspfad zu begleiten, wird aktuell ein Ökojob-Fachkräfteprogramm ausgearbeitet, das kurz vor der Finalisierung steht. "Darin zeigt sich, dass die Qualifikation der Mitarbeiter/innen der bestimmende Faktor für den künftigen Erfolg der Unternehmen ist", informiert Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl. "Im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik haben wir daher Instrumente entwickelt, die den Oberösterreicher/innen zukunftsträchtige Berufsbilder bieten und gleichzeitig den Unternehmen punktgenau qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stellen."

 

Der globale Markt für umweltrelevante Produkte wird sich bis 2020 verdoppeln. Damit die heimische Wirtschaft von dieser Entwicklung profitieren und seine Technologieführerschaft ausbauen kann, brauchen die Mitarbeiter/innen gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, nicht nur in der Ökoenergie- und Umwelttechnologie, sondern auch in Bereichen wie Elektromobilität, green-IT oder nachhaltiger Tourismus.
Mit Implacementstiftungen und Arbeitsplatznaher Qualifizierung stellen Land und AMS OÖ allen oberösterreichischen Unternehmen mit bedeutsamem Personalbedarf im Bereich Green Jobs ein Instrument zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter/innen zur Verfügung, die entsprechend den betrieblichen Erfordernissen qualifiziert werden.
Umgekehrt bieten diese Förderinstrumente Arbeitsuchenden die Möglichkeit, eine Qualifizierung im Bereich der Green Jobs mit gesichertem Einstieg nach der Ausbildung zu absolvieren.

 

Den Unternehmen wird die Chance geboten, bildungswillige Arbeitsuchende auf die Bedürfnisse der Betriebe hin zu qualifizieren, dies gilt für Gesamt- und Zusatzausbildungen im Bereich der Öko-Jobs. "Eine aktuelle Studie, die im Zuge des Ökojob-Fachkräfteprogramms erarbeitet wurde, geht für das Jahr 2020 von rund 115.000 Ökojobs aus. Mit unseren gezielten Förderinstrumenten können wir Fachkräfte ausbilden und qualifizieren und den Unternehmen helfen, dieses Potenzial auszuschöpfen", ist Sigl überzeugt.

Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche 2011 in Oberösterreich weiter verbessert! Bezirkshauptmannschaften sind bürgernahe Servicestellen in allen Regionen unseres Landes

(LK) Eine besonders erfreuliche Bilanz kann Oberösterreich über das heurige "Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit" ziehen, denn der Oö. Landtag und die Oö. Landesregierung haben sich 2011 intensiv mit dem Thema Ehrenamt beschäftigt. Neben vielen Veranstaltungen und Ehrungen konnten auch konkrete Verbesserungen der Rahmenbedingungen für ehrenamtlich Tätige in Oberösterreich umgesetzt werden, stellt Oö. Landtagspräsident Friedrich Bernhofer fest.
Auf Basis eines Landtagsbeschlusses wurde an den Bürgerservicestellen bei den Bezirkshauptmannschaften, im Landesdienstleistungszentrum (LDZ) und im Landhaus der "Treffpunkt Ehrenamt" eingerichtet, welcher als Anlaufstelle für Vereine und Ehrenamtliche dient. Ein umfassendes Informationsangebot finden Funktionäre und Interessierte auch im Internet unter www.treffpunkt-ehrenamt.at. In den Bezirkshauptmannschaften nehmen sich weitgehend die Bezirkshauptleute persönlich der Verantwortlichen der Vereine und Körperschaften an. Für Bernhofer wieder eine Bestätigung mehr, wie wichtig unsere Bezirkshauptmannschaften als Bürger-Servicestellen in allen Regionen Oberösterreichs sind.
Im Bereich des Versicherungsschutzes konnte gemeinsam mit der Oberösterreichischen Versicherung eine Lücke geschlossen werden: Nicht organisierte Freiwilligenarbeit und ehrenamtliches Engagement außerhalb großer Hilfsorganisationen waren bisher in den wenigsten Fällen abgesichert. Seit 1. Juli kann nun auch allen übrigen Vereinsmitgliedern, Initiativen, losen Selbsthilfegruppen und auch Einzelpersonen ein Haftpflichtschutz und eine Unfallversicherung zur Verfügung gestellt werden. Die OÖ. Versicherung trägt die Prämien für ein Jahr; anschließend werden die Kosten vom Land Oberösterreich übernommen.

 

"Vor allem diese beiden Anliegen wurden im Rahmen meiner Ehrenamts-Tour durch alle Bezirke im Vorjahr immer wieder an mich heran getragen. Es war ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und Unterstützung, dass diese Verbesserungen im heurigen "Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit" verwirklicht wurden," freut sich Bernhofer.

 

Um symbolisch Danke zu sagen, hat Landtagspräsident Bernhofer heuer außerdem gezielt die Bezirkshauptleute mit ihren Bezirksobleuten von Vereinen und Körperschaften sowie die Bürgermeister mit ihren Ortsobleuten ins Landhaus eingeladen. "Es freut mich, dass viele Ehrenamtliche meiner Einladung gefolgt sind und ich mich persönlich und im Namen des Oö. Landtages bei diesen engagierten Menschen für Ihren Einsatz bedanken konnte. Sie erbringen enorme Leistungen für die Allgemeinheit, die weder Gemeinden, noch Länder oder der Bund in diesem Ausmaß durch Hauptamtliche finanziell abgelten könnten," so Bernhofer.

Lawinenlagebericht des Amtes der Oö. Landesregierung vom 29. Dezember 2011

(LK) Heute Donnerstag ist es im Bergland stark bewölkt und es schneit etwas. Die Temperaturen gehen weiter zurück, in 1.500 m Höhe hat es minus 4 Grad und in 2.000 m Höhe minus 8 Grad. Der Wind aus Nordwest legt zu und wird stark bis stürmisch. Morgen Freitag ist es weiterhin stark bewölkt und es schneit bei starkem bis stürmischem Wind um Nordwest. In 1.500 m Höhe hat es minus 5 Grad und in 2.000 m Höhe minus 9 Grad.

 

Schneedeckenaufbau:
Die Schneedecke ist gesetzt und gewinnt mit der Abkühlung zusätzlich an Festigkeit. Oberflächig hat sich je nach Höhenlage und Exposition ein sonnseitig meist auch tragfähiger Harschdeckel gebildet. In schattseitigen Hochlagen ist die Schneeoberfläche noch locker und pulvrig. Vor allem in den Hochlagen befinden sich vereinzelt noch ältere Triebschneeablagerungen. Die Altschneedecke enthält vor allem in den mittleren Höhenlagen eine durch Regen (23.12.) gebildete Harschschicht und kleinräumig noch vereinzelt Schwachschichten. Die Schneedecke ist stark windbeeinflusst. Rücken und Grate sind oft abgeweht. In den tiefen Lagen liegt nur sehr wenig Schnee.

 

Gefahrenbeurteilung:
Die Lawinengefahr wird noch als mäßig, unter der Waldgrenze als gering eingestuft. Vor allem in den höheren Lagen sind noch ältere Triebschneeablagerungen nordost- über ost- bis südostseitig lokal zu beachten. In steilen kammnahen Bereichen sowie in steilen verfüllten Mulden und Rinnen befinden sich noch einzelne Gefahrenstellen. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung möglich. Mit dem Neuschnee und dem stürmischem Wind nimmt die Anzahl der Gefahrenstellen zu.

 

Gefahrenbeurteilung nach der fünfteiligen europäischen Lawinengefahrenskala

  • Gefahrenstufe: 1-2
  • Tendenz: Mit dem Neuschnee und stürmischem Wind Anstieg der Lawinengefahr.
     

Europäische Lawinengefahrenskala:
1 gering
2 mäßig
3 erheblich
4 groß
5 sehr groß

 

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Auf der Landeshomepage finden Sie den Amtlichen Lawinenwarndienst unter der Internetadresse: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/lawinenwarndienst

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