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Landeskorrespondenz Nr. 137 vom 16. Juni 2006


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Landeskorrespondenz:

Pressekonferenzen:

Presseinformation:


Landeshauptmann Pühringer: "Lesen statt Warten" in Landesmusikschulen erfolgreich gestartet

(LK) Kinder und Jugendliche zum Lesen zu animieren und für das Lesen zu begeistern, das ist das Ziel der im Herbst 2005 gestarteten Leseoffensive des Landes Oberösterreich. Ein zentraler Punkt dabei sind die Landesmusikschulen: Rund 54.000 Schülerinnen und Schüler gehen ein und aus, verbringen hier einen Teil ihrer Freizeit. Dies ist Anlass für die Landeskulturdirektion, in den Landesmusikschulen einen besonderen Akzent am Gebiet der Literaturvermittlung für junge Menschen zu setzen: "Unter dem Motto "Lesen statt warten" werden in den Musikschulen des Landes barrierefreie, unkomplizierte Zugänge zur Literatur und zum Lesen angeboten. An gemütlich eingerichteten Plätzen werden Bücher zum Lesen aufgelegt. Kinder, Jugendliche und deren Begleitpersonen können Wartezeiten mit Schmökern verbringen", erklärt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Kern dieser Aktion ist es, Kindern und Jugendlichen zu signalisieren, dass Bücher ein Teil unserer Alltagskultur sind, so Pühringer.

 

"Lesen statt Warten" geht zudem eine Symbiose mit der Förderung von oberösterreichischer Literatur und Verlagen ein. Ein wesentlicher Teil der Literaturförderung des Landes, vor allem im Bereich Kinder- und Jugendbuch, besteht im regelmäßigen Ankauf von Büchern. Mit diesem Bestand, der laufend ergänzt wird, werden nun die "Lesen statt Warten"-Lesezonen in den Musikschulen ausgestattet.

 

In den ersten bereits eingerichteten Plätzen, Nischen und Ecken in den Musikschulen  Münzkirchen, Niederneukirchen, Ostermiething und Windischgarsten wird das Angebot begeistert angenommen. Es ist gelungen, Wartezeiten für Kinder, Jugendliche und Eltern sinnvoll und entspannt in einer lesefreundlichen Atmosphäre zu gestalten. Eine Ausweitung des Projektes auf weitere Landesmusikschulen ist bereits in Vorbereitung.



Dr. Elisabeth Mayr-Kern (+43 732) 77 20-154 91

Baustellenmanagment: Wichtige Baustellen im Stadtgebiet von Linz

LH.-Stv. Hiesl: Ablauf der Baustellen wurde koordiniert, Bauarbeiten
werden so weit wie möglich in den Nachtstunden durchgeführt!

 

(LK) Seit dem heurigen Jahr werden größere Baustellen in Oberösterreich durch das Baustellenmanagement des Landes koordiniert. Insgesamt wird es 4 größere Baustellen im Stadtgebiet von Linz geben, informiert heute Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl. Die Dauer der Baustellen konnte massiv verkürzt werden, außerdem werden die Bauarbeiten großteils in den Nachtstunden durchgeführt werden. Damit wollen wir die Verkehrsbeeinträchtigungen so gering wie möglich halten, zeigt Hiesl auf.


B 126 Leonfeldener Straße: 19. Juni 2006 bis 25. Juni 2006
von km 1,2 bis km 2,1; stadteinwärts führende Fahrtrichtung;
von Kreuzung mit der Kepler Straße bis zur Gründberg Straße (Harbach/Gründberg)
Um die Verkehrsbehinderungen so gering als möglich zu halten, werden die Hauptbauarbeiten (Fräs- und bituminöse Arbeiten) während den Nachtstunden ausgeführt.

 

B 129 Eferdinger Straße: 26. Juni 2006 bis 9. Juli 2006
von km 0,550 bis km 1,215;
Obere Donaulände von der Nibelungenbrücke bis ca. 100 m nach dem Römerbergtunnel
Um die Verkehrsbehinderungen so gering als möglich zu halten, werden die Hauptbauarbeiten (Fräs- und bituminöse Arbeiten) während den Nachtstunden ausgeführt.


A7 Mühlkreis Autobahn: 10. Juli 2006 bis 12. August 2006
Von der Prinz Eugen Straße bis zur Hafenstraße werden beide Richtungsfahrbahnen saniert.

 

B1 Wiener Straße: 10. Juli 2006 bis 10. September 2006
bei km 188,100
Sanierung der Bahnbrücke Wegscheid (Pyhrnbahnbrücke)
Bauarbeiten im Fahrbahnbereich in der Ferienzeit. In diesem Zeitraum ist in jeder Fahrtrichtung eine Fahrspur gesperrt !!



Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Spielerisch und spannend die Natur kennen lernen

In Ferienkursen der Naturschutzabteilung lernen Kinder die Natur ihrer Heimatgemeinde kennen und schätzen


(LK) Die Naturerlebnis-Ferienwoche "Leben wie unsere Vorfahren" im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg. Naturschutzreferent LH-Stv. Erich Haider: "Kinder eine Woche für die Natur zu begeistern, setzt ein interessantes Angebot und gutes Konzept voraus. Ausgebildete Natur- und Landschaftsführer/innen in Ihrer Gemeinde gerne werden das Ferienerlebnis für Ihren Nachwuchs organisieren."

 

Die Ziele

  • ein interessantes, sinnvolles Ferienangebot bieten
  • Naturbegegnung und Gruppenerlebnis erfahren
  • neues im Ort kennen lernen
  • Fantasie und Kreativität anregen und fördern

Das Angebot

  • Eine Woche Naturerlebnis (fünf aufeinanderfolgende Tage, jeweils 08:30 bis 13:00 Uhr) mit einer Gruppe von max. 12 Kindern im Alter von 9 bis 12 Jahren unter der Leitung eines/r Naturführers/in.
  • Bei Schlechtwetter ist eine entsprechende Ausrüstung mitzubringen oder es wird ein Quartier vorab organisiert.
  • Eine Nächtigung vor Ort ist nicht vorgesehen. Die Kinder müssen zum Aktionsort gebracht und dort wieder abgeholt werden.

Die Kosten
Je Kind sind pro Woche Teilnehmergebühren in der Höhe von 25 Euro für das Programm zu entrichten; das gemeinsame Essen wird extra verrechnet.

 

Gemeinden, in denen die Kurse bereits organisiert werden

Ampflwang
Aschach/Steyr
Attnang
Frankenburg
Hartkirchen
Kematen/Krems
Lembach
Leopoldschlag
Liebenau
Neukirchen/Enknach
Ottnang
Regau
Schwanenstadt
St. Johann /Walde
Traunkirchen
Ungenach
Vöcklabruck
Waizenkirchen
Windischgarsten
Zell am Pettenfirst

 

Information

 

Verein Natur- und Landschaftsführer
Oberösterreich
"Wir vermitteln Natur"
Obmann Dipl.-Ing. Dr. Wilhelm von Zitzewitz
Emil-Futter-Straße 24 a
4040 Linz
(+43 732) 73 20 27
(+43 676) 55 24 320
(+43 732) 70 14 24
verein-naturfuehrer@utanet.at
Icon Externer Link www.verein-naturfuehrer.at/
 

Naturschutzreferent Erich Haider: "Wir sind überzeugt, mit diesem Projekt ein attraktives Angebot für die Kleinen in Ihrer Heimatgemeinde bieten zu können. Spielerisch und spannend die Natur kennen zu lernen, das ist das Ziel."



Dr. Hendrik Schanovsky (+43 732) 77 20-140 54

LH-Stv. Haider: "21 Millionen Euro für die Weiterbildung"

60.000 Antäge beim Bildungskonto in den letzten drei Jahren

 

(LK) Landeshauptmann-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider: "In den letzten drei Jahren wurden etwa 60.000 Förderanträge bearbeitet und eine Fördersumme von insgesamt über 21 Mio. Euro ausbezahlt. Das Bildungskonto wurde in dieser Zeit von Frauen signifikant öfter genutzt."

 

Nachdem zuletzt im Juli 2002 das Oö. Bildungskonto auch für Maturant/innen zugänglich gemacht wurde, konnte in den darauf folgenden Jahren folgende wesentliche Verbesserungen der Förderrichtlinien durchgesetzt werden:

 

Verbesserte Förderrichtlinien

 

  • Absenkung der Altersgrenze für erhöhte Förderungen um fünf Jahre: Ohne Rücksicht auf die schulische Qualifikation werden nunmehr Personen besonders unterstützt, die älter als 40 Jahre sind. Die Förderungshöhe kann für diesen Personenkreis  - anstelle der sonst üblichen 50 % - bis zu 80 % der anfallenden Kurskosten ausmachen.
  • Berücksichtigung der Ein-Personen-Unternehmer/innen: Aufgrund vergleichbarer sozialer Lagen werden nun auch Unternehmer/innen, die über keinerlei Mitarbeiter/innen verfügen, unterstützt.
  • Erweiterung der förderbaren Personen um den Kreis der Krankenpflegerschüler/innen: Krankenpflegeschüler/innen können während ihrer Ausbildung für allfällige Zusatzausbildungen finanzielle Unterstützung erwarten.

 

LH-Stv. Erich Haider. "Permanente Verbesserungen der Förderbedingungen sind unser wichtigstes Ziel. In einem nächsten Schritt sollen die konkret die maximalen Fördersätze des Bildungskontos angehoben werden."



Dr. Hendrik Schanovsky (+43 732) 77 20-140 54

Oberösterreich besucht EU-Beitrittsland Rumänien

Europa- und Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl sowie der EU-Ausschuss des Landtages vom 11. bis 15. Juni auf Informationsreise in Rumänien

(LK) Bereits vor dem offiziellen EU-Beitritt führte der EU-Ausschuss des Oö. Landtages mit Europa- und Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl vom 11. bis 15. Juni 2006 eine Informationsreise nach Rumänien durch. In der Hauptstadt Bukarest fanden detaillierte Gespräche im Parlament, bei Wirtschaftsminister Iuliu Winkler, in den Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt, Bildung und Forschung sowie Tourismus  statt. Dabei konnte man sich vor Ort über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse Rumäniens ein Bild machen und Kooperationsmöglichkeiten besprechen.

 

Die österreichische Wirtschaft ist in Rumänien bereits mit 4.000 Firmen vertreten und  mit 8 Milliarden Euro Nr. 1-Investor. Die Erweiterung unserer Absatzmärkte bewirkte beispielsweise im Jahr 2005 ein Exportwachstum von mehr als 15 %. So wurden Waren im Wert von 1.427 Mio. Euro nach Rumänien exportiert und für 727 Mio. Euro importiert, was zu einem Handelsbilanzüberschuss von 700 Mio. Euro führte. Beinahe in allen Bereichen ist für oberösterreichische Firmen ein großes Potential vorhanden. Durch diese Tatsache werden Arbeitsplätze in Oberösterreich und Rumänien nachhaltig gesichert.

 

Zwei Oberösterreich-Häuser für rumänische Hochwassergeschädigte

In Vertretung des Landeshauptmannes Dr. Josef Pühringer überreichte Landesrat Viktor Sigl  den Beitrag des Landes Oberösterreich an die Hochwassergeschädigten vom April 2006 in Höhe von 10.000 Euro an Projektleiterin Sozialattachee Dr. Barbara Wiebke-Schöfnagel. Mit diesem Beitrag können zwei Holzblockhäuser des Österreich-Dorfes von den Betroffenen selbst und ehrenamtlichen Helfern 65 km südlich von Bukarest errichtet werden.


Übergabe des Beitrages des Landes Oberösterreich

Foto von der Übergabe des  Beitrages des Landes Oberösterreich:

 

Im Bild von links nach rechts (Foto: Land OÖ):
EU-Ausschussobmann Wolfgang Schürrer, Klubobmann Mag. Günther Steinkellner, LAbg. Maria Wageneder, Botschafter Dr. Christian Zeileissen, Sozialattachee Dr. Schöfnagel, Landesrat Viktor Sigl, Klubobmann Dr. Karl Frais und Zweite Landtagspräsidentin Gerda Weichsler. 

 

Landtagsklubs spenden für Straßenkinderprojekt und Obdachlosenheim

Gemeinsam spendeten die vier Landtagsfraktionen bei einem Besuch von Sozialeinrichtungen in Hermannstadt für ein Straßenkinderprojekt und ein Obdachlosenheim jeweils 750 Euro. Da Hermannstadt im Jahre 2007 und Linz 2009 Europäische Kulturhauptstadt ist, wollte man sich beim Gespräch mit Kreishauptmann Dr. Bottesch neben den wirtschaftlichen Möglichkeiten auch über die geplanten kulturellen Aktivitäten Sibius erkundigen. Der Besuch der Landlerdörfer und einer Tourismuseinrichtung im Karpatengebirge rundete das Programm  und  das Gesamtbild über Rumänien ab.

 



Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02

Oberösterreichs Wald bringt Vielfachnutzen

LR Stockinger: Unser Wälder sind die Energiebatterie des Landes

 

(LK) Oberösterreich ist ein Waldland. Alle 7 Sekunden wächst ein Kubikmeter Holz in Oberösterreich dazu. "Dieses Potenzial wollen wir verstärkt nutzen", sagt Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger. Derzeit werden nur 50 % des Holzzuwachses genutzt. Bis zum Jahr 2015 sollen mindestens 80 % des Holzzuwachses zur Energieversorgung eingesetzt werden, wodurch dann 120 Millionen Liter Erdöl ersetzt werden können. Stockinger: "Mit heimischer klimaschonender Biomasse stehen wir an einer Energiewende. Der Einsatz von Holz für Wärme und zur Stromgewinnung macht unser Land energiepolitisch unabhängiger." Bereits in jeder 2. Gemeinde ist eine Nahwärme-Anlage in Betrieb. Zusammen mit den knapp 17.000 Einzelheizanlagen in den Privathaushalten (Hackschnitzel und Pellets) werden bereits 1,1 Millionen Schüttraummeter Energieholz eingesetzt und dadurch in Oberösterreich 80 Millionen Liter Erdöl ersetzt. Darauf weist Agrar-Landesrat Stockinger zur Woche des Waldes (19. - 24. Juni 2006) hin. "Oberösterreichs Wald ist mit seinem Vielfachnutzen ein echter Glücksbringer: neben Energie- und Baustofflieferant sorgt unser Wald auch für die Luftreinhaltung und Wasserspeicherung und dient auf den markierten Wegen als Erholungsgebiet", sagt Landesrat Stockinger.

 

Zur Absicherung der Nachhaltigkeit wird Landesrat Stockinger in der Woche des Waldes die von Landwirtschaftsminister Josef Pröll ausgearbeitete Waldcharta unterzeichnen. Darin ist in 11 Punkten festgehalten, wie die nachhaltige Waldnutzung umgesetzt werden kann.  Die Unterzeichung erfolgt am 20. Juni 2006.



Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17

LR Stöger: Familäre Betreuungsmöglichkeit für Haustiere druch Urlaubstauschbörse

(LK) Bereits zum vierten Mal gibt es heuer die bewährte Aktion "Nimmst du mein Tier, nehm' ich dein Tier". Ist es nicht möglich sein Tier im Urlaub mitzunehmen, wird auf diese Weise in der Urlaubszeit eine ideale Betreuungsmöglichkeit für Haustiere geboten. "Ich ersuche aber nicht nur die Haustierbesitzer, sondern auch alle tierliebenden Menschen, sich an dieser bewährten Urlaubsaktion zu beteiligen", appelliert Tierschutz-Landesrätin Dr. Silvia Stöger.


Personen mit Haustieren, die ihre Lieblinge nicht in den Urlaub mitnehmen können und nicht in eine Tierpension geben wollen, geben bei den an der Aktion teilnehmenden Tierschutzorganisationen ihre Adresse und den Zeitraum für die gewünschte Betreuung bekannt. Die Tierschutzorganisationen verwalten die Adressen und geben sie an Interessierte weiter. Durch diese Vermittlung soll ermöglicht werden, dass sich Tierbesitzer finden, die während der Urlaubszeit Haustiere in Betreuung nehmen.


Die Betreuung sollte kostenlos sein, ausgenommen Futter- und eventuelle Tierarztkosten. "Der Idealfall wäre, wenn der Betreuungstausch der Haustiere auf Gegenseitigkeit beruhen könnte und die Haustiere in einen Familienverband integriert werden", betont Landesrätin Stöger. Die vergangenen Jahre haben allerdings gezeigt, dass sich auch Nichttierbesitzer an der Aktion beteiligten. So waren einige dabei, deren Tier bereits verstorben war und die sich aus Altersgründen kein Tier mehr auf Dauer ins Haus holen wollten. Gewerbsmäßige Tierpensionen werden nicht vermittelt!

 

An der Aktion beteiligen sich folgende Tierschutzorganisationen:
OÖ. Landestierschutzverein für die Bezirke Linz-Stadt, Linz-Land, Eferding Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Freistadt, Perg, Steyr-Stadt und Steyr-Land.
Welser Tierschutzverein für die Bezirke Wels-Stadt, Wels-Land und Grieskirchen.
Tierschutzzentrum Lochen für die Bezirke Braunau, Ried, Schärding u. Vöcklabruck
Tierschutzverein Franz von Assisi für den Bezirk Gmunden
Tierparadies Schabenreith für den Bezirk Kirchdorf

 

Als zentrale Vermittlungsstelle fungiert die Polizeiabteilung des Amtes der Oö. Landesregierung, wo bis Mitte September an Wochentagen von 09:00 bis 13:00 Uhr eine Service-Hotline mit der Telefonnummer (+43 732) 77 20-143 20 zur Verfügung steht.



Walter Walch (+43 732) 77 20-111 26

Sprechtage für die Woche vom 19. bis 23. Juni 2006

  • Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
    nur gegen Voranmeldung, Dienstag, 20. Juni 2006, 08:00 Uhr bis 9:45 Uhr
    (+43 732) 116 24, Landhaus
  • Landesrat Dr. Josef Stockinger
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 11, Landhaus
  • Landesrat Josef Ackerl
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-151 10, Altstadt 30
  • Landesrätin Dr. Silvia Stöger
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 20, Altstadt 30
  • Landtagspräsidentin Angela Orthner
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 56, Landhaus
  • 2. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 52, Landhaus
  • 3. Landtagspräsidentin Doris Eisenriegler
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732 ) 77 20- 111 54, Landhaus


Daniela Weixler (+43 732) 77 20-114 16

Termine der Beratungsstellen

Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA

 

(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen.
Vertraulich und kostenlos.
KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft, Tel: (+43 732) 77 97 77
Icon Externer Link www.kija.at, e-mail: kija@ooe.gv.at, 4021 Linz, Promendade 37
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, von 10:00 - 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 - 16:00 Uhr.

 

Oö. Patienten- und Pflegevertretung

 

(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-142 15, ist am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 07:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 07:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab. 

 

EU-Auskünfte

 

(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel. (+43 732) 77 20-140 20, Fax: (+43 732) 77 20-140 22.

 

Therapiezentrum Traun für Medikamenten- und Alkoholabhängige

 

(LK) Das Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer (+43 7229) 644 36-36 erbeten. 

 
OÖ. Energiesparverband

 

(LK) Produktunabhängige Energieberatung für Haushalte, Unternehmen und Gemeinden erhalten Sie beim OÖ. Energiesparverband.
Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr,
Landstraße 45, 4020 Linz
Energiesparhotline:
(+43) 800 205 206 oder (+43 732) 77 20-148 60
office@esv.or.at, Icon Externer Linkwww.energiesparverband.at

 

Reisemedizinische Beratungsstelle

 

(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: (+43 732) 77 20-141 07.

 

Oö. Schulservice

 

(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag bis Freitag Elisabeth Messner, Tel. (+43 732) 70 71-91 21, und Mag. Gertraud Schwarzmair, Tel. (+43 732) 70 71-91 22.
 
Zivildienst-Beratung

 

(LK) Beratungen und aktuelle Infos für künftige und aktive Zivildienstleistende sowie Zivildiensteinrichtungen in Linz, Amt der Oö. Landesregierung, LandesJugendReferat, Bahnhofplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-152 65. Beratungen finden montags von 14:00 - 17:00 Uhr statt.

 
Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Montag, 19. Juni 2006, in der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen, Manglburg 14, 4710 Grieskirchen, von 09:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 08:00 bis 12:00 Uhr, im Bezirk Linz-Land, Landesdienstleistungszentrum, Kärntnerstraße 1, von 08:30 bis 12:30 Uhr; im Bezirk Schärding, Bezirksaltenheim Schärding, Tummelplatzstraße 7, von 08:00 bis 13:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Freistadt, Promenade 5, von 08:30 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Ried, Parkgasse 1, von 08:00 bis 13:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Stadtplatz 1 (Sparkassengebäude, 3. Stock), von 08:00 bis 12:00 Uhr statt.

 

Therapeutische Zusammenkunft von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige findet am Montag, 19. Juni 2006, für den Bezirk Gmunden ab 19:00 Uhr (Führerscheingruppe), im Gebäude des Roten Kreuzes, statt.
 

Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried

 

(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried im Innkreis., Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:

 

Elternsprechstunde:

  • jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361

Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:

  • jeden 3. Dienstag im Monat von 09:30 bis 11:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361


Antidiskriminierungsstelle des Landes

 

(LK) Der Aufgabenbereich der Antidiskriminierungsstelle erstreckt sich auf alle Angelegenheiten des Landes, der Städte und der Gemeinden, sofern diese Angelegenheiten in die Gesetzgebungskompetenz des Landes fallen. Aufgabe der Antidiskriminierungsstelle ist unter anderem die Förderung und die Verwirklichung der Gleichbehandlung.
Personen, die diskriminiert oder belästigt werden, wurden oder dies vermuten können sich zur Wahrung ihrer Rechte kostenlos anonym und vertraulich an die Antidiskriminierungsstelle des Landes wenden:
Antidiskriminierungsstelle beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Amtsgebäude Landhaus/Eingang Klosterstraße 7
EG, Zimmer 7
4021 Linz
Tel.: (+43 732) 77 20-114 46
Fax.: (+43 732) 77 20-116 21
E-Mail: as.post@ooe.gv.at

 

Mo, Di, Do: 09:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Mi, Fr: 09:00 - 12:00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung
Um Voranmeldung wird gebeten!

 

 





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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer,

Bgm. Dr. Franz Dobusch,

Vize-Bgm. Dr. Erich Watzl,

Generaldir. Dr. Ludwig Scharinger

und

Vizerektor o.Univ.-Prof. DDr.h.c. Friedrich Schneider
(Johannes Kepler Universität Linz)


am 16. Juni 2006 zum Thema

"Volkswirtschaftliche Analyse des neuen Musiktheaters in Linz"


Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07



Inhalt der Studie


Ziel der Studie ist eine volkswirtschaftliche Analyse der Umwegrentabilität des neuen Musiktheaters und eine Erhebung der Bereitschaft sowohl der Bevölkerung als auch der (Groß-) Unternehmen, für den Betrieb des neuen Hauses zusätzliche Steuermittel zu Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse der Studie beruhen auf zwei repräsentativen Befragungen des market Marktforschungsinstituts der oö Bevölkerung ab 18 Jahren (n = 1.500) einerseits und der (Groß-) Unternehmen in (n = 201) andererseits (06/07 2005). Folgende Themen werden behandelt:


1. Erhebung der Einstellung und Wertschätzung der Bevölkerung und der (Groß ) Unternehmen zum neuen Musiktheater.

 

2. Ermittlung der Argumente für ein Musiktheater sowie der Anforderungen bzw. Wünsche der Bevölkerung und der (Groß-) Unternehmen an ein solches Musiktheater.

 

3. Untersuchung der derzeitigen Besuchshäufigkeit von Musiktheater-veranstaltungen und die beabsichtigte Nachfrage im neuen Haus sowohl im Hinblick auf die private Nutzung durch die Bevölkerung, als auch im Hinblick auf die geschäftliche Nutzung durch die oö (Groß-) Unternehmen (z.B. Kauf von Veranstaltungen im Musiktheater).

 

4. Berechnung der volkswirtschaftlichen Effekte aus (a) den einmaligen Investitionskosten, (b) den laufenden Subventionen für den Betrieb sowie den (c) den laufenden Zusatzeffekten durch die Nachfrage der Bevölkerung und der Unternehmen.

 

5. Durchführung einer Preisschwellenanalyse zur Ermittlung der Akzeptanz von zusätzlichen Steuerzahlungen für das neue Musiktheater.

 

6. Zusammenfassung
 

1. Erhebung der Einstellung und Wertschätzung der Bevölkerung und der Unternehmen zum kulturellen Umfeld in

 

Für die oberösterreichische Wirtschaft ist ein adäquates kulturelles Umfeld sehr wichtig bzw. wichtig - das sagen 77 % der Bevölkerung sowie 80 % der (Groß-) Unternehmen in Oberösterreich.

 

Abbildung 1: Bedeutung des kulturellen Umfelds für den Wirtschaftsstandort

Balkendiagramm: Für die oberösterreichische Wirtschaft ist ein adäquates kulturelles Umfeld sehr wichtig bzw. wichtig - dass sagen 77 % der Bevölkerung sowie 80 % der (Groß-)Unternehmen in Oberösterreich

Quelle: Market, 2005, eigne Darstellung

 

Die Bewerbung von Linz als Kulturhauptstadt wird positiv aufgenommen. Sowohl die Bevölkerung als auch die Unternehmerschaft gehen davon aus, dass das gesamte Bundesland von der Bewerbung profitieren wird.

 

Abbildung 2: Einstellung zu "Linz als Kulturhauptstadt"

Balkendiagramm: Einstellung zu Linz als Kulturhauptstadt - Mehrheit ist überzeugt, dass OÖ davon profitieren kann

Quelle: Market, 2005, eigene Darstellung
 

2. Ermittlung der Argumente für ein Musiktheater sowie der Anforderungen bzw. Wünsche an ein neues Musiktheater

 

2.1 Argumente für das Musiktheater

 

In erster Linie erwarten sich die Bevölkerung und die (Groß-) Unternehmen positive Impulse vom Musiktheater für die oberösterreichische Kunst- und Kulturszene (87 % / 92 %) und eine Stärkung der Region auf europäischer Ebene (83 % / 89 %). In wirtschaftlicher Hinsicht erwarten sich sowohl die Bevölkerung (84 %) als auch die (Groß-) Unternehmen (86 %) einen weiteren Anziehungspunkt für Touristen - also eine Belebung des Fremdenverkehrs. Für die gesamte oberösterreichische Freizeitwirtschaft stellt dieser Neubau einen Zuwachs an Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten dar (81 % / 80 %).

 

Tabelle 1: Argumente für das Musiktheater

Argumente für das Musiktheater

 

2.2 Anforderungen an das Musiktheater

 

In erster Linie geht es der Bevölkerung um den Besucherkomfort, d.h. um bequeme Sitze und eine gute Akustik. Gleichauf mit dem Komfort liegt die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Aber neben der Bequemlichkeit vergisst die Bevölkerung nicht auf die Kosten. Es ist ihr ein großes Anliegen, dass der Kostenplan bei der Errichtung genau eingehalten wird. Inhaltlich liegen der Bevölkerung v.a. Musicals am Herzen.


Die oberösterreichische Unternehmerschaft unterscheidet sich bei den Anforderungen an das neue Musiktheater nicht wesentlich von der übrigen Landesbevölkerung. Die drei Top-Forderungen sind auch bei den (Groß-) Unternehmen Besucherkomfort, Einhaltung des Kostenplans und Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Lediglich der Besucherkomfort hat noch einen höheren Stellenwert.

 

Tabelle 2: Anforderungen an das Musiktheater

Anforderungen an das Musiktheater

3 Quantifizierung der (zusätzlichen) Nachfrage nach Musiktheaterveranstaltungen

 

Das neue Musiktheater weckt das Interesse der Bevölkerung und der großen Unternehmen in OÖ. 76 % der Bevölkerung und 86 % der Unternehmerschaft beabsichtigen das neue Haus zumindest einmal zu besuchen - 47 % der Bevölkerung und 54 % der Wirtschaftstreibenden sogar mehrmals pro Jahr.

Lediglich ein gutes Fünftel der Bevölkerung und 11 % der Unternehmen würden das Angebot des neuen Hauses nicht wahrnehmen (wollen).

Auch wenn es bei dem einen oder anderen bei einer bloßen Absichtserklärung bleibt, zeigt sich doch, dass das neue Musiktheater mit seiner Ausrichtung auf breites Interesse stößt.

 

Abbildung 3: Derzeitige und beabsichtigte Besuchshäufigkeit der Bevölkerung

 

Balkendiagramm: Derzeitige und beabsichtige Besuchshäufigkeit der Bevölkerung/Mehrheit will Musiktheater zumindest einmal besuchen

 

Abbildung 4: Derzeitige und beabsichtigte Besuchshäufigkeit der Unternehmerschaft

 

Balkendiagramm: Derzeitige und beabsichtige Besuchshäufigkeit der Unternehmerschaft/Für die Mehrheit von 86 % weckt das Musiktheater Interesse

4. Volkswirtschaftliche Bewertung

 

4.1 Datenlage für die volkswirtschaftliche Bewertung

 

Da für die Errichtung erhebliche öffentliche Mittel aufgewendet werden, ergibt sich eine beträchtliche Wertschöpfung, die am zusätzlichen regionalen Bruttoinlandsprodukt, der Beschäftigung und den Masseneinkommen für Oberösterreich dargestellt wird. Folgende Informationen wurden berücksichtigt:

 

1. Voraussichtliche Investitionskosten in Höhe von 143 Mio. EUR (einmalig, angenommene Investitionsperiode 2006 bis 2009) für den Bau des Musiktheaters

 

2. Voraussichtlicher öffentlicher Zuschussbedarf von 24,4 Mio. EUR für die Abdeckung der Betriebskosten (jährlich ab 2010)

 

3. Hochgerechnete Nachfrageeffekte der oö Bevölkerung (ab 2010)
47 % der Oberösterreicher/innen wollen - laut Befragung - das neue Musiktheater mehr als 1-mal pro Jahr besuchen. Um ein realistischeres Bild zu erhalten, wurde auch diese Zahl der häufigen Musiktheaternutzer nochmals auf die (angenommenen) langfristigen Nutzer reduziert (Annahme). Dazu wurden 2 Szenarien untersucht:

  • Szenario 1: Nur ein Drittel der häufigen Musiktheaternutzer wird das Angebot dauerhaft (langfristig) nutzen.
  • Szenario 2: Nur ein Viertel der häufigen Musiktheaternutzer wird das Angebot dauerhaft (langfristig) nutzen.

 

4. Hochgerechnete Nachfrageeffekte der oö (Groß-) Unternehmen (ab 2010)
Den (Groß-) Unternehmen stehen mit dem neuen Haus neben der privaten Nutzung auch eine ganze Palette von geschäftlichen Nutzungsmöglichkeiten zur Verfügung.

  • Kundenveranstaltungen mit 40 - 200 Personen (Miete, ohne Catering),
  • Einladungen von Geschäftspartnern zu einer Theater-Veranstaltung,
  • Exkursionen mit Geschäftspartnern ins neue Musiktheater,
  • Betriebspräsentationen / Firmen-Event im neuen Musiktheater (ohne Vorstellung),
  • Kauf einer ganzen, geschlossenen Musiktheatervorstellung für Geschäftspartner od. Kunden,
  • Ausstellungen im Foyer des neuen Musiktheaters,
  • Gemeinsame Workshops mit Geschäftspartnern und Künstlern des Theaters, u.ä.

Wie die Befragung ergab, kann man doch mit einigem Interesse an den angebotenen Möglichkeiten rechnen. Das bekundete Interesse an den Nutzungsmöglichkeiten wurde mit geschätzten Preisen hochgerechnet und zwar einerseits
1) auf die rund 600 Arbeitsstätten in mit mehr als 100 Beschäftigten und andererseits auf
2) die 250 umsatzstärksten Betriebe in (Umsatz über 34 Mio. EUR)

 

1  Die architektonische Entscheidung für das neue Musiktheater fiel im April 2006. Das neue Musiktheater wird nach ersten Schätzungen rund 143 Mio. EUR kosten. In dieser Summe enthalten sind der Bau, die Außenanlage, die Grundstückskosten, eine Garage, die Errichtung von Flächen für die Nutzung durch private Investoren und die Verkehrslösung. Diese Investitionskosten fallen während der Errichtungsphase an, für die in dieser Studie der Zeitraum 2006 bis 2009 angesetzt wurde.
2  Der Betrieb des Musiktheaters muss jährlich finanziert werden. Der Subventionsbedarf wird nach derzeitigen Schätzungen auf rund 24,4 Mio. EUR/Jahr geschätzt. Dies ist entspricht einer Steigerung gegenüber den bisherigen öffentlichen Zuschüssen um ca. 25% (von 19,5 Mio. EUR).

 

4.2 Regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch die Errichtung des neuen Musiktheaters

Das neue Musiktheater wird nach ersten Schätzungen rund 143 Mio. EUR kosten. In dieser Summe enthalten sind der Bau, die Außenanlage, die Grundstückskosten, eine Garage, die Errichtung von Flächen für die Nutzung durch private Investoren und die Verkehrslösung. Durch die Investitionssumme wird im Durchschnitt über die Errichtungsphase ein volkswirtschaftlicher BIP-Effekt in Höhe von rund 48 Mio. EUR pro Jahr generiert. Dieser Effekt wird sich jedoch nicht symmetrisch auf die Jahre zwischen Baubeginn und Inbetriebnahme verteilen, sondern je nach Baufortschritt unterschiedlich hoch sein. In Summe kann mit einem BIP-Effekt von 194 Mio. EUR über die Investitionsperiode hinweg gerechnet werden! Diese Wertschöpfung fällt regional an, wenn die Ausgaben inlandswirksam bleiben und reduziert sich bei Abflüssen ins Ausland. Allein durch die Errichtung des Musiktheaterkomplexes können insgesamt 1.500 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden.

 

Tabelle 3: Regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch die Errichtung des neuen Musiktheaters; Mio. EUR bzw. in Person

Regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch die Errichtung des neuen Musiktheaters; Mio Euro bzw. in Person

Anm.: Gerundete Werte; 1) Wertzuwachs 2) Gesicherte und/oder geschaffene Arbeitsplätze; Quelle: Eigene Berechnungen

 

4.3 Regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch den laufenden Betrieb des neuen Musiktheaters


Der Betrieb des Musiktheaters muss jährlich finanziert werden. Der Subventionsbedarf wird nach derzeitigen Schätzungen mit rund 24,4 Mio. EUR beziffert. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber den bisherigen öffentlichen Zuschüssen um 25 % (von 19,5 Mio. EUR). Diese fallen jährlich an und werden in Zukunft zu einer regionalen Wertschöpfung durch Zweit- und Drittrundeneffekte in Höhe von rund 29 Mio. EUR führen, wodurch ca. 230 Arbeitsplätze gesichert oder tw. geschaffen werden.

 

Tabelle 4: Regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch den Betrieb des neuen Musiktheaters, Mio. EUR und Personen, p.a.

Betrieb des neuen Musiktheaters (Basis) Gesamte wertschöpfungs-
wirksame Aufwendungen
in Mio. EUR
Volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte dargestellt am/an
regionalen BIP 1) OÖ
in Mio. EURo
regionalen Volks-
einkommen 1)
in Mio. EUR
regionaler Beschäftigung 2)
in Personen
 
Prognostizierte öffentliche Zuschüsse (pro Jahr ab 2010) 24,375 29,250 20,475 228

Anm.: Gerundete Werte; 1) Wertzuwachs im Vergleich zum Vorjahr; 2) Gesicherte und/oder geschaffene Arbeitsplätze;
Quelle: Eigene Berechnungen

 

4.4 Regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch die Musiktheaternachfrage der Bevölkerung

 

Die Nachfrage nach Musiktheaterveranstaltungen der Bevölkerung schlagen sich in zusätzlichen Ausgaben nieder, die im Wirtschaftskreislauf wieder wertschöpfungswirksam werden. Die Kartenerlöse fließen, neben den öffentlichen Zuschüssen, dem Musiktheater zur Bedeckung der Betriebskosten zu. Zusatzeffekte entstehen durch "musiktheaterinduzierte" Restaurant- bzw. Lokalbesuche. Beide zusammen lassen das regionale BIP um bis zu 15,2 Mio. EUR p.a. steigen, wenn man von den Ausgaben der mehrmaligen Theaternutzer ausgeht (Szenario 1). Dadurch steigen die Masseneinkommen um bis zu 10,6 Mio. EUR (Szenario 1, mehrmaliger Besuch). Diese "musiktheaterinduzierten" Ausgaben der Bevölkerung schaffen bzw. sichern zusätzlich zwischen bis zu 120 Arbeitsplätze p.a.

 

Tabelle 5: Hochgerechnete Nachfrage der oö Bevölkerung nach   Veranstaltungen des neuen Musiktheaters und daraus resultierende Wertschöpfungseffekte

Hochgerechnete Nachfrage der oö Bevölkerung nach Veranstaltungen des neuen Musiktheaters und daraus resultierende Wertschöpfungseffekte

Anm.: Gerundete Werte; 1) Wertzuwachs im Vergleich zum Vorjahr;
2) Gesicherte und/oder geschaffene Arbeitsplätze; 3) 47% wollen das Musiktheater mehr als 1 mal p.a. nutzen; 4) Musiktheaterbesuch "2 bis 5-mal" = Ausgaben multipliziert mit 2 und Musiktheaterbesuch "mehr als 5 mal" = Ausgaben multipliziert mit 5; Quelle: Eigene Berechnungen


4.5 Regionale volkswirtschaftliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch die Nutzungsmöglichkeiten des Musiktheaters durch die oö (Groß-) Unternehmen

 

Das - laut Befragung - bekundete Interesse an den Nutzungsmöglichkeiten des neuen Musiktheaters (siehe Seite 7) wurde mit geschätzten Preisen hochgerechnet und zwar einerseits auf die rund 600 Arbeitsstätten in mit mehr als 100 Beschäftigten und andererseits auf die 250 umsatzstärksten Betriebe in (Umsatz über 34 Mio. EUR). Rechnet man auf die umsatzstärksten Unternehmen in hoch, ergibt sich ein Korridor an zu erwartenden Ausgaben für die Nutzung des Musiktheaters zwischen 800.000 EUR und 3,6 Mio. EUR p.a. - je nachdem, ob sie sich diese Nachfrage "bestimmt" oder auch nur "möglicherweise" (d.h. "eher") vorstellen können. Geht man von den Großbetrieben mit mehr als 100 Beschäftigten aus, stellt sich das Nutzungspotential größer dar, da es auf rund 600 Unternehmen in Oberösterreich hochgerechnet werden kann. Realisieren diese ihr bekundetes Interesse, können dadurch wertschöpfungswirksame Ausgaben zwischen 2 und 8,7 Mio. EUR pro Jahr entstehen. Diese Ausgaben kommen einerseits dem Musiktheater für die Nutzung des Gebäudes, etc. zugute und werden als Teil der Betriebskosten wieder ausgegeben, andererseits fließen zusätzliche "musiktheaterinduzierte" Ausgaben in die Gastronomie und werden dort wieder wertschöpfungswirksam.

Tabelle 6: Hochgerechnete Nachfrage der oö Unternehmen nach einer geschäftlichen Nutzung des neuen Musiktheaters und daraus resultierende Wertschöpfungseffekte

Hochgerechnete Nachfrage der oö Unternehmen nach einer geschäftlichen Nutzung des neuen Musiktheaters und daraus resultierende Werschöpfungseffekte

Anm.: Gerundete Werte; 1) Wertzuwachs im Vergleich zum Vorjahr; 2) Gesicherte und/oder geschaffene Arbeitsplätze;
3) Betriebe wollen das Angebot "BESTIMMT" nutzen; 4) Betriebe wollen das Angebot "BESTIMMT und "EHER" nutzen.,    Quelle: Eigene Berechnungen
 

5. Akzeptanz von zusätzlichen öffentlichen Subventionen

 

5.1 "Preisschwellenanalyse"

 

Der Gesamtzuschuss für das Landestheater derzeit beträgt 19,5 Mio. EUR, das sind rund 14 EUR pro Oberösterreicher/in. Da man bei einem neuen Haus mit einer Verdoppelung des Subventionsbedarfs rechnen könnte, wurde als erste Preisschwelle für die zusätzlich notwendigen Zuschüsse 13 EUR angesetzt, danach 10,5 EUR, 7 EUR und der letztendlich tatsächlich prognostizierte Subventionsanstieg von 3,5 EUR pro Oberösterreicher/in. Anschließend wurde eine "offene" Frage nach der akzeptierten, zusätzlichen Subventionshöhe gestellt und die Variante "gleich viel wie derzeit" abgefragt.

 

Dass ein zusätzliches Haus einen höheren Subventionsbedarf mit sich bringt, auf diesen Nenner lassen sich die Ergebnisse der Befragungen bringen. Fragt man die Oberösterreicher/innen, wie viel Steuergelder zusätzlich für den Betrieb des neuen Hauses gerechtfertigt sind, liegt hier die Bereitschaft, dafür Geld aufzuwenden, relativ hoch:

  • 85 % akzeptieren den erwarteten Anstieg des Zuschussbedarfs von 3,5 EUR pro Oberösterreicher/in.
  • Drei Viertel der Oberösterreicher/innen akzeptieren zusätzliche 7,8 Euro pro EW und Jahr.
  • Nur 15 % lehnen jede weitere Erhöhung der Subventionen ab.

 

Im Vergleich zur Bevölkerung fällt bei den Unternehmern auf, dass bei ihnen der Anteil jener, die jede weitere Erhöhung der Subventionen seitens der öffentlichen Hand ablehnen, höher ist, nämlich 22 %. Während drei Viertel der Bevölkerung auch den doppelten Zuschussbedarf von 7 Euro akzeptieren würden, liegt die Akzeptanzgrenze bei den Unternehmern auch hier niedriger. Drei Vierteln der Unternehmer würden nur einen zusätzlichen Zuschussbetrag von 5 Euro pro Oberösterreicher und Jahr akzeptieren.
 

Abbildung 5: "Preisschwellenanalyse" für die Akzeptanz der zusätzlichen öffentlichen Zuschüsse für den Betrieb des Musiktheaters - Bevölkerung und (Groß-) Unternehmen

 

Prognostizierter zusätzlicher Subvenstionsbedarf beträgt 3,5 Euro pro OÖ

Preisschwellenanalyse für die Akzeptanz der zusätzlichen öffentlichen Zuschüsse für den Betrieb des Musiktheaters - Bevölkerung und (Groß-)Unternehmen

Quelle: Eigene Darstellung

 

5.2 Hochrechnung der Akzeptanz von zusätzlichen Steuerleistungen für den Betrieb des neuen Musiktheaters

 

Hochgerechnet halten alle erwachsenen Oberösterreicher/innen - laut Preisschwellenanalyse - zusätzliche Steuerleistungen von 9,7 Mio. EUR für den Betrieb des neuen Musiktheaters für gerechtfertigt. Die Zahl liegt beinahe doppelt so hoch wie die prognostizierten Mehrkosten für den Betrieb von 4,9 Mio. EUR. In Relation zum gesamten Zuschussbedarf für den Betrieb des Musiktheaters entspricht dieser Wert 40 %.

 

Berücksichtigt man nur das theaterferne Publikum, also jene, die in den letzten 12 Monaten keine Musiktheaterveranstaltung besucht haben, liegt die Akzeptanz von (zusätzlichen) Steuerzahlungen mit 7,7 Mio. EUR noch immer deutlich über den prognostizierten Mehrkosten.

 

Rechnet man nur jene 7,8 EUR hoch, die drei Viertel aller Oberösterreicher/innen als Mehrkosten pro Einwohner akzeptieren, liegt die gesamte Akzeptanz von zusätzlichen Steuerzahlungen für den Betrieb des neuen Hauses bei rund 6 Mio. EUR, also ebenfalls höher als die derzeit prognostizierten Mehrkosten von 4,9 Mio. EUR.

 

Abbildung 6: Hochrechnung der Akzeptanz von zusätzlichen Steuerleistungen für den Betrieb des Musiktheaters - Bevölkerung

Balkendiagramm: Hochrechnung der Akzeptanz von zusätzlichen Steuerleistungen für den Betrieb des Musiktheaters - Bevölkerung

Quelle: Eigene Darstellung


Ingesamt unterscheidet sich die Akzeptanz von Steuerzahlungen der Unternehmer, wenn man sie als Gedankenexperiment auf alle erwachsenen Oberösterreicher/innen hochrechnet, nicht wesentlich von der Bevölkerungsbefragung.

 

Abbildung 7: Modellhafte Hochrechnung der Akzeptanz von zusätzlichen Steuerleistungen für den Betrieb des Musiktheaters - (Groß-) Unternehmen

 

Bakendiagramm: Modellhafte Hochrechnung der Akzeptanz von zusätzlichen Steuerleistungen für den Betrieb des Musiktheaters - (Groß-)Unternehmen
Quelle: Eigene Darstellung
 

6. Zusammenfassung

 

(1) Positive Einstellung zu einem adäquaten kulturellen Umfeld.

 

(2) Bevölkerung und Unternehmen erwarten sich positive Impulse für die Kunst- und Kulturszene (87 % / 92 %) und einen neuen Anziehungspunkt für Touristen (84 % / 86 %).

 

(3) Top-Anforderungen an das Musiktheater sind:
(1) Besucherkomfort
(2) Gute Erreichbarkeit
(3) Einhaltung des Kostenplans

 

(4) Beträchtliche volkswirtschaftliche Effekte können erzielt werden:

 

Tabelle 7: Zusammenfassung der regionalen volkswirtschaftlichen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch den Bau und Betrieb des neuen Musiktheaters

Zusammenfassung der regionalen volkswirtschaftlichen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch den Bau und Betrieb des neuen Musiktheaters

1 Hochgerechnete Ausgaben der Bevölkerung für Karten + Zusatzausgaben (Restaurantbesuche), Annahme: 1/4 jener mit "häufiger" Besuchsabsicht frequentieren das Musiktheater langfristig mindestens 1 mal p.a.
2 Hochgerechnete Ausgaben der Bevölkerung für Karten + Zusatzausgaben (Restaurantbesuche), Annahme: 1/3 jener mit "häufiger" Besuchsabsicht frequentieren das Musiktheater langfristig mehrmals p.a. (von den 47%, die das Theater mehr als 1 mal p.a. nutzen wollen, beabsichtigen 37% das Angebot "2-5 mal" zu nutzen und 10% wollen es "mehr als 5 mal" nutzen).
3 Hochrechnung auf umsatzstärkste Betriebe in , die das Angebot "bestimmt" nutzen wollen.
4 Hochrechnung auf oö Großbetriebe mit mehr als 100 Beschäftigten, die das Angebot "bestimmt" bzw. "eher" nutzen wollen.
Quelle: Eigene Darstellung

 

(5)  Hohe Akzeptanz von zusätzlichen Steuerleistungen für den Betrieb des Musiktheaters
(1) Drei Viertel der Bevölkerung würde auch den doppelten zusätzlichen Zuschussbedarf (7 Euro pro und Jahr) akzeptieren.
(2) Drei Viertel der (Groß-) Unternehmen akzeptieren 5 Euro pro und Jahr zusätzlich.


Beilagen:
Studie Musiktheater 68 KB

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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer,

Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Viktor Sigl,

BR Dr.in Ruperta Lichtenecker

und

Dr. Ludwig Scharinger
(Obmann der Sparte Banken und Versicherungen in der Wirtschaftskammer , Raiffeisenlandesband-Generaldir.)


am 16. Juni 2006 zum Thema

"Neues Beteiligungsmodell für zusätzliche Tourismus-Leitbetriebe in OÖ"


Rückfragen-Kontakt:

Gerhard Rumetshofer, Büro LR Sigl, (+43 732) 77 20-151 02



Starker Impuls für Tourismus
und Regionen: Neues Beteiligungsmodell
für touristische Leitbetriebe in Oberösterreich

 

Bedarf an 1000 neuen Vier-/Fünf-Stern-Betten.  Im Kursbuch für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2010 hat sich die Steigerung der Wertschöpfung um etwa 40 % zum Ziel gesetzt - unter anderem durch Steigerung von Qualität und Anzahl der Betten sowie Erhöhung des Anteiles an Fünf-, Vier- und Drei-Stern-Betrieben. Top-Projekte wie Eurotherme Resort Bad Schallerbach, Lebensquell Bad Zell oder Wellness-Oase Aumühle in Bad Kreuzen sind bereits realisiert. Weitere Top-Hotels sind auf Schiene - wie St. Wolfgang, Bad Hall, Bad Ischl oder das Aviva in St. Stefan.

 

Neues Beteiligungsmodell über UBG. Ziel dieses Beteiligungsmodells ist, die Zahl an Qualitätsbetten im Vier- und Fünf-Stern-Bereich in zu er-höhen und den Nächtigungstourismus zu beleben. Derzeit besteht ein Zusatz-bedarf von cirka 1000 Qualitätsbetten, rund 1.000 wurden bereits realisiert.
Der Neubau von Qualitätsbetten im Zuge touristischer Leitprojekte erfolgt zumeist durch Großbetriebe, für die jedoch keine Fördermöglichkeiten auf der Grundlage des geltenden EU-Beihilfenrechtes bestehen. Daher soll im Wege der oö. Unternehmensbeteiligungs-Gesellschaft (UBG) ein Beteiligungsmodell für den Neubau von Qualitätsbetten im Zuge touristischer Leitprojekte durch Großbetriebe umgesetzt werden.

 

6 bis 7 neue Leitprojekte, Kapitalbedarf 32 Millionen Euro. Der Kapitalbedarf für die 6 bis 7 Leitprojekte im Zeitraum bis 2010 liegt bei rund 32,3 Millionen Euro. Land Oberösterreich und oö. Banken steuern jeweils 50 Prozent bei. Die Vergabe erfolgt durch einen eigenen Beirat. Die Beteiligung der UBG erfolgt in Form einer echten stillen Beteiligung mit handelsrechtlicher Eigenkapitaleigenschaft ohne Nachschusspflicht und ohne Verlustbeteiligung. Die Beteiligung der UBG liegt bei max. 20 % der Investitionskosten, die Laufzeit liegt zwischen 10 und 20 Jahren.

 

Neues Beteiligungsmodell für
Tourismus-Leitbetriebe in Oberösterreich

 

Das Land hat sich mit dem Kursbuch für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2010 die Steigerung der Wertschöpfung in der Oö. Tourismus- und Freizeitwirtschaft um etwa 40 % (bis 2010) als klares Ziel gesetzt - unter anderem durch:

  • Steigerung von Qualität und Anzahl der Betten in Oberösterreich.
  • Erhöhung des Anteiles an Fünf-, Vier- und Drei-Stern-Betrieben im Verhältnis zum gewerblichen Gesamtbettenangebot um 25 % durch Höherqualifizierung von cirka 10.000 Betten sowie Notwendigkeit/ Bedarf von cirka 1.000 zusätzlichen Qualitätsbetten noch zu realisieren.

 

Oberösterreich verfügte mit Stand Sommer 2005 über rund 14.700 Drei-Stern-Betten sowie über 10.160 Vier-/Fünf-Stern-Betten. In den letzten Monaten sind bereits zahlreiche Top-Projekte und damit Qualitätsbetten hinzugekommen: Eurotherme Resort Bad Schallerbach, Lebensquell Bad Zell, Gesundheitshotel Aspach oder auch Wellness-Oase Aumühle in Bad Kreuzen. Weitere Top-Hotels sind bereits auf Schiene, beispielsweise St. Wolfgang, Bad Hall, Bad Ischl oder das Aviva in St. Stefan.
Der Bedarf für weitere mindestens 1.000 Vier- und Fünf-Stern-Betten ist gegeben. Dies soll mit neuen touristischen Leitprojekten mit Unterstützung des neuen Beteiligungsmodells realisiert werden.


Klares Ziel: Die Zahl an Qualitätsbetten
im Vier- und Fünf-Stern-Bereich in zu erhöhen

Oberösterreichs Tourismus- und Freizeitwirtschaft benötigt noch ein Mehr an Tourismus-Leitbetrieben in verschiedenen Regionen und vor allem weitere Qualitätsbetten im Vier- und Fünfsternbereich. Daher wurde nun ein neues Beteiligungsmodell für touristische Leitbetriebe ins Leben gerufen.
Ziel dieses Beteiligungsmodells ist es, die derzeitige Zahl an Qualitätsbetten im Vier- und Fünf-Stern-Bereich in Oberösterreich zu erhöhen und somit den Nächtigungstourismus zu beleben. Derzeit besteht noch ein Zusatzbedarf von mindestens 1.000 Qualitätsbetten.

 

Der Neubau von Qualitätsbetten im Zuge touristischer Leitprojekte erfolgt zumeist durch Großbetriebe, für die jedoch keine Förder-möglichkeiten auf der Grundlage des geltenden EU-Beihilfenrechtes bestehen. Daher soll im Wege der oö. Unternehmensbeteiligungs-Gesellschaft (UBG) ein Beteiligungsmodell für den Neubau von Qualitätsbetten im Rahmen touristischer Leitprojekte durch Großbetriebe umgesetzt werden.

 

Die UBG hatte bisher bereits die Aufgabe, oberösterreichischen Unternehmen der Industrie, des Gewerbes, des Handels, des Verkehrs und des Tourismus entsprechend Eigenkapital zur Verfügung zu stellen, um deren Eigenkapitalbasis zu erweitern (KMU). Neuer Schwerpunkt sind Tourismus-Leitbetriebe, die von Großunternehmen realisiert werden. Die Qualitätsverbesserungs-Maßnahmen von KMUs im Beherbergungsbereich werden auch zukünftig von ÖHT (Bund) und Land im Rahmen von Förderungsprogrammen finanziell unterstützt.

 

Technische Eckpunkte des Modells:
Echte, stille Beteiligung durch UBG

Die Beteiligung der UBG erfolgt in Form einer echten stillen Beteiligung mit handelsrechtlicher Eigenkapitaleigenschaft (besicherungsfreie und haftungsfreie nachrangige Finanzierung) ohne Nachschusspflicht und ohne Verlustbeteiligung.
Die Eigenmittelquote der Projektgesellschaft muss mindestens 20 % betragen. Die Beteiligungsobergrenze der UBG ist maximal 20 % der Investitionskosten und maximal 10 % für Pre-Opening-Kosten, höchstens aber 8 Millionen Euro und maximal in Höhe des eingesetzten Eigenkapitals des Beteiligungsunternehmens. Die Beteiligungslaufzeit liegt zwischen 10 Jahren und 20 Jahren.

 

Sechs bis sieben neue Leitprojekte in :
Kapitalbedarf von rund 32 Millionen Euro

Der Kapitalbedarf für die 6 bis 7 Leitprojekte im Zeitraum bis 2010 liegt bei rund 32,3 Millionen Euro.  Dafür steuert das Land die Hälfte bei (in Form eines nachrangigen Darlehens) und die zweite Hälfte wird durch die Gesellschafterbanken der UBG (in Form von Einlagen in die UBG) aufgebracht.
Die Vergabe von Beteiligungen erfolgt durch einen Beirat, der sich aus je einem  Vertreter der vier Sektoren der Kreditwirtschaft (Banken und Bankiers, Sparkassen, Volksbanken, Raiffeisen) und vier Landes-vertretern zusammensetzt.


Aktuelle touristische
Zahlen und Daten

Sehr erfolgreich für Oberösterreichs Tourismus- und Freizeitbetriebe ist die Wintersaison 2005/06 verlaufen:
Ankünfte:             763.700 das sind + 5,1 %
Nächtigungen:  2.302.000 das sind + 1,3 %
Umsatz:            + 2,0 %

 

Die hohen Investitionen in die Qualitätsverbesserung der Infrastruktur haben sich gelohnt. Die Qualitätsverbesserungen in den Skigebieten ebenso wie in den Gesundheitszentren brachten eine Attraktivitäts-steigerung, die insbesondere für den Ausflugs- und Kurzreisetourismus aus dem Nahbereich wichtig ist. Neue Angebote zur Entzerrung der starken Wochenend-Auslastung und zielgruppengerechte Aufbereitung des Winterurlaubs-Angebotes insbesondere für Familien tragen zur positiven Entwicklung der Wintersaison bei.

 

Im Tourismusjahr 2004/05 wurden in insgesamt 2.077.666 Ankünfte (+1,4 %) und 6.509.056 Nächtigungen (mit -0,1 % am Vorjahresniveau) registriert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Urlauber beträgt 3,1 Tage. Der Trend zu kurzfristigen Buchungen und auch kürzeren Aufenthalten hält an.

 

Interessant sind auch die Zahlen der Wertschöpfung, die durch das Tourismus-Satellitenkonto nunmehr genau erhoben werden können: Die direkte und indirekte Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in ist von 2003 auf 2004 um +4,4 % gestiegen, das heißt, von 5,39 Milliarden Euro auf 5,63 Milliarden Euro im Jahr 2004 (14,6 % Beitrag zum Bruttoregionalprodukt OÖ). Für 2005 wird ein Anstieg der direkten und indirekten Wertschöpfungs-effekte auf 5,82 Milliarden Euro erwartet (+3,5 %).


Qualitätsoffensive auch
bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Sehr intensiv wird im OÖ. Tourismus an einer Qualitätsoffensive für Tourismusverbände und Betriebe gearbeitet. In einer ersten Qualifizierungswelle wurden im vergangenen Jahr rund 250 touristische Leistungsträger (Tourismusverbände, Betriebe, Anbieter, etc.) in zehn unterschiedlichen Projekten zu Spezialisten in ihrem jeweiligen Thema herangebildet.
Durch die laufende Betreuung dieser "Kompetenzzentren" wird die damit begonnene Vernetzung innerhalb der Dienstleistungskette konsequent fortgeführt. Für 2006 sind bereits weitere, individuell auf einzelne Themengruppen abgestimmte Schulungs- und Qualifizierungsprojekte geplant, etwa für die Wanderspezialisten, Reit-Experten und für die Genussland Oberösterreich-Partner.



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PRESSEINFORMATION

Schlossmuseum Linz - Südflügel: Grabungsarbeiten haben begonnen


Im Jahr 1800 wurde beim Linzer Großbrand der Südflügel des Schlosses völlig zerstört. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte hat es mehrere Überlegungen gegeben, die Südseite des Linzer Schlosses wieder zu schließen. Mit dem geplanten Neubau des Südflügels entsteht in Linz bis zum Kulturhauptstadtjahr 2009 das größte Universalmuseum Österreichs.

 

Die Grabungsarbeiten für den Bau des Südflügels sind nun voll im Gang. Nach Entfernung der Römersteine und Grabplatten aus beiden Mauern des großen Linzer Schlosshofes und ihrer Zwischenlagerung  im Depot Welserstraße konnte mit der Baustelleneinrichtung und Anfang Mai mit der Ausgrabung begonnen werden.

 

Relativ schnell stieß man unter der Humus und Schuttschicht auf die Mauerreste des alten Südflügels. Die obersten Spuren zeigen, wie nach dem Brand  die Ruinen gesichert wurden. Die zerstörten Mauern wurden auf ein ziemlich einheitliches Niveau abgetragen, anschließend wurde darüber eine ca. 50 cm dicke Schicht aus Bauschutt aufplanierte.

 

Die freigelegten Mauern des Rudolfbaues brachten den letzten Bauzustand vor dem großen Brand zutage. Ziegelböden, Mauerreste und im Nordteil des Südflügels auch Kellerräume mit verschieden Umbauten und Einbauten gestalten die Ausgrabung recht spannend.

 

Ein Plan von Baptist Gangl aus dem Jahre 1771 zeigt wie man sich die Raumaufteilung vorstellte, als man hier die kaiserlichen Hofämter verlegte. Dieser Plan dient bei den aktuellen Grabungen als Anhaltspunkt um die  Raumstrukturen zu deuten.
Die Grabung am Linzer Schloss steht erst am Anfang und es werden noch weitere sehr interessante Befunde erwartet.

 

Transparente Grabung

Die Grabungsarbeiten kann man auch über eine Webcam unter Icon Externer Linkwww.landesmuseum.at live beobachten. Weiters gibt es spezielle Führungen zur Grabung jeweils Mittwochs von 17:00 bis 18:00 Uhr. Termine: 5. und 19. Juli, 2., 16. und 30. August, 13. und 27. September (Treffpunkt beim Portier Schlossmuseum, wetter- und schmutzfeste Kleidung wird empfohlen!). Für Kinder gibt es von 8. bis 10. August eine spezielle "Archäologische Ferienaktion" (Anmeldungen unter (+43 732) 77 44 19 - 31).

 

Eckdaten der Grabung:

Bauherr: LIG: Landes-Immobilien GmbH, 4021 Linz
Bauleitung: Land Oberösterreich, Abt. Gebäude- und Beschaffungsmanagement, 4021 Linz
Wissenschaftliche Leitung: Dr. Christine Schwanzar, Abt. Römerzeit - Mittelalter - Neuzeitarchäologie, Welserstraße 20, 4060 Leonding, Tel.: (+43 732) 67 42 56-126,
Email: c.schwanzar@landesmuseum.at
Örtliche Grabungsleitung: Dr. Moreno Huerta Marcelo
Ausführende Firma: Baufirma Pirklbauer, Bad Leonfelden
Grabungspersonal: FAB - Reno , 14-25 Personen (je nach Arbeitsaufwand)
Zu grabendes Areal: der Bereich des ehemaligen Südflügels, d. h. ca. 2.500 auf 2-4 m Tiefe
Erdbewegungen: ca. 10.000 m³ (nach Adam Riese)
Voraussichtliches Ende der Grabung: Jahresende 2006
Grabungsverlauf: der Große Hof wird von Osten her flächig gegraben, ab Juli 2006 wird auch der 2. Hof flächig gegraben.