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Landeskorrespondenz Nr. 244 vom 19. Oktober 2005


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Landeskorrespondenz:

Pressekonferenzen:


LH Pühringer zum Antrag auf Betriebsgenehmigung für Temelin: Tschechien soll das Melker Abkommen einhalten - Erwarten Unterstützung auch von EU

(LK) Der tschechische Energiekonzern CEZ, der eine Betriebsgenehmigung für den ersten Reaktorblock im südböhmischen AKW Temelin beantragt hat, solle nicht provozieren, erklärte gestern Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Die tschechische Regierung in Prag fordert er auf, das Melker Abkommen einzuhalten.

 

"In der EU gelten Rechtsgrundsätze und das Melker Abkommen ist unter EU-Patronanz und unter Beteiligung von Kommissar Verheugen zustande gekommen. Daher muss auch die EU dessen Einhaltung entsprechend einfordern", ergänzt Pühringer. Mittlerweile sei Tschechien immerhin Mitglied der Europäischen Union. Die tschechische Regierung solle durch einen korrekten Umgang mit dem Melker Abkommen ihre Qualität als Regierung eines neuen Mitgliedsstaates unter Beweis stellen und die staatliche Energiegesellschaft CEZ von derartigen Provokationen abhalten, so Pühringer.

 

Oberösterreich werde seinen Weg konsequent weitergehen und erwarte sowohl von der Bundesregierung als auch von der EU ein ganz klares Bekenntnis zur Einhaltung des Melker Abkommens und auch entsprechende Schritte zu dessen Durchsetzung, unterstreicht der Landeshauptmann.

 

"Wir wollen mit unseren Nachbarn ein gut nachbarschaftliches Verhältnis und erwarten daher, dass man zu Verträgen steht", schließt Pühringer.



Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Seine eigene Chefin, sein eigener Chef sein? Österreichweiter Gründertag am 20. Oktober

Landesrat Sigl: "Gründertag & Gründerservice bieten kompetente Infos"

 

(LK) Die Gründung neuer, junger Unternehmen ist für die österreichische Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Um potenzielle Gründerinnen und Gründer zu motivieren und optimal zu beraten, veranstalten Wirtschaftsministerium und Finanzministerium am Donnerstag, 20. Oktober, erstmals einen österreichweiten Gründertag. An rund 40 Orten in ganz Österreich beraten Expertinnen und Experten der austria wirtschaftsservice, der Forschungsförderungsgesellschaft, der Tourismusbank und der jungen Wirtschaft sowie der Finanzämter zwischen 9 und 19 Uhr Interessentinnen und Interessenten.

 

In Oberösterreich stehen interessierten Gründern das Finanzamt Linz, die Wirtschaftskammer Gmunden, die Wirtschaftskammer Grieskirchen, die Wirtschaftskammer Schärding und die Wirtschaftskammer Steyr für Informationen, Tipps und Rat offen.
"Ich lade interessierte Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die sich mit dem Gedanken tragen, sich selbstständig zu machen, ganz herzlich ein, diesen Gründertag für umfangreiche Informationen zu nützen. Wir würden uns freuen, wenn daraus neue oberösterreichische Unternehmen entstehen würden", betont Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl.

 

Oberösterreich zeige sich auch im ersten Halbjahr 2005 bereits als sehr guter Boden für neue Unternehmen, meint Sigl: So gibt es heuer bereits um 245 Neugründungen mehr als im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Wirtschafts-Landesrat verweist auch auf das Gründerservice der Wirtschaftskammer Oberösterreich, das das ganze Jahr über für kompetente Informationen, Rat und Tat für mögliche künftige Jungunternehmer unter der Hotline 05/90909-2929 oder im Internet unter Icon Externer Linkwww.gruenderservice.net zur Verfügung steht.



Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02

LR Ackerl: "Vorsicht vor kostenpflichtiger Sanierungs- und Schuldnerberatung!"

Land fördert Schuldnerberatungsvereine, um kostenlose Beratung sicherzustellen - Icon Externer Linkwww.schuldner-hilfe.at,  Icon Externer Link www.ooe.schuldnerberatung.at

 

(LK) Für Verwirrung sorgte in den letzten Wochen eine Massenaussendung der "Sanierungs- und Schuldnerberatung GmbH" in Oberösterreich. Darin bietet diese Firma kostenpflichtige Schuldnerberatungen an, u.a. durch eine Mehrwertnummer und einem Stundensatz von 96 Euro. Dazu Sozial-Landesrat Josef Ackerl: "Wir fördern seit Jahren die erfolgreiche Arbeit der beiden bevorrechteten Schuldnerberatungen in Oberösterreich, die dadurch ihre Beratungen kostenlos anbieten können! Wir möchten auf das Verwechslungsrisiko hinweisen, denn Menschen, die ohnehin schon in einer finanziellen Notlage sind, sollen nicht durch die Inanspruchnahme einer kostenpflichtigen Beratung noch tiefer in den Schlamassel geraten!"

 

Die von der Sozialabteilung des Landes Oberösterreich geförderten Schuldnerberatungen, die Schuldnerberatung und die Schuldnerhilfe, bieten ihre Beratungstätigkeit flächendeckend im ganzen Bundesland an. Dazu handelt es sich dabei im Gegensatz zur neuerdings auftretenden Sanierungs- und Schuldnerberatung GmbH aus Krems um sogenannte bevorrechtete Schuldnerberatungen, die zur Vertretung vor Gericht befugt sind. Das Land Oberösterreich legt größten Wert darauf, in diesem sensiblen Bereich etwaige Verwechslungsrisiken zu minimieren. "Wir können niemandem verbieten, aus der Not anderer Menschen Kapital zu schlagen!" meint Landesrat Ackerl zum kostenpflichtigen Schuldnerberatungsdienst aus Niederösterreich. "Wir können aber sehr wohl darauf hinweisen, dass seitens des Landes diese Beratung für Menschen in finanziellen Notlagen kostenlos angeboten wird!" Die beiden bevorrechteten Schuldnerberatungen, die vom Land gefördert werden und ihre Dienste kostenlos anbieten, sind unter Icon Externer Linkwww.schuldner-hilfe.at (+43 732-77 77 34) oder unter Icon Externer Linkwww.ooe.schuldnerberatung.at (+43 732-77 55 11) erreichbar.



Peter Binder (+43 743) 77 20-151 12

Gesundheits-Landesrätin Stöger ruft zu Grippeschutzimpfung auf

(LK) Experten rechnen, dass jedes Jahr  weltweit etwa 1,5 Millionen Menschen an Grippe bzw. deren Spätfolgen (Komplikationen) sterben. "In den kommenden Monaten ist wieder mit der für Herbst und Winter typischen Grippewelle zu rechnen. Gerade deshalb ist allen Personen die jährliche Grippeschutzimpfung unbedingt zu empfehlen" appelliert Gesundheits-Landesrätin Dr. Silvia Stöger.

 

Insbesondere Personen mit chronischen Herz-, Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Personen mit Abwehrschwäche, älteren Menschen und Kindern wird dringend zur Grippeschutzimpfung geraten, da diese häufiger schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen wie z. B. eine schwere Lungenentzündung entwickeln. Medizinisches Personal und Personen, die beruflich viel Kontakt zu Menschen haben, sollten sich ebenfalls impfen lassen. Sie haben nicht nur ein höheres Erkrankungsrisiko, sondern gefährden durch ihre Infektion auch alle jene Menschen, mit denen sie täglich in Kontakt sind.

 

Umfassende Informationen über die Grippeschutzimpfaktion erteilen die Gebietskrankenkasse und die niedergelassenen Ärzte.  

 

"Die bevorstehende normale Grippesaison ist jedenfalls für gefährdete Personen eine echte Gesundheitsbedrohung", betont Dr. Stöger. "Im Gegensatz dazu stellt die derzeit viel diskutierte Vogelgrippe nur eine minimale Gefährdung von Menschen in Österreich dar." Das Vogelgrippevirus ist nämlich auf Menschen nur schwer übertragbar und gar nicht von Mensch zu Mensch. Zu den nur wenigen Risikogruppen zählen Personen mit sehr engem Kontakt zu erkrankten Vögeln wie z.B. Geflügelhalter. Die derzeit verfügbare normale Grippeschutzimpfung bietet allerdings keinen Schutz gegen den Erreger der Vogelgrippe. "Daher sollen bei Reisen in betroffene Länder keine Tier- und Geflügelmärkte besucht bzw. direkte Kontakte mit Geflügel, Pferden und Schweinen vermieden werden", nennt Dr. Stöger die wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe.

 

"Zudem sollte bei solchen Reisen nach Rücksprache mit dem Arzt das Medikament Tamiflu vorsorglich mitgenommen werden. Dieses Mittel kann im Falle einer Vogelgrippeinfektion bei Einnahme innerhalb von 48 Stunden nach dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome den Krankheitsverlauf mildern und abkürzen." 

 

Sollte sich aber irgendwann tatsächlich - wie von Experten befürchtet - aus dem Vogelgrippevirus ein neues, höchst gefährliches und von Mensch zu Mensch übertragbares Virus entwickeln und tatsächlich eine Pandemie auslösen, wäre es durchaus denkbar, dass die normale Grippeschutzimpfung auch gegen dieses neue Grippevirus zumindest teilweise wirksam ist. Das würde bedeuten, dass die normale Grippeschutzimpfung den Ausbruch einer Grippeerkrankung - verursacht durch ein neues unbekanntes Pandemievirus - zwar nicht verhindern kann, jedoch zu einem milderen Krankheitsverlauf beitragen könnte und damit auch weniger Todesfälle auftreten würden.



Walter Walch (+43 732) 77 20-111 26

Ein Computer im Kindergarten? Vereinskindergarten Perg bekommt KidSmart-Lernstation

(LK) Computertechnologie muss auch für sozial bzw. regional-strukturell benachteiligte Kinder zugänglich sein, damit auch sie in den Entwicklungsjahren von den neuen Medien profitieren können. Darin liegt das Hauptziel einer Initiative von IBM, dem weltweit durchgeführten Projekt "IBM KidSmart Early Learning Förder-Programm". Über eine Million Kinder in Kindergärten und in der Vorschule lernen damit frühzeitig und spielerisch den PC kennen und sammeln so erste Multimediaerfahrungen. Die speziell von Pädagog/innen entwickelte Software für die KidSmart-Lernstationen steht in allen Weltsprachen zur Verfügung und leistet somit einen integrativen Beitrag zum Erwerb von Sprachkompetenz.

 

IBM hat in Oberösterreich schon 25 Kindergärten mit 50 Stationen kostenlos ausgestattet. Im Rahmen der Tagung "Medienpädagogik im Kindergarten", die am Dienstag an der Pädak der Diözese Linz stattfand, hat nun DI Gerald Kempinger (IBM) Frau Rosemarie Walch vom  Vereinskindergarten Perg die österreichweit 500. KidSmart-Lernstation übergeben.

 

Landtagspräsidentin Angela Orthner eröffnete die Tagung: "Kinder beschäftigen sich intensiv mit Medien. Unsere Hortpädagog/innen müssen darauf entsprechend reagieren können. Wir möchten in Oberösterreich allen Kindern gleiche Chancen im Zugang zur Informationstechnologie bieten."



Mag.ª Christa Höllhumber (+43 732) 77 20-117 44

Flüchtlinge, Asyl, Vorurteile

NEU: "Alles, was Recht ist", Heft 7/2005.
Die Zeitschrift der KiJA – der Kinder- und Jugendanwaltschaft Oö.


(LK) Rund 25.000 Flüchtlinge suchten im vergangenen Jahr in Österreich um Asyl an, darunter viele Kinder und Jugendliche, mehr als 900 von ihnen kamen unbegleitet - also ohne Angehörige - in unser Land. Die neue Ausgabe der Oö. Kinderrechtezeitung "Alles, was Recht ist" zum Thema Flüchtlinge, Asyl, Vorurteile, gibt diesen nüchternen Zahlen Gesichter und füllt sie mit Lebensgeschichten. Vorurteile werden unter die Lupe genommen und oft überraschende Antworten auf Fragen und Behauptungen gegeben:

  • Wo ist der "klügste Kopf Oberösterreichs" geboren? In Linz, in Freistadt, in Steyr?
    In keiner der genannten Städte, sondern in Banja Luka (Bosnien).
  • Welches Land nimmt die meisten Flüchtlinge auf? Die USA, die Niederlande, Kanada?
    Nein, es ist der Iran.
  • "Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Europa und nach Österreich."
    Irrtum. Die Anzahl der Asylanträge sinkt seit 2002. Und zwar deutlich.

Alle diese Informationen und noch viel mehr an Zahlen und Daten, Fakten und Mythen, Literaturtipps, Beratungsstellen und Internetseiten finden sich in der neuen Ausgabe.

 

"Alles, was Recht ist. Kinderrechtezeitung Oö. Heft 7/2005" richtet sich an Jugendliche ab vierzehn Jahren und an alle Erwachsenen. Sie wird in einer Auflage von 50.000 Stück in allen Polytechnischen Klassen, Berufsschulen und Gymnasien in Oberösterreich kostenlos verteilt. Die Zeitschrift bietet sich als Arbeitsgrundlage für den Unterricht an. Voll mit Informationen, Anregungen, Diskussionsstoff, Illustrationen und wichtigen Tipps.


"Alles, was Recht ist" ist kostenlos bei der KiJA Oö. erhältlich.
Promenade 37
4021 Linz
Tel.: (0732) 77 97 77
E-Mail: kija@ooe.gv.at
Icon Externer Linkwww.kija.at



Mag.ª Christine Winkler-Kirchberger (+43 732) 77 20-140 00

LH Pühringer überreichte Bundesauszeichnungen

(LK) Am 18. Oktober 2005 überreichte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer an verdiente Gemeindevertreter Bundesauszeichnungen.
Der Festakt fand in feierlichem Rahmen im Steinernen Saal im Linzer Landhaus statt.

 

Das "GOLDENE VERDIENSTZEICHEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH" erhielten:

  • Adolf PUTZ, ehem. Bürgermeister der Marktgemeinde Aschach an der Donau, aus Aschach an der Donau, und
  • Johann TRISCHITZ, ehem. Bürgermeister der Gemeinde Lengau, aus Schneegattern.

Das "SILBERNE VERDIENSTZEICHEN DER REPULBIK ÖSTERREICH" erhielten:

  • Leopold HASLINGER, ehem. Vizebürgermeister der Gemeinde St. Thomas am Blasenstein, aus St. Thomas am Blasenstein,
  • Anneliese LICHTENEGGER, ehem. Gemeinderätin der Marktgemeinde Bad Goisern, aus Bad Goisern, und
  • Josef BACHLEITNER, ehem. Vizebürgermeister der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing.

Die "GOLENDE MEDAILLE FÜR VERDIENSTE UM DIE REPUBLIK ÖSTERREICH" erhielten:

  • Elisabeth BARTINGER, ehem. Gemeinderätin der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing,
  • Ing. Sigurd BECKE, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing,
  • Franz HASLINGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing,
  • Siegfried LOCHNER, ehem. Gemeindevorstand der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing, 
  • Anton PERMATINGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing,
  • Franz PLAINER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing,
  • Direktorin i.R. Roswitha PROBST, ehem. Gemeinderätin der Gemeinde Munderfing, aus Munderfing,
  • Ludwig REBHAHN, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Atzbach, aus Wolfsegg a.H.,
  • Franz SEYRINGER, ehem. Vizebürgermeister der Gemeinde Gampern, aus Gampern,
  • Eduard GARSTENAUER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Großraming, aus Großraming,
  • Ing. Herwig GEIBLINGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Katsdorf, aus Katsdorf,
  • Franz MAYRHOFER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Katsdorf, aus Katsdorf,
  • Wilhelm TICHLER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Katsdorf, aus Katsdorf,
  • Adolf WACHS, ehem. Gemeindevorstand der Marktgemeinde Kefermarkt, aus Kefermarkt,
  • Ewald EBERHARDT, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Kirchberg-Thening, aus Kirchberg Thening,
  • Direktor Johann GRUFENEDER, ehem. Stadtrat der Stadtgemeinde Kirchdorf an der Krems, aus Kirchdorf an der Krems,
  • Franz POXLEITNER, ehem. Gemeinderat der Stadtgemeinde Kirchdorf an der Krems, aus Kirchdorf an der Krems,
  • Hermine KNEIDINGER, ehem. Gemeinderätin der Marktgemeinde Lembach im Mühlkreis, aus Lembach im Mühlkreis,
  • Franz WEINGARTMANN, ehem. Gemeindevorstand der Marktgemeinde Lembach im Mühlkreis, aus Lembach im Mühlkreis,
  • Franz HASLINGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Lengau, aus Schneegattern,
  • Alfred PAMMINGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Neustift, aus Neustift,
  • Karl MAYRHOFER, ehem. Gemeinderat der Marktgemeinde St. Florian, aus St. Florian
  • Rosa RECHBERGER, ehem. Gemeinderätin der Gemeinde St. Martin im Mühlkreis, aus St. Martin im Mühlkreis,
  • Franz FUCHS, ehem. Gemeindevorstand der Gemeinde St. Roman, aus St. Roman,
  • Josef GRÜNBERGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Roman, aus St. Roman,
  • Emanuel TRETSCH, ehem. Gemeinderat der Stadtgemeinde Schärding, aus Schärding,
  • Ing. Gudrun VALENTIN, ehem. Stadträtin der Stadtgemeinde Schärding, aus Schärding, und
  • RainerSTEINKOGLER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Schlatt, aus Breitenschützing.


Wolfgang Kreinecker (+43 732) 77 20-111 75

Termine der Beratungsstellen

Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, Icon Externer Linkhttp://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. +43 7272/758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • JugendserviceRied, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. +43 7752/715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. +43 7289/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. +43 7252/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels,  Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. +43 7722/222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. +43 7942/725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. +43 7582/604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. +43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. +43 7672/757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.


Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Freitag, 21. Oktober 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 9:00 bis 12:00 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 8:00 bis 12:00 Uhr sowie für den Bezirk Urfahr-Umgebung im PSZ Exit Sozial, Böhmerstraße 3, 4190 Bad Leonfelden, von 09:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Ludwig-Pfliegl-Gasse 11-13, 4780 Schärding, von 17:00 bis 19:00 Uhr, statt.

 

Weiters finden therapeutische Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige am Freitag, 21. Oktober 2005, für den Bezirk Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Sozialzentrum, Bahnhofstraße 14, ab 18:30 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Ludwig-Pfliegl-Gasse 13, ab 19:30 Uhr, für den Bezirk Grieskirchen im Pfarrheim Peuerbach, Georg von Peuerbachstraße 21, ab 19:00 Uhr, für den Bezirk Wels-Land in Lambach, Ortsstelle des Roten Kreuzes, Max-Pagl-Straße 8, ab 19:00 Uhr sowie für den Bezirk Urfahr-Umgebung, im Clubraum der Gemeinde Gallneukirchen, Reichenauerstraße 1, ab 19:00 Uhr,statt.





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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Direktor Mag. Martin Sturm und Direktor Mag. Karl Pramendorfer


am 19. Oktober 2005 zum Thema

"Highlights rund um den 200. Geburtstag Adalbert Stifters und Bilanz Stifterjahr 2005"


Rückfragen-Kontakt: Dr. Julius Stieber (+43 732) 77 20-154 93

STIFTERJAHR 2005

Seit Beginn heurigen Jahres feiert Oberösterreich gemeinsam mit südböhmischen und bayerischen Partnern anlässlich des 200. Geburtstages Adalbert Stifters (1805-1868) das Stifterjahr 2005. Mehr als 130 Veranstaltungen, Ausstellungen, Performances, Theaterabende, Konzerte und Lesungen sind mittlerweile über die Bühne gegangen. Das Besucherinteresse daran war enorm und übertraf alle Erwartungen. Mit Ende Oktober werden rund 140.000 Besucher bei den zahlreichen Veranstaltungen und Projekten des Stifterjahres gewesen sein. Allein die Leitausstellung des Stifterjahres "Vom Grund aller Dinge" im Meierhof des Stiftes Schlägl konnte bisher über 18.000 Besucher anlocken, ein äußerst hoher Wert für eine Ausstellung mit literaturhistorischem Inhalt.

 

Die Bilanz seitens des Landes Oberösterreich und aller Stifterjahr-Partner fällt aber nicht nur aufgrund des hohen Publikumszuspruchs äußerst erfolgreich aus, sondern auch aus anderen Gründen, die vor allem qualitativen Charakter haben.


86 Partner garantierten Vielfalt und Professionalität

 

So darf das Stifterjahr 2005 als groß angelegtes Kooperationsprojekt bezeichnet werden, das insbesondere zwischen dem Land Oberösterreich und dem Südböhmischen Kreis bestens funktionierte und wichtige kulturelle Gemeinsamkeiten entdecken ließ. Das Netzwerk der Projekte erstreckte sich dabei von Südböhmen (u.a. Horní Planá/Oberplan und Vyšší Brod/Hohenfurth), Bayern (u.a. München) und dem Mühlviertel (u.a. Schlägl, Schwarzenberg und Kirchschlag) über Linz und das oberösterreichische Alpenvorland (Bad Hall und Kremsmünster) bis ins Salzkammergut (Traunkirchen, Gmunden).

 

Bestmögliche Abstimmung bei den Kulturveranstaltern

 

Unter der Federführung der Landeskulturdirektion konnten insgesamt 86 Partner aus Kultur, Tourismus, Medien und öffentlichen Gebietskörperschaften für eine Zusammenarbeit im Stifterjahr gewonnen werden. Ergebnis waren über 130 Veranstaltungen, die von Literaturabenden im kleinen Kreis bis hin zu den großen Ausstellungsprojekten reichten. Die inhaltliche Koordination sowie das gemeinsame Marketing wurden über die Landeskulturdirektion abgewickelt. Dadurch war gewährleistet, dass die Veranstaltungen des Stifterjahres vom Publikum als ein zusammengehöriges Ganzes wahrgenommen und erlebt werden konnten. Es kam zu keinen terminlichen Überschneidungen und inhaltlichen Dubletten. In Summe wurden alle wichtigen Aspekte aus dem Leben und Schaffen Adalbert Stifters beleuchtet.

 

Neue Wege im kulturtouristischen Angebot

 

Mit dem OÖ. Tourismus war seitens der Landeskulturdirektion von Anfang an eine Zusammenarbeit angestrebt. Eigene kulturtouristische Stifterjahrprojekte wurden entwickelt. Mit den 22 Stifter-Wirten konnte ein qualitativ hochwertiges und originelles Projekt ("Stifter-Menüs") im kulinarischen Bereich ins Leben gerufen werden, das auch nach 2005 fortgeführt wird und grenzübergreifend im Mühlviertel und Südböhmen angeboten wird. Gemeinsam mit den Tourismusverbänden Böhmerwald und Mühlviertler Sterngartl wurden 10 Stifter-Themenwanderwege entwickelt und ausgeschildert. Hinzu kamen zahlreiche Wander- und Radrouten, die auf Stifters Spuren ins Mühlviertel und nach Südböhmen führen. Die Positionierung des Mühlviertels und Südböhmens als kulturtouristisch nutzbare Stifterlandschaft ist damit erreicht.

 

Stifter wird wieder gelesen

 

Auch der oberösterreichische Buchhandel hat sich am Stifterjahr beteiligt. Buchhändler wurden mit eigenem Werbematerial versorgt (Lesezeichen, Stifter-Bleistifte etc.) und seitens der Landeskulturdirektion fachlich in Sachen Stifterjahr beraten. Eigene Stifter-Regale wurden eingerichtet, Auslagen mit Stifter-Schwerpunkt gestaltet. Das Feedback insbesondere in Linz war groß. Literatur von und Literatur über Stifter verkaufte sich deutlich besser als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Als Indikatoren für diese Nachfrage können u.a. bereits vergriffen gewesene Titel wie Kurt Palms "Suppe Taube Spargel sehr sehr gut" oder die Stifterbiografie von Wolfgang Matz, die heuer im Stifterjahr wiederaufgelegt wurden und sich gut verkauften, herangezogen werden. Auch an diesen Zahlen sieht man, dass das Stifterjahr seine wesentlichen Ziele sicherlich erreicht hat: Stifter wird wieder mehr gelesen, das Wissen über Stifter ist größer geworden.

 

Stifterjahr brachte neue Sichtweisen und Zugänge: Stifterausstellungen im Zentrum der Aufmerksamkeit

 

Im Zentrum der Aufmerksamkeit in Sachen Adalbert Stifter standen heuer sicherlich die 17 Stifterausstellungen, die sich - zumeist an Stifter-Schauplätzen gelegen - mit den einzelnen Facetten Stifters beschäftigten. So war der Naturbeobachter und Naturwissenschaftler Stifter in der Leitausstellung "Vom Grund aller Dinge" (Stift Schlägl) zentrales Thema, der Exzentriker und Visionär in der Ausstellung "Nur Narr! Nur Dichter!" (Kloster Traunkirchen), der Pädagoge und Schulmann in einer Ausstellung im StifterHaus ("Kein Wesen wird so hülflos geboren als der Mensch"), der Kunstsammler und -kritiker in der Landesgalerie Linz ("Adalbert Stifter und die Gründung der Landesgalerie") und der späte, von schwerer Krankheit gezeichnete Stifter in der Metzvilla in Kirchschlag("Lebenszeichen"). Dazu kamen Auseinandersetzungen mit Werken Stifters, wie z.B. mit dem "Witiko" im Zisterzienserstift Hohenfurth ("Rose und Schwert").
Gerade das umfassende und gut abgestimmte Ausstellungsangebot hat ganz wesentlich zum großartigen Besuchererfolg und zur Popularisierung Stifters beigetragen sowie auch einen wesentlichen Teil der Vermittlungsarbeit und Neubewertung Adalbert Stifters geleistet. Alle genannten Ausstellungen haben nur mehr bis 26. Oktober geöffnet!

Zeitgenössische Wiederentdecker

 

Neben namhaften Institutionen wie der Landesgalerie Linz, dem Museum Moderner Kunst Passau, dem O.K Centrum für Gegenwartskunst, dem Nordico-Museum der Stadt Linz, dem Stifterhaus Linz und dem Landestheater Linz widmeten sich auch große Festivals wie das Festival der Regionen, das Internationale Brucknerfest Linz, das Festival des Neuen Heimatfilms Freistadt und die Kulturvermerke Gmunden dem Stifter’schen Opus.

 

An der Wiederentdeckung und Neubewertung Stifters waren aber auch zahlreiche Gegenwartskünstlerinnen und -künstler beteiligt, u.a. Kurt Palm, Gotthard Wagners "sunnseitn", Herbert Friedl, und Autorinnen und Autoren wie Jiří Gruša, Barbara Frischmuth, Alois Brandstetter, Peter Rosei, Milan Uhde, Margit Schreiner oder Eda Kriseová. Außerdem beteiligten sich auch die Berufsvereinigung Bildender KünsterInnen OÖ., der OÖ. Kunstverein sowie das Netzwerk Memoria (mit den Autoren Andreas Weber, Walter Kohl und Rudolf Habringer) jeweils mit einem Projekt. Stifter wurde damit auch für viele Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart ein Ausgangspunkt bzw. Reibebaum, der den eigenen, heutigen Standpunkt reflektieren half und Stifters Welt aus neuer Perspektive betrachten ließ

 

Stifterjahr - ein medialer Erfolg

 

Das Stifterjahr war nicht nur Thema in internationalen Medien, sondern wurde auch in Österreich intensiv rezipiert. Trotz des Staatsvertragsjubiläums und der damit einhergehenden intensiven Medienberichterstattung konnte sich das Stifterjahr 2005 exzellent behaupten und gerade in Oberösterreich so etwas wie eine Themenführerschaft im Bereich Kulturberichterstattung entwickeln. Vor allem im Bereich Reisejournalismus konnte man auch in international angesehenen Medien wie der "Zeit" und der "Süddeutschen Zeitung" mit dem Stifterjahr große Aufmerksamkeit wecken. Hinzu kamen eine Fülle von Buchneuerscheinungen, u.a. von Arnold Stadler ("Mein Stifter") und Leopold Federmair ("Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie"), die ebenfalls wesentlich zu einer Neubewertung und breiteren medialen Aufmerksamkeit Adalbert Stifters beitrugen.

 

Von der Vielfalt einer faszinierenden Künstlerpersönlichkeit

 

Resümierend kann man daher festhalten, dass das Stifterjahr 2005 vor allem ein groß angelegtes Vermittlungsprojekt in Sachen Literatur und Adalbert Stifter war. Zu entdecken gab es Stifter in der ganzen Bandbreite seiner persönlichen und künstlerischen Biografie: als Pädagogen, der unverbrüchlich an die menschliche Entwicklung durch Bildung glaubte und sich als oberösterreichischer Landesschulinspektor für Reformen im Volksschulwesen engagierte; als Landeskonservator, der sich um die Denkmalpflege und den Erhalt des Kulturerbes verdient machte; als Kunstsammler, -kritiker und Maler, der mit dem OÖ. Kunstverein den Grundstein für die heutige Landesgalerie Linz legte. Vor allem aber war Stifter als Weltliterat und Wegbereiter der Moderne, dessen hellsichtige Beschreibungen des Verhält-nisses von Mensch und Natur bis heute ihresgleichen suchen, das ganze Jahr über gegenwärtig.


Highlights zum "Stifterjahr-Finish" im Oktober

 

Einige Höhepunkte des Stifterjahres stehen aber noch bevor, und zwar all jene Projekte, die rund um Stifters 200. Geburtstag, der am 23. Oktober gefeiert wird, angesiedelt sind. So richtet am 23. Oktober Adalbert Stifters Geburtsort, die Gemeinde Oberplan, ein Fest für Stifter aus, bei dem u.a. der Autor und ehemalige tschechische Kulturminister Milan Uhde den Festvortrag halten wird. Weiters unternehmen mit neu geschaffenen Kompositionen Peter Androsch im Landestheater Linz (22.10.) und Balduin Sulzer im Brucknerhaus Linz (25.10.) musikalische Stifter-Erkundungen und die Kulturvermerke Gmunden widmen sich - passend zum Thema der Stifterausstellung "Nur Narr! Nur Dichter!" in Traunkirchen - im Rahmen eines Symposions dem Apokalyptischen und Utopischen im Werk Stifters.

  • URAUFFÜHRUNG "SCHWARZE ERDE - 12 GESÄNGE NACH STIFTER" VON PETER ANDROSCH UND SILKE DÖRNER
    Samstag, 22. Oktober 2005, 19:30 Uhr: Linz - Landestheater Linz (Kammerspiele)

"Wie weiße Pfeile / fährt das Eis / in finsterer Luft / gegen schwarze Erde..."
Die Naturbeschreibungen Adalbert Stifters sind ein an Bilderreichtum und Sprachgewalt einzigartiger Kosmos. Kaum ein anderer Autor hat sich derartig mit den Kräften und Gesetzen der Natur auseinandergesetzt und sie auf den Menschen und das menschliche Miteinander übertragen. Ausgehend von diesen eindrücklichen wie expressiven Landschafts- und Naturbeschreibungen entwickelte der Linzer Komponist Peter Androsch zusammen mit der Librettistin Silke Dörner und der Regisseurin und Ausstatterin Renate Schuler für Schwarze Erde musikalische Bilder unterschiedlichster Naturerfahrungen. In zwölf Gesängen entführen vier Solisten, Chor und Orchester des Landestheaters Linz gemeinsam mit einem Schauspieler den Zuschauer in kleine traumhafte wie surreale Welten und poetische Bilder: Miniaturen unterschiedlichster Naturphänomene, von "Sturm" über "Hagel", "Regen", "Finsternis" oder "Hitze" zu "Duft", "Licht" und "Weite". Eine musiktheatrale Reise in Stifters Gedankenwelt - und eine bisweilen humorvolle, augenzwinkernde Auseinandersetzung mit dessen Landschaftsbildern.

 

Peter Androsch

wurde in Wels geboren. Nach abgebrochenen Studien und Ausbildungen am Bruckner-Konservatorium Linz (u. a. Jazz, Gitarre), der Musikhochschule Wien (Austro-Mechana-Kompositionskurs) und der Universität Linz (Volkswirtschafts- und Sozialwirtschaftslehre) lebt und arbeitet er als Komponist in Linz. Androsch schrieb zahlreiche Werke für das Musiktheater, u.a. Pussycats (UA 2005, Theater Phönix, Linz), Domino (UA 2001, Brucknerhaus Linz), Fleisch - Eine Hinrichtung (UA 1999, Festival der Regionen), Schreber (UA 1999, Stadttheater Klagenfurt) oder Geschnitzte Heiligkeit - Anton Bruckner und die Frauen (UA 1996, Brucknerfest Linz). Am Landestheater Linz wurden 2001 seine Oper Zeichner im Schnee sowie 2002 die Ballettmusik Der Schlaf der Vernunft uraufgeführt. Darüber hinaus komponierte er Orchester-, Bühnen-, Ballett-, Chor- und Filmmusiken, u. a. im Auftrag der Ars Electronica Linz, des Brucknerhauses Linz, des ORF, des Steirischen Herbsts, der Wiener Festwochen oder des ZDF Mainz. Seine Kompositionen wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u. a. mit dem Anton-Bruckner-Stipendium 2004, dem Österreichischen Staatsstipendium für Komposition 2002, dem Oberösterreichischen Landeskulturpreis 2000 und dem Kunstförderungsstipendium der Stadt Linz 1995.

 

Silke Dörner

studierte Romanistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Siegen, Paris und Braunschweig. 1990-1992 war sie als freie Übersetzerin und Dolmetscherin bei IMA Productions für ARTE und France 3 in Paris tätig. Seit 1994 erhielt sie u. a. Engagements am Staatstheater Braunschweig, am Stadttheater Trier, beim Rossini Opernfestival Rügen, beim Gesangswettbewerb "Neue Stimmen" der Bertelsmann-Stiftung Gütersloh sowie am Landestheater Linz. Am Theater Phönix Linz arbeitet sie seit 1995 als Dramaturgin. Seit 1997 ist sie auch als Autorin und Librettistin tätig, oft in Zusammenarbeit mit Peter Androsch: Frau kocht Huhn (UA Theater Phönix, 1997), Loving Garbo (Gebhartl/Dörner, UA Theater Phönix, 1998, Dramatikerpreis des Landes Oö), Fleisch - Eine Hinrichtung (Androsch/Dörner, UA Festival der Regionen, 1999), Domino (Androsch/Dörner, UA Brucknerhaus, 2001), t0...zeit.punkt.null, eine multimediale Zeitreise für 3 Schauspieler/innen, 6 Tänzer/innen und 9 Gegenstände (Konzept: Renate Schuler, Originaltexte/Textcollage: Dörner/Schuler, UA choreographiccentrelinz, 2004), Pro Brass, Hymnos - Eine Fluchkaskade (Androsch/Dörner, UA Festival der Regionen, 2003), Pussycats!, (Androsch/Dörner, UA Theater Phönix, 2005).

 

Ort: Landestheater Linz, Kammerspiele, Promenade 39, A-4020 Linz
Karten: Tel. +43/(0)800/218000 bzw. kassa@landestheater-linz.at
Weitere Informationen: Icon Externer Linkwww.landestheater-linz.at

  • FEIER ANLÄSSLICH DES 200. GEBURTSTAGES ADALBERT STIFTERS
    Sonntag, 23. Oktober 2005, ab 10.00 Uhr: Oberplan/Horní Planá - Stadtplatz

Das künstlerische Geburtstagsfest beginnt um 10:00 Uhr auf dem Stadtplatz von Horní Planá/Oberplan. Auf Grußworte von Bürgermeister Jiří Hůlka (Horní Planá/Oberplan), Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer (Oberösterreich) und Kreishauptmann RNDr. Jan Zahradník (Südböhmen) folgt der Festvortrag des Autors und ehemaligen tschechischen Kulturministers Dr. Milan Uhde. Für den musikalischen Rahmen sorgt die Südböhmische Kammerphilharmonie České Budĕjovice/Budweis. Nach dem Mittagessen geht es um 14:30 Uhr zur Besichtigung des Adalbert-Stifter-Geburtshauses und um 15:30 Uhr auf einem geführten Rundgang in den rekultivierten Adalbert-Stifter-Park Dobrá Voda. Nach einer Kranzniederlegung am Adalbert-Stifter-Denkmal am Gutwasserberg (16:00 Uhr) findet um 16:45 Uhr ein kurzer Festgottesdienst in der Gutwasserkapelle statt. Ab 18.30 Uhr lädt das Adalbert-Stifter-Zentrum schließlich zu einem Literaturabend zur Ehrung Adalbert Stifters ein. Mit dabei: Antonín Bajaja, Peter Becher, Ivan Binar, Ulrike Budde, Jenny Schon, Bernhard Setzwein und Wolfgang Sréter.

 

Ort: Stadtplatz - Kultur- und Informationszentrum, CZ-38226 Horní Planá/Oberplan, Tel. 00420 / 380 / 738 107

  • KULTURVERMERKE GMUNDEN 2005 "JETZT ODER NIE": UTOPISCHES UND APOKALYPTISCHES IM WERK ADALBERT STIFTER
    Montag, 24. Oktober 2005, 15:00 Uhr / Mittwoch 26. Oktober 2005, 11:00 Uhr: Gmunden - Galerie 422

Auch die Kulturvermerke als das wohl wichtigste Forum für den Kunst- und Kulturdiskurs in Oberösterreich unternehmen 2005 einen Abstecher in Stifters Welt, die so oft im Kontrast zu ihrem Schöpfer steht. Adalbert Stifter gilt zwar gemeinhin nicht unbedingt als Stephen King des Biedermeier. Und doch ist das Gesetz, das die Welt seiner Figuren regiert, nicht durchwegs ein sanftes: In den scheinbar so idyllischen Wäldern und Wiesen rund um Stifters Lieblingskulisse Oberplan sind zahlreiche Geschichten über Seuchen und Kriege beheimatet, werden wieder und wieder apokalyptische Leitmotive variiert. Verbirgt sich hinter dem "Heimatdichter" ein Horrorpoet?  Oder beherrschte Stifter einfach nur die Kunst, seine sanften Utopien vor einem apokalyptischen Background umso eindringlicher in Szene zu setzen? Die Kulturvermerke gehen diesen Fragestellungen in einem eigenen Symposion am Montag, 24. Oktober, ab 15:00 Uhr nach, mit einer Einführung zum Thema von Dr. Paul Stepanek (Landeskulturdirektion) und Vorträgen von Dr. Markus Kreuzwieser ("Thomas Bernhards Stifterlektüren"), Prof. Dr. Konstanze Fliedl ("Stifters Liebesutopien") und Dr. Johannes John ("Utopie des fertigen Textes"). Der Stifter-Schwerpunkt der Kulturvermerke wird dann am Mittwoch, 26. Oktober, ab 11:00 Uhr mit Autorenlesungen  fortgesetzt. Unter dem zum Abschluss des Stifterjahres passend gewählten Motto "Schluss mit Stifter" lesen u.a. Elisabeth Vera Rathenböck, Julian Schutting und Richard Wall ihren Lieblings-Stifter und eigene Beiträge.

 

Ort: Galerie 422, An der Traunbrücke 9, A-4810 Gmunden, Tel.: +43/7612/62668
Weitere Informationen: Kulturbüro Gmunden, Griesstraße 12, A-4600 Wels, Tel. +43/7242/47494, E-Mail: kulturbuero.skokan@aon.at, Icon Externer Linkwww.kulturvermerke.at

  • URAUFFÜHRUNG ORCHESTERKONZERT SYMPHONIE NR. 6 "ADALBERT STIFTER" FÜR BASS-SOLO, CHOR UND ORCHESTER VON BALDUIN SULZER
    Dienstag, 25. Oktober 2005, 19.30 Uhr: Linz - Brucknerhaus Linz (Großer Saal)

Das mehrsätzig angelegte Werk versteht sich als eine Art musikalischer Wanderung entlang der Persönlichkeit Adalbert Stifters. Eine lose zusammengestellte Abfolge von Textfragmenten aus dem literarischen Fundus des Dichters soll die Gelegenheit vermitteln, dessen geistige Landschaften und psychische Befindlichkeiten über den Umweg symphonischer Spiegelungen zu beobachten: die geheimnisvolle Anzie-hungskraft des Waldes; das festgewurzelte pädagogische Ethos; die "himmel-schönen Ideale der Frauenlieb"; die Banalitäten des Alltags; und schlussendlich das Bekenntnis: "... ich gebe den Schmerz nicht her, weil ich sonst auch das Göttliche hergeben müsste...".

 

Es spielt das Brucknerorchester Linz unter der Leitung von Dennis Russell Davies. Weiters: Albert Pesendorfer (Bass), Mozartchor des Linzer Musikgymnasiums und Linzer Jeunesse Chor. Das Programm wird durch Johannes Brahms Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90 ergänzt.

 

Balduin Sulzer

1932 geboren, erhielt eine umfassende musikalische Ausbildung am Bruckner-konservatorium Linz, an der päpstlichen Musikhochschule Rom und an der Musikhochschule Wien. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit unterrichtete Sulzer und war mehrere Jahre Domkapellmeister in Linz. Zu seinem Hauptwerk zählen Symphonien, Konzerte, Kammermusik und Vokalwerke.

 

Ort: Brucknerhaus Linz - Großer Saal, Untere Donaulände 7, A-4010 Linz, Tel. +43/(0)732/775230, kassa@liva.co.atIcon Externer Linkwww.brucknerhaus.at


Pressekontakt STIFTERJAHR 2005:

 

Landeskulturdirektion Oberösterreich, Dr. Julius Stieber, Promenade 37, A-4021 Linz
Tel. 0732 / 7720 - 15493, E-Mail: julius.stieber@ooe.gv.at

 

Icon Externer Linkwww.stifter2005.at



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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Professor Dr. Josef Penninger
Leiter des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie für Wissenschaften


am 18. Oktober 2005 zum Thema

"Erste Oö. Wissenschaftskonferenz"


Weitere Gesprächsteilnehmer:

Mag. Bernhard Baier, Abteilung Bildung


Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Oberösterreich steht in diesen Tagen ganz im Zeichen der Wissenschaft. Am 19. Oktober vor 40 Jahren hat sich das erste Professorenkollegium der Johannes Kepler Universität Linz konstituiert. Bei der "Ersten Oberösterreichischen Wissenschaftskonferenz" am 18. Oktober 2005 an der JKU stehen erstmals sämtliche Forschungseinrichtungen des Landes im Mittelpunkt.

 

Konferenz als Leistungsschau von Wissenschaft und Forschung

 

Oberösterreich verfügt über zahlreiche wissenschaftliche Einrichtungen, über die es aber keine gemeinsame Klammer gibt. In der 1. Oö. Wissenschaftskonferenz geht es daher darum, einen Überblick über die Einrichtungen in ihrer Breite zu geben.

 

Ein möglichst breites Publikum soll darüber informiert werden, was in Oberösterreich im Bereich Wissenschaft und Forschung geleistet wird. Gleichzeitig soll der Dialog zwischen Wissenschaft und Politik intensiviert werden.


492 Patentanmeldungen aus Oberösterreich im Jahr 2004

 

Bei den Patenten, einem Indikator für Kreativität im Bereich Forschung und Entwicklung, liegt Oberösterreich mit 492 Patentanmeldungen beim Österreichischen Patentamt hinter Wien und vor der Steiermark an zweiter Stelle (2004). Laut einer Eurostat-Berechnung aus dem Jahr 2002 weist unser Bundesland 209 Patentanmeldungen je 1 Million Einwohner auf, das ist deutlich über dem EU-Schnitt von 158.
Anstoß für Vernetzung und Koordination

 

Neben außergewöhnlichen "Solistenleistungen" im Bereich der Forschung soll die Erste Oö. Wissenschaftskonferenz auch die eine oder andere "Orchesterleistung" auf internationalem Niveau möglich machen.

 

Sie soll einen Anstoß zu einer verstärkten Vernetzung und Koordination geben, zwischen den einzelnen Einrichtungen, aber auch zwischen Grundlagenforschung und angewandter Forschung.


Noch mehr Ergebnisse aus Grundlagenforschung umsetzen

 

Wir brauchen die Grundlagenforschung, die den kreativen Freiraum für Forscher bietet. Die Grundlagenforschung ist die "Mutter jeder Anwendung". So ist beispielsweise das mathematische Verfahren von Johann Radon, die Radon-Transformation, heute die Grundlage der Computertomographie.

 

Es geht künftig darum, noch mehr Patente und Ergebnisse der Grundlagenforschung als bisher in marktfähige Produkte umzusetzen. Damit kann die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere von kleinen und mittleren Betrieben auf in- und ausländischen Märkten gestärkt werden.

 

Vor allem muss Innovationstransfer in den "Middle- und Low-Tech"-Bereichen verstärkt werden, denn gerade in diesem Sektor mit großem Arbeitsplatzpotenzial muss Oberösterreich noch besser werden. Starke Regionen in Europa, wie Mailand oder Barcelona, haben das erkannt und können daher auf ein großes Wachstum an Arbeitsplätzen verweisen.


Überblick im Forschungs- und Wissenschaftsraum Oö. behalten

 

Durch verstärkte Vernetzung und Koordination soll aber auch verhindert werden, dass durch die immer rasanter werdende technologische Entwicklung der Überblick im Forschungs- und Wissenschaftsraum verloren geht. Das ist in einigen Großkonzernen in den letzten Jahrzehnten passiert und kommt auch heute noch da und dort vor, mit der Folge, dass einiges Geld in innerbetriebliches Wissensmanagement investiert werden muss.


Signal: Oberösterreich geht gut gerüstet in die Zukunft

 

Den Menschen zu zeigen, dass Forschung und Entwicklung ein entscheidendes Stück Zukunftssicherung ist, ist eine Daueraufgabe von Politik, Wirtschaft, aber auch der Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen selbst.

 

In welcher Breite und in welcher Qualität diese Zukunftssicherung bereits heute in unserem Land passiert, muss noch deutlicher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

 

Die Erste Oö. Wissenschaftskonferenz soll daher auch ein Signal an die Menschen in unserem Land sein, dass Oberösterreich in diesem Bereich gut gerüstet in die Zukunft geht.

 

Folgende Einrichtungen in Oberösterreich werden im Rahmen der 1. Oö. Wissenschaftskonferenz präsentiert:

 

I. Wissenschaftliche Einrichtungen:

  • Oö. Landesmuseum
  • Oö. Landesarchiv
  • Benediktinerstift Kremsmünster - Sternwarte
  • Ludwig Boltzmann Institut für operative Laparoskopie
  • Akademie der Wissenschaften
    • Johann Radon Institut für Computerorientierte und Angewandte Mathematik (RICAM)
    •  Institut for Limnology
  • Konrad-Lorenz-Forschungsstelle für Ethologie in Grünau

II. Forschungsgesellschaften:

  • Christian Doppler Laboratorien der Christian Doppler Forschungsgesellschaft
    • für Oberflächenoptische Methoden
    • für Automatisierung mechatronischer Systeme der Stahlindustrie
  • Upper Austrian Research GmbH
  • PROFACTOR Produnktionsforschungs GmbH
  • Math Consult GmbH
  • DICE GmbH&CoKG
  • Konarka Austria Forschungs- und Entwicklungsges.m.b.H.
  • AEC Ars Electronica Center

 III. Kompetenzzentren:

  • WOOD - Wood Composites & Chemistry Center, Kompetenzzentrum Holz GmbH
  • PCCL - Polymer Comptence Center Leoben GmbH (Außenstelle Wels)
  • LCM - Linz Center of Comptence in Mechatronics mbH
  • SCCH - Software Competence Center Hagenberg GmbH
  • LKR -  Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen GmbH
  • ikma - Industrielles Kompetenzzentrum für Mechatronik und Automation
  • IMCC - Industrial Mathmatics Competence Center
  • KnetMET - Kompetenznetzwerk für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensabwicklung
  • AAR - KnetLuftfahrttechnologie/Verbund- und Leichtwerkstoffe
  • Life Tool - Integration durch Kompetenz
  • maz  - Mikrochirurgisches Ausbildungs- und Forschungszentrum
     ASIC

IV. Universitäten und FH-Studiengänge:

  • Johannes Kepler Universität Linz
  • Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz
  • Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz
  • Anton Bruckner Privatuniversität Linz
  • FH Oberösterreich mit Studiengängen in Wels, Hagenberg, Steyr und Linz

Prof. Josef Penninger als prominenter Referent

 

Als prominenter Gastreferent zum Thema "Trends und Chancen im Forschungsspektrum" konnte der Leiter des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Josef Penninger, gewonnen werden.

 

Josef Penninger wurde am 5. September 1964 in Gurten (Oö.) geboren. Nach der Volksschule in Gurten besuchte er das humanistische Gymnasium in Ried im Innkreis.

 

1982 bis 1988 Medizinstudium an der Uni Innsbruck, daneben studierte er Kunstgeschichte und Spanisch. Doktorarbeit schrieb er beim Innsbrucker Pathologen und Alternsforscher Georg Wick über "Phenotypical and functional analysis of intrathymic nurse (TCN)-Lymphocytes" und wurde 1990 zum Dr. med. promoviert. 1990 bis 1994 war Penninger als Post-Doc am Ontario Cancer Institute tätig.

 

1994 bis 2003 war er "Principal Investigator" beim US-Gentechnikkonzern Amgen und arbeitete als solcher am Department of Immunology and Medical Biophysics der University of Toronto. Seit 2003 Wissenschaftlicher Direktor am IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie).

 

Josef Penninger hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. In Kanada war er "Young leader in medicine in Canada" durch "Globe and Mail" 2000, zwei Mal wurde er in die "Top 10" der modernsten Wissenschafter des Jahres aufgenommen und im Jahr 2001 unter die "Top 40 under 40" Kanadas gewählt.

 

Vom Magazin "Esquire" wurde er in die Reihe der "Zehn interessantesten Menschen des Jahres 2000" aufgenommen.

 

Josef Penninger ist auch "Wissenschaftler des Jahres 2003". Die Auszeichnung, die alljährlich vom Österreichischen Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten verliehen wird, wurde dem Mediziner in Wien überreicht.

 

Seine wissenschaftlichen Leistungen schlagen sich in 190 Arbeiten nieder, von denen eine große Zahl in führenden Journalen wie Nature, Science oder Cell publiziert wurde.



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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Sozial-Landesrat Josef Ackerl

am 19. Oktober 2005 zum Thema

"Frühförderung in Oberösterreich - Präsentation einer Kund/innenbefragung"


Weitere Gesprächsteilnehmer:

Mag.ª Evelyn Hanl, Sozialabteilung


Rückfragen-Kontakt: Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12

Frühförderung in Oberösterreich

 

Was ist Frühförderung?

 

Frühförderung ist eine heilpädagogische, familienbegleitende ganzheitliche Förderung. Sie ist ein Angebot für Kinder mit Entwicklungsverzögerung bzw. Beeinträchtigung oder für Kinder, bei denen die Wahrscheinlichkeit einer Beeinträchtigung besteht bzw. nicht ausgeschlossen werden kann. Frühförderung wird möglichst frühzeitig angeboten, im Lebensabschnitt zwischen der Geburt bis zum Schuleintritt bzw. dem Eintritt in einen heilpädagogischen Kindergarten. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei jedoch rein um eine Förderung der Entwicklung der Kinder und eine Beratung der Eltern, nicht um eine Therapie.

 

Wie funktioniert Frühförderung?

  1. Abklärung/Clearing:
    Frühförderung beginnt mit einem Informationsgespräch, um den Förderbedarf des Kindes festzulegen und die Entwicklungsschwerpunkte zu formulieren, und zwar sowohl bezogen auf die Förderung des Kindes selbst als auch dessen Umwelt.
  2. Förderung des Kindes in den Bereichen:
    Bewegung, Wahrnehmung, Sprache, kognitiver Bereich, sozial-emotionaler Bereich, Spielentwicklung und Selbstständigkeit
  3. Beratung und Begleitung der Eltern:
    • Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz und der Elternroll
    • Information, Beratung und Unterstützung hinsichtlich der Entwicklung des Kindes, der Suche nach ergänzenden und weiterführenden Maßnahmen (z.B. Therapeuten, Kindergarten, Schule); Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen, Gestaltung des Spiel- und Erfahrungsraumes des Kindes, Auswahl der Spielmaterialien, Ausschöpfung der rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten
    • Miteinbeziehen der Geschwisterkinder und Sensibilisierung der Eltern für die Bedürfnisse der Geschwister
    • Unterstützung der Eltern, ihr Kind als Persönlichkeit wahrzunehmen und mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen
  4. Kooperation mit Therapeuten, Ärzten, Kindergärten, Schulen

Wie wird Frühförderung angeboten?

 

Wie bei vielen anderen Angeboten des oberösterreichischen Sozialressorts bedient sich dieses auch bei der Frühförderung verschiedener Träger. Für die "normale" Frühförderung sind dies das OÖ. Hilfswerk, die Miteinander GmbH, die Lebenshilfe und das Zentrum Spattstraße. Die Sehfrühförderung wird vom Konvent der Barmherzigen Brüder oberösterreichweit angeboten.

 

Im Juli 2000 wurden Qualitätsstandards für die Frühförderung erarbeitet und Leistungspreise kalkuliert, im Jänner 2001 wurden Leistungsverträge mit den Trägern abgeschlossen. Jährlich werden die Leistungsmengen neu vereinbart, sollte während eines Jahres eine zu große Warteliste entstehen, werden die Ressourcen aufgestockt. Die Frühförderung hat sich seit 2000 wie folgt entwickelt:

 

Frühförderung in Oberösterreich

     

 

2001

2002

2003

2004

2005

Kinder

257

282

311

334

380

FE

9496

10152

11315

12172

13705

PE

20,40

20,58

25,40

25,41

28,76

Budget

1.015.509,00

1.011.285,00

1.250.483,00

1.250.485,00

1.539.782,00

 

FE=Frühfördereinheit=180 Min.: 90 Min. "direkt", 60 Min. Vor- und Nachbereitung, 30 Min. Fahrzeit
PE=Personaleinheiten: Vollzeitäquivalent 38 bis 40 Stundenwoche

 

Frühförderung fällt in den Pflichtleistungsbereich, deshalb werden 45% der Ausgaben auf die Gemeinden umgelegt. Die Kosten je Frühfördereinheit  betragen 109 Euro, dazu leisten die Eltern einen Beitrag von 15%, wenn Pflegegeld bezogen wird bzw. 10%, wenn kein Pflegegeld bezogen wird. Derzeit werden durchschnittlich 36 Einheiten pro Jahr beim Kind erbracht, maximal sind 40 Einheiten pro Jahr möglich.

 

Wer macht die Frühförderung?

 

Derzeit sind die Frühförderinnen - nur Frauen - ca. 22 Stunden angestellt, 2005 waren also etwa 50 Mitarbeiterinnen als Frühförderinnen beschäftigt. Ab Jänner 2006 unterstützt das Land Oberösterreich einen weiteren Ausbildungslehrgang dahingehend, dass 50% der Ausbildungskosten (6.544 Euro/Teilnehmerin) vom Land getragen werden, weitere 25% nach erfolgreichem Abschluss. Eine wichtige Maßnahme, um die Qualität in diesem wichtigen Bereich sicherzustellen.

 

Eine weitere Maßnahme der Qualitätssicherung ist die Kund/innenbefragung. Die erste wurde von August bis September 2001 durchgeführt, damals gaben 76% der Befragten der Frühförderung die Note "Sehr gut", ca. 18% "Gut". Die Statistikabteilung des Landes hat im Auftrag des Sozialressorts heuer neuerlich eine Zufriedenheitsbefragung durchgeführt.

 

Kund/innenbefragung 2005 zur Frühförderung in Oberösterreich

 

Gesamt wurden 455 Fragebögen versandt, davon 101 für die Sehfrühförderung. Die Rücklaufquote betrug 52,2%. Die ausgefüllten Fragebögen wurden getrennt ausgewertet.

 

Frühförderung

 

68% der Befragten haben zum Zeitpunkt der Befragung die Frühförderung noch in Anspruch genommen, 32% hatten sie bereits beendet. Dabei kamen 32% von der Lebenshilfe, 29% vom Zentrum Spattstraße, 20% vom Oö. Hilfswerk und 19% von der Miteinander GmbH. Beim überwiegenden Teil, nämlich 46%, betrug die Inanspruchnahme 1 Jahr, bei weiteren 30% 2 Jahre, 3 Jahre bei 9%. Die meisten der Kinder waren zum Zeitpunkt der Befragung 3 Jahre alt, nämlich 24%, gefolgt von 21% Vierjährigen und 19% Fünfjährigen sowie 14% Zweijährigen. In den meisten Fällen handelte es sich um Familien mit 2 Kindern (43%), gefolgt von Familien mit nur einem Kind oder 3 Kindern (je 22%). Mehr als die Hälfte der Befragten hat von der Frühförderung vom Arzt (29%) oder im Krankenhaus (28%) erfahren, zusammen 57%. Zwischen dem ersten Gespräch und dem Start der Frühförderung verging dann selten viel Zeit, bei 10% der Befragten nur bis zu 2 Wochen, bei 37% bis zu einem Monat und bei 31% zwischen 2 und 3 Monate.

 

Diagramme der Befragung, Text weiter Seite 7, unten

 

Tortendiagramm Dauer der Inanspruchnahme der FrühförderungTortendiagramm Alter des Kindes bei Befragung zur Frühförderung

Tortendiagramm zur Anzahl der Kinder in der Familie bei Inanspruchnahme der FrühförderungTortendiagramm über Informationen zur Frühförderung

Tortendiagramm zur Zeitintervall 1. Gespräch - Start der FrühförderungTortendiagramm zum Alter des Kindes bei Beginn der Frühförderung

 

Die Zufriedenheit der Kund/innen zeigte auch in diesem Jahr enorm hohe Werte. Ob beim Erstkontakt - für 90% verlief der Kontakt sehr zufriedenstellend, 95% fühlten sich dabei mit ihren Anliegen und Sorgen sehr ernst genommen - , beim Verlauf - 91% erleben die Frühförderung als Unterstützung, für weitere 6% trifft dies eher zu, und 88% bzw. 9% gaben an, ihr Kind fühle sich in der Frühförderung sehr bzw. eher wohl - oder beim Abschluss - 72% waren mit der Abschlussphase sehr bzw. weitere 11% eher zufrieden - gaben die Eltern durchwegs nur positive Bewertungen ab. Und so fiel auch in diesem Jahr die Gesamtbewertung für die Frühförderung äußerst positiv aus:

 

Tortendiagramm bezüglich Schulnoten für Zufriedenheit über Frühförderung

 

Sehfrühförderung

 

Die Sehfrühförderung wird oberösterreichweit vom Konvent der Barmherzigen Brüder angeboten. Zum Zeitpunkt der Befragung nahmen noch 76% der Befragten die Frühförderung in Anspruch. Knapp ein Viertel nahm die Sehfrühförderung zwei Jahre in Anspruch (24%), weitere 22% gar vier Jahre, jeweils 16% ein bzw. drei Jahre. Mehr als ein Viertel der Kinder war zum Zeitpunkt der Befragung fünf Jahre alt (26%), jeweils 19% der Kinder waren zwei bzw. drei Jahre alt, mit den 14% Vierjährigen waren mehr als drei Viertel der Kinder zwischen ein und fünf Jahre alt. Beinahe die Hälfte der befragten Familien hatten zwei Kinder (48%), 27% drei Kinder und 20% nur ein Kind. Einen großen Unterschied zur übrigen Frühförderung erkennt man bei der Frage, woher die Eltern die Informationen über die Sehfrühförderung erhielten, nämlich fast zwei Drittel (64%) im Krankenhaus, weitere 18% beim Arzt. Dies ist wohl größtenteils auf den Träger der Sehfrühförderung selbst zurückzuführen. Zwischen dem ersten Gespräch und dem Start der Sehfrühförderung verstrich bei mehr als der Hälfte (57%) gerade einmal bis zu einem Monat Zeit, bei weiteren 17% waren dies bis zu zwei Wochen bzw. bei ebenso vielen ein bis drei Monate.

 

Noch höher als bei der übrigen Frühförderung fällt hier die Bewertung der Zufriedenheit aus. So verlief für 96% der Befragten der Erstkontakt zufriedenstellend, für die restlichen 4% eher zufriedenstellend. 91% erleben oder erlebten die Sehfrühförderung als Unterstützung, für weitere 7% trifft des eher zu, und 78% bzw. 18% meinten, ihr Kind fühle sich in der Frühförderung wohl bzw. eher wohl. 85% waren schließlich mit der Abschlussphase sehr, weitere 8% eher zufrieden. Gesamt betrachtet ergibt sich eine überdurchschnittlich hohe Zufriedenheit der Befragten mit der Sehfrühförderung, wodurch die schlechteste vergebene Schulnote eine Drei ist:

 

Tortendiagramm bezüglich Schulnoten für Zufriedenheit mit der Sehfrühförderung

 

"Eine persönliche Anmerkung eines Elternteils lautete: ´Ich bin sehr zufrieden. Es tut meinem Sohn sehr gut!´" zitiert Sozial-Landesrat Ackerl aus der Befragung. "Die Zufriedenheit der Eltern und das Wohl der Kinder waren immer die Parameter unserer Leistungsstandards! Die Ergebnisse dieser Befragung sind uns Bestätigung und Auftrag zum Weitermachen zugleich!"
Eltern zu: Welche Wünsche haben Sie in Bezug auf die Frühförderung? Was würden Sie anders machen?

 

"Wir haben eine ganz nette Frühförderin mit der wir sehr zufrieden sind. Mein Kind mag auch die Frühförderung sehr, denn er zeigt Fortschritte zuerst bei der Frühförderung und dann lange danach bei der Physiotherapie"

 

"Unsere Frühförderin Frau W. ist eine wahre Perle! Sie ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir staunen über ihre Ideenvielfalt und die Fortschritte, die unser Sohn dadurch schon erreichen konnte. Bezüglich Kosten: Die hohen Kosten einer Frühfördereinheit sind absolut verständlich (Personalkosten, Wegkosten, Material...) Allerdings finden wir den jetzigen Selbstbehalt von 10,90 Euro je Einheit schon hoch und hoffentlich künftig nicht steigend!"

 

"Mein Wunsch wäre, dass die Frühförderung mehr publik gemacht wird. Dass man mit der Frühförderung so bald wie möglich beginnen kann. Meine Kinderärztin (zur Zeit der Antragsstellung) machte nur die Bemerkung ´Da müssen´s aber noch lang drauf warten!´ Ich erfuhr in der Kinderklinik in Linz von der Frühförderung. Wir sind sehr froh, dass wir diesen Schritt gemacht haben, unser David freut sich jede Woche auf den Besuch der Frühförderin. Er hat ganz große Fortschritte in der Entwicklung gemacht und sie stärkt mich als Mutter in meinem Vorgehen und Tagesablauf mit ihren tollen, aber oft ganz einfachen Ideen für Spiele, Massagetechniken und vieles mehr. Danke für das Bemühen, dass es Frühförderung gibt!"

 

"Am Beginn der Therapie waren wir sehr skeptisch ob die Frühförderung überhaupt was bringt, später konnte man ganz deutlich die kleinen "Schritte" sehen. Allerdings muss man erwähnen, dass wir das Glück hatten eine sehr erfahrene, geduldige, einfühlsame und kompetente Frühförderin zu haben. Ich würde mir wünschen, das die Frühförderung mehr forciert wird, auch besonders in der Öffentlichkeit. Dass es mehr Frühförderinnen gibt, sodass die Wartezeit verkürzt wird. Ich finde die Frühförderung absolut wichtig und werde sie auch weiterempfehlen!"

 

"Mein Sohn hat noch Ergo-, Logo, Physiotherapien. Die Frühförderung hat alle meine Wünsche erfüllt. Keine Therapie hat meinem Sohn mehr geholfen als die Frühförderung und ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit eine Frühförderung zu bekommen. Ich weiß nichts was man verbessern oder anders machen könnte. Sehr großes Lob an meine Frühförderin Frau H., die meinem Sohn, der sehr große Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung hatte, soviel geholfen hat, dass wir die Frühförderung heuer beenden konnten. Auch die Konzentration ist sehr verbessert worden."

 

"Keine Wünsche, da unser Kind durch die FF sehr schnell ihre Verzögerung aufgeholt hat und mittlerweile durch die FF sehr gut im Kindergarten zurecht kommt"



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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landesrat Rudi Anschober

am 19. Oktober 2005 zum Thema

"Umweltverträglichkeitsprüfungen in Oberösterreich: Aktuelle Verfahren - Stand der Umsetzung bei Voest 2010"


Weitere Gesprächsteilnehmer: Dr. Dieter Goppold, Umweltrechtsabteilung, Gerda Lenger,
Linzer Grüne Gemeinderätin Dipl.-Ing. Otto Schaubschläger, Magistrat Linz

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 7720-120 83                                    

Derzeit 20 aktuelle Umweltverträglichkeitsprüfungen in Oberösterreich. Landesumweltpolitik sieht UVP als Chance zur Entschärfung von Umweltkonflikten, zur Senkung der feinstaub-  und Stickoxidkonzentrationen und zur Optimierung von Projekten. Voest-UVP in wichtiger Phase: neues Instrument des Kontrollorgans funktioniert ausgezeichnet, Einsatz von Altkunststoffen wird aktuell getestet.

 

Ziel der Umweltverträglichkeitsprüfung

 

Ziel der Umweltverträglichkeitsprüfung ist es mögliche Auswirkungen eines Vorhabens auf die Umwelt im vorhinein, das heißt vor seiner Verwirklichung, zu prüfen.
Es handelt sich dabei um eine Prognose, die auf Daten und Fakten und wissenschaftlich anerkannten Bewertungsmethoden beruht. In der UVP wird bewertet, wie sich eine geplantes Projekt auf die unterschiedlichen Umweltmedien

  • Mensch
  • Tier, Pflanzen und deren Lebensräume
  • Boden
  • Wasser
  • Luft und Klima
  • Landschaft
  • Sach- und Kulturgüter auswirken würde. Dabei sind auch die Wechselwirkungen mehrer Auswirkungen zu berücksichtigen.

Die UVP stellt damit ein wichtiges Instrument des vorsorgenden Umweltschutzes dar. Zur Lösung PM 10 und NOx Problematik ist dieses Instrument überaus notwendig.

 

Zeigt sich durch die UVP, dass schwer wiegende negative Auswirkungen durch das geplante Vorhaben auf die Umwelt zu erwarten sind und können diese nicht verhindert oder auf ein verträgliches Ausmaß vermindert werden, ist die Genehmigung zu versagen und das Vorhaben darf nicht verwirklicht werden.

 

In Österreich wurde die UVP mit Einführung des Bundesgesetzes über die Prüfung der Umweltverträglichkeit für bestimmte Projekte verpflichtend vorgeschrieben.

 

Der Anwendungsbereich der UVP-G 2000 erstreckt sich auf unterschiedliche Vorhabenstypen aus folgenden Bereichen:

  • Abfallwirtschaft
  • Energiewirtschaft
  • Infrastruktur
  • Bergbau
  • Wasserwirtschaft
  • Land- und Forstwirtschaft
  • Industrie

In den meisten Fällen sind nur große Vorhaben, die den jeweiligen gesetzlichen festgelegten Schwellenwert erreichen, einer UVP zu unterziehen. Für einige Vorhabenstypen wurden in besonders schutzwürdigen Gebieten ein niedrigerer Schwellenwert (ziffernmäßig festgelegte Grenzen z.B.: bezogen auf die Durchsatzleitung - Produktion pro Zeiteinheit- die flächenmäßige Ausdehnung, Länge oder Ausnahmefähigkeit - Bettenanzahl, Speicherkapazität, Stellplätze) festgelegt, sodass in diesen Gebieten (Naturschutzgebiete,...) allenfalls auch für kleinere Vorhaben eine UVP durchzuführen ist. Auch kapazitätsausweiternde Änderungen bestehender Vorhaben sind einer UVP zu unterziehen, wenn damit negative Auswirkungen auf die Umweltverbunden sein können.

 

Änderungen der Umweltverträglichkeitsprüfung

 

Wesentlichste Änderung der UVP-G-Novelle aus dem Vorjahr, die seit 1.1.2005 in Kraft ist, war die Einführung der Parteistellung von anerkannten Umweltorganisationen (NGO). Bisher hatten schon Bürgerinitiativen das Recht, am Verfahren als Partei teilzunehmen bzw. hatten sie im vereinfachten Verfahren das Recht auf Akteneinsicht. Bürgerinitiativen im Sinne des UVP-G 2000 werden gebildet, in dem eine Stellungnahme von mindestens 200 Personen, die zum Zeitpunkt der Unterstützung in der Standortgemeinde oder in einer an diese unmittelbar angrenzenden Gemeinde für Gemeinderatswahlen wahlberechtigt waren, unterstützt wird. Das Recht als Partei oder Beteiligte kommt dann der gesamten Personengruppe zu.

 

Anders die Stellung der Umweltorganisationen. Diese sind Vereine oder Stiftungen mit einem gemeinnützigen umweltorientierten Ziel, die mindestens drei Jahre lang zu diesem Zweck bestanden haben. Zu dem ist eine Anerkennung durch den BMLFUW vorgesehen, die mit Bescheid erfolgt. Eine Liste der anerkannten Umweltorganisationen ist im Internet abrufbar. Ebenso kann dort ein Antrag um eine Anerkennung als Umweltorganisation abgerufen werden
(Icon Externer Linkwww.umweltnet.at; dort besteht ein Link zum Sachbereich Umweltverträglichkeitsprüfung. Auf dieser Seite sind Liste und Antrag in pdf.-Format zum download bereitgestellt).

 

Der Umfang der Parteistellung einer Umweltorganisation bezieht sich auf die Geltendmachung der Einhaltung von Umweltschutzvorschriften, soweit während der Auflagefrist nach der Bekanntmachung des Vorhabens Einwendungen erhoben wurden. Darüber hinaus besteht auch – wie bei den Bürgerinitiativen - die Berechtigung, Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof zu erheben.

 

Umweltverträglichkeitsprüfung in

In den vergangenen zwei Jahren (seit Oktober 2003) wurden die Vorhaben

  • "Voest 2010"der voestalpine Stahl-Ausbau (23.02.2004)
  • der Erweiterung des Einkaufszentrums IKEA (05.07.2004)
  • der Reduktionsmittelaufbereitung (RMA) der Linz Service GmbH (22.09.2004)
  • und der Erweiterung einer Schottergrube der SKG in Sierning (13.04.2005)
    mit positivem Ergebnis einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen.

Im selben Zeitraum wurde in zwei Fällen der Antrag zurückgewiesen, weil die Projektsunterlagen den Anforderungen nicht gerecht wurden und eine Beurteilung nicht erfolgen konnte (eine Altölheizanlage am 26.02.2004 und eine Parkplatzerweiterung eines Einkaufszentrums am 03.06.2005).


Aktueller Stand voestalpine Stahl GmbH - Detailgenehmigungen und Abnahmeverfahren

 

Im Zusammenhang mit der erteilten Genehmigung nach dem UVP-G sind derzeit drei Detailgenehmigungsverfahren anhängig. Weiters wird bezüglich fünf Anlagenteilen derzeit das Abnahmeverfahren durchgeführt.

 

In allen Verfahren wird ein Kontrollorgan eingesetzt, das insbesondere für die fachliche Abstimmung verantwortlich ist.

 

Kunststoffeinsatz im Hochofen A

 

Durch den UVP-Bescheid der Oö. Landesregierung vom 23. Februar 2004 wurde der VAS die Möglichkeit eröffnet, in einer Art "Großversuch" den Einsatz von Altkunststoffen im Hochofen auf seine Umweltverträglichkeit (= Emissionsneutralität) im Vergleich zum konventionellen Hochofenbetrieb (= Einsatz von Koks ohne Altkunststoffe) zu testen. Dazu verlangt der UVP-Bescheid die Durchführung eines "Betriebsversuches 0", der die genaue Messung und deren Ergebnisse aller umweltrelevanten Emissionen beim herkömmlichen Hochofenbetrieb darlegt.

 

Diese Ergebnisse wurden der Behörde nunmehr vorgelegt und werden intern geprüft. Es ist damit zu rechnen, dass der "Betriebsversuch 1", das heißt die erste Phase des Einsatzes von Altkunststoffen, von der Behörde demnächst freigegeben werden wird. Die voestalpine beabsichtigt daraufhin mit dem Einsatz von Altkunststoffen voraussichtlich im April 2006 zu beginnen, wobei rund 30.000 t Altkunststoffe in aufbereiteter Form im Hochofen A statt Koks eingesetzt werden sollen.

 

Ein Vergleich der Emissionen des "Betriebsversuches 0" mit jenen des "Betriebsversuches 1" soll dann zeigen, inwieweit der Einsatz von Altkunststoffen ökologisch zweckmäßig, also emissionsneutral im Vergleich zum konventionellen Hochofenbetrieb, ist.

 

Externes Kontrollorgan

 

Zur Feststellung der Emissionsneutralität ist von ganz essentieller Bedeutung, dass sämtliche Messungen auf höchstem technischen und objektiven Niveau vorliegen, da die Beurteilung der Emissionsneutralität aufgrund einer Mess- bzw Datenanalysenbasis erfolgt. Allein schon deswegen hat sich die Installation eines "externen Kontrollorganes" maximal bewährt.

  1. Was ist das externe Kontrollorgan?
    Das externe Kontrollorgan ist eine Gruppe von (Mess-)Technikern, bestehend aus einem Fachmann des Magistrates der Landeshauptstadt Linz, UTC und dem Zivilingenieur DI Scheidl. Das"externe Kontrollorgan" wurde von der Grünen"Bürgerpartei" initiiert, vertreten durch Gemeinderätin Gerda Lenger und wurde letztendlich im UVP-Bescheid der Oö. Landesregierung implementiert. Das externe Kontrollorgan fungiert quasi im Namen der Behörde und hat sämtliche Zutrittsrechte zu allen Aggregaten und Messstellen der VAS. Die Kosten dieses externen Kontrollorganes trägt zur Gänze die VAS.
  2. Was bringt das externe Kontrollorgan?
    In Zusammenarbeit mit den Technikern der voestalpine werden Messprogramme erarbeitet, Messstellen eingerichtet und eine "Messkampagne" über einen längeren Zeitraum hinweg erstellt. Somit ist das Kontrollorgan über jede Messung informiert, kann an diesen Messungen teilnehmen und im Rahmen des UVP-Bescheides Kontrollmessungen durchführen. Sämtliche Daten sind den Mitgliedern des Kontrollorgans sowie der Umweltbehörde über Internet zugänglich.
    Das Kontrollorgan bringt Objektivität, Transparenz und Vertrauen, da die Datenermittlung auf höchstem technischen Niveau erfolgt. Unseres Wissens ist eine derartige Einrichtung ("Kontrollorgane") einzigartig in Österreich, und zwar alleine deswegen, da die VAS als Konsensinhaber die Kosten des externen Kontrollorgans selbst übernimmt.

Zusätzlich werden dadurch Voraussetzungen geschaffen, um künftig keinerlei Zweifel mehr an der bestehenden Datenlage auftreten zu lassen.


Zur Zeit anhängige UVP-Verfahren in Oberösterreich:

  • Windpark Silventus - Genehmigungsverfahren
    Zur Zeit werden die genauen Projektsunterlagen vom Projektanten vervollständigt.
  • Schweinestall des Landwirtes Mayr - Feststellungsverfahren
    Derzeit ist eine Einzelfallprüfung im Gange. Voraussichtlich wird das Verfahren Ende 2005 abgeschlossen werden können.
  • Spar Vöcklabruck  - Genehmigungsverfahren
    Derzeit werden die Unterlagen einer Begutachtung unterzogen.
  • Hochwasserschutzdamm Donau-Machland - Genehmigungsverfahren
    Mit der Einreichung des überarbeiteten Projekts ist in Kürze zu rechnen.
  • GuD Anlage Timelkam - Genehmigungsverfahren
    Am Standort des bereits bestehenden Kraftwerkes soll eine Gasturbine mit 400 MW Brennstoffwärmeleistung errichtet werden
  • Abfallsortieranlage Vorwagner - Feststellungsverfahren
    Derzeit sind zwei Feststellungsverfahren anhängig.
  • UNO-Shopping Leonding - Feststellungsverfahren
    Zur Zeit werden die Stellungnahmen die abgegeben wurden zu einer Parkplatzerweiterung geprüft.
  • APG (Verbund), 380 kV-Leitung - Genehmigungsverfahren
    Der Antrag wurde ab 13.9.2005 in mehreren Zeitung öffentlich bekannt gemacht. Aufgrund dieses Ediktes werden etwas mehr als 6 Wochen für die Erhebung von Einwendungen zur Verfügung gestellt.
  • B 309 Steyrer Straße - Genehmigungsverfahren
    Zur Zeit wird eine Beurteilung des Projekts auf fachlicher Ebene vorgenommen.
  • Hühnerstall Hubinger - Genehmigungsverfahren
    Das Verfahren läuft zur Zeit und es wird noch in diesem Jahr mit einem Verhandlungstermin gerechnet.
  • PlusCity, Pasching - Feststellungsverfahren
    Dabei handelt sich um einen Feststellungsantrag der vom Umweltanwalt gestellt wurde.
  • Schottergrube in Regau - Feststellungsverfahren
    Die bestehende Schottergrube der RSK Regauer Sand- und Kiesgewinnungs GmbH soll erweitert werden

In nächster Zeit zu erwartende Verfahren sind eine Steinbrucherweiterung, ein neuer Gewerbepark, drei Golfplätze, eine Biodieselanlage, einige Anlagenerweiterungen und einige Infrastrukturvorhaben.

 

Anschober betont abschließend: "Durch die UVP ist es möglich alle Interessen, die sich im Laufe des Verfahrens ergeben, zu wahren. Bürgerinitiativen und NGO´s bekommen eine Stimme und können ihre Einwände ins Verfahren einbringen. Die Problematik der Schadstoffreduktion - speziell bei PM 10 und NOx - wird in den nächsten Jahren eine große Herausforderung, wofür ein starkes rechtliches Instrument zur Erfüllung der EU - Vorschriften nötig ist."


Eigene Homepage über laufende UVP-Verfahren

Um zukünftig die Oö. BürgerInnen noch besser über laufende und geplante UVP-Verfahren in Oberösterreich zu informieren, sind ab kommenden Montag alle anhängigen UVP-Verfahren auch online auf der Seite des Landes Oberösterreich www.land-oberoesterreich.gv.at abrufbar (Thema Umwelt/Umweltrecht/UVP-Verfahren).