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Land Oberösterreich

Landeskorrespondenz Nr. 12 vom 19. Jänner 2011

Landeskorrespondenz:

Pressekonferenz:


LH-Vorsitzender Pühringer zur Pflegefinanzierung: Keine Dogmenfrage, sondern Frage der Zweckmäßigkeit und besseren Lösungen für Betroffene

(LK) "Maßgeschneiderte und auf die Menschen und deren Bedürfnisse abgestimmte Lösungen bei der Pflege müssen auch in Zukunft im Vordergrund stehen. Das ist daher keine Dogmenfrage, sondern eine Frage der Zweckmäßigkeit", so der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz Dr. Josef Pühringer anlässlich der Pflege-Diskussion.

 

Pflegeleistungen werden in den einzelnen Ländern in sehr unterschiedlicher Form erbracht. "Durch Sachleistungen wie etwa Alten- und Pflegeheime sowie mobile Dienste oder durch Geldleistungen wie dem Landespflegegeld", informiert Pühringer. "Pflege im ländlichen Raum ist anders zu organisieren als im städtischen Bereich. Daher halte ich länderspezifische Lösungen für geeignet. Sollte sich am Ende herausstellen, dass der Vollzug des Pflegegeldes beim Bund zweckmäßiger ist, dann bin ich darüber gesprächsbereit", so der Vorsitzende weiter.

 

Entscheidend sei, dass die Vielzahl der Auszahlungsstellen bei der Abwicklung des Pflegegeldes deutlich verringert werde. "Wir werden alle Vorschläge ernsthaft diskutieren. Ich bin nicht gegen einen bundesweiten Pflegefonds, wobei aber für die Leistungserbringung in den einzelnen Ländern eigene Ländertöpfe notwendig sein werden", stellt Pühringer klar. Der erste Schritt sei ohnedies eine nachhaltige Finanzierung aufzustellen. "Erst wenn diese steht und wenn man die Finanzvolumina endgültig kennt, kommen die 'technischen' Fragen an die Reihe."

 

"Vorrangig ist, dass für die Betroffenen Sicherheit geschaffen wird und dass Pflege für alle - unabhängig von der Verdienst- und Vermögenssituation - finanzierbar ist und bleibt. Auch bei Pflegebedürftigkeit muss ein menschenwürdiges Leben möglich sein. Die Frage der Abwicklung ist sekundär, aber ich bin überzeugt, dass durch die Konzentration der wesentlichen Pflegeleistungen auf Landesebene eine ökonomische und für die pflegebedürftigen Menschen bessere Lösung ist", so Pühringer abschließend.





Lawinenlagebericht des Amtes der Oö. Landesregierung vom 19. Jänner 2011

(LK) Heute Mittwoch ist es im Bergland stark bewölkt und es schneit. Die Schneefallgrenze sinkt im Verlauf des Tages bis in die Tallagen. Bis morgen früh werden rund 20 cm Neuschnee erwartet. In die 1.500 m Höhe sinkt die Temperatur bis zum Abend auf minus 7 Grad und in 2.000 m Höhe auf minus 10 Grad. Der Wind um Nordwest ist mäßig, teils stark. Morgen Donnerstag ist es ähnlich wie heute, nur etwas kälter und der Schneefall wird schwächer.

 

Schneedeckenaufbau:
In den letzten 24 Stunden hat es bisher 5 cm Neuschnee gegeben. Die Altschneedecke ist oberflächig überwiegend tragfähig verharscht. Durch Neuschnee und mäßigen, teils starken Wind um Nordwest bilden sich heute frische labile Triebschneeablagerungen. Die tiefen Lagen sind meist aper, in den mittleren Lagen ist nur mehr wenig Schnee vorhanden.

 

Gefahrenbeurteilung:
Die Lawinengefahr wird anfangs überwiegend als gering eingestuft. Durch Neuschnee und mäßigen teils starken Wind um Nordwest bilden sich heute frische Triebschneeablagerungen, wodurch die Schneebrettgefahr vor allem in den Hochlagen im Tagesverlauf auf mäßig ansteigt. Diese frischen Triebschneeablagerungen sind dann vor allem in kammnahen Bereichen sowie in steilen Rinnen zu beachten. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung möglich.

 

Gefahrenbeurteilung nach der fünfteiligen europäischen Lawinengefahrenskala

  • Gefahrenstufe: 2
  • Tendenz: Durch weiteren Neuschnee und Windeinfluss ist die mäßige Schneebrettgefahr und die labilen Triebschneeablagerungen unbedingt zu beachten.

 

Europäische Lawinengefahrenskala:
1 gering
2 mäßig
3 erheblich
4 groß
5 sehr groß

 

Achtung Redaktionen!
Auf der Landeshomepage finden Sie den Amtlichen Lawinenwarndienst unter der Internetadresse: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/lawinenwarndienst





PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landesrat Max Hiegelsberger


am 19. Jänner 2011 zum Thema

"Oberösterreichs Wälder bekommen Nachwuchs: Waldinventur - Eine Bestandsaufnahme der oö. Wälder"


Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Landesforstdirektor DI Dr. Walter Wolf, Abteilung Land- und Forstwirtschaft, Land


Beilagen:
Information zur Pressekonferenz 152 KB
Bild/er zum Download:
Bildtext: Agrar- und Forst-Landesrat Max Hiegelsberger und Landesforstdirektor DI Dr. Walter Wolf (Foto: Land /Anzengruber; Abdruck honorarfrei) 752 KB