FFH- und Vogelschutzgebiet "NATIONALPARK KALKALPEN"
| Daten | |
| Größe: | 21.442 Hektar |
| Lage: | Gemeinde Molln, Reichraming, Rosenau a.H., Roßleithen, St. Pankraz, Weyer-Land |
| Bedeutende Lebensräume: | Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Waldmeister-Buchenwald Latschen- und Almrauschgebüsch, Orchideen-Buchenwälder, Blaugraswiesen |
| Bedeutende Arten: | Steinadler, Luchs, Bär, Kleine Hufeisennase, Wanderfalke, Auerhuhn |
Kurzbeschreibung
Dieser "Waldnationalpark" beherbergt eines der letzten, großflächig ohne Dauersiedlungsräume erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen. Auf unterschiedlichsten Standorten gedeihen zahlreiche verschiedene Waldgesellschaften. Innerhalb dieses strukturreichen, teils lichten Mosaiks finden alle vier Raufußhuhnarten Lebensraum (Auer-, Birk-, Hasel- und Steinhuhn). Auch Steinadler und Weißrückenspecht haben hier bedeutende Populationen. Bär und Luchs durchstreifen in den letzten Jahren das Gebiet. Bemerkenswert sind die Bestände des Alpenbockkäfers - ebenso wie der Bär eine prioritäre Tierart der FFH-Richtlinie.
Mit Hilfe eines LIFE-Projektes sollen in einem Teil des Nationalparkes einerseits Fichtenforste in standortgerechte Waldgesellschaften rückgeführt werden, andererseits auf einigen Almflächen Moor-, Feucht- und Quellbiotope und artenreiche Grasflächen bewahrt und in ihrer ökologischen Funktionsfähigkeit verbessert werden.

