Der Bereich Forstschutz umfasst
- Waldzustandserfassung
- Erhebung von Waldschadens- und Forstschädlingsereignissen (Prognose über die Befallsentwicklung), Erarbeitung von Aufarbeitungs- und Bekämpfungsstrategien und die Koordinierung von Aufarbeitungs- und Bekämpfungsmaßnahmen
- Forstliches Biomonitoring
- Biologische Forstschädlingsbekämpfung (Ameisen- und Vogelschutz etc.)
- Forstliche Aufklärung und Förderung im Bereich Forstschutz
- UVP-Angelegenheiten und Sachverständigentätigkeit

Borkenkäfer
Die in den letzten Jahren als Folge der Sturmschadensereignisse und der Witterungitterungsbedingungen weit überdurchschnittlichen Borkenkäferschäden, waren auch im Jahr 2011 rückläufig und liegen nunmehr wieder im Bereich der Jahre vor den großen Sturmschadensereignissen.Mit rund 350.000 Festmeter Borkenkäferschadholz, das sind rund 60 Prozent des im Jahr 2011 insgesamt angefallenen Schadholzes, ist der Borkenkäferschadholzanfall, bedingt durch die rasche und überwiegend zeitgerechte Schadholzaufarbeitung und die Witterungsbedingungen, gegenüber dem Jahr 2010 um mehr als 200.000 fm zurückgegangen.
Die Borkenkäferproblembereiche liegen nach wie vor in den höheren Lagen der Gebirgsbezirke.
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Merkblatt zur Borkenkäferbekämpfung
(PDF-Format 2,20 MB)

Asiatischer Laubholzbockkäfer
Im Jahr 2001 ist in Oberösterreich der asiatische Laubholzbockkäfer erstmals in Europa aufgetreten. Der Asiatische Laubholzbockkäfer kann in Europa auch gesunde Laubbäume befallen und abtöten. Durch intensive Monitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen und insbesondere durch den Einsatz von Baumsteigern konnte die weitere Ausbreitung bisher verhindert werden. Im Jahr 2011 wurde wie bereits im Jahr 2010 trotz einer weiteren Intensivierung des Monitorings im Jahr 2008 kein Neubefall entdeckt.
Eschentriebsterben
Das Eschentriebsterben ist ein europaweit zunehmendes Waldschadensproblem. Durch intensive Forschungen konnte im Jahr 2010 der Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus (Falsches Weißes Stengelbecherchen) als Verursacher eindeutig festgestellt werden. Genotypische Unterschiede im Befallsverlauf lassen die vorsichtige Hoffnungen aufkeimen, dass nicht alle Eschen befallen werden und absterben.
Kiefern-Nadelschütte
2010 ist in Oberösterreich an mehreren Orten erstmals der Pilz Lecanosticta nachgewiesen worden, der eine Nadelschütte an Kiefer verursacht. Auch 2011 wurde wiederum ein Neubefall entdeckt. Die Monitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen für diesen EU-Quarantäneschädling sind bereits im Gange. Die Gefahr einer Einschleppung von gefährlichen Waldschädlingen durch den "grenzenlosen" Warenverkehr ist auch weiterhin hoch.
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Institut für Waldschutz
des Bundesforschungs- und Ausbildungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) -
Forstliches Biomonitoring
auf der Homepage des Bundesforschungs- und Ausbildungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW)
Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:
Amt der Oö. Landesregierung
Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung
Abteilung Land- und Forstwirtschaft / Forstdienst
