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Landeskorrespondenz Nr. 150 vom 7. August 2012


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Landeskorrespondenz:


Landeshauptmann Pühringer: Kein Sommerloch - 150.000 bei der Landesausstellung

(LK) Ungebrochen ist der Besucherzustrom zur diesjährigen grenzüberschreitenden Landesausstellung "Verbündet, verfeindet, verschwägert"  in Burghausen, Braunau und Mattighofen. "Trotz des heißen und schwülen Wetters sind auch in den vergangenen Wochen unzählige Gäste zur Landesausstellung gekommen. Vor allem der grenzüberschreitende Besucheraustausch läuft hervorragend und die Landesausstellung ist nicht nur ein wichtiges kulturelles, sondern auch touristisches Leitprojekt für den gesamten Bezirk" betonte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer anlässlich der Besucherehrung in Mattighofen. Die 150.000ste Jubiläumsbesucherin ist Sabine Rautenberg aus Braunau, die die Ausstellung gemeinsam mit ihrer Mutter und Tochter Christina besucht hat. Sabine Rautenberg hat die Ausstellung bereits in ihrer Funktion als Lehrerin besucht und war nach eigener Aussage davon so angetan, dass sie sie nunmehr auch mit ihrer Familie besucht hat.

 

Da bereits zahlreiche Führungen für den August vorgemerkt sind und die Landesausstellung auch von vielen Familien frequentiert wird, erwarten die Organisatoren, dass in Kürze auch die 200.000er Schallmauer durchbrochen wird.

 

Die Haupteinzugsgebiete der Ausstellungsbesucher sind neben Oberösterreich der Ballungsraum Wien, das westliche Niederösterreich und Land und Stadt Salzburg; auf bayerischer Seite kommen sehr viele Gäste aus den Regionen östlich der Linie Nürnberg, Regensburg, München, Rosenheim.





Landeshauptmann Pühringer und Landesrat Anschober zum 10. Jahrestag des Jahrhunderthochwassers von 2002: "Oberösterreich hat die notwendigen Konsequenzen aus dieser Katastrophe gezogen"

(LK) Am 6. August 2012, ist es exakt zehn Jahre her, dass das Jahrhunderthochwasser des Sommers 2002 eingesetzt hat. "Die darauffolgenden Tage und Wochen waren nicht nur eine schwere Prüfung für dieses Land und seine Menschen, wir haben seither auch die Konsequenzen daraus gezogen", erklären dazu Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Hochwasserschutz-Landesrat Rudi Anschober.
 
Eine Flut an Maßnahmen: Hochwasserschutz bis 2012
 
Im Jahr 2004 startete Landesrat Rudi Anschober das umfassendste Hochwasserschutzprogramm in der Geschichte Oberösterreichs. Dazu wurden in einem ersten Schritt 59 Gebiete mit hohem und sehr hohem Hochwasser-Risiko eruiert. Die Risikostrecken umfassen rund 560 km Fließstrecke bzw. rund 258 km2 überflutete Flächen. Zielsetzung des in Oberösterreich praktizierten, naturnahen Hochwasserschutzes ist es, dem Schutzbedürfnis der Bevölkerung gerecht zu werden und dabei trotzdem den notwendigen Raumanspruch der Fließgewässer zu berücksichtigen.
Daher werden Schutzmaßnahmen erst nach Untersuchungen des gesamten Gewässereinzugsgebietes gesetzt. Denn nur dann ist ein ökonomisch und ökologisch sinnvolles Vorgehen gewährleistet. Die aus diesen Gesamtuntersuchungen entwickelten Schutzmaßnahmen (Rückhalt, lineare Schutzbauten, Gerinneaufweitungen, u.v.m.) werden in konkreten Detailprojekten durchgeplant und umgesetzt.
Investitionsvolumen seit 2002:  427 Millionen Euro
Bereits realisiert: 500 Projekte
Derzeit in Arbeit:  269 Projekte
Derzeit in Planung:  104 Projekte
 

Mitteleuropas größtes Hochwasserschutzprojekt: der Machlanddamm
 
Bereits zu Beginn der 1990er Jahre wollten sich die Machlandgemeinden Mauthausen, Naarn, Mitterkirchen, Baumgartenberg, Saxen, Grein und St. Nikola nicht mehr länger einfach in das Schicksal "Hochwasser" ergeben und es kam zur Bildung des Hochwasserschutzverbandes Donau-Machland. Doch das Jahrhunderthochwasser von 2002 stoppte die Planung und machte eine Überarbeitung des Konzeptes nötig.
Am 25. August 2012 ist es so weit: Der Machlanddamm wird im Steinstadion Mitterkirchen feierlich eröffnet und zukünftig als nachhaltige Barriere vor Hochwasser dienen:
Er schützt mehr als 1000 Häuser und denkmalgeschützte Kulturgüter.
Er erhöht die Lebensqualität und stärkt den Wirtschaftsraum.
Er stellt das natürliche Gleichgewicht der Au wieder her.
 
"Gut für Mensch und Umwelt: eine großzügig dimensionierte Flutmulde ermöglicht es, plötzliche große Wassermassen sinnvoll "zwischenzuspeichern". Der Damm selbst dient als wohl überlegte Trennung zwischen Mensch und "Auwaldbewohnern". Mit diesem intelligenten Konzept soll dem Hochwasser wieder jene biotopprägende Wirkung zukommen, die es von jeher hat. So profitiert von diesem Projekt nicht nur der Mensch, sondern auch der Auwald!" so Landesrat Anschober.
 
"Die Jahrhundertflut des Jahres 2002 hat aber auch gezeigt, wie stark bürgerschaftliches Engagement in Oberösterreich verankert sind und welche Kräfte es entwickeln kann", so Pühringer und Anschober. "Denn auf die Flut der damaligen Tage folgte eine Welle der Mitmenschlichkeit. Tausende Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher waren im Einsatz, um das Schlimmste zu verhindern und anschließend Schäden zu beseitigen. Unser Dank gilt allen Landesbürgerinnen und Landesbürgern, die damals rasch und entschlossen geholfen haben", erinnern Pühringer und Anschober an die dramatischen Tage des August 2002.





LH-Stv. Hiesl: Start für Sanierungsarbeiten an der Pabneukirchener Straße - Baulos "Leihmlehnerkurve"

Sanierung erhöht Verkehrssicherheit – 30 Prozent der Auftragssumme an regionale Unternehmen

 

(LK) Am Donnerstag, 9. August 2012 starten die Sanierungsarbeiten für das Baulos "Leimlehnerkurve" an der L 1434 Pabneukirchener Straße. Der 650 Meter lange Straßenabschnitt liegt in der Gemeinde St. Georgen am Walde und muss aufgrund des schlechten Zustandes saniert werden. "Durch die Instandsetzungsmaßnahmen wird die Tragfähigkeit der Straße den heutigen Anforderungen angepasst und die Verkehrssicherheit erhöht", ist LH-Stv. Hiesl überzeugt. Die Bauarbeiten sollen bereits vier Wochen nach Baubeginn abgeschlossen sein.

 

"Besonders erfreulich ist, dass circa 30 Prozent der Auftragsumme an regionale Unternehmer vergeben werden konnte. Die Wertschöpfung bleibt somit in der Region", so Straßenbaureferent LH-Stv. Hiesl.





LH-Stv. Hiesl: Verkehrsfreigabe für Straßenabschnitt "Lanzersdorf" an der B 127

Mehr Verkehrssicherheit durch Erneuerung und Verbreiterung der Rohrbacher Bundessstraße Abschnitt Lanzersdorf

 

(LK) Der Straßenabschnitt "Lanzersdorf" an der B 127 Rohrbacher Straße (von Kilometer 27,7 bis Kilometer 29,6) wurde durch die Straßenmeisterei Ottensheim unter Mitbeschäftigung von regionalen Unternehmen um rund 2,7 Millionen Euro erneuert und auf acht Meter verbreitert. "Die zahlreichen Pendlerinnen und 'Pendler erwartet nun eine sichere Straße", freut sich LH-Stv. Franz Hiesl.

 

Die B 127 Rohrbacher Straße ist die Hauptpendlerroute vom oberen Mühlviertel in den oberösterreichischen Zentralraum. Der Bereich "Lanzersdorf" liegt zwischen den bereits errichteten Baulosen "Kleinzell" und "Kreisverkehr Stapfenedt" und war der letzte noch auszubauende Straßenabschnitt auf der Rohrbacher Landesstraße. 

 

Ende August muss die Straße für die Belagsarbeiten jedoch nochmals für drei Tage gesperrt werden.

 

Daten & Fakten
Gemeinden:  St. Martin im Mühlkreis und Niederwaldkirchen
Kosten:  2,66 Mio. Euro
Bauloslänge:  1,9 km
Verkehrsdaten: ca. 10.000 Kfz/24 Std.





LR Hiegelsberger zur Rechnungshofkritik: LEADER bringt nachweislich Wertschöpfung in die OÖ. Regionen

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger sieht die Kritik an LEADER an den Tatsachen vorbei gehen: "LEADER ist ein Erfolg für den ländlichen Raum. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Die Verteilung der Mittel ist in eindeutig nicht agrarlastig." Den Kritikern an LEADER als Mittel zur ländlichen Entwicklung empfiehlt Hiegelsberger, den Rechnungshofbericht genauer zu lesen – geprüft wurden nämlich drei Bundesländer, Oberösterreich war nicht darunter.

 

(LK) LEADER ist eine EU-Initiative, die sektorübergreifend (aus den Bereichen Landwirtschaft, Bioenergie, Tourismus, Gewerbe, Kultur, Naturschutz oder Dorfentwicklung, eine EU-Initiative) die Entwicklung des ländlichen Raumes fördert. In Oberösterreich entwickelt sich das Programm LEADER hervorragend. Mehr als 68 Millionen Euro an Fördermitteln wurden seit Start der Förderperiode im Jahr 2007 für insgesamt 1.301 Projekte in Oberösterreichs LEADER-Regionen genehmigt (Stand 31. Dez. 2011) und lassen seither den ländlichen Raum aufleben.

 

"Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. LEADER ist keine versteckte Agrar-Förderung, sondern setzt Zeichen zur Stärkung des ländlichen Raumes. Durch die LEADER-Förderungen können wichtige Investitionen im ländlichen Raum umgesetzt und damit Arbeitsplätze geschaffen und abgesichert werden", betont Landesrat Hiegelsberger. Ein Investitionsvolumen von insgesamt 213 Millionen Euro, das bisher (seit 2007) durch die Leader-Förderung ermöglicht wurde, ist ein wesentlicher Wirtschafts- und Entwicklungsfaktor insbesondere für die ländlichen Gebiete in unserem Land. 487 Arbeitsplätze wurden mit den Initiativen und Projektideen direkt geschaffen, 1.301 Arbeitsplätze wurden dadurch nachhaltig gesichert.

 

Im Rahmen von Leader werden Projekte aus den verschiedensten Bereichen wie Landwirtschaft, Bioenergie, Tourismus, Gewerbe, Kultur, Naturschutz oder Dorfentwicklung gefördert. Der Bogen spannt sich vom Schiflyer, einer Sprungschanze für jedermann in Höhnhart, über das Hand.Werk.Haus Salzkammergut bis hin zu einem Nachhaltigkeitslehrgang auf der Mühlviertler Alm. Pro Region wurden auf diese Weise durchschnittlich bereits 2,83 Millionen Euro an Fördermitteln abgeholt.

 

Zu den Kritikpunkten wird klargestellt:

  • Die Prüfung vom Bundesrechnungshof wurde in den Ländern Kärnten, Salzburg und Tirol, nicht aber in Oberösterreich durchgeführt.
  • Die Prüfung bezieht sich auf einen Umsetzungsstand mit Ende 2010, die Aussagen beziehen sich aber auf die gesamte Periode 2007-13, obwohl bis Ende 2013 Leader-Projekte genehmigt werden dürfen und bis Mitte 2015 ausfinanziert werden können.
  • In kann man aus heutiger Sicht von einer vollständigen Mittelausschöpfung mit realisierten Projekten in allen Lebensbereichen ausgehen.
  • Die Verteilung der Mittel ist in eindeutig nicht agrarlastig - siehe beiliegende Grafik
  • Die Leader-Umsetzung läuft in in allen 24 Regionen sehr transparent. In den Vorständen der Regionen sind alle politischen Parteien und Interessensvertretungen, AK, WK, LK, etc. vertreten. In jährlichen Vollversammlungen werden in den Regionen umfassende Berichte  gelegt und laufend über die Projektrealisierungen in Regionsmedien berichtet.
  • Jährlich erfolgt in allen 24 LAG´s der Regionen am Jahresende eine extern begleitete Qualitätssicherung, wobei immer speziell auch die geschaffenen und die gesicherten Arbeitsplätze ausgewertet werden.
  • In haben wir zur Information der Öffentlichkeit die Datenbank LEADER-TOP auf der Homepage des Landes eingerichtet, die neben allgemeinen Informationen zu den 24 LAG´s derzeit 136 detailliert beschriebene erfolgreiche Leader Projekte aus allen Lebensbereichen enthält und jährlich erweitert wird – für September wird derzeit die Erweiterung um weitere 48 Projektbeschreibungen vorbereitet.




Oberösterreich erhielt ein Drittel der Bundesförderungen für Fachhochschul-Forschung

(LK) "Zwischen 2002 und 2011 wurden von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG insgesamt 60,8 Mio. € an Fördermittel für Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen vergeben, 19,77 Mio. € davon für die FH OÖ. Damit holte Oberösterreich ein Drittel aller österreichweiten Fördermittel", freut sich Bildungs-Landesrätin Mag.a Doris Hummer.

 

Oberösterreich profitiert von der F&E-Leistung der FH sehr stark. In insgesamt 15 Schwerpunkten in wesentlichen oö. Kernthemen bietet die FH innovatives Know-how für Wirtschaft und Gesellschaft, das in Projekten mit Unternehmen und Institutionen direkt in die Praxis umgesetzt wird.

 

Die vom BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), dem größten Geldgeber für Förderprogramme für F&E an Fachhochschulen, veröffentlichten Zahlen zur Vergabe von Fördermitteln an Fachhochschulen sind hocherfreulich:
"In diesen Forschungsprogrammen konnte die FH im Wettbewerb mit anderen Fachhochschulen, aber auch anderen Institutionen wie außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die Konkurrenz weit hinter sich lassen. Im Bundesländervergleich liegt mit 19,77 Millionen Euro vor der Steiermark (10,3 Millionen Euro) und Wien (sieben Millionen Euro) an der Spitze", ist Landesrätin Hummer stolz auf diese Zahl, welche eindrucksvoll die hohe Qualität der F&E-Tätigkeit der FH bestätigt.

 

Quelle: R. Pichler (BMVIT), FFH 2012, April 2012, Graz
Quelle: R. Pichler (BMVIT), FFH 2012, April 2012, Graz

 

Daten und Fakten zur F&E der FH
Die FH bietet neben ihren 50 Studiengängen praxisnahe Forschung & Entwicklung, die sich an den Bedürfnissen von Wirtschaft und Gesellschaft orientiert. F&E-Ergebnisse können rasch in marktfähige Produkte und Prozesse umgesetzt werden. An den 4 Fakultäten der FH in Hagenberg, Linz, Steyr und Wels wird in 15 praxisnahen F&E-Schwerpunkten in einem breiten Themenspektrum geforscht und entwickelt: Von Informatik, Kommunikation und Medien über Gesundheit, Soziales und Management bis hin zu Technik und Umweltwissenschaften. 2011 bearbeiteten rund 300 Professor/innen und wissenschaftliche Mitarbeiter/innen 313 Projekte mit einem F&E-Umsatz von zwölf Millionen Euro. Für 2012 wird ein F&E-Umsatz von 12,6 Millionen Euro erwartet.