Staubniederschlag und Schwermetalle in Oberösterreich 2011
Die Abteilung Umweltschutz beim Amt der Oö. Landesregierung hat gemäß der Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über das Messkonzept zum Immissionsschutzgesetz-Luft im jeweiligen Untersuchungsgebiet Messstellen zu betreiben. Diese sind entsprechend der Bevölkerungsverteilung und nach Immissionsschwerpunkten einzurichten.
Um die Immissionsgrenzwerte laut Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) zu überwachen, sind unter anderem Messungen des Staubniederschlags sowie von Blei und Cadmium im Staubniederschlag durchzuführen. Zusätzlich werden noch die Komponenten Arsen, Chrom, Kupfer, Quecksilber, Nickel, Vanadium, Antimon, Thallium sowie Fluorid im Staubniederschlag untersucht. Diese Messungen wurden im Beobachtungszeitraum (Jahr 2011) in Linz, Steyregg, Wels, Braunau, Kremsmünster und in Frankenmarkt durchgeführt. Insgesamt wurden, verteilt auf die einzelnen Orte, 24 Messstellen betrieben.
Das Bundesgesetz zum Schutz vor Immissionen durch Luftschadstoffe (Immissionsschutzgesetz-Luft, IG-L) sieht in der Immissionsüberwachung unter anderem auch Grenzwerte für Staubniederschlag, sowie Blei und Cadmium im Staubniederschlag als Jahresmittelwert vor.
| Komponente | Einheit | Jahresmittelwert |
| Staubniederschlag | mg/(m2*d) | 210 |
| Blei im Staubniederschlag | mg/(m2*d) | 0,100 |
| Cadmium im Staubniederschlag | mg/(m2*d) | 0,002 |

Der am Messort Frankenmarkt Messstelle F10 ermittelte Jahresmittelwert lag für Staubniederschlag mit 326 mg/(m²*d) über dem Grenzwert. Die Messstelle F10 liegt jedoch an einer Verkehrsinsel an einer Kreuzung und der Standort entspricht nicht den Vorgaben der Messkonzeptverordnung. An den anderen Messstellen in Frankenmarkt sowie in den Orten Linz, Steyregg, Wels, Braunau, Kremsmünster traten keine Überschreitungen bei dieser Komponente auf. Die Grenzwerte für die Komponenten Blei und Cadmium wurden an keiner der Messstellen überschritten.
Weitere Detailauswertungen und Darstellungen sind im Inspektionsbericht "Staubniederschlag und Schwermetalle in Oberösterreich 2011" enthalten.
Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:
Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft
Abteilung Umweltschutz