Auf einer Windschutzscheibe hab jemand 'Winter' in den Schnee geschrieben (Foto: rupbilder - Fotolia)

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Luftgüte-Monatsbericht Jänner 2012


Meteorologische Bedingungen

Der Jänner 2012 brachte Oberösterreich zu milde Temperaturen, mehr Niederschlag und zum Teil auch mehr Sonnenschein als üblich.

Die Temperaturmonatsmittel lagen überall deutlich über den langjährigen Mittelwerten, gerechnet von 1971 bis 2000. In Linz etwa war das Monatsmittel um 2,9 Grad Celsius, in Windischgarsten um 1,8 Grad Celsius und in Gmunden um 3,1 Grad Celsius zu warm. Ein russisches Hoch mit ziemlich frostigen Temperaturen zu Monatsende konnte die Mittelwerte nur mehr geringfügig dämpfen.

Niederschläge, unter 1000 Meter Seehöhe meist in Form von Regen, erreichten überall enorme Mengen. In Windischgarsten fielen statt der üblichen 97 Liter pro Quadratmeter 258 Liter pro Quadratmeter. In Freistadt wurden an Stelle der durchschnittlichen 60 Liter pro Quadratmeter 122 Liter pro Quadratmeter gemessen. Ursache für die großen Niederschlagsmengen waren rasch aufeinanderfolgende Tiefdruckgebiete aus Westen oder Nordwesten, die im Nordstau der Alpen für Regen und Schnee sorgten. Immerhin liegen am Feuerkogel über zwei Meter und am Krippenstein fast vier Meter Schnee.

Die Sonne leistete im Jänner 2012 nur im Zentralraum einige Überstunden: Linz brachte es auf 70 Sonnenstunden statt der üblichen 49 Stunden. Windischgarsten erreichte mit 64 Stunden Sonnenschein um etwa ein Drittel weniger als die üblichen 93 Stunden.
 

Schadstoffbelastung

Die Grenzwerte des Immissionsschutzgesetz-Luft wurden im Jänner 2012 nur bei Feinstaub überschritten, die Zielwerte wurden eingehalten. 16 der insgesamt 19 Feinstaubmessstellen in Oberösterreich registrierten zwischen einem und drei Feinstaubtagesmittelwerte, welche die erlaubten 50 µg/m³ überschritten. Die Überschreitungen traten entweder am 1. Jänner 2012 als Folge der Silvesterknallerei auf und/oder am 28. Jänner 2012. Dieser Tag war der vierte sehr kalte Tag in Folge, aber eher windschwach, was die Verdünnung und Abtransport der Schadstoffkonzentrationen behinderte. Nur die Station Linz-Römerbergtunnel verzeichnete auch am 18. Jänner eine dritte aber geringfügige Feinstaubüberschreitung.

Im Jahresvergleich zeigt sich der Jänner 2012 bei den Stickoxiden und beim Feinstaub im gesamten Überwachungsbereich als der sauberste Jänner der letzten zehn Jahre. Bei den anderen Schadstoffen liegt der Jänner 2012 im guten Mittelfeld. Allerdings ist dieser positive Befund mehr dem Wetter als der Emissionslage zuzuschreiben. In den vergangenen Jahren war immer der Jänner ein sehr stark belasteter Monat. 2012 sind austauscharme Wetterlagen, welche die Verdünnung und Schadstoffabtransport empfindlich behindern, bis jetzt fast ausgeblieben. Der häufige Störungsdurchzug mit hohen Windgeschwindigkeiten und viel Niederschlägen hat die Luft reingewaschen. Laut Jahresvergleich war der heurige Jänner der am besten durchlüftete Vergleichsmonat seit 2003.

Messnetz-Kurznachrichten

Am 16. Dezember 2011 wurde die Messstation S208 in 4020 Linz-Paracelsusstraße außer Betrieb genommen. Wir haben die Station im Auftrag vom Büro Landesrat Anschober für die Bürgerinitiative Linzer Luft betrieben.

Am 27. Jänner 2012 endete das Messprogramm S209, Linz-OK-Zentrum. Wir haben für den Höhenrausch II und für den Eislaufplatz meteorologische Daten erhoben und dem OK-Zentrum zur Verfügung gestellt.

Am 11. Jänner 2012 wurde das Messprogramm S207, Wiesen auftragsgemäß beendet. Die Messstelle war nur mit meteorologischen Komponenten bestückt. Die Daten werden für ein Gutachten benötigt.


Weiterführende Informationen

Monatsberichte im PDF-Format:

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Telefon (+43 732) 77 20-136 43
Fax (+43 732) 77 20-21 36 42
E-Mail us-goethe.post@ooe.gv.at