| Daten | |
| Größe: | 864 Hektar |
| Lage: | Gemeinde Antiesenhofen, Braunau a.I., Mörschwang, Kirchdorf a.I., Mining, Mühlheim a.I., Reichersberg, St. Peter a.H., Obernberg a.I. |
| Bedeutende Lebensräume: | Erlen-Eschen-Au |
| Bedeutende Arten: | Eisvogel, Uhu, Schwarzspecht, Nachtreiher, Fluss-Seeschwalbe, Goldregenpfeifer, Biber, Fischotter, Huchen, Gelbbauchunke |
Kurzbeschreibung
Durch Begradigung und Regulierung begann sich der Fluss im 19. Jhd. einzutiefen. Der Grundwasserspiegel sank, den begleitenden Auwäldern wurde die Lebensgrundlage entzogen. Erst die Sohlstabilisierung durch den Ausbau der Wasserkraft und die gezielte Anhebung des Wasserstandes konnte diese Entwicklung stoppen, neue Lebensräume wurden geschaffen. Heute finden sich hier Silberweidenauen und großflächige Verlandungs- und Pioniergesellschaften.
Die mitgeführten Schwebstoffe ("Gletschermilch") verleihen dem Inn die typische Trübung. Aufgrund des Lichtmangels ist das Pflanzenwachstum im Fluss begrenzt. Nur in flachen, strömungsgeschützten Buchten können sich größere Bestände von Wasserpflanzen entwickeln.
Der Inn ist nach dem Seewinkel das bedeutendste Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel in der kontinentalen Region Österreichs. Durch die verminderte Fließgeschwindigkeit in den Stauseen lagern sich Schwebstoffe ab, die bereits nach wenigen Jahren Sand- und Schlickbänke an der Oberfläche auftauchen lassen. Diese Zonen bieten gute Möglichkeiten für Brut und Nahrungssuche und werden daher von zahlreichen Vogelarten bevölkert.
Gemeinsam mit Bayern wird in einem LIFE-Projekt versucht, ein Ökosystem über politische Grenzen hinweg zu managen und zu entwickeln.