Auf einer Windschutzscheibe hab jemand 'Winter' in den Schnee geschrieben (Foto: rupbilder - Fotolia)

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Aktualisierung der Statuserhebung über Stickstoffdioxid in Linz


Im Jahr 2004 wurde an der Messstelle Linz-Römerberg ein NO2-Jahresmittelwert von 49 µg/m³ gemessen  und damit der Grenzwert des Immissionsschutzgesetz-Luft von 30 µg/m³ inklusive der damaligen Toleranzmarge von 15 µg/m³ überschritten. Der Grenzwert für den Halbstundenmittelwert des IG-L von 200 µg/m³ wurde zweimal überschritten. Der maximale HMW betrug 208 µg/m³. Die Grenzwerte der EU-Richtlinie (1999/30/EG) wurden 2004 noch  nicht verletzt.

Auf Grund der Überschreitungen derIG-L-Grenzwerte wurde eine Statuserhebung nach Immissionsschutzgesetz-Luft erstellt. Da diese aber die Ausdehnung des belasteten Gebiets sowie die Beiträge der einzelnen Verursachergruppen - vor allem des Verkehrs - zur Immission nur unvollständig beschreiben konnte, wurden in der Folge zusätzliche Studien in Auftrag gegeben.

Inzwischen stieg die mittlere NO2-Konzentration weiter an, bis im Jahr 2006 ein JMW von 52 µg/m³ erreicht und damit nicht nur der IG-L-Grenzwert + Toleranzmarge (in Summe 40 µg/m³ von 2005 - 2009), sondern auch der EU-Grenzwert + Toleranzmarge (in Summe 48 µg/m³ für 2006) überschritten wurde.

2006 war allerdings der Höhepunkt der NO2-Belastung erreicht. Bereits 2007 war der Jahresmittelwert mit 50 µg/m³ etwas niedriger und sank bis 2009 auf 47 µg/m³. Das war allerdings noch immer weit über den bis 2009 zulässigen 40 µg/m³.

Ab 2010 lässt das IG-L nur mehr 35 µg/m³ als Jahresmittelwert zu, ab 2012 nur mehr 30 µg/m³. Ab 2010 tritt zudem der Grenzwert der EU-Richtlinie von 40 µg/m³ in Kraft. Alle diese Grenzwerte dürften auch weiterhin überschritten werden.

Nicht nur die mittlere NO2-Belastung wurde bis 2006 immer höher, auch die Überschreitungen des Grenzwerts für den Halbstundenmittelwert, die vor 2004 überhaupt nicht aufgetreten waren, erreichten 2006 mit 25 HMWs ein Maximum.  Auch 2009 wurden noch immer 13 HMWs über 200 µg/m³ registriert. Verglichen mit der Gesamtzahl der HMWs von über 17000 pro Jahr sind HMW-Überschreitungen aber trotzdem als selten anzusehen. Sie treten lediglich an Abenden im Hochsommer bei bestimmten Wetterlagen auf. Eine Luftströmung, die stickoxidreiches Abgas aus dem Römerbergtunnel zur Station bringt, dürfte dabei die Hauptrolle spielen.

Zwischen der mittleren Belastung im Winter und im Sommer sind kaum Unterschiede festzustellen.

Tagesgang und Wochentagsabhängigkeit sind dagegen deutlich ausgeprägt und korrespondieren mit der Verkehrsstärke. An Wochentagen gibt es eine ausgeprägte Morgenbelastungsspitze, die am Samstag und Sonntag weitgehend fehlt. Nachmittagsmaxima finden sich dagegen auch am Wochenende.
An der Messstelle Linz-Römerberg wird auch der PM10-Grenzwert häufig überschritten. Die Korrelation zwischen PM10 und den Stickoxiden ist allerdings nur mäßig. PM10 wird daher in einer getrennten Statuserhebung behandelt.

Als Dokumentation der Entwicklung der Immissionen seit der Veröffentlichung der ursprünglichen Statuserhebung und der Ergebnisse der inzwischen durchgeführten Untersuchungen kann die Statuserhebung nunmehr aktualisiert werden.

Als Resultat der flächenhaften Immissionsberechnungen in hoher Auflösung und in Hinblick auf die kommende Verschärfung der Grenzwerte wird auch das Sanierungsgebiet neu festgelegt.

Dieses Sanierungsgebiet basiert ausschließlich auf der deutlichen Überschreitung des Grenzwerts für den Jahresmittelwert. Die an der Station Linz-Römerberg ebenfalls sporadisch auftretenden Halbstundenmittelwert-Überschreitungen dürften dagegen ein lediglich lokales Phänomen sein und können daher nicht auf andere Straßenzüge übertragen werden.

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Telefon (+43 732) 77 20-136 43
Fax (+43 732) 77 20-21 36 42
E-Mail us-goethe.post@ooe.gv.at