Landeskorrespondenz Nr. 28 vom 9. Februar 2012
Landeskorrespondenz:
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LH-Stv. Hiesl: Rekordverdächtig: 1.750 Tonnen Streusalz an einem Tag verbraucht
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Pakt für Arbeit und Qualifizierung 2012 unterzeichnet: Maßnahmenpaket für 67.000 Personen geschnürt
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Experten-Workshop zeigt Herausforderungen für den Arbeitsmarkt in Freistadt und Steyr auf
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Bundesrat und Landtage planen offensive für modernen Föderalismus: In keiner Sprache der Welt wird Reform mit Zentralismus übersetzt
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Lawinenlagebericht des Amtes der Oö. Landesregierung vom 9. Februar 2012
(LK) Am 7. Februar 2012 wurden exakt 1.744 Tonnen Salz auf das 6.000 Kilometer lange oberösterreichische Landesstraßennetz durch die Winterdienstmitarbeiter/innen aufgebracht. "Wenn man bedenkt, dass seit Winterdienstbeginn Anfang Oktober des letzten Jahres rund 25.000 Tonnen verbraucht wurden, zeigt dieser Tagesverbrauch, wie intensiv der Winter Einzug gehalten hat. Gemessen am Gesamtverbrauch wurden damit rund sieben Prozent verbraucht", zieht LH-Stv. Hiesl eine Zwischenbilanz. Der durchschnittliche Tagesverbrauch beträgt in Oberösterreich rund 350 Tonnen.
Alle Räum- und Streufahrzeuge waren pausenlos im Einsatz, um auch an solchen Extremtagen für best¬mögliche Fahrverhältnisse zu sorgen. Die Winterdienstkoordinatoren sorgten rund um die Uhr für einen reibungslosen Einsatzverlauf.
Eckdaten Winterdienst 2011/2012:
In den 31 Straßenmeistereien stehen 650 Mitarbeiter/innen mit 190 Fahrzeugen rund um die Uhr für den Winterdienst bereit. Zusätzlich stehen 120 Winterdienstfahrzeuge von Gemeinden und externen Unternehmen zur Verfügung, die bei Bedarf im Auftrag des Landes Oberösterreich für den Winterdienst eingesetzt werden.
Die Länge einer Räum- bzw. Streustrecke eines Winterdienstfahrzeuges beträgt rund 25 bis 30 Kilometer. Die dafür benötigte Umlaufzeit beträgt maximal drei Stunden.
OÖ setzt weiter auf aktive Arbeitsmarktpolitik und gezielte Initiativen
(LK) Unterzeichnet haben heute, Donnerstag, 9. Februar, Wirtschafts-Landesrat KommR Viktor Sigl, Sozialreferent LH-Stellvertreter Josef Ackerl, AMS Oberösterreich und die Sozialpartner sowie Landesschulrat und Bundessozialamt den "Pakt für Arbeit und Qualifizierung 2012". Der Pakt hat heuer ein Budgetvolumen von rund 175 Millionen Euro. "Insbesondere Jugendlichen und der Qualifizierung von Fachkräften für die oö. Wirtschaft wird mit den Pakt-Maßnahmen ein besonderes Augenmerk gewidmet. Insgesamt profitieren heuer 67.000 Personen von den Maßnahmen, davon sind 52 % Frauen", erklärt Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl, der sich bei allen Pakt-Partnern für die Zusammenarbeit bedankt.
Die Investitionsaufteilung des Pakt-Budgets in Höhe von rund 175 Millionen Euro ist wie folgt: Das AMS bringt 80 Millionen Euro in die Programme des Paktes ein, das Land Oberösterreich investiert 70 Millionen Euro in aktivierende Maßnahmen, das Bundessozialamt 25 Millionen Euro. Das Gesamtbudget ist damit um rund 9 Millionen Euro höher als im Jahr 2011.
Der Pakt ist im Rahmen der Strategie "Arbeitsplatz Oberösterreich 2020" der operationelle Leitfaden für die aktive Arbeitsmarktpolitik in Oberösterreich.
Die strategischen Ziele des Paktes 2012 sind: Jugendliche und junge Erwachsene zu Fachkräften qualifizieren; Erwerbsquote von Frauen durch Beratung und Qualifizierung erhöhen; Anteil von Geringqualifizierten (auch unter den Beschäftigten) reduzieren; Beschäftigungsfähigkeit von Erwachsenen und älteren Arbeitslosen herstellen/erhalten; Integration von arbeitsmarktfernen Personen und Bezieher/innen bedarfsorientierter Mindestsicherung; Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen; Integration von Migranten/innen am oö. Arbeitsmarkt; Förderung von Betriebsgründungen und finanzielle Unterstützung von Jungunternehmer/innen und beeinträchtigten Kleinunternehmern/innen.
Die Maßnahmenpalette reicht von Lehrgängen für Jugendliche über Facharbeiter/innnenkurzausbildungen, Teilqualifizierungen, Zielgruppenstiftungen, Produktionsschulen und vieles mehr bis hin zu Kinderbetreuungsprojekten und Beratungen für Wiedereinsteiger/innen.
Neue Projekte sind:
- Hauptschulexternistenprüfungen
- Projekte im Rahmen der bedarfsorientierten Mindestsicherung
- Zielgruppenstiftung Migranten/innen
- Zielgruppenstiftung Ältere
- Schulungsprojekt für Migranten/innen
- Projekt ProViel als Integrationsunterstützung für Lehrlinge
Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl: "Strategisches Programm 'Arbeitsplatz OÖ 2020' für Lebensqualität, Wachstum und soziale Sicherheit setzt auf regionale Inputs"
(LK) Zu einem Workshop trafen sich kürzlich Expert/innen – Unternehmer, Sozialpartner und Politik – aus Steyr und Steyr-Land, bzw. aus dem Bezirk Freistadt um sich mit der Sicherung des Fachkräftebedarfs auseinander-zusetzen. "Oberösterreich setzt in der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf Individualisierung und Regionalisierung – und bündelt im Strategischen Programm "Arbeitsplatz Oberösterreich 2020" dafür die Kräfte", sagt Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl, auf dessen Initiative hin das Strategische Programm erarbeitet wird.
"Wir brauchen eine regionale, individuelle und innovative Arbeitsmarktpolitik, um das Ziel Vollbeschäftigung erreichen und damit Lebensqualität, Wachstum und soziale Sicherheit in Oberösterreich bieten zu können", ist Sigl überzeugt. Für vier von fünf Unternehmen ist das Finden qualifizierter Mitarbeiter/innen die größte Herausforderung der nächsten Jahre.
Beim Workshop in Steyr, der von der Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ) in Kooperation mit den Sozialpartnern, dem AMS und der TMG durchgeführt wurde, haben sich die Teilnehmer/innen daher intensiv mit dem Thema Fachkräftesicherung auseinandergesetzt. Die Zahlen im Bezirk belegen etwa, dass durch den Geburtenrückgang 2030 um rund sechs bis sieben Prozent weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden als noch 2010. Aktuell läuft die Lehrstellenvermittlung auf Hochtouren. Hier gilt es, Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Besonders deutlich hervorgekommen ist die Notwendigkeit einer qualifizierten Ausbildung. Denn der Anteil jener Arbeitslosen, welche höchstens über einen Pflichtschulabschluss verfügen, hat sich seit 1990 fast verdoppelt. Insgesamt liegt der Arbeitsmarktbezirk Steyr mit einer Arbeitslosenquote von aktuell 6,1 % (2011) deutlich über dem OÖ-Durchschnitt von 4,2 %.
Beim Workshop in Freistadt, der von der Regionalmanagement OÖ GmbH (RMOÖ) in Kooperation mit den Sozialpartnern, dem AMS und der TMG durchgeführt wurde, haben sich die Teilnehmer/innen auch intensiv mit dem Thema Fachkräftesicherung auseinandergesetzt. Die Zahlen im Bezirk belegen etwa, dass durch den Geburtenrückgang 2030 um rund zehn Prozent weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden als noch 2010. Aktuell läuft die Lehrstellenvermittlung auf Hochtouren. Auch hier gilt es, Angebot und Nachfragen zusammenzuführen. Insgesamt ist der Bezirk Freistadt mit seiner sehr niedrigen Arbeitslosenquote von aktuell 3,6 % (2011) unter den Top-Regionen Österreichs und damit Europas zu finden.
"Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass sich die regional Verantwortlichen - AMS, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Schulen, Bürgermeister/innen und Unternehmen - mit 'ihrem' Arbeitsmarkt auseinandersetzen, weil sie individuelle Strategien auf dem Weg Richtung Vollbeschäftigung brauchen. Die regionalen Inputs fließen in das Strategische Programm 'Arbeitsplatz OÖ 2020' ein, das im Juni vorgestellt wird", so das Resümée von Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl. "Die regionale Dimension zeigt sich besonders bei den Themen Standortentwicklung, Berufsinformation und Planung des Qualifizierungsbedarfs."
Rückfragenhinweis:
Dipl. Sp. Doris Hagspiel
RMOÖ-Regionalmanagerin für regionale Paktkoordination
RMOÖ-Landesgeschäftsstelle
Tel.: (+43 732) 79 30 38-17
Mobil: (+43 664) 82 83 895
E-Mail: doris.hagspiel@rmooe.at
Bundesrat und Landtage planen offensive für modernen Föderalismus: In keiner Sprache der Welt wird Reform mit Zentralismus übersetzt
(LK) Dieser Tage machte der derzeitige Vorsitzende der österreichischen Landtagspräsidentenkonferenz, Oberösterreichs Landtagspräsident Friedrich Bernhofer, beim Präsidenten des österreichischen Bundesrates, Gregor Hammerl, im Parlament in Wien seinen Antrittsbesuch. Beide Präsidenten waren sich einig, den einstimmigen Beschluss der Landtagspräsidentenkonferenz aufzugreifen, künftig regelmäßig einmal halbjährlich eine Konferenz zu aktuellen Themen des Föderalismus einzuberufen. Diese Konferenz wird sich aus Vertretern des Bundesrates und der Landtags-Präsidentenkonferenz zusammensetzen.
Schon im März wird die erste Konferenz auf Einladung von Landtagspräsident Friedrich Bernhofer im Landhaus in Linz stattfinden. Folgende aktuelle Themen sollen dabei u. a. behandelt und diskutiert werden:
- Die künftige Zusammenarbeit der Bundesländer und des Bundesrates mit dem Institut für Föderalismus
- Die Verstärkung der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit des Bundesrates und der neun Landtage zum Thema „Föderalismus in Österreich“
- Die erweiterten Aufgaben des Bundesrates nach dem Vertrag von Lissabon bezüglich der Subsidiaritätsprüfung gemeinsam mit den Bundesländern
- Die Einführung eines Vetorechtes für den Bundesrat bei Gesetzen, die unmittelbar die Länderinteressen und –finanzen betreffen.
Die Präsidenten Hammerl und Bernhofer vertreten die Auffassung, dass ein moderner Föderalismus die Staatsform der Zukunft ist. Entscheidungen, welche die Länder betreffen, sollten auch in den Ländern getroffen werden. Der Bundesrat ist dabei der verlängerte Arm der Länder in der Bundesgesetzgebung. Er sollte daher nicht aufgelöst, sondern als Länderkammer wie in anderen europäischen Staaten aufgewertet werden.
"Durch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit soll den Mitbürgerinnen und Mitbürgern aufgezeigt werden, dass der Föderalismus die Bürgernähe in der Demokratie am besten gewährleistet", so Bernhofer.
(LK) Heute Donnerstag ist es im Bergland nur vormittags noch kurz sonnig. Dann ziehen dichte Wolken auf und es beginnt etwas zu schneien. Die Temperatur in 1.500 m Höhe liegt bei minus11, in 2.000 m Höhe bei minus14 Grad. Der Wind legt im Tagesverlauf zu und wird stark aus nordwestlicher Richtung. Morgen Freitag gibt es am Vormittag noch etwas Schneefall, am Nachmittag zeigt sich wieder die Sonne. Es wird wieder etwas kälter mit minus 15 Grad in 1.500 m Höhe und minus 19 Grad in 2.000 m Höhe. Der Wind lässt im Tagesverlauf wieder nach.
Schneedeckenaufbau:
Die Schneedecke ist durch die anhaltende Kälte oberflächig kalt, pulvrig oder locker oder auch windgepresst. Ansonsten ist sie weitgehend gut gesetzt und schattseitig ist an windgeschützten Bereichen teils Oberflächenreif oder es ist ein nur dünner Harschdeckel vom letzten Neuschnee überdeckt worden. Die durch starken Wind gebildeten frischen Triebschneeablagerungen sind spröde und störanfällig. Vereinzelt sind auch noch überdeckte ältere zu störende Verfrachtungen vorhanden. Allgemein ist die Schneedecke stark windbeeinflusst, Grate und Rücken sind stark abgeweht und mächtige Wechten sind vorhanden. Die Altschneedecke ist vom Boden her bis in die mittleren Höhenlagen oft feucht bis nass.
Gefahrenbeurteilung:
Die Lawinengefahr wird überwiegend als mäßig eingestuft. Über der Waldgrenze sind aber neben älteren, auch frische Triebschneeablagerungen zu beachten und da besteht lokal erheblich Schneebrettgefahr. Vor allem in den höheren, teils auch mittleren Höhenlagen, sind gestern Vormittag durch starken Wind um Südost störanfällige Triebschneeablagerungen entstanden. Eingewehte kammnahe Steilhänge sowie verfüllte steile Mulden und Rinnen sind zu beachten. Hier ist eine Auslösung von Schneebrettlawinen bereits bei geringer Zusatzbelastung möglich. Auf vergrasten, sehr steilen Hängen sind durch die bodennahe Durchfeuchtung der Schneedecke und trotz der kalten Temperaturen bis in die mittleren Höhenlagen vereinzelt Grundlawinen möglich.
Gefahrenbeurteilung nach der fünfteiligen europäischen Lawinengefahrenskala
- Gefahrenstufe: 2-3
- Tendenz: Die Lawinensituation wird sich nicht wesentlich ändern.
Europäische Lawinengefahrenskala:
1 gering
2 mäßig
3 erheblich
4 groß
5 sehr groß
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Auf der Landeshomepage finden Sie den Amtlichen Lawinenwarndienst unter der Internetadresse: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/lawinenwarndienst
