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Landeskorrespondenz Nr. 216 vom 16. September 2005


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Landeskorrespondenz:

Pressekonferenz:


Fahrbahninstandsetzungsarbeiten auf der B 115 Eisen Straße

(LK) Die Landesstraßenverwaltung beabsichtigt noch im September 2005 die Fahrbahn der B 115 Eisen Straße von km 27,100 bis 27,750 zwischen Mühlbachkreuzung und Kraftwerk Rosenau im Gemeindegebiet Garsten zu sanieren.

 

Während der Durchführung der Bauarbeiten wird die B 115 Eisen Straße an diesem Straßenabschnitt für den gesamten Verkehr gesperrt, kündigt LHStv. Hiesl an.

 

Vorgesehner Bautermin ist von Dienstag, 20. September 2005 bis einschließlich Freitag, 23. September 2005.

 

In diesem Zeitraum wird der Verkehr der B 115 in beiden Fahrtrichtungen über die beschilderte Umleitungsstrecke Sand Straße - Lahrndorfer Straße – Ternberger Straße (örtliche Bezeichnungen: Sand-Lahrndorf-Dürnbach-Ternberg) geführt.



Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Schulterschluss Landwirtschaft und Gewerbe

LR Stockinger bei Eröffnung der GUUTE Messe: Starke Allianz für Regionalität

 

(LK) Die von Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger erfolgreich gestartete Initiative "Genussland Oberösterreich" bringt auch den längst überfälligen Schulterschluss zwischen Landwirtschaft und Gewerbe sowie das Bewusstsein, dass letztlich alle in einem Boot sitzen.

 

Landesrat Dr. Stockinger: "Alte Grabenkämpfe sind Vergangenheit, es geht um eine starke Allianz für Regionalität und Nähe".

 

Die Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Herkunft ist eine Chance für die Anbieter von Lebensmittel als Gegensatz zu einer globalisierten Welt und einem weltweiten Einheitsgeschmack. Das betont Landesrat Dr. Stockinger anlässlich der Eröffnung der GUUTE Messe in Gallneukirchen heute um 11 Uhr. Eine Profilierung Oberösterreichs als unverwechselbarer Lebensmittelstandort ist eine Chance für das Genussland Oberösterreich.



Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17 oder (+43 664) 829 89 99

Historische Daten zum Österreichischen Jubiläumsjahr

(LK) Das Jahr 2005 wird auch in Oberösterreich ganz im Zeichen der Jubiläen "60 Jahre Zweite Republik" und "50 Jahre Staatsvertrag" stehen.

 

Der nächste Termin, auf den hinweisen möchten, ist der 19. September 1945: Zulassung politischer Parteien durch die US-Militärregierung in Oberösterreich.



Elke Leitgeb (+43 732) 77 20-114 97

Sprechtage für die Woche vom 19. September bis 23. September 2005

  • Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-121 90, Dienstag, 20. September 2005, von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, Kärntnerstraße 12

  • Landesrat Josef Ackerl
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-151 10, Altstadt 30

  • Landesrat Dr. Josef Stockinger
    jeden Dienstag nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 11, Landhaus

  • Landesrat Viktor Sigl
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-151 00, Altstadt 17

  • Landesrätin Dr. Silvia Stöger
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 20, Starhembergstraße 14

  • Landesrat Rudi Anschober
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-120 71, Promenade 37

  • 1. Präsidentin des Oö. Landtages Angela Orthner
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 50, Montag, 19. September 2005, von 09:00 Uhr bis 11:00 Uhr, Landhaus

  • 2. Präsidentin des Oö. Landtages Gerda Weichsler
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 52, Landhaus

  • 3. Präsidentin des Oö. Landtages Doris Eisenriegler
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 54, Landhaus



Romana Puchner (+43 732) 77 20-114 12

Termine der Beratungsstellen

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Montag, 19. September 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 8:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 8:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:00 bis 13:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Außenstelle Pramhöhe, 4780 Schärding, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Stadtplatz 1 (Sparkassengebäude, 3. Stock), von 08:00 bis 12:00 Uhr statt.

 

Weiters findet eine therapeutische Zusammenkunft von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige am Montag, 19. September 2005, für den Bezirk Gmunden ab 19:00 Uhr (Führerscheingruppe), im Gebäude des Roten Kreuzes, statt.

 

Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried

 

(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried i.I., Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:

 

Elternsprechstunde:

  • jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361

Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:

  • jeden 3. Dienstag im Monat von 9:30 bis 11:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361

Zivildienst-Beratung

 

(LK) Beratungen und aktuelle Infos für künftige und aktive Zivildienstleistende sowie Zivildiensteinrichtungen in Linz, Amt der Oö. Landesregierung, LandesJugendReferat, Bahnhofplatz 1, (+43 732) 77 20-152 65. Beratungen finden montags von 14:00 -17:00 Uhr statt.


Reisemedizinische Beratungsstelle

 

(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag, 19. September 2005, bis Freitag, 23. September 2005, von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag, 20. September 2005, zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: (+43 732) 77 20-141 07.

 

Oö. Schulservice

 

(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag, 19. September 2005,  bis Freitag, 23. September 2005,  Elisabeth Messner, Tel. (+43 732) 70 71-91 21, und Mag. Gertraud Schwarzmair, Tel. (+43 732) 70 71-91 22.

 

Familienberatung

 

(LK) Beratung in Familienangelegenheiten durch Psychologen, Juristen, Tel. (+43 732) 694 14-665 00, Sozialarbeiter, (+43 732) 694 14-664 70, 664 72, am Montag, 19. September 2005, Familienberatungsstelle des Landes Oberösterreich in Linz, Kärntnerstraße 16, Bezirkshauptmannschaft, von 18:00 bis 20:00 Uhr. Für eine psychologische Beratung wird um telefonische Voranmeldung unter (+43 732) 694 14-664 70, 664 72 gebeten.

 

Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA

 

(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen.
Vertraulich und kostenlos.
KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft, Tel: (+43 732) 77 97 77
Icon Externer Linkwww.kija.at, e-mail: kija@ooe.gv.at, 4021 Linz, Promendade 37
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, von 10:00 – 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 – 16:00 Uhr.

 

Oö. Patienten- und Pflegevertretung

 

(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-142 15, ist am Montag, 19. September 2005, Dienstag, 20. September 2005, Mittwoch, 21. September 2005, und Donnerstag, 22. September 2005, von 7:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag, 23. September 2005, von 7:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab. 

 

EU-Auskünfte

 

(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel. (+43 732) 77 20-140 20, Fax: (+43 732) 77 20-140 22.

 

Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige

 

(LK) Das Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag, 19. September 2005, bis Freitag,  23. September 2005, in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer (+43 7229) 644 36-36 erbeten. 





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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landesrat Viktor Sigl, FH-Prof. DI Dr. Johann Kastner, Leiter FH Forschungs & Entwicklungs GmbH und Prim. Dr. Christian Gabriel, Ärztlicher Leiter der Blutzentrale Linz des OÖ. RK


am 16. September 2005 zum Thema

"Fachhochschul-Schwerpunkt Forschung: Erster FH Science Day - Plattform für Wirtschaft und Wissenschaft"


Rückfragen-Kontakt: Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02, FH Marketing Doris Pucher
(+43 7242) 448 08-60, FH F&E  DI (FH) Esther Baumschlager (+43 7242) 448 08-41

Landesrat Viktor Sigl: Forschung als Wirtschaftsmotor

 

Forschung sichert Arbeitsplätze


Forschung bedeutet Fortschritt, und Fortschritt ist der Motor der wirtschaftlichen Weiterentwicklung. Das Land Oö. tätigt dafür heute die Investitionen für die Zukunft - nicht nur für die beruflichen Chancen jedes einzelnen jungen Menschen, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Oö. Denn nur wer heute forscht, hat morgen Arbeit. Mit dem Wirtschaftsprogramm "Innovatives 2010" stellt das Land die Weichen für Beschäftigung und Wohlstand in den nächsten Jahren.
Der Bereich "Forschung und Entwicklung" spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Hälfte des 600 Millionen Euro starken Maßnahmenpaketes entfällt auf Forschung und Entwicklung, wobei die Schwerpunkte auf Mechatronik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Life Sciences, Innovative Werkstoffe und Logistik gesetzt wurden.

 

Forschungsinitiative als weitere Stärkung der Wirtschaft


Im Herbst startet die Oö. Forschungsinitiative, deren Kern eine Forschungsanleihe darstellt. Profitieren sollen daraus vor allem KMU und Industriebetriebe, die Forschungsprojekte durchführen. In den nächsten sieben Jahren sollen damit zusätzliche 500 Millionen Euro an Forschungsdarlehen erreicht und mit Hilfe eines attraktiven Zinsenzuschussmodells Forschungsinvestitionen gefördert werden.

 

FH als kompetenter F&E-Partner für Unternehmen

 

Enge Kontakte zur Wirtschaft machen die FH zu einem kompetenten Partner sowohl in der Lehre als auch in der Forschung: Ausgewählte Forschungsschwerpunkte - von Informationstechnologie über Logistik und Werkstofftechnik bis zu Sozial- und Gesundheitsthemen - sind auf die Bedürfnisse der Wirtschaft und der Gesellschaft abgestimmt.

 

72 aktuelle Projekte, 130 Mitarbeiter, 3,2 Mio. Euro Umsatz


Seit der Gründung der FH Forschungs & Entwicklungs GmbH im Jahre 2003 hat sich einiges im Forschungsbereich der FH getan: Es wurden Competence-Center auf jedem der vier Standorte gegründet, die aktuell 72 Forschungsprojekte in elf Schwerpunkten abwickeln. Das Interesse an Forschungsprojekten mit der FH ist stark ansteigend.
Insgesamt sind zurzeit ca. 130 FH-Mitarbeiter, davon 60 Professoren sowie wissenschaftliche Assistenten, FH-Diplomanden und FH-Studenten im Rahmen ihres Berufspraktikums, in der Forschung tätig.

 

Land unterstützt FH-Forschung mit 750.000 Euro


Das Land unterstützt das Forschungs-Kompetenzfeld der FH heuer mit rund 750.000 Euro. Damit wird der Grundstein für die Kooperation mit der Wirtschaft gelegt und aus jedem Landes-Euro eine vierfache Hebelwirkung erzielt: heuer beträgt das Projektvolumen 3,2 Mio. Euro.

 

Hochkarätiger FH F&E-Beirat

 

Seit dem Frühling 2005 hat die FH einen eigenen F&E-Beirat, der aus sieben namhaften Persönlichkeiten aus der Wirtschaft mit KommR. Dkfm. Dr. Michael Teufelberger an der Spitze, besteht. Der neue Beirat unterstützt die Geschäftsführung sowohl in der strategischen Ausrichtung der Forschungsaktivitäten als auch bei der Abstimmung mit anderen oö. Einrichtungen wie z.B.: der Universität.

 

Erster FH-Science Day am 20. September in Steyr: Veranstaltung für innovative Unternehmen


Unternehmen, die Forschung und Entwicklung erfolgreich durchführen und somit ihren Wettbewerbsvorteil langfristig sichern möchten, finden in der FH den richtigen Partner dazu. Um die bereits bedeutenden Ergebnisse aus Forschungsprojekten zu präsentieren und eine Plattform mit internationalen Vertretern den Unternehmen in Oö. zu bieten, wird heuer erstmals der FH Science Day in Steyr stattfinden.

 

FH-Prof. DI Dr. Johann Kastner: Erfolgreiche Projekte mit Unternehmen beweisen Kompetenz der FH

 

Forschung als Qualifikation

 

Qualifizierte Absolventen stärken durch ihre hervorragende Leistung die Unternehmenstätigkeit. Dies ist jedoch nur aufgrund einer ausgezeichneten Ausbildung möglich, bei der bereits während des Studiums die Lehrinhalte auf unternehmerische Bedürfnisse und aktuelle Themen abgestimmt sind.

 

Zweites Betätigungsfeld der FH ist daher die Forschung und Entwicklung. Als Partner im F&E-Bereich wickelt die FH Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit Unternehmen und anderen Forschungseinrichtungen ab.

 

Eigene F&E GmbH liefert "Lösungen nach Maß"


Die FH Forschungs & Entwicklungs GmbH ist ein kompetenter und innovativer Partner: sie liefert Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, die exakt auf die Bedürfnisse der heutigen Zeit abgestimmt sind und eine rasche Umsetzbarkeit in der Wirtschaft und in der Gesellschaft garantieren.

 

Elf Forschungsschwerpunkte an vier Standorten behandeln die aktuellsten und wichtigsten Themenbereiche des 21.Jahrhunderts.

  • Hagenberg
    Bio- and Medical Informatics Interactive and Mobile Multimedia Environments Time and Location Based Software Systems
  • Linz
    Praxis und Management Sozialer Arbeit Medizintechnik: Diagnostik, Monitoring und technischeLebenshilfen
  • Steyr
    Logistik und Unternehmensnetzwerke Produktionsoptimierung
  • Wels
    Automatisierung komplexer mechatronischer Systeme Mess- und Prüftechnik, Ökoenergie- und Umweltverfahrenstechnik, Werkstofftechnik und -prüfung

Dabei sind einerseits jene Unternehmen angesprochen, die für eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu wenig Personalressourcen oder beschränkte Finanzmittel zur Verfügung haben. Andererseits gilt es, Lösungen für Betriebe zu entwickeln, die in Spezialgebieten Unterstützung benötigen.


Studenten, Forschungsassistenten und Professoren in einem Boot


Studenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und erfahrene Professoren werden dabei mit Projektinhalten betraut und arbeiten gemeinsam an den Ergebnissen. Der große Vorteil dieser Vorgehensweise liegt darin, dass erstens die Lehrinhalte up-to-date bleiben und zweitens die Studenten bereits während ihres Studiums interessante und herausfordernde Projektinhalte bearbeiten dürfen und somit bereits im Vorfeld für ihre spätere Berufslaufbahn ausgezeichnet vorbereitet sind.


Erfolgreiche zweite FHplus-Ausschreibung für Oö.


Im Frühjahr wurden jene Projekte bekannt, die von der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) in der zweiten Ausschreibung des Förderprogrammes "FHplus" unterstützt werden. Die stolze Anzahl von acht Projekten von insgesamt 23 österreichweit genehmigten ist ebenso ein Beweis für die Kompetenz der FH als F&E-Partner wie auch die zahlreichen Industrieprojekte.
 
FH Science Day - eine Plattform für Wissenschaft und Wirtschaft


Am FH Science Day steht der Meinungsaustausch in wissenschaftlichen Themengebieten mit internationalen Vertretern und die Präsentation neuester Forschungsergebnisse im Vordergrund. Dazu sieht das Programm vier parallele Workshops vor, wobei in den Pausen ein Wechsel zwischen den Modulen möglich ist.

 

Die Teilnehmer haben die Wahl zwischen folgenden Themenbereichen:

  • Bio- und Medizininformatik
  • Embedded und Mobile Systems
  • Produktionsmanagement
  • Messtechnik, Computertomographie und Simulation

Exemplarisch: Drei Projekte, die am FH Science Day präsentiert werden Forschungsauftrag des Helikopterweltmarktführers Eurocopter an die FH


Die Forschungsabteilung des weltweit größten Helikopterherstellers Eurocopter beauftragte vor kurzem die FH mit einem 3-jährigen Projekt im Bereich zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. Mittels des in Österreich einzigartigen industriellen Computertomographen in der FH Wels, der durch das FHplus-Programm der österreichischen Bundesregierung und einem Firmenkonsortium finanziert wurde, werden verschiedenste Hubschrauber-Bauteile in der Entwicklungsphase geprüft und getestet, ohne dass sie dabei zerstört oder verändert werden müssen.

 

Der Leiter von "Ground Test und CT -Eurocopter Deutschland", Herr DI(FH) Oster, wird am FH Science Day einen Vortrag über neue Methoden der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung in der Helikopterindustrie halten.
 

Hagenberger unterstützen neues Biotechnologie-Unternehmen


Mit Hilfe des oberösterreichischen Gründerprogrammes tech2b, arbeiten zurzeit zwei renommierte Biotechnologen, Univ.Doz. Dr. Johann W. Bauer und Dr. Kamil Önder, am Aufbau ihres Unternehmens ProComCure. Dabei mit ins Boot geholt wurden die wissenschaftlichen Mitarbeiter aus Hagenberg. Ziel dieser Kooperation ist es, mit entsprechender Software die Wissenschafter bei ihrem Vorhaben, neue Medikamenten-Angriffspunkte zu identifizieren und somit die Grundlage für sichere und effizientere Medikamente zu liefern, zu unterstützen.

 

Am FH Science Day werden Ergebnisse aus den bereits erfolgreich durchgeführten Bio- und Medizininformationstechnischen Projekten vorgestellt.

 

Ergebnisse aus der FH Steyr revolutionieren die Fertigungsbetriebe


Renommierte Unternehmen, wie MAN Steyr, Pöttinger, Palfinger und BRP Rotax, arbeiten an dem in der FH Steyr durchgeführten FHplus geförderten Projekt "Produktionsoptimierung" mit und testen bereits erfolgreich die entwickelten Methoden. Im Mittelpunkt des Projektes steht die effiziente Gestaltung der Produktion in Form von Modellen zur Bestandsreduktion, Durchlaufzeitverkürzung und Erhöhung der Liefertreue.

Wissenswerte Ergebnisse, die sowohl aus diesem Projekt stammen als auch aus anderen Vorhaben und Unternehmen (z.B. Vortrag des bekannten Produktionsforschungsinstitutes Profactor), werden am FH Science Day anderen interessierten Unternehmensvertretern präsentiert.
 
Prim. Dr. Christian Gabriel, Ärztlicher Leiter der Blutzentrale Linz des OÖ. RK


Blutzentrale Linz des OÖ. RK langjähriger Partner der FH Oö:

 

Die Blutzentrale Linz ist seit vielen Jahren Partner der Fachhochschul-Studiengänge am Standort Hagenberg. Mit ihrem Know-how in der Labormedizin und Molekularbiologie beteiligt sie sich laufend an verschiedenen Studien- und Forschungsprojekten im Bereich der Bio- und Medizininformatik.

 

Die Blutzentrale Linz - Biomedizin-Leading-Partner in Oö:


Die Blutzentrale Linz bietet nicht nur Blutkonserven oder Laborleistungen an, sondern ist auch eine namhafte Institution der Biomedizin in Oberösterreich. Wichtige Kooperationspartner aus der Industrie (Greiner Bio One) und Forschung (Ludwig Boltzmann Institut für experimentelle und klinische Traumatologie) haben sich als Kooperationspartner in den Forschungseinrichtungen der Blutzentrale angesiedelt. Zahlreiche Projekte sind auch mit der Fachhochschule Oö, Standort Hagenberg, entwickelt worden.

 

Die durch diese Kooperationen entstehenden Synergien und die damit verbundene Kompetenzbündelung des Medizinischen Zentrums der Blutzentrale mit dem FH -Competence Center Hagenberg, Forschungsschwerpunkt Bio- und Medizininformatik, lassen wegweisende medizinischen Anwendungen Realität werden.
 
Neuer Gen-Chip


Die Blutzentrale Linz ist die erste und einzige Institution Österreichs, die einen Gen-Chip für die Bestimmung der Medikamentenwirkung einsetzt. Mehrere Gene, die zum Abbau von Medikamenten dienen, können in einem Arbeitsgang analysiert werden. Dabei findet man heraus, ob Medikamente zu stark abgebaut werden (Wirkungsverlust) oder nicht abgebaut werden (Überdosierung). Neue entwickelte Verfahren zur Messung von Medikamentenspiegeln dienen zur Feinregulierung der Medikamente. Neueste Messverfahren dazu werden gemeinsam mit der Forschungsabteilung der FH , Standort Hagenberg, im Bereich Bioinformatik entwickelt.

 

Stammzellen gegen Herzinfarkt


Stammzellen beseitigen Schäden durch Herzinfarkte. Diese neue Behandlung erfordert aber Methoden zur Feststellung der Infarktgröße. Gemeinsam mit der FH , Standort Hagenberg, und dem AKH Linz läuft ein Projekt, in dem mit herkömmlichen Röntgenaufnahmen und hoch entwickelten mathematischen Modellen ein 3D-Bild des Herzens erstellt wird, das dann die Größenbeurteilung der Infarktes erlaubt.

 

Zukunftsweisendes Projekt: Stammzellen ohne Abstoßung


Stammzellen, die bei jeder Transplantation angenommen werden, sind jetzt mit diesem Projekt endlich in greifbare Nähe gerückt. In einem Projektantrag der Blutzentrale mit der Universität Linz und dem FH F&E-Competence Center Hagenberg soll ein neues Labor mit einer leistungsfähigen Laser-Mikroskopie eingerichtet werden. Mit dieser Methode und dem Gen-Chip werden Stammzellen gefunden, die Abstoßungsreaktionen verhindern. Diese hoch potenten Stammzellen liegen dann zur Behandlung sofort bereit.

 

Ergänzende Informationen:
Prim. Dr. Christian Gabriel
(+43 732) 77 70 00-41
christian.gabriel@blutz.o.redcross.or.at



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PRESSEINFORMATION

Information zur Pressekonferenz mit

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
am 16. September 2005 zum Thema

"1. Oö. Sicherheitsmonitor - Teil 2 und Detailergebnisse"


Rückfragen-Kontakt: Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Seit der Frühgeschichte wurden Gemeinwesen gebildet um dem Einzelnen Sicherheit zu geben. An dieser Grundaufgabe des Staates hat sich bis heute nichts geändert. Sicherheit bedeutet Lebensqualität und ist gleichzeitig ein wichtiger Standortfaktor für den Wirtschaftsraum Oberösterreich.

 

Um das Sicherheitsgefühl der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher zu erheben, hat das Land Oberösterreich beim market Institut eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Die ersten Ergebnisse von 853 persönlichen Interviews, repräsentativ für die oberösterreichische Bevölkerung ab 15 Jahren und durchgeführt zwischen 17. und 4. Juli 2005 wurden vor der Sommerpause präsentiert. Im vorliegenden Papier werden der zweite Teil dieses Sicherheitsmonitors mit einer Reihe von Detailergebnissen dargestellt.


Oberösterreich im Vergleich zu anderen EU-Staaten sicherer

 

Auf die Frage "Wenn Sie die Sicherheitssituationen in Oberösterreich mit anderen Staaten in der EU vergleichen, ist Oberösterreich sicherer, gleich sicher oder weniger sicher?" antworteten 60 Prozent der Befragten mit "sicherer" und 35 Prozent mit "gleich sicher". Nur 3 Prozent schätzen Oberösterreich im Vergleich zu anderen EU-Staaten als "weniger sicher" ein (Chart 1).

 

Vor allem 15- bis 29-Jährige schätzen Oberösterreich "sicherer" als andere EU-Staaten ein.

 

Regional ist auffällig, dass gerade jene Landesteile, die an andere EU-Staaten grenzen besonders viele "sicherer"-Nennungen ausweisen (Innviertel 67 Prozent, Mühlviertel 66 Prozent).


Oberösterreich sicherer als andere Bundesländer

 

28 Prozent der Befragten bezeichnen Oberösterreich im Vergleich zu anderen Bundesländern "sicherer" ein, 65 Prozent glauben "gleich sicher" und nur 6 Prozent sind der Meinung, Oberösterreich sei "weniger sicher" als andere Bundesländer (Chart 2).


Es lebt sich sicherer auf dem Land

 

Auf die Frage "Wo lebt man in Oberösterreich sicherer?" sagen 77 Prozent der Befragten "auf dem Land", für 13 Prozent sind die Städte sicherer. Auffällig ist allerdings, dass die Einschätzung, in der Stadt sicherer zu leben, gerade in der Landeshauptstadt Linz mit 21 Prozent überdurch-schnittlich groß ist.
Umgekehrt fällt die Einschätzung, auf dem Land würde man sicherer leben bei den Linzern mit 64 Prozent am niedrigsten aus (Chart 3).


Kleine Orte sicherer als große

 

64 Prozent der Befragten schätzen einen kleinen Ort sicherer als einen großen ein. 19 Prozent halten einen großen Ort für sicherer (Chart 4).


Polizei setzt sich für Sicherheit ein

 

Die klassischen "Blaulichtorganisationen" sind in den Augen der Oberösterreicher jene, die sich für Sicherheit besonders einsetzen. Polizei und Gendarmerie wurden von 86 Prozent der Befragten genannt, die Freiwillige Feuerwehr von 74 Prozent und das Rote Kreuz von 67 Prozent. Dahinter folgt das Bundesheer mit 63 Prozent vor den Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ (Chart 5).


Feuerwehr und Rotes Kreuz leisten sehr gute Arbeit

 

Auf die Frage nach der Qualität ihrer Arbeit, wird die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr und des Roten Kreuzes von 98 Prozent der Landesbürger mit entweder "sehr gut" oder "gut" bewertet.

Der Samariterbund erreicht 89 Prozent "sehr gut" oder "gut" Bewertungen, die Exekutive, also Polizei und Gendarmerie, 88 Prozent. 80 Prozent bezeichnen die Arbeit des Bundesheeres "sehr gut" oder "gut" und 76 Prozent die der Caritas (Chart 6).


Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie ist allgemein bekannt

 

94 Prozent der Befragten geben an, von der Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie gehört zu haben. Nur 6 Prozent haben nichts davon gehört. Männer sind hier mit 97 Prozent etwas besser informiert als Frauen (92 Prozent) (Chart 7).

 

Zwei Drittel der Befragen bezeichneten diese Zusammenlegung als "sehr gut" oder "gut". 20 Prozent beurteilen sie als "schlecht" oder "sehr schlecht" (Chart 8).
26 Prozent der Befragten glauben, dass unser Bundesland durch die Zusammenlegung der Exekutive sicherer wird, 23 Prozent sind gegenteiliger Meinung. 45 Prozent glauben, dass diese Maßnahmen keine Auswirkung auf die Sicherheitssituation in Oberösterreich hat (Chart 9).


Bundesheer für Österreich wichtig

 

Auf die Frage "Wie wichtig ist Ihnen, dass Österreich über ein Bundesheer verfügt" antworteten 24 Prozent mit "sehr wichtig", 41 Prozent mit "wichtig". "Weniger wichtig" ist das Bundesheer für 24 Prozent und "gar nicht wichtig" für 9 Prozent (Chart 10).

 

Für das persönliche Sicherheitsempfinden ist das Bundesheer für 15 Prozent "sehr wichtig" und für 34 Prozent "wichtig". Allerdings auch für 32 Prozent "weniger wichtig" und für 17 Prozent "gar nicht wichtig" (Chart 11).

 

Sicherheit durch Schließung der Kasernen nicht gefährdet

 

Auf die Frage "Glauben Sie, dass die Sicherheit in Oberösterreich durch die Schließung der Kasernen gefährdet ist oder nicht" antworteten 60 Prozent mit nein, 21 Prozent sind der Meinung, die Sicherheit sei dadurch gefährdet. 15 Prozent sehen keine Auswirkungen (Chart 12).



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Information zur Pressekonferenz mit

Landesrat Rudi Anschober
am 16. September 2005 zum Thema

Bundesregierung muss endlich Maßnahmen gegen Energiekrise setzen: EU-Steuerdrohung & Weg vom Öl-Konzept finanziert aus den Zusatzgewinnen des Finanzministers zum Entlasten von Geldbörse und Klima


Rückfragen-Kontakt: Mag. Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Anschober fordert Maßnahmen gegen explodierende Energiekosten: Sondersteuer gegen Ölgewinne, Bundeskonzept "Weg vom Öl" und Zweckbindung der Zusatzeinnahmen des Finanzminister für Förderungsprogramme  sowie in den ÖV zum Schutz von Geldbörse und Klima


Die letzten 12 ausgewerteten Monate von Juli 2004 bis Juli 2005 zeigen laut Daten der Statistik Austria einen ungewöhnlichen Anstieg der Energiepreise um 9,9 Prozent. Während besonders umweltfreundliche Energieträger kaum gestiegen sind (Fernwärme plus 1,5 Prozent, Biomasse plus 1,6 Prozent, lag die Steigerung bei Strom bei 2,4 Prozent, bei Gas bei 4,8 Prozent, bei Benzin (Normal und Super) bei 10,3 Prozent, bei Diesel bei 22,4 Prozent und bei Heizöl bei 29,6 Prozent.
Eine aktuelle Untersuchung der Österreichischen Energieagentur hat ergeben, dass diese Preisentwicklungen zu enormen Zusatzkosten für den einzelnen Haushalt führen:
Heuer dürften es im Durchschnitt 730 Euro sein, die im Vergleich zu 2004 für Energie mehr zu zahlen sind so die Österreichische Energieagentur, wobei die 730 Euro nur die Untergrenze darstellen würden.

 

Im zugrunde gelegten Fall ist die Energieagentur von konstanten Preisen ausgegangen. Die Berechnung bezieht sich auf eine ölbeheizte 90-m2-Wohnung. Außerdem wurde unterstellt, dass sich der Haushalt im August mit 2400 Liter Heizöl eingedeckt hat. Der Stromverbrauch wurde mit 3500 Kilowattstunden angenommen.
Des Weiteren wurde angenommen, dass der Haushalt einen Diesel-Pkw zur Verfügung hat, der auf 100 km sieben Liter verbraucht und etwa 15.000 km im Jahr unterwegs ist.
Beliefen sich die Gesamtaufwendungen für Energie dieses Musterhaushalts im Vorjahr auf 2514 Euro, sind es heuer 3245 Euro.
Den größten Preissprung hat die Energieagentur im Beobachtungszeitraum bei Heizöl extraleicht festgestellt: von durchschnittlich 40 Cent im August 2004 auf rund 70 Cent je Liter im August 2005 - ein Plus von 40 Prozent. Strom ist im Beobachtungszeitraum um 14 Prozent teurer geworden, Diesel um knapp 22 Prozent.

 

Auch bei Erdgas haben viele Versorgungsunternehmen für Herbst Preiserhöhungen um durchschnittlich zehn Prozent angekündigt. Die Preisentwicklung bei Erdgas und anderen Energieformen ist in die vorliegende Berechnung nicht eingeflossen.

 

Hauptauslöser dieses enormen Preisschubs ist die Entwicklung des Ölpreises, der sich seit Mai um 20 Dollar das Barrel gesteigert hat - das ist der bisher größte Preisschub in einem derartig kurzen Zeitraum.
Dramatisch wirken sich die Ölpreisentwicklungen auf die EU-Handelsbilanz aus: 20 Dollar Preissteigerung bewirken zusätzliche jährliche Energiekosten für die EU von 80 Milliarden Euro jährlich!
Dramatisch wirkt sich der Ölpreis aber auch auf die Wirtschaftsentwicklung und damit auf die Arbeitsplätze aus: 20 Dollar Preissteigerung pro Barrel bewirkt ein Abdämpfen des Wirtschaftswachstum in Europa umeinen Prozentpunkt und damit weniger Konjunktur, weniger Steuereinnahmen und mehr Arbeitslosigkeit.

 

Diese Zahlen zeigen, wie überfällig das von Umweltressort, Umweltschützer/innen und unabhängigen Energieexpert/innen seit Jahren geforderte Konzept "Weg vom Öl" ist: mehr Unabhängigkeit vom Öl durch Energiealternativen, Energieeffizienz und mehr Eigenversorgung bedeutet mehr Krisensicherheit, mehr Wertschöpfung für die eigene Region, mehr Klimaschutz und weniger Negativauswirkungen der zukünftigen Ölpreisentwicklung. Denn der Ölpreis wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Die Schallmauer von 100 Euro wird nicht mehr für unmöglich erachtet.

 

Und mit dem Erreichen desPeak-of-Oil und weiter massiv weltweit steigende Nachfrage wird durch beginnende Verknappung ein weiterer Preisschub eintreten:
Denn immer mehr ExpertInnen aus der Erdölbranche rechnen mit dem Erreichen der weltweiten Erdöl-Produktionsspitze ("Peak Oil") in den kommenden Jahren und danach mit einer zunehmenden Verknappung des "Schwarzen Goldes", also dem Anfang vom Ende des Erdölzeitalters.

 

Große Gewinner der Explosion der Energiepreise sind Finanzminister und Ölfirmen

 

Als schweren Fehler bezeichnet es Anschober, dass nach ersten Drohungen die Forderung nach einer Sondersteuer auf die Gewinne der Ölkonzerne sofort wieder zurückgestellt hat. Mit einer Steuerdrohung soll europaweit gegen das Ausnützen der Rekordölpreise für Rekordgewinne der Ölfirmen Druck gemacht werden. Zweiter Gewinner ist der Finanzminister: nach aktuellen Berechnungen werden die durch die verschiedenen Energiepreissteigerungen erzielten Zusatzeinnahmen seit Anfang 2004 bis Jahresende bei rund einer Milliarde Euro liegen. Zum Vergleich: die Kosten für erhöhte Pendlerpauschale und Kilometergeld werden auf rund 28 Mio Euro geschätzt.
Anschober fordert daher eine Zweckbindung der Zusatzeinnahmen zu je einem Drittel für ein Förderungsprogramm Energiesparen, eine neue Ökoenergieoffensive und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

 

Oberösterreichs Umwelt- und Energielandesrat Rudi Anschober unterstützt Forderungen nach einem Bundes-Heizkostenzuschuss als kurzfristige Linderung der Explosion der Energiekosten, eine grundsätzliche Lösung muss jedoch in mehr Unabhängigkeit vom Öl liegen.

 

Jede und jeder Einzelne hat die Möglichkeit durch sparsamen Umgang mit Energie bares Geld zu sparen - und zwar bereits durch sehr einfache Maßnahmen, wie das Vermeiden von Stand-by Phasen bei Elektrogeräten, Stoßlüftung anstelle von Dauerlüften in den Heizperioden, die Verwendung von Energiesparlampen u.v.a.m.
Anschober: "Bewusster Konsum macht sich darüberhinaus bezahlt - und in Zeiten hoher Energiepreise wird das noch deutlicher, dass sich energieeffiziente Geräte A+ oder A++ bezahlt machen durch den deutlich niedrigeren Verbrauch. Das gleiche gilt für die Kaufentscheidung für einen sparsamen und ökologisch verträglichen PKW - der Blick auf Verbrauch und Emissionen - die für jeden PKW ausgewiesen sind - rechnet sich für die Umwelt und den Besitzer/in nachhaltig."

 

Anschober fordert daher von Energieminister Martin Bartenstein und EU-Energiekommissar Andris Piebalgs umfassende Beschlüsse und Weichenstellungen "Weg vom Öl" - unter anderem mit folgenden Eckpunkten:

  • EU-Initiative für eine Senkung des Spritverbrauches durch die schrittweise Einführung eines EU-weiten Flottenverbrauches für Neuautos von durchschnittlich 5 l Treibstoff pro 100 km  schrittweise bis 2012. Das ist technisch möglich: seit 1990 wurde bei deutschen Automarken der Treibstoffverbrauch um durchschnittlich 25 Prozent oder 2 l auf derzeit durchschnittlicih 6,8 l.
  • Verstärkung der Biotreibstoff-Beimischung: in Umsetzung der EU-Richtlinie ist derzeit eine Beimischung von 2,5 Prozent des Energieinhalts aller in Österreich abgesetzten Otto- und Dieselkraftstoffe geplant, ab April 2008 eine Steigerung auf 5,75 Prozent. Anschober: "Bis 2012 sollten in einem weiteren ambitionierten Schritt 10 Prozent Bioanteil am Treibstoff verpflichtend erreicht werden. Dies würde die Abhängigkeit vom Öl(Preis) massiv verringern und alleine in zu einer  Einsparung von rund 400.000 t CO2 pro Jahr führen."
  • In Österreich und auf EU-Ebene die Umsetzung eines ambitionierten Forschungs- und Markteinführungsprogramms für Hybridantrieb, Flex Fuel (85 Prozent Ethanol), Pflanzenölmotoren, synthetischen Biotreibstoffen und der Brennstoffzellen-Technik.
  • Schrittweise verpflichtende Einführung einer "grünen Zapfsäule" auf Großtankstellen (Biodiesel, Biogas, Bioethanol).
  • Bundesweite Ökoenergieoffensive: Weiterer Ausbau von Ökostromanlagen durch ein kosteneffizientes und ambitioniertes Ökostromgesetz – seit Jahresbeginn gibt es durch das Auslaufen des Ökostromgesetzes des Bundes keinerlei neue Projekte, das ist energiepolitisch beschämend. Folge: Probleme für unsere Firmen aus der Ökoenergiebranche, im aktuellen internationalen Ökoenergie-Index von Ernst & Young liegt Österreich an 20. und letzter Stelle. Eine umweltpolitische und energiepolitische Schande, die beweist, dass Österreich eine riesige energiepolitische Chance zu verspielen droht. Bundesweites Umstiegsprogramm Ökowärme.
  • Energieeffizienz-Offensive: Energieeffizienzgesetz zur umfassenden Förderung energiesparender Elektrogeräte;  Energieeffizienzfonds (Schaffung eines attraktiven Markts für Energieeffizienzdienstleistungen).
  • Sowie weitere Ansatzpunkte zum Energiesparen wie etwa die Umsetzung derEU-Gebäuderichtlinie, dieForcierung des Niedrigenergie- bzw. Passivhausstandards und von Althaussanierungen oder eine Infooffensive Energiesparen.

Eröffnung des Kraftwerks Jacobi

 

Heute erfolgt die feierliche Eröffnung des Musterkleinwasserkraftprojekt Jacobi in Sarmingstein des Betreibers DI Zucker. Im Rahmen der Oö. Ökostromoffensive wurde die Revitalisierung und Modernisierung von zwei Uraltkraftwerken, welche zu einem modernen und ökologischen Vorzeigekraftwerke zusammengefasst wurden, mit 50.000 Euro aus dem Energieressort von Landesrat Rudi Anschober gefördert. "Solche Projekte unterstütze ich wirklich gerne: Eine Modernisierung auf den Stand der Technik mit einer Stromertragssteigerung von mehr als 50 Prozent bei einer Verbesserung der ökologischen Situation mit Fischaufstieg und Restwasserabgabe. Eine Win-Win-Win Situation für die Umwelt, den Betreiber und das Klima, denn das Plus an Ökostrom hilft uns unsere Klimaschutzziele zu erreichen", so Energie-Landesrat Rudi Anschober.

 

Im Rahmen der Kleinwasserkraftoffensive des Landes Oberösterreich wurden rund 150 Kleinwasserkraftwerke modernisiert und 23 Kleinkraftwerke neu errichtet. Die Summe dieser Maßnahmen ergibt ein Plus von 63 GWh Ökostrom pro Jahr für Oberösterreich.