Landeskorrespondenz Nr. 210 vom 09.September 2005

Landeskorrespondenz:
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Land Oberösterreich und die oberösterreichischen Landesbetriebe schaffen 135 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche
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LH Pühringer beim Oberösterreichisch-Bayerischen Holzbautag auf der Rieder Messe: Holz ist bedeutender Faktor der Wertschöpfung im ländlichen Raum
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Science Center Wels: Land und Stadt Wels einigen sich auf die Realisierung des ersten österreichischen Science Centers bis 2009
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Spatenstichfeier mit Wohnbau-Landesrat Kepplinger in Lenzing
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LR Ackerl: "Schweden bleibt Vorbild!"
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LR Ackerl: "Jugendschutzgesetz-Novelle tritt in Kraft "
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LR Ackerl: Landesrechnungshofbericht als neue Chance für eine echte Verwaltungsreform im Sozialbereich
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Anschober: Volle Unterstützung für die Forderungen der NGOs in Fragen der verbesserten Stromkennzeichnung
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Sprechtage für die Woche vom 12. bis 16. September 2005
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Termine der Beratungsstellen
Pressekonferenz:
Land Oberösterreich und die oberösterreichischen Landesbetriebe schaffen 135 zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche
(LK) Aufgrund der aktuellen Situation auf dem Lehrstellenmarkt werden das Land Oberösterreich und die oberösterreichischen Landesbetriebe bzw. jene Betriebe, bei denen das Land Oberösterreich wesentliche Beteiligungen hält, einen zusätzlichen, beachtlichen Beitrag zur Lösung der Lehrstellenproblematik leisten. Das gibt heute Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bekannt.
Landesverwaltung:
Landeshauptmann Pühringer und Personalreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl sind übereingekommen, zu den bereits aufgenommenen 53 Lehrlingen weitere 50 Lehrlinge im Herbst dieses Jahres aufzunehmen.
Landesbetriebe:
Die oö. Landesbetriebe haben im Jahr 2005 bis zur Stunde 65 Lehrlinge neu aufgenommen. Landeshauptmann Pühringer hat in einer Konferenz mit den Managern aller oberösterreichischen Landesbetriebe vereinbart, dass weitere 63 Lehrplätze noch in diesem Herbst geschaffen werden.
Den Löwenanteil davon stellen:
- Energie AG: 12 zusätzliche Lehrplätze
- Gespag: 10 zusätzliche Lehrplätze
- Eurotherme Bad Schallerbach: 10 zusätzliche Lehrlinge (das wird möglich durch die Eröffnung des neuen Hotels im Spätherbst 2005)
Aber auch andere Landesbetriebe, wie DAG, Hypo, Ennshafengesellschaft, Fachhochschul-Management GesmbH., Nationalpark Kalkalpen, Kaisertherme Bad Ischl, TMG, Verkehrsverbund, Tassilo Therme Bad Hall, LAWOG, LAVU, Ferngas, AVE, Flughafen Linz GmbH., Oö.Boden- und Baustoffprüfstelle und Traunseetouristik, beteiligen sich mit kleinen, zusätzlichen Kontingenten an der Schwerpunktaktion des Landes zur Jugendausbildung.
Ausbildungsinformationslehrgang der Gespag für 22 Jugendliche
Nachdem für den Eintritt in die Krankenpfleger/innen-Schule das Erreichen des 17. Lebensjahres notwendig ist, wird die Gespag einen zusätzlichen Jugendausbildungs-Impuls setzen und für 22 junge Menschen unter 17 Jahren einen Ausbildungsinformations-Lehrgang einrichten.
Diese Maßnahme ist für Pühringer deshalb besonders wichtig, da gerade für Mädchen Lehrplätze fehlen und sie erfahrungsgemäß für Kranken- und Pflegeberufe besonderes Interesse zeigen.
Damit stellen das Land Oberösterreich und die oberösterreichischen Landesbetriebe zusätzlich zu den bereits 118 heuer aufgenommenen Lehrlingen noch 135 Lehrplätze zur Verfügung, was eine Gesamtsumme von 251 neuen Lehrplätzen im Jahr 2005 bedeutet.
Landeshauptmann Pühringer: Wir wollen in der momentanen schwierigen Sondersituation am Lehrstellenmarkt als Land Oberösterreich vorbildlich vorangehen, denn die Jugendausbildung hat oberste politische Priorität. Für junge Leute keinen Lehrplatz zur Verfügung zu haben, heißt, die Lebensperspektiven junger Menschen zu beeinträchtigen. Aufgabe der Politik ist es, Perspektiven und Hoffnung zu geben und den jungen Menschen bestmögliche Ausbildungschancen zu eröffnen.
Gleichzeitig appelliert Pühringer nochmals an die Wirtschaft, ähnlich wie das Land Oberösterreich nach Möglichkeiten zu suchen, junge Menschen auszubilden.
LH Pühringer beim Oberösterreichisch-Bayerischen Holzbautag auf der Rieder Messe: Holz ist bedeutender Faktor der Wertschöpfung im ländlichen Raum
(LK) Auf den immer größer werdenden Stellenwert des Holzbaus wies heute Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer im Rahmen des Oberösterreichisch-Bayerischen Holzbautages auf der Rieder Messe hin.
Der Produktionswert der Holzwirtschaft beträgt österreichweit jährlich rund 800 Millionen Euro. Die weiterverarbeiteten Holzprodukte wie Schnittholz, Platten, Holzfertigprodukte oder Papier werden überwiegend exportiert. Diese Exporte zählen zu den wichtigsten und stabilsten Posten des heimischen Außenhandels, erklärte Pühringer.
Die Verarbeitung der beträchtlichen Holzreserven und -potentiale sowie die Nutzung der Kompetenz der oberösterreichischen Betriebe garantieren, dass die Wertschöpfung im Land bleibt. Davon profitiert der ländliche Raum nachhaltig. Der oberösterreichische Wald ist einer der zuwachskräftigsten Europas.
Oberösterreichweit wächst mehr Holz, als genutzt wird. Sowohl die Waldfläche als auch der Holzvorrat nehmen jährlich zu. Einem jährlichen Zuwachs von 4 Millionen Festmeter Holz steht eine jährliche Nutzung von nur 3 Millionen Festmeter gegenüber. Der Gesamtholzvorrat des oberösterreichischen Waldes beträgt 140 Millionen Vorratsfestmeter Holz.
Rund 40.000 Waldbesitzer erwirtschaften ihr Einkommen teilweise oder auch zur Gänze aus den oberösterreichischen Wäldern. Somit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Stabilität und Vitalität unserer Wälder und dadurch auch zur Lebensqualität in unserem Land, betonte Pühringer. Darüber hinaus stellt die oberösterreichische Forstwirtschaft und ihre nachgelagerten Bereiche einen wichtigen Faktor für die gesamte Wirtschaft dar.
Pühringer dankte den Veranstaltern des Holzbautages, der proHolz Oberösterreich, der Arbeitsgemeinschaft der Forst- und Holzwirtschaft, deren Ziel die wirksame Vermarktung des Bau- und Werkstoffes Holz ist. Sie sorgen mit ihrer Arbeit dafür, dass Marketing, Werbung und Information zum Thema "Holz" aus einer Hand kommen, so Pühringer. Ein wichtiger Beitrag ist der bereits zum siebten Mal durchgeführte Oberösterreichisch-Bayerische Holzbautag im Rahmen der Rieder Messe, der ein wichtiger Impulsgeber für den aufstrebenden Holzbau in Oberösterreich und Bayern ist.
Science Center Wels: Land und Stadt Wels einigen sich auf die Realisierung des ersten österreichischen Science Centers bis 2009
(LK) Das erste österreichische Science Center soll bis 2009 auf dem Welser Messegelände realisiert werden, geben Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bürgermeister Dr. Peter Koits bekannt.
Bei dem Gespräch, an dem Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider, die Landesräte Rudi Anschober und Viktor Sigl von Seiten des Landes und Bürgermeister Dr. Peter Koits und Vizebürgermeister Dr. Bernhard Ploier teilgenommen haben, wurde bei folgenden Themenbereichen Einigung erzielt.
1. Standort:
Das erste österreichische Science Center soll am Welser Messegelände entstehen.
Der ins Auge gefasste Realisierungszeitraum:
2005/06: Planung
2007/08: Errichtung
2009: Eröffnung
Eine eigene Arbeitsgruppe, für die Stadt und Land bis 20. September ihre Vertreter nominieren werden, soll Vorschläge hinsichtlich folgender Punkte vorlegen:
- Gründung einer Errichtungsgesellschaft
- Finanzierung
- exaktes Zeitszenario
2. Finanzierungsmodell:
Die Gesamtkosten des Science Center Wels sollen gedeckelt werden. Ziel ist die Fixierung eines Betrages zwischen 15 und 20 Millionen Euro, der verbindlich einzuhalten ist.
Die Stadt Wels und das Land Oberösterreich suchen nach Finanzierungen aus dem Bereich der Wirtschaft. Diese werden von den Gesamtkosten abgezogen. Die Energie AG und die Wels Energie haben sich vorweg bereit erklärt, dieses Vorhaben zu unterstützen, ebenso die Industriellenvereinigung. Auch von der EU und vom Bund sollen Mittel lukriert und vom Gesamtinvestbetrag abgezogen werden.
Das Gesamtinvestment minus EU-Mittel, allfällige Bundesmittel und Wirtschaftbeiträge wird zwischen Land Oberösterreich und der Stadt Wels im Verhältnis von 50 zu 50 finanziert.
Die Landesbeiträge werden zu einem Drittel aus Bedarfszuweisungen und zu zwei Drittel als Landesbeiträgen finanziert. Die Landesbeträge kommen aus folgenden Ressorts: Kultur, Bildung, Tourismus, Forschung, Umwelt und Energie. Weiters kamen Stadt und Land überein, dass der Betrieb kostendeckend zu führen sein wird.
Science Center sind eine Mischung aus Lern- und Experimentierorten in Form von "Mach mit - Ausstellungen", die Wissenschaft durch interaktive Exponate begreifbar machen. Ziel ist ein handlungsorientiertes, selbstbestimmtes und erlebnisbetontes Lernen. Die bestehenden Science Center in Europa haben sich in Kürze als besonders "angenommene" Ergänzungen zur etablierten Bildungslandschaft entwickelt.
Für Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, der im September letzten Jahres zwei besonders erfolgreiche Science Center in Bremen und Kopenhagen besucht hat, "wird damit auch ein Wunsch der Wirtschaft (insbesondere der Industrie) verwirklicht. Dieses Science Center wird ein wertvolles Element des Bildungs- und Technologienetzwerkes in Oberösterreich sein."
Bürgermeister Dr. Koits freut sich über die Standortentscheidung zugunsten von Wels und die damit verbundene Aufwertung des Freizeit- und Bildungsangebotes in Wels.
Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17
(LK) Am 12. September 2005 nimmt Landesrat Dr. Hermann Kepplinger den Spatenstich für den Zu- und Umbau des Gemeinde- und des Pflegeheimes Lenzing vor. Künftig werden insgesamt 96 Senioren und Seniorinnen in diesem Heim ihre Unterkunft beziehen können. Zwei dieser 96 Heimplätze werden als Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung stehen.
Der Plan für den Zubau umfasst 32 der 96 Plätze, sowie die Aufenthalts- und Eingangsbereiche und die Sicherheitsstiegenhäuser. Auch das bereits bestehende Gebäude soll saniert werden, um danach 62 Einzelzimmer und 2 Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung stellen zu können.
Die Gesamtbaukosten des Zu- und Umbaus belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro, wobei die Hälfte durch Wohnbauförderungsmittel finanziert wird.
Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43
Wesentliche Grundideen sind die ganzheitliche Sicht der Integration und der Rechtsanspruch auf Förderungen und Maßnahmen
(LK) "Schweden behält seine Vorbildwirkung in der Sozialpolitik!" betont Landesrat Josef Ackerl am Ende der Bereisung von Schweden durch den Chancengleichheitsunterausschuss des Landes. "Einrichtungen, die wir in den letzten fünf bis zehn Jahren geschaffen haben, gibt es hier schon seit gut 30 Jahren!" Die Vorsitzende des Unterausschusses, Gertrude Schreiberhuber, ergänzt dazu: "Wie ich hier wieder gesehen habe, sind wir mit vielen Dingen auf dem richtigen Weg, aber es bleibt auch noch viel zu tun!" Die wesentlichsten Eindrücke für den Ausschuss ergaben sich aus der ganzheitlichen Sicht der Integration sowohl von Menschen mit Beeinträchtigungen als auch von Einwanderern, dem Rechtsanspruch auf viele Maßnahmen und die dafür notwendige Bereitschaft, ausreichend finanzielle Mittel in die Hand zu nehmen.
Der Unterausschuss zum Chancengleichheitsgesetz hat auf seiner fünftägigen Reise zahlreiche Einrichtungen nach dem LSS, dem schwedischen "Behindertenhilfsgesetz", in der Region Schonen (schwed. Skona) besucht. Die Region ist mit rund 1,3 Millionen Einwohnern durchaus mit Oberösterreich, die größte Stadt, Malmö, mit rund 270.000 Einwohnern und der Geschichte als Industriestadt mit Linz zu vergleichen. "Wir haben Einrichtungen und Fördermaßnahmen aus den 70er- und 80er-Jahren vorgefunden, die wir erst in den letzten Jahren einzurichten begonnen haben!" so Landesrat Ackerl. "Die inhaltlichen Pionierleistungen in Schweden werden für Oberösterreich adaptiert und übernommen." In der Befriedigung der Ansprüche ist noch ein beträchtlicher Aufholbedarf besonders bei Wohnen und Arbeiten gegeben. Das subsidiäre Mindesteinkommen wird zu einer Verbesserung der persönlichen Situation und Selbstbestimmung beitragen. "Am besten gefällt mir der Rechtsanspruch auf die konkreten Förder- und Hilfsangebote und die daraus resultierende Bereitschaft, die nötigen Mittel dafür zur Verfügung zu stellen!" sagt die Vorsitzende des Sozialausschusses, LAbg. Gertrude Schreiberhuber.
"Wir müssen im Rahmen unserer Beratungen und aus Sicht des zu Schweden doch unterschiedlichen Finanzierungssystems noch ausgiebig diskutieren, wie wir in Oberösterreich ähnlich hohe Standards erreichen können!" Die Bereisung Schwedens mit Abgeordneten des Landtags unter Führung der Ausschussvorsitzenden Gertrude Schreiberhuber und der Landtagspräsidentin Angela Orthner ist der Höhepunkt und Abschluss der Bereisungstätigkeit des Ausschusses - in Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und Salzburg an 6 Tagen - der sich nun, nach der Besichtigung der verschiedenen Einrichtungen, wieder vor allem der Beratung der gesetzlichen Grundlagen, dem neuen oö. Chancengleichheitsgesetz, zuwenden wird.
Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12
Ackerl: Zugang der Jugendlichen zu Alkohol erschwert, Erwachsene werden verstärkt in die Pflicht genommen.
(LK) Jugendschutz-Landesrat Josef Ackerl zeigt sich erfreut über die breite Einigkeit im Landtag zur Novelle des Oö. Jugendschutzgesetzes, die am 15. September 2005 in Kraft tritt. "Sowohl der Verkauf von Mischgetränken mit hochprozentigem Alkohol an Jugendliche unter 18 Jahren als auch der Konsum in dieser Altersgruppe ist künftig in Oberösterreich verboten", so Ackerl. Diese sogenannten Alkopops sind vor allem wegen der heimtückischen Wirkung sehr gefährlich: Zucker überdeckt den Geschmack des Alkohols, verstärkt aber die Wirkung.
Gestrichen wurde laut Ackerl auch die Ausnahmeregelung im Jugendschutzgesetz, wonach Jugendliche unter 16 Jahren mit einer Bestätigung für ihre Eltern Alkohol und Nikotin kaufen durften.
Mit dieser Novelle werden aber auch die Erwachsenen vermehrt in die Pflicht genommen: "Bisher haben Wirte und Gewerbetreibende bei einem Verstoß gegen das Abgabeverbot unter bestimmten Voraussetzungen nur eine Ermahnung erhalten. Künftig können sie sofort bestraft werden," so Landesrat Ackerl.
Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und über die neuen Bestimmungen aufzuklären, aber damit vor allem auch die Eltern sich ihrer Vorbildwirkung in Umgang mit Alkohol bewusst werden, bietet das Landesjugendreferat im Auftrag Ackerls Vorträge rund um das Thema Jugendschutz für Elternvereine, Schüler/innen und Jugendgruppen an.
Brigitta Sonnleitner (+43 732) 77 20-151 18
LR Ackerl: Landesrechnungshofbericht als neue Chance für eine echte Verwaltungsreform im Sozialbereich
(LK) Unterstützt durch den Landesrechnungshofbericht und angesichts einer derzeit im Auftrag des Bundes laufenden Studie zu Optimierungen im Sozialbereich hofft Sozial-Landesrat Ackerl bei der Bundesregierung auf Einsicht in Sachen Verwaltungsreform im Sozialbereich. "Der 'Schlingerkurs' der Bundesregierung zumindest in diesem Bereich ihrer Verwaltungsreform ist evident und eindeutig belegbar. Mit der deutlichen Stellungnahme des unabhängigen Landesrechnungshofes sollte es auch dieser Bundesregierung nun nicht mehr schwer fallen, sich zu der von mir vorgeschlagenen echten Kompetenzbereinigung durchzuringen und die Agenden der Bundessozialämter zu den Landessozialressorts zu verlagern," fordert Landesrat Ackerl.
Bekanntlich hatte auch der Landesrechnungshof in seinem Prüfbericht über Maßnahmen der "Behinderhilfe" des Landes Oberösterreich die entsprechende Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern kritisiert: "Die verteilten Zuständigkeiten und bundesgesetzlichen Vorgaben (z.B. Verlust der erhöhten Familienbeihilfe) wirken sich aber nach Ansicht des Landesrechnungshof nachteilig auf den Erfolg von Maßnahmen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt aus".
Für Landesrat Ackerl ist dies einmal mehr ein Anlass, seine Forderung nach einer "großen Lösung" für die Verteilung der Kompetenzen im Bereich der Menschen mit Beeinträchtigungen zu erneuern. In einer inzwischen umgesetzten Verwaltungsreform hatte die Bundesregierung die Agenden zwischen den Bundessozialämtern und den Länder-Sozialressorts statt zu bereinigen nur neu "umverteilt". So wanderten die Angebote der sogenannten "sozialen Rehabilitation" zu den Ländern und jene der "beruflichen Rehabilitation" zum Bundessozialamt. Pikanterweise legte die Bundesregierung selbst bei dieser Umverteilung wieder den "Rückwärtsgang" ein und holte einzelne Angebote der "sozialen Rehabilitation" (wie PKW-Zuschüsse) von den Ländern wieder in die Kompetenz des Bundessozialamtes zurück.
In seiner "großen Lösung" für eine neue Kompetenzverteilung hatte Landesrat Ackerl bereits damals gefordert, die Agenden und finanziellen Mittel der Bundessozialämter in die Länder-Sozialressorts – die ohnehin für den Löwenanteil an Angeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen zuständig sind - zu übertragen. "Die Vorteile liegen heute wie damals auf der Hand: für die KundInnen vor allem eine zentrale Anlaufstelle, in der tatsächlich statt den KundInnen die Akten laufen und für die Verwaltung eine Minimierung der Schnittstellenproblematik und die Nutzung zahlreicher Synergieeffekte, " so Landesrat Ackerl.
Mag. Albert Hinterreitner (+43 732) 77 20-151 19
Anschober: Volle Unterstützung für die Forderungen der NGOs in Fragen der verbesserten Stromkennzeichnung
(LK) Volle Unterstützung durch Oberösterreichs Energie-Landesrat gibt es für die Forderungen der NGOs nach verbesserter Stromkennzeichnung. Anschober: "Damit es hierbei zu einer wirklichen Verbesserung kommen kann, muss vom Bund - und hier vom ressortzuständigen Bundesminister Bartenstein - das Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz des Bundes, kurz Bundes-ELWOG, novelliert werden. Ich wollte eine Verschärfung der Stromkennzeichnung im OÖ. Landes - ELWOG verwirklichen, doch ist das auf Länderebene solange nicht möglich, solange der Bund an seiner Alibikennzeichnung festhält."
Eine Novellierung des Bundesgesetzes wurde von Anschober bereits mehrfach eingefordert um den Ländern hier mehr Selbstbestimmungsmöglichkeiten einzuräumen, doch zeigte sich der Bundesminister nicht bereit dazu.
Der für die Energie AG angegebene Atomstromanteil ist nicht ganz nachvollziehbar, denn zumindest beim Strom der EAG, der beim Endkunden in Oö. ankommt, ist der Anteil viel geringer. Dieser wurde auch von den NGOs im vergangenen Jahr bei einem runden Tisch mit der Energie AG akzeptiert und mit rund 2-3 Prozent angegeben. "Aber auch diese 2-3 Prozent sind zu hoch und unser Ziel muss es sein den Atomstromanteil durch mehr Energieeffizienz und den Ausbau der Ökoenergie schrittweise gegen null zu senken", so Anschober.
Seit 8. November 2002 ist der Konsortialvertrag (damals in Anwesenheit von Bartenstein unterzeichnet) zur Umsetzung der ÖSL (Österreichische Stromlösung) gültig. Für 1. Oktober 2004 war dabei der operative Start der ÖSL geplant. Heute scheint die Umsetzung der ÖSL nach dem Gang des Verbundkonzerns ins Direktkundengeschäft weiter denn je entfernt.
Anschober: “Diese jahrelange Unsicherheit und Unklarheit fügt der Energiewirtschaft schweren Schaden zu.
Es ist höchste Zeit, dass der Energieminister dieser Republik endlich seine Eigentümerfunktion beim Verbundkonzern wahrnimmt und ein Machtwort zur Umsetzung der ÖSL spricht. In diesem Sinn und mit der Aufforderung endlich zu handeln, liegen mittlerweile auch zwei einstimmige Beschlüsse des Oö. Landtages aus den Monaten Mai und Juli vor.“
Mit ein Grund für die Mängel in der Energiepolitik ist nach Überzeugung Anschobers das Fehlen eines konkreten langfristigen österreichischen Energiekonzeptes mit den Schwerpunkten Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Ausbau der erneuerbaren Energieträger.
Oberösterreich geht hier genau den entgegengesetzten Weg: unter Einbeziehung von Wissenschaft, NGOs und Energiewirtschaft, aber auch Agrar- und Wirtschaftspolitik wird derzeit ein Energiebedarfsplan für Oberösterreich erarbeitet, der bis 2030 ein Energie-Szenario erarbeiten soll und auf die Schwerpunkte Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und Ausbau der erneuerbaren Energieträger setzt.
"Das ist eine Grundvoraussetzung zum Erreichen der Klimaschutzziele, das ist eine Bedingung zur Verringerung der Importabhängigkeit und damit für mehr Unabhängigkeit von den extremen Preisentwicklungen und es ist darüber hinaus die Chance für Berechenbarkeit und Planbarkeit auch für Wirtschaft und Industrie. Aber der Minister verhindert durch seine Ignoranz gegenüber der ÖSL eine wirkungsvolle Barriere gegen Atomstromimporte und durch das fehlende Ökostromgesetz sorgt er dafür, dass es seit Monaten keinerlei Genehmigungen für neue Ökostromanlagen mehr gibt", so Anschober abschließend, der seine Aufforderung an Energieminister Bartenstein erneuert, sich doch Oberösterreichs Weg in Sachen Energiepolitik zum Vorbild zu nehmen.
Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83
- Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-121 90, Dienstag, 13. September 2005 von 07:30 Uhr - 12:00 Uhr, Kärntnerstraße 12 - Landesrat Josef Ackerl
nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-151 10, Altstadt 30 - Landesrat Dr. Josef Stockinger
jeden Dienstag nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 11, Landhaus - Landesrat Rudi Anschober
jeden nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-120 70, Promenade 37 - Landesrätin Dr. Silvia Stöger
nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 20, Starhembergstraße 14 - 2. Präsidentin des Oö. Landtages Gerda Weichsler
nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 52, Landhaus - 3. Präsidentin des Oö. Landtages Doris Eisenriegler
nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 54, Landhaus
Romana Puchner (+43 732) 77 20-114 12
Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA
(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen.
Vertraulich und kostenlos.
KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft, Tel: (+43 732) 77 97 77
www.kija.at, e-mail: kija@ooe.gv.at, 4021 Linz, Promendade 37
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, von 10:00 – 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 – 16:00 Uhr.
Oö. Patienten- und Pflegevertretung
(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-142 15, ist am Montag, 12. September 2005, Dienstag, 13. September 2005, Mittwoch, 14. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 7:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag, 16. September 2005 von 7:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab.
EU-Auskünfte
(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel.: (+43 732) 77 20-140 20, Fax: (+43 732) 77 20-140 22.
Therapiezentrum Traun für Medikamenten- und Alkoholabhängige
(LK) Das Therapiezentrum Traun für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag, 12. September 2005 bis Freitag, 16. September 2005, in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer (+43 7229) 644 36-36 erbeten.
Reisemedizinische Beratungsstelle
(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: (+43 732) 77 20-141 07.
Oö. Schulservice
(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag bis Freitag Elisabeth Messner, Tel. (+43 732) 70 71-91 21, und Mag. Gertraud Schwarzmair, Tel. (+43 732) 70 71-91 22.
Familienberatung
(LK) Beratung in Familienangelegenheiten durch Psychologen, Juristen, Tel. (+43 732) 694 14-665 00, Sozialarbeiter, Tel. (+43 732) 694 14-664 70, 664 72, am Montag, 12. September 2005: Familienberatungsstelle des Landes Oberösterreich in Linz, Kärntnerstraße 16, Bezirkshauptmannschaft, von 18:00 bis 20:00 Uhr. Für eine psychologische Beratung wird um telefonische Voranmeldung unter (+43 732) 694 14-664 70, 664 72 gebeten.
Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen
(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Montag, 12. September 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Außenstelle Pramhöhe, 4780 Schärding, von 08:00 bis 13:00 Uhr in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 8:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Stadtplatz 1 (Sparkassengebäude, 3. Stock), von 08:00 bis 12:00 Uhr statt.
Weiters findet am Montag, 12. September 2005 für den Bezirk Gmunden, Führerscheingruppe, im Gebäude des Roten Kreuzes, 4655 Vorchdorf, eine therapeutische Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige, ab 19:00 Uhr, statt.
Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried
(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried i.I., Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:
Elternsprechstunde:
- jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361
Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:
- jeden 3. Dienstag im Monat von 9:30 bis 11:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361
Zivildienst-Beratung
(LK) Beratungen und aktuelle Infos für künftige und aktive Zivildienstleistende sowie Zivildiensteinrichtungen in Linz, Amt der Oö. Landesregierung, LandesJugendReferat, Bahnhofplatz 1, (+43 732) 77 20-152 65. Beratungen finden montags von 14:00 -17:00 Uhr statt.

Information zur Pressekonferenz mit
Landesrat Viktor Sigl, Landesrat Dr. Josef Stockinger, LAbg. Maria Wagender und Architekt DI Wolfgang Ritsch
am 09. September 2005 zum Thema
Landesrat Viktor Sigl: Wirtschaftsfaktor Holzbau: Oberösterreich startet durch!
- Das Land Oberösterreich, der Möbel- und Holzbau-Cluster, die Landesinnung Holzbau OÖ, proHolz OÖ und die Landwirtschaftskammer haben in diesem Jahr den oberösterreichischen Holzbaupreis zum zweiten Mal vergeben.
- In Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus der Holzbau-, Architektur- und Wirtschaftsszene wurden die Preise am 9. September im Rahmen der Rieder Landwirtschaftsmesse überreicht.
- Vier Auszeichnungen, vier Anerkennungspreise und drei Sonderpreise wurden an die Besten der 88 eingereichten Projekte vergeben.
Mit dem Oö. Holzbaupreis wird anhand realisierter Projekte die Leistung der heimischen Betriebe eindrucksvoll veranschaulicht und das hohe Niveau von Planern und ausführenden Unternehmen dokumentiert. Dadurch entstehen weitere neue, positive Trends für unsere Holzwirtschaft.
Oberösterreich besitzt eine leistungsfähige Holz bearbeitende und verarbeitende Industrie:
- rund 350 Sägewerke,
- 100 Holz- und 20 Pappeverarbeitende Industriebetriebe,
- 1.400 Tischlereien, 200 Zimmerer,
- 30 Drechslerbetriebe und 400 Holzhändlerfirmen.
Beachtlich: Devisenbringer Nr. 2!
Trotz dieser klaren Fakten wird die wirtschaftliche Bedeutung dieses Sektors heute noch oftmals unterschätzt. Fest steht aber: Die Forst- und Holzwirtschaft ist nach dem Fremdenverkehr Devisenbringer Nr. 2 in Österreich!
Und Holz ist ein wichtiger Imagefaktor: Mit Produkten aus Holz positioniert sich das Land Oberösterreich als Natur- und Wirtschaftsstandort. Renommierte Holzbau-Betriebe aber auch Kompetenzzentren, die im Bereich Holz forschen – wie das Wood Kplus – haben großen Anteil an dieser erfreulichen Situation.
Ausbildung: Turbo für die Wettbewerbsfähigkeit
Um weiterhin vorne mitspielen zu können, müssen wir die Vorteile dieses Zukunftsbaustoffes aber noch besser kommunizieren. So können wir auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Holzbaubetriebe weiter ausbauen. Dabei setzen wir auf unterschiedlichen Ebenen an: Wichtig ist auf jeden Fall eine zukunftsgerichtete Aus- und Weiterbildung. Ausbildungsstätten wie HTL’s mit Holzschwerpunkt – wie auch im neuen Strategischen Programm "Innovatives OÖ 2010" vorgesehen –, eine fundierte Lehrlingsausbildung, aber auch der Universitätslehrgang "überholz" sind dabei wichtige Schritte in die Zukunft.
Darüber hinaus gilt es neue Chancen aufzugreifen und selbstverständlich auch zu nutzen: Neue technische Entwicklungen im Holzbau, aber auch neue Marktpotenziale wie der mehrgeschossige Wohnbau, der Gewerbe- und Hallenbau müssen erschlossen werden.
Der Holzbaupreis zeigt eindrucksvoll, wie die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen und Institutionen zu einem großen Erfolg führen kann. Mit dieser vorbildhaften Kooperation fördern wir gezielt die Qualität und Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffes Holz. Die Organisation und Abwicklung erfolgte in bewährter Weise durch den oö. Möbel- und Holzbau-Cluster.
"Unsere Holzbaubetriebe sind einfach top. Das haben sie bereits mehr als einmal bewiesen. Der Oö. Holzbaupreis ist eine wichtige Einrichtung, die diese hochqualitativen und technisch ausgereiften Leistungen würdigt und einer breiten Öffentlichkeit die Vorteile dieser Bauweise vor Augen führt. Der Preis setzt darüber hinaus Anreize für eine neue Holzbauarchitektur anhand bereits realisierter Projekte", unterstreicht Landesrat Viktor Sigl.
Landesrat Dr. Josef Stockinger: Holz hat Zukunft, Holz hat Potenzial
Oberösterreich ist ein waldreiches Land: Knapp 40 Prozent der Landesfläche sind von Holz bedeckt, einem hochwertigen, ökologischen und wirtschaftlichen Rohstoff. Hinzu kommt die gute Verfügbarkeit: Rund fünf Millionen Festmeter wachsen in unseren Wäldern jährlich nach. Genutzt werden davon bis dato aber nur drei Millionen. Darum müssen wir die Nutzung und Verarbeitung dieser beträchtlichen Holzreserven gezielt fördern.
Dieses große Potenzial kommt dem Holzbau zu Gute. Holz ist dank neuer Bearbeitungsverfahren eine echte Alternative zu anderen Baumaterialien. Hier müssen wir auch in Zukunft weiter ansetzen: Denn die Holzwirtschaft, im ländlichen Raum zu Hause, bildet für viele landwirtschaftliche Betriebe teilweise oder ganz die Lebensgrundlage. Entwickelt sich Oberösterreich vom Waldland zum Holzland, werden die Landwirte zum Rohstoffproduzenten der Zukunft. Erfreulicher Nebeneffekt: Die Wertschöpfung bleibt im eigenen Land.
Gemeinden, Planer und Architekten setzen auf Holz
Gründe für ein Engagement in Sachen Holzbau gibt es viele: Holz ist ein natürlicher und nachwachsender Rohstoff, der sich vor allem durch seine ökologisch bedeutende Komponente auszeichnet. Die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern wird gesteigert und auch die hervorragenden wärmetechnischen Eigenschaften sprechen für seinen Einsatz. Diesen Punkten wird auch auf kommunaler Ebene Rechnung getragen. Einhergehend mit einer in den Gemeinden stattfindenden Bewusstseinsänderung im Bereich des Wohnbaus werden auch immer mehr öffentliche Gebäude in Holzbauweise errichtet. Ebenso in der Architektur: Planer und Architekten nutzen verstärkt die enormen gestalterischen Möglichkeiten von Holz als Alternative zu anderen Baustoffen.
"Holz ist wirtschaftlich, sozial, innovativ und in Oberösterreich ausreichend verfügbar. Der Holzbaupreis stärkt das Vertrauen und die Aufgeschlossenheit in diesen Werkstoff und forciert den Holzbau im ganzen Land. Das stärkt auch unsere Landwirte, die von der im Land bleibenden Wertschöpfung und Wirtschaftlichkeit profitieren. Auch dass Gemeinden bei öffentlichen Bauten immer stärker auf Holzbauweise setzen, zeigt, dass die Richtung stimmt", sagt Landesrat Dr. Stockinger.
LAbg. Maria Wageneder: Holz verbindet "Öko" und High Tech"!
Der ökologische Stellenwert von Holz hat immer mehr an Bedeutung gewonnen. Holz ist naturgegeben und eine der wenigen wichtigen nachhaltigen Ressourcen unserer Erde. Und: Holz ist CO2-neutral. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wird bei der Verbrennung von Holz nur jene Menge an CO2 frei, die der Baum der Atmosphäre davor entnommen hat und die damit dem natürlichen CO2-Kreislauf unterliegt. So verbraucht eine circa 100-jährige Buche mit ihren etwa 200.000 Blättern pro Tag über 4 kg des schädlichen Treibhausgases. Und bei Holz gibt es keinen Abfall. Restholz, Rinde und Späne werden zum Heizen verwendet, "minderwertiges" Holz verwertet die Papierindustrie.
Hervorragende Eigenschaften
Holz ist ein klimaneutraler Energieträger, der direkt vor unserer Haustüre wächst. Und vor allem als natürlicher Baustoff hat Holz hervorragende Eigenschaften zu bieten. Es speichert Wärme und kann neben niedrigen Energie- und Unterhaltskosten mit einer langen Lebensdauer punkten.
Im Vergleich weist Holz eine sehr günstige Energiebilanz vor:
- außer Sonnenlicht ist bei der Entstehung keine andere Energie notwendig
- vergleichsweise geringer Energieaufwand bei der Pflege der Bestände bis hin zur "Ernte" des Holzes
- geringer Energieverbrauch durch einfache Bearbeitung
- günstiges "Leistungsgewicht" (Verhältnis von Eigengewicht zur Belastbarkeit) gewährleistet vergleichsweise geringen Energieaufwand bei Transport und Montage
Darüber hinaus entsteht durch seine Natürlichkeit ein spezielles, positives und behagliches Raumklima. Nicht zu vergessen ist die hohe Wohn-, aber auch Umweltqualität des Naturstoffes Holz. Diesen ausgezeichneten Eigenschaften wird schon seit einiger Zeit im Bereich des Niedrigenergie- und Passivhausbaues Rechnung getragen. Damit ist der Baustoff Holz ideal um ein Mehr an Energieeffizienz im Bau zu erreichen und damit die energie- und klimapolitischen Zielsetzungen des Landes Oberösterreich zu erreichen, welches sich bewusst ist, dass Klimaschutz und damit die Reduktion von klimarelevanten Treibhausgasen die globale Herausforderung ist, der sich jede Region engagiert stellen muss. Ein gut geplantes Holzhaus wird immer den Anforderungen an eine Niedrigenergiebausweise gerecht. Nicht nur darum ist Holz der ideale Baustoff für eine gesunde und umweltfreundliche Zukunft.
"Holz ist "Öko" und "High Tech" und hat bestechende Vorteile: Etwa den hohen Vorfertigungsgrad in der Konstruktion oder das angenehme und behagliche Raumklima. Ich unterstütze den Holzbaupreis weil er viele wichtige Funktionen erfüllt: Er verbessert das Image, streicht die wertvollen technischen Eigenschaften hervor und zeigt die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten in der modernen Holzbauarchitektur", so LAbg. Wageneder abschließend.
Architekt DI Wolfgang Ritsch: Facts zum Holzbaupreis
88 erstklassige Einreichungen zum Oberösterreichischen Holzbaupreis sind im Bundesländervergleich beachtlich. Trotz kürzerem Bauzeitraum - von nur zwei Jahren - konnten die 75 Objekte von 2003 in Zahl und Qualität deutlich übertroffen werden.
Eingereicht wurden Holzbauten in den Kategorien Einfamilienhäuser, Gewerbliche Bauten, Öffentliche Bauten, Landwirtschaftliche Bauten sowie Zubauten, Aufstockungen und Sanierungen. Darüber hinaus winkten drei Sonderpreise. Bei der Auswahl der ausgezeichneten Projekte wurde besonderer Wert auf die Architektur, den fachgerechten Holzeinsatz, konstruktive Lösungen, benutzerorientierte Funktionalität und ökologische Kriterien gelegt.
Zwei Tage setzen sich neun Experten der Architektur, des Holzbaus und der energieeffizienten Bauweise intensiv mit der Holzbaukultur Oberösterreichs auseinander. Der Fachjury gehörten DI Romana Ring (Architekturforum OÖ), Holzbauunternehmerin DI Birgit Maier, Architekt DI Wolfgang Ritsch, Architekt DI Ernst Giselbrecht, Ing. Günther Pitsch von der Landesinnung Holzbau OÖ, Ing. Richard Deinhammer vom Amt der Oö. Landesregierung und Mag. Vitus Lenz von der Landwirtschaftskammer OÖ an. Beratende Jurymitglieder waren DI Heinz Plöderl (IG Passivhaus) und DI Andreas Drack, der Klimaschutzbeauftragter des Landes Oö.
Oberösterreichs beste Holzbauten
Insgesamt konnten 4 Auszeichnungen, 4 Anerkennungen und 3 Sonderpreise vergeben werden.
In der Kategorie "Einfamilienhäuser" punktet das Steinwendtner Haus, der Hertl.Architekten in Steyr. Die Auszeichnung für dieses Haus soll Zeichen setzen, wie Holz im innerstädtischen, kostengünstigen Bereich eingesetzt werden kann.
Der Preis in der Kategorie "Öffentliche Bauten" ergeht an die Pfarre St. Franziskus von Luger&Maul in Wels. Hier verleiht Holz Atmosphäre, Licht und Wärme und überzeugt durch ein neuartiges, ungewöhnliches Konzept der Kirchengestaltung.
Ein Bürogebäude in Eferding der Architekten Dietrich.Untertrifaller verdient seine Auszeichnung bei den "Zubauten, Ausstockungen und Sanierungen". Ein mächtiger Bügel aus Holz überspannt das gesamte Gebäude und markiert so den Ort und hebt ihn aus seinem Umfeld hervor. Hier überzeugte der offene Zugang des Unternehmens zu seinen Kunden und der bewusste Holzeinsatz.
Der Außenklimastall von Manfred Schütz in Eidenberg fügt sich perfekt in die Landschaft ein und überzeugte durch seine Planung, die optimal auf die Verwendung des bäuerlichen Betriebes abgestimmt ist. Hinzu kommt die ökologische Komponente, dass das Gebäude mit dem eigenen Rohstoff aufgebaut wurde.
Der zusätzliche Sonderpreis "Kleine Objekte" ging an ein kleines Passivhaus, inmitten einer Gartensiedlung. Das für den Singlehaushalt zugeschnittene Gebäude, erfüllt sämtliche Kriterien des modernen Holzbaus. Mit der Preisvergabe an dieses Gebäudes wird auf seine Vorbildwirkung hingewiesen.
Holzbau auf höchstem Niveau
Hinsichtlich ökonomischer Konkurrenzfähigkeit und Einsatzbreite hat der oberösterreichische Holzbau einen neuen Stellenwert erreicht. Der Weg zu einer breiten Akzeptanz wird durch die Ergebnisse gefestigt.
Auszeichnungen wie der Holzbaupreis fördern die Qualität und die Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffes Holz und zeigen auf, dass Oberösterreich ein Land mit sich positiv entwickelnder Baukultur ist. Darüber hinaus ist eine Bewusstseinsbildung bei Architekten und Bauherren zu verzeichnen: Denn es werden nicht nur Ein- und Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise hergestellt, der Holzbau ist auch bei öffentlichen und gewerblichen Bauten auf der Überholspur.
Dennoch kam es bei der Durchsicht aller Kategorien zum gemeinsamen Entschluss, dass der Ingenieurholzbau in Oberösterreich bisher noch keine preiswürdigen Einreichungen zum Holzbaupreis hervorgebracht hat. Auch der Geschosswohnbau aus Holz ist noch nicht vertreten, ein Defizit, an dessen Abdeckung in nächster Zukunft zweifellos zu arbeiten sein wird. Die ‚junge’ Architekten- und Holzbauszene ist eingeladen, im modernen Holzbau Zeichen zu setzen, um sich zu profilieren.
"Unsere hohen Erwartungen an die weitere Holzbau-Entwicklung in Oö. sind angesichts der Leistungen der Einreichungen berechtigt. Der oberösterreichische Holzbau macht sowohl in qualitativer wie auch quantitativer Hinsicht einen gewaltigen Sprung. Die Ergebnisse sind auf hohem Niveau und lassen sich international herzeigen", so Juryvorsitzender DI Wolfgang Ritsch über das Niveau der Einreichungen.

Information zur Pressekonferenz mit
Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
am 9. September 2005 zum Thema
Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55 oder (+43 664) 412 39 80
Das Straßenbaubudget beläuft sich 2005 in Oberösterreich auf rund 332 Mio. Euro. 168 Mio. Euro davon entfallen auf die Auto-bahnen und 164,63 Mio. Euro auf den Bereich der Landesstraßen, informiert Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.
Highlights 2005:
- Gesamtfertigstellung A 7 Bindermichl
- Gesamtfertigstellung A 1 Generalerneuerung Haid-Sattledt
- Start für Vollausbau A 9 Pyhrnautobahn
- Bau bzw. Fertigstellung wichtiger Ortsumfahrungen wie Dietachdorf, Grünburg, Traunkirchen, Enns, Altheim West.
Derzeit läuft die größte Straßenbauinfrastrukturoffensive in der Geschichte unseres Bundeslandes. Denn gut ausgebaute Straßen sind die Wohlstandsachsen der Zukunft. Durch die Infrastrukturoffensive wollen wir den Wirtschaftsstandort Oberösterreich noch attraktiver gestalten und damit zusätzliche Arbeitsplätze schaffen bzw. die Voraussetzungen für die tausenden Pendler in Oberösterreich spürbar verbessern.
Umfahrung St. Georgen: Eröffnung am 9. September 2005
Die neue Umfahrung St. Georgen wurde am 20. Juli 2005 für den Verkehr freigegeben, die offizielle Eröffnung erfolgt heute am 9. September 2005.
30 Prozent des Verkehrs können verlagert werden
Ziele der neuen Umfahrung St. Georgen:
- Entlastung der Ortsdurchfahrt von St. Georgen
- Hebung der Verkehrssicherheit im betrachteten System
- Anbindung der L 1276 Seewalchener und der L 541 Oberwanger Straße außerhalb des Ortsgebietes von St. Georgen
- Entwicklungsmöglichkeit im Ortszentrum von St. Georgen (Fremdenverkehrsort)
- Verkehrsumlagerung von ca. 30 Prozent auf die Umfahrungsstraße
Die Verkehrsbelastung stellt sich gemäß der Verkehrserhebung vom 20. September 1994 mit 3 Prozent Zunahme für das Jahr 2005 und 2010 und der Umlagerungsberechnung vom Amt der Oö. Landesregierung folgendermaßen dar (Sommermonate):
|
Jahr |
Abschnitt1 Nord |
Abschnitt 2 Mitte |
Abschnitt 3 Süd | |
|
Bestand o. Umf. DTV [KFZ / 24h] |
1999 2005 2010 |
5.620 6.270 7.270 |
8.320 9.490 11.000 |
5.900 6.440 7.465 |
|
Bestand mit Umf. DTV [KFZ / 24h] |
2005 2010 |
6.030 6.990 |
6.720 7.790 |
4.040 4.685 |
|
Umfahrung DTV [KFZ / 24h] |
2005 2010 |
2.870 3.330 |
3.010 3.490 |
2.880 3.340 |
Tabelle1: Verkehrszahlen 1999 und Prognose 2005 bzw. 2010
Der LKW - Anteil des Durchzugsverkehrs beträgt 12 Prozent.
L 540 Attergau Straße, Baulos "Umfahrung St. Georgen"
Am 29. April 1999 wurde mit dem Vertreter des Naturschutzes und dem Umweltanwalt eine Begehung der von der Gemeinde be-schlos-senen Trasse, Studie 1995, durchgeführt.
Bei dieser Begehung konnte für die Abschnitte
- Baulosende - Anschlussstelle Seewalchener Straße die Trasse "Studie 1995" mit geringfügigen Adaptierungen und im
- Abschnitt Seewalchener Straße - Güterweg Eggenberg die Trasse "Studie 1997" mit Korrekturen im Bereich der Agerquerung
die Zustimmung von der Umweltanwaltschaft und dem Vertreter des Naturschutzes gefunden werden.
Im 3. Abschnitt "Güterweg Eggenberg - Kogl" standen zwei Varianten zur Auswahl:
- Variante Kogl:
Vom Güterweg Eggenberg wird die Trasse zuerst östlich der Lokalbahn weitergeführt, überquert die Bahn niveaufrei und bindet im Bereich der Haltestelle Kogl in Bestand der L 540 ein. - Variante 1:
Ab dem Güterweg Eggenberg schwenkt die Trasse in Richtung Lokalbahn, unterfährt diese in einer 190 m langen Grünbrücke und bindet anschließend in die L 540 ein.
In der im Juni 1999 durchgeführten verkehrs- und lärmtechnischen Untersuchung wurde nachgewiesen, dass die Variante 1 sowohl bei der verkehrlichen Wirksamkeit als auch bei den Schallimmissionen deutliche Vorteile gegenüber der Variante Kogl aufweist. Der Variante 1 wurde demnach von der Umweltanwaltschaft und dem Naturschutz der Vorzug gegeben.
Errichtung von fünf Kunstbauten
Für die Umfahrung St. Georgen war die Errichtung von fünf Kunstbauten erforderlich:
- Grünbrücke:
Die Lokalbahnlinie St. Georgen - Vöcklamarkt der Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft wurde mit einer Grünbrücke mit einer Länge von 190 m unterfahren. Für die Grünbrücke wurde ein Alarm- und Einsatzplan ausgearbeitet. Die Einweisung der Einsatzkräfte in die betriebs- und sicherheitstechnischen Anlagen des Bauwerkes erfolgt am 11. Juli 2005. Am 13. Juli 2005 findet eine Einsatzübung mit der Übungsannahme Unfall in der Grünbrücke statt. - Mühlbach- und Feldwegbrücke:
Für die Querung des Mühlbaches wurden auf der Haupttrasse und für den begleitenden Feldweg zwei Brücken mit einer lichten Weite von 4 m errichtet. - Brücke über die Dürre Ager:
Die Dürre Ager wird mit einer Brücke mit einer Stützweite 21,5+25+21,5 = 68 m überfahren. - Nebenwegbrücke:
Der Güterweg Alkersdorf wird mit einer Brücke mit einer lichten Weite von 10 m überfahren.
Für das Baulos "Umfahrung St. Georgen" musste auf Grund der Streifenflur von rund 80 Grundeigentümern Grund für die Baumaßnahme eingelöst werden. Im Einvernehmen mit den Grundeigentümern wird von der Agrarbezirksbehörde Gmunden ein Flurbereinigungsverfahren durchgeführt. Für die Umfahrung werden auf Grund naturschutzrechtlicher Vorschreibungen ökologische Ausgleichsflächen im Ausmaß von ca. 1,5 Hektar geschaffen.
Baulosdaten
Hauptfahrbahn
Fahrbahnbreite: 7,00 m
Bankett: 1,00 m
Kronenbreite: 9,00m
Dammschüttung: 65.000 m³
Offener Abtrag: 90.000 m³
Frostschutzschicht: 30.000 m³
mech. stab. Tragschicht: 52.000 m²
bit. Tragschicht: 45.000 m²
Deckschicht: 45.000 m²
Bauloslänge: 4,16 km
Die Länge der Begleitwege und Nebenanlagen beläuft sich auf 5,1 km.
Gesamtbaukosten: 15 Millionen Euro

