Vogelschutzgebiet "UNTERE TRAUN"
| Daten | |
| Größe: |
2.100 Hektar |
| Lage: |
Gemeinde Bad Wimsbach-Neydharting, Desselbrunn, Edt b.L., Fischlham, Gschwandt, Gunskirchen, Kremsmünster, Laakirchen, Ohlsdorf, Roitham, Rüstdorf, Stadl-Paura, Steinerkirchen a.d.T., Steinhaus, Wels |
| Bedeutende Lebensräume: |
Hartholzau, Erlen-Eschen-Au, Peifengraswiesen |
| Bedeutende Arten: |
Schwarzstorch, Rohrweihe, Wespenbussard, Blaukehlchen, Schwarzspecht, Nachtreiher, Gänsesäger, Frauenschuh |
Kurzbeschreibung
Die Untere Traun zwischen Gmunden und Wels ist eines der letzten größeren naturnahen Fließgewässerökosysteme der kontinentalen Region. Die Einhänge sind über weite Strecken mit Laubmischwäldern bewachsen. Dort, wo der Fluss den Hangfuß untergräbt, treten Konglomeratwände und Schotterflächen zu Tage. Die Traun ist eines der bedeutendsten Brut- und Überwinterungsgebiete für Wasservögel in Österreich. So hat hier der Gänsesäger sein konzentriertestes Auftreten.
Unterhalb Lambach sind großflächige Auwälder erhalten. Hier brüten gefährdete Greifvögel wie Schwarzmilan und Rohrweihe.
Das flussfern anschließende Kulturland und die Laubwälder der Terrassenkante sind ebenfalls von großer ornithologischer Bedeutung. Sie werden vom Wespenbussard und mehreren Spechtarten als Habitat genutzt. Charakteristische Arten des Kulturlandes sind Grünspecht, Neuntöter, Schwarzkehlchen und der akut vom Verschwinden bedrohte Wendehals.
In den Schottergruben der Traunauen entstanden Lebensräume aus zweiter Hand, die denen der unregulierten Flusslandschaft entsprechen - schütter bewachsene Kiesflächen, verlandende stehende Gewässer, Weidengebüsche.

