Landeskorrespondenz Nr. 57 vom 8. März 2006

Landeskorrespondenz:
Pressekonferenz:
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Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Wirtschafts- und Europa-Landesrat Viktor Sigl, LAbg. Mag. Gertraud Jahn, LAbg. Ulrike Schwarz und Klubobmann Mag. Günther Steinkellner zum Thema "EU-Erweiterungsforum für Oberösterreich gegründet"
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Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrat Josef Ackerl und Landesrat KommR Viktor Sigl zum Thema "Neu-Organisation der Integration in Kindergärten, Horten, Schulen"
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Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger, Obmann ÖR Ing. Helmut Jungreuthmayer, Saatbau Linz, und Direktor DI Karl Fischer, Geschäftsführer Saatbau Linz, zum Thema "Marktführer Saatbau Linz - Trends und Entwicklungen in der Pflanzenzüchtung"
(LK) Maria Kaitinger aus Linz feierte am Dienstag 7. März 2006, ihren 107. Geburtstag. Sie ist damit die älteste Landesbürgerin. In die Gratulantenschar reihte sich auch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer ein.
Maria Kaitinger, noch im vorvorigen Jahrhundert, 1899, in Linz geboren, führte bis zu ihrem 98. Lebensjahr ihren eigenen Haushalt. Anschließend verbrachte sie einige Jahre im Hillingerheim, ehe sie ins neue Seniorenzentrum Keferfeld übersiedelte in dem sie sich "sehr wohl fühlt".
Insgesamt gibt es in Oberösterreich sieben Personen, die älter als 105 Jahre sind (ausschließlich Frauen) und über 120 Personen, die älter als 100 Jahre sind.
Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17
(LK) Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer überreichte am 7. März 2006 an verdiente Persönlichkeiten Landesauszeichnungen. Der Festakt fand in feierlichem Rahmen im Steinernen Saal des Linzer Landhauses statt.
Das "SILBERNE EHRENZEICHEN DES LANDES OBERÖSTERREICH" erhielten:
- Monsignore Johann EHRENFELLNER, Pfarrmoderator in Leonding - Hart St. Johannes sowie Referent der Personalstelle für Priester der Diözese Linz aus Leonding,
- Konsistorialrat Mag. P. Christian HAIDINGER OSB, Abt es Stiftes Altenburg sowie Geistlicher Assistent der Katholischen Frauenbewegung Österreichs aus Altenburg,
- Dr. Franz HAUNSCHMIDT, ehem. öffentlicher Notar sowie ehem. Geschäftsführender Obmann der "Bischof-Rudigier-Stiftung" aus Linz,
- Konsistorialrat Prälat Altmann HOFINGER OCist, Abt des Stiftes Schlierbach aus Schlierbach,
- Mag. Siegfried PRIMETSHOFER, Direktor der Diözesanfinanzkammer Linz aus Eferding und
- Generaldechant Konsistorialrat Mag. Franz WILD, Pfarrer in Traun aus Traun.
Das "GOLDENE VERDIENSTZEICHEN DES LANDES OBERÖSTERREICH" erhielten:
- Oberschulrat Konsistorialrat Fridolin ENGL, Direktor der Volksschule Langwies bei Ebensee sowie Diakon und Sprecher der Diakone der Diözese Linz aus Ebensee,
- Mag. Stefan GRANDY, Pfarrassistent in Garsten aus Garsten,
- Dr. Franz GÜTLBAUER, Rechtsanwalt in Wels sowie Diözesanobmann der Katholischen Männerbewegung der Diözese Linz aus Krenglbach,
- Oberstudienrat Konsistorialrat Dr. Alfons ILLIG, Pfarrer in Traun - Oedt-St. Josef aus Traun,
- Carlo NEUHUBER, Regionaldiakon aus Steinbach an der Steyr und
- Konsistorialrat Mag. Helmut PART, Regionaldechant von Linz und Gehörlosen-Seelsorger sowie Stellvertretender Generaldechant aus Linz.
Das "SILBERNE VERDIENSTZEICHEN DES LANDES OBERÖSTERREICH" erhielten:
- Oberschulrätin Sr. Pauline ATZLESBERGER, Pfarrassistentin in Berg bei Ansfelden aus Haid,
- Mag. Georg KAMPTNER, Gefangenenseelsorger der Justizanstalt Garsten aus Garsten,
- Diakon Mag. Franz SCHRITTWIESER, Pfarrassistent in Wels - St. Franziskus aus Wels und
- Hermann SMETANA, ehem. Mitarbeiter der Diözesanfinanzkammer sowie langjähriger Obmann des Pfarrkirchenrates der Dompfarre aus Linz.
Bernadette Roth (+43 732) 77 20-116 34
(LK) Am Donnerstag, 9. März 2006 beginnt der Landtag mit einer Trauerminute anlässlich des Todes von Landeshauptmann-Stellvertreter a. D. Dr. Rupert Hartl.
Dr. Rupert Hartl hat 15 Jahre in verschiedenen Funktionen die oö. Landespolitik mitgeformt und mitgeprägt. 1967 zog er in den Landtag ein und wurde dessen Erster Präsident. Im Juli 1969 erfolgte seine Bestellung zum Landesrat für die Ressorts Soziales und Gesundheit. Von 1974 bis 1982 war er Landeshauptmann-Stellvertreter und zugleich auch Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Oberösterreichs.
In einer aktuellen Stunde wird der Landtag über die Dringlichkeit betreffend eine beschäftigungswirksame Wirtschaftspolitik abstimmen. Damit soll die Oö. Landesregierung aufgefordert werden, im Rahmen ihres politischen Wirkungskreises weitere Maßnahmen für mehr Wachstum und Beschäftigung zu setzen.
Das Thema EnergieAllianz steht bei der 27. Sitzung des Oö. Landtags ebenfalls auf der Tagesordnung. Der Oö. Landtag wird darüber abstimmen, ob dem Antrag betreffend allfälliger Austritt der Energie AG Oberösterreich aus der EnergieAllianz die Dringlichkeit zuerkannt wird. Dann soll die Regierung dazu ermächtigt werden, das Aktienpaket der Energie AG Oberösterreich (EAG) mit 25 % plus einer Aktie am stimmberechtigten Stammaktiengrundkapital zurückzukaufen und an die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft weiter zu veräußern.
Ein weiterer Verhandlungsgegenstand betrifft die Forschungsbemühungen im Bereich der erneuerbaren Energieträger. Die Bundesregierung soll dazu aufgefordert werden, diese Forschungen weiter zu verstärken, um damit die Eigenversorgung mit umweltfreundlichen Energieformen und damit den Klimaschutz zu verstärken.
Außerdem wird der Landtag beschließen, dass sich die Landesregierung bei der Bundesregierung dafür einsetzen wird, dass die Semesterteilung im Maturajahr abgeschafft und die Maturavorbereitung verbessert wird.
Die Stärkung der regionalen Selbstbestimmungsmöglichkeiten im Sinne des europäischen Subsidiaritätsprinzips steht ebenfalls morgen auf dem Programm.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Der morgige Landtag wird erstmals live im Internet übertragen.
Beginn: 10:00 Uhr unter Politik > Landtag > Landtagssitzungen live.
Elke Leitgeb (+43 732) 77 20-117 44
(LK) Heute Mittwoch ist es am Vormittag meist sonnig, am Nachmittag ziehen wieder Wolken auf und es beginnt gegen Abend zu schneien. Der Wind dreht auf West und wird zunehmend lebhaft, in 1.500 m Höhe hat es zu Mittag minus 8 Grad dann wird es milder. In der Nacht und Donnerstag Vormittag gibt es Regen und Schneefall, der auch kräftig sein wird. Die Schneefallgrenze steigt morgen gegen 1.000 m Höhe an. Am Nachmittag lässt der Niederschlag wieder etwas nach. In 1.500 m Höhe hat es minus 1 Grad und der Wind um West wird stürmisch.
Schneedeckenaufbau:
In den letzen 24-Stunden gab es bis zu 40 cm Neuschneezuwachs, der locker, kalt ist und sich zu setzen beginnt und auch zeitweise wieder ab den mittleren Höhenlagen etwas verfrachtet wurde. Ansonsten ist die Schneedecke durch umfangreiche Schneeverfrachtungen teils auf allen Hangrichtungen und vorallem in den höheren Lagen geprägt. Stark verfüllte Bereiche sind neben abgeblasenen Rücken und Grate vorhanden. Die Verfrachtungen sind teils vom lockeren Neuschnee überdeckt und liegen auf einer oft verharschten, oder windgepressten Altschneedecke und sind noch störanfällig.
Gefahrenbeurteilung:
Die Lawinengefahr wird weiterhin als erheblich eingestuft. Es sind labile Triebschneeablagerungen sowie mit Triebschnee verfüllte Mulden und Rinnen auf alles Expositionen zu beachten. Diese Triebschneeablagerungen sind teils neu entstanden oder auch vom lockeren Neuschnee überdeckt. Skitouren erfordern Erfahrung in der Lawinenbeurteilung. Eine Auslösung von Schneebrettlawinen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung an allen Expositionen möglich. Mit Selbstauslösungen von Lockerschneelawinen aus vorallem besonnten Steilhängen ist zu rechnen.
Gefahreneinstufung nach der fünfteiligen europäischen Lawinengefahrenskala
- Gefahrenstufe: 3
- Tendenz der Gefahr: steigend
Europäische Lawinengefahrenskala:
1 gering
2 mäßig
3 erheblich
4 groß
5 sehr groß
Achtung Redaktionen!
Auf der Landeshomepage finden Sie den Amtlichen Lawinenwarndienst unter der Internetadresse: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/lawinenwarndienst
Dipl.-Ing. Florian Stifter (+43 732) 77 20-124 92
(LK) Durch die anhaltend winterlichen Verhältnisse verzögert sich der Blühbeginn von Hasel und Erle weiter. Im Donauraum kann jedoch mit Anstieg der Temperatur rasch mit vorerst noch geringfügigen Belastungen gerechnet werden.
Tonbanddienste:
AKH Linz: 0732/7806-6919
LKH Freistadt: 050/554-76-28400
LKH Vöcklabruck: 050/554-71-49900
Roland Schmidt (+43 6232) 35 81
Jugendinformation und Jugendberatung
(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.
Jugendservice des Landes Oberösterreich:
- Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 17 99, Montag bis Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at,
http://www.jugendservice.at/ - Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. (+43 7272) 758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at - Jugendservice Ried im Innkreis, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. (+43 7752) 715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-Ried@ooe.gv.at - Jugendservice Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. (+43 7289) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at - Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. (+43 7252) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at - Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14-11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at - Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. (+43 7722) 222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at - Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at - Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. (+43 7612) 17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at - Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. (+43 7248) 644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at - Jugendservice Kirchdorf an der Krems, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. (+43 7582) 604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at - Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+43 7262) 581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
E-Mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at - Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at - Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. (+43 7672) 757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at - Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.
Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen
(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Freitag, 10. März 2006, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 09:00 bis 12:00 Uhr sowie für den Bezirk Urfahr-Umgebung im PSZ "Exit" Sozial, Böhmerstraße 3, 4190 Bad Leonfelden, von 09:00 bis 12:00 Uhr, statt
Weiters finden therapeutische Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige am Freitag, 10. März 2006, für den Bezirk Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Sozialzentrum, Bahnhofstraße 14, ab 18:30 Uhr, für den Bezirk Eferding im Rot-Kreuz-Gebäude, Vor dem Linzer Tor 10, 4240 Eferding, ab 20:00 Uhr; für den Bezirk Steyr im Jugend- und Kulturzentrum Tabor Steyr, Industriestraße 7, ab 19:00 Uhr sowie für den Bezirk Perg, Bezirksstelle des Rotes Kreuzes, Dirnbergerstraße 15, ab 19:30 Uhr, statt.

Information zur Pressekonferenz mit
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Wirtschafts- und Europa-Landesrat Viktor Sigl, LAbg. Mag. Gertraud Jahn, LAbg. Ulrike Schwarz und Klubobmann Mag. Günther Steinkellner
am 8. März 2006 zum Thema
Mag. Karin Speidl, Presse LH Pühringer, Tel. (+43 732) 77 20-114 07
Gerhard Rumetshofer, Presse LR Sigl, Tel. (+43 732) 77 20-151 02, oder (+43 664) 144 95 63
EU-Erweiterungsforum neu: Oberösterreich nützt EU-Mittel kräftig aus
Oberösterreich hat bereits bisher kräftig die EU-Fördertöpfe genützt und damit vom EU-Beitritt stark profitiert. Mit 2007 starten die neuen Programme für die neue EU-Regionalpolitik bis 2013. Und auch hier möchte Oberösterreich im Wettbewerb der Regionen wieder kräftig mitmischen und optimal vorbereitet sein, damit die Menschen und Regionen im Land entsprechend profitieren. Eine wesentliche Rolle kommt dabei dem neuen EU-Erweiterungsforum für Oberösterreich zu, das sich mit heutigem Tag, 8. März 2006, gegründet hat.
Konstituierung des neuen EU-Erweiterungsforums für Oberösterreich
Im Zuge der EU-Erweiterung wurde bereits festgelegt, ein Gremium zu schaffen, das insbesondere im Hinblick auf die neuen Förderprogramme ab 2007 aktiv sein soll. Im EU-Erweiterungsforum für Oberösterreich sind die Landespolitik, die Sozialpartner, Gemeinde- und Städtebund sowie das Regionalmanagement vertreten.
15 Mitglieder im EU-Erweiterungsforum
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer ist laut Satzungen Vorsitzender des Erweiterungsforums, Europa- und Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl Geschäftsführer. Das Forum wird mindestens zweimal jährlich tagen.
Insgesamt umfasst das Erweiterungsforum 15 Mitglieder: Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Europa- und Wirtschafts-Landesrat KommR Viktor Sigl, Landeshauptmann-Stellvertreter DI Erich Haider, Landesrat Rudolf Anschober, Klubobmann Mag. Michael Strugl, LAbg. Mag. Gertraud Jahn, LAbg. Ulrike Schwarz, Klubobmann Mag. Günther Steinkellner, Präsident KommR. Dr. Rudolf Trauner (Wirtschaftskammer), Vizepräsident Ing. Franz Reisecker (Landwirtschaftskammer), Präsident Dr. Johann Kalliauer (Arbeiterkammer), LAbg. KommR Gabriele Lackner-Strauß (Verein Euregio-Regionalmanagement Mühlviertel), Präsident Bürgermeister Franz Steininger, Vizepräsident LAbg. Johann Hingsamer und Vizebürgermeisterin Dr. Christiana Dolezal.
Aufgabe und Zweck des EU-Erweiterungsforums
Aufgabe des Erweiterungsforums ist es, die Oö. Landesregierung zu beraten und zwar insbesondere in den folgenden Bereichen:
- Stellungnahme des Erweiterungsforums bei maßgeblichen Entscheidungen, die im Zusammenhang mit Auswirkungen / Chancen aus der EU-Erweiterung stehen.
- Aktive Unterstützung der Landesregierung und regionaler Entscheidungsträger/innen beim Lösen von Herausforderungen und Nutzen von Entwicklungschancen aus der EU-Erweiterung.
- Begleitung von Anliegen und Projekten in Verbindung mit Chancen aus der EU-Erweiterung.
- Zusammenarbeit mit vergleichbaren Gremien in Nachbarregionen, um Regionen mit gleichen Entwicklungsvoraussetzungen einheitlich und abgestimmt nach Außen vertreten zu können.
- Ganzheitliche Betrachtung und Analyse der Entwicklungs-potentiale und Problemstellungen unter Einbindung von Experten/Expertinnen.
Oberösterreich blickt optimistisch auf neue EU-Förderperiode 2007 - 2013
Noch gibt es keine endgültige Einigung über die Finanzierung der EU-Regionalpolitik in der neuen Förderperiode von 2007 bis 2013. Was aber bisher zur künftigen Dotierung der Regionalförderungen und Förderungen für die Grenzregionen bekannt geworden ist, kann aus oberösterreichischer Sicht bereits vorsichtig positiv beurteilt werden.
Ziel war es, bei den Verhandlungen für die neue Förderperiode möglichst viel für das Land Oberösterreich herauszuholen. Dafür wurde in den letzten Jahren intensives Lobbying bei Bundesregierung und EU-Kommission betrieben. Mit Michel Barnier und Danuta Hübner waren auf Einladung des Landes zwei EU-Regionalkommissare in Oberösterreich zu Gast, um sich im Mühlviertel selbst ein Bild von der Situation im Grenzraum zu machen.
Oberösterreichs Forderungen für neue Förderperiode zum größten Teil erfüllt
Aus derzeitiger Sicht lässt sich folgendes Resümee ziehen, was die Umsetzung der oberösterreichischen Forderungen betrifft:
Ziel 2 neu = Regionale Wettbewerbsfähigkeit & Beschäftigung
- auch ab 1. Jänner 2007 ein eigenständiges Ziel 2 NEU.
- regionale Spielräume bei Gestaltung der Programmschwerpunkte.
- flächendeckende Einsatzmöglichkeit von Ziel-2-Mitteln, keine Gebietsabgrenzung mehr, sondern horizontal (das heißt für das ganze Land Oberösterreich anwendbar).
- Fördermöglichkeiten und Mittelausstattung innerhalb des Ziel 2 NEU bei der EU-Regional- und Strukturfondsförderung bleiben erhalten und werden derzeit verhandelt. Damit soll vor allem ein harmonisches Zusammenwachsen der "alten" Grenzregionen mit ihren Nachbarn ermöglicht werden.
- zusätzliche 150 Millionen Euro für österreichische Ziel 2 NEU Grenzregionen.
Ziel 3 neu = Grenzübergreifende Zusammenarbeit (bisher Interreg)
- die unmittelbare grenzübergreifende Zusammenarbeit bleibt mit 77 % Hauptschwerpunkt.
- es gibt einen "Grenzregionenzuschlag" von plus 50 % (höhere Beihilfenintensität als in anderen Ziel 3 Regionen) für alle 21 Grenzregionen an der ehemaligen EU-Außengrenze, aber nur im Rahmen des Ziel 3 NEU.
Regionalbeihilfen
- der Rechtsrahmen für die Regionalbeihilfen bleibt für die Regionen weiterhin flexibel anwendbar.
- das Fördergefälle zwischen "alten" Grenzregionen und neuen Mitgliedsstaaten wurde mit maximal 15 % beschränkt, die oö. Forderung nach maximal 20 % wurde damit sogar übererfüllt.
- Beibehaltung der KMU-Zuschläge: Weiterhin sind plus 20 % für kleine Unternehmen, plus 10 % für mittlere Unternehmen möglich.
Aus derzeitiger Sicht einzige nicht erfüllte Forderung ist jene nach Fördermöglichkeiten auch für Großunternehmen über 250 Mitarbeiter bei Neu- und Modernisierungsinvestitionen. Hier hat Oberösterreich gefordert, dass generell mindestens 10 Prozent, maximal 20 Prozent, an Regionalbeihilfen aus rein nationalen bzw. regionalen Mitteln als Obergrenze zulässig bleiben, um das Zusammenwachsen zu beschleunigen. Nach aktuellem Stand werden aber weiterhin Einzelgenehmigungen notwendig sein.
Ländlicher Raum: Zweieinhalb Mal mehr Mittel als bisher
Im agrarischen Bereich bestehen für die Programmperiode 2007 - 2013 stabile finanzielle Rahmenbedingungen. Die drei für Oberösterreichs Landwirtschaft wesentlichen Bereiche Umweltprogramm ÖPUL, Bergbauern-Ausgleichszulage und agrarische Investitionsförderung sind zum Großteil nach dem bisherigen Stand abgesichert und von der EU respektiert.
Die Mittel für die Gemeinschaftsprojekte im Programm LEADER+ werden in Oberösterreich für die kommende Programmperiode von 20 auf 50 Millionen Euro aufgestockt. Das sind zweieinhalb Mal mehr Mittel als bisher. Eine neue Chance für den ländlichen Raum ist der deutliche Ausbau in der Finanzierung der Gemeinschaftsprojekte. Statt bisher 20 Millionen Euro werden eben künftig 50 Millionen Euro LEADER-Mittel in Oberösterreich zur Verfügung stehen. So entsteht Schubkraft für den ländlichen Raum, für gute Ideen und für Gemeinschaftsinitiativen zwischen Landwirtschaft und Wirtschaft. Entscheidend ist, dass bereits jetzt neue Ideen und Gemeinschaftsprojekte für den ländlichen Raum vorbereitet werden.
Wichtig sind bei LEADER+ von 2007-2013 folgende Voraussetzungen:
Qualität der Vorbereitung, bereits jetzt rechtzeitig die Weichen stellen und in der Region Programme entwickeln und neue Zustiegschance für Regionalverbände.
LEADER muss auch in der Periode 2007 - 2013 wieder über lokale Aktionsgruppen in abgegrenzten LEADER-Regionen umgesetzt werden. Die Anerkennung der Regionen wird über ein Auswahlverfahren erfolgen. Die Ausschreibung erfolgt über das Landwirtschaftsministerium. Grundlage für eine Teilnahme ist ein regionaler Entwicklungsplan, der ausgewogen alle Lebensbereiche umfassen muss.

Information zur Pressekonferenz mit
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrat Josef Ackerl und Landesrat KommR Viktor Sigl
am 8. März 2006 zum Thema
Dr. Barbara Trixner, Abteilung Bildung, Jugend und Sport, Dr. Franz Wolfschluckner, Abteilung Bildung, Jugend und Sport
Mag.ª Karin Speidl, Presse LH Pühringer, Tel. (+43 732) 77 20-114 07
Gerhard Rumetshofer, Presse LR Sigl, Tel. (+43 732) 77 20-151 02
Peter Binder, Presse LR Ackerl, Tel. (+43 732) 77 20-151 12
Integration neu in Kindergarten, Hort und Schule
Integration als Grundprinzip in Oberösterreich
Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen ist bereits ein Grundprinzip aller Kindergärten und Horte in OÖ. Von den insgesamt 45.000 Kindern sind im laufenden Arbeitsjahr bisher 565 Integrationskinder im Kindergarten und 178 Kinder mit speziellem Förderbedarf im Hort vorgemerkt. Durch das Kindergarten- und Hortgesetz von 2001 wurde bereits Weichen (allgemeine Zugänglichkeit, Gruppengrößen ...) für gelungene Integration gestellt.
Ebenso sind Integrationsklassen an Oberösterreichs Schulen bereits sehr gut gelebte Praxis, die aber wichtiger Voraussetzungen bedarf. Im laufenden Schuljahr werden insgesamt 3.147 Schüler/innen in 1.071 Integrationsklassen (2001: 2801 Schüler/innen in 1.007 Klassen) unterrichtet. Im Jahr 2005 betrugen die Gesamtkosten der Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen in Kindergärten und Horten rund 13,8 Millionen Euro, in Schulen mehr als 6 Millionen Euro, insgesamt also knapp 20 Millionen Euro.
Neu-Organisation der Integration
- Bisher waren drei Ressorts (LH Pühringer, LR Sigl, LR Ackerl) zuständig. Künftig erfolgen Förderung und Finanzierung durch die Bildungsabteilung: Bei Kindergärten/Horte Zuständigkeit LR Sigl, bei Schulen LH Pühringer.
- Mit dem Entfall der Doppelförderung kommt es zum einen zu einer Verwaltungsvereinfachung, andererseits wird damit auch für Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen ein vereinfachter Zugang zu Leistungen festgelegt.
- Geplant ist im Bereich Kindergärten/Horte auch eine Entlastung der Gemeinden durch höhere Förderung für Stützkräfte. Dazu werden Gespräche mit Gemeinde-/Städtebund folgen.
- Um der starken Nachfrage nach Integrationsberatung nachzukommen, wird es zu einer Neustrukturierung der Mobilen Integrationsberatung kommen. Diese soll dezentralisiert und den Anforderungen angepasst werden.
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer:
Bestmögliche Rahmenbedingungen für Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen
Menschen mit Beeinträchtigungen als gleichberechtigte Partner in der Gesellschaft
Wie human und sozial eine Gesellschaft ist, zeigt sich im Umgang mit den Schwächsten. Menschen mit Beeinträchtigungen sind ein Teil der Gesellschaft. Sie haben daher das Recht, von ihr unterstützt zu werden. Sie dürfen dabei aber nicht als Betreuungsobjekte betrachtet werden, sondern als gleichberechtigte Partner. Ziel der Landespolitik ist es, Menschen mit Beeinträchtigungen so zu fördern, dass sie ein selbstbestimmtes Leben führen können. Der Isolation von Menschen mit Beeinträchtigungen muss in allen gesellschaftlichen Bereichen wirksam begegnet werden.
Integration ist fixer Bestandteil der Bildungspolitik
In der Bildungspolitik des Landes ist daher die Integration und Förderung von Kindern mit Beeinträchtigung seit vielen Jahren fixer Bestandteil. Integrative Erziehung soll dazu beitragen, dass es für junge Menschen zur Selbstverständlichkeit wird, Freundinnen und Freunde zu haben, die in ihren Ausdrucksmöglichkeiten, ihrem Tempo oder ihrer Leistungsfähigkeit anders sind. Dieses soziale Lernen ist für Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gleich wichtig, von der sozialen Situation in integrierten Gruppen und Klassen profitieren alle Kinder.
Damit dies gelingen kann, sind die Rahmenbedingungen besonders wichtig. Die nun erzielte Einigung über die Neu-Organisation soll helfen, dass bestehende, gut funktionierende Integrationssystem weiter zu verbessern:
Zuständigkeit nur noch einer Abteilung
Um die derzeit bestehende Zuständigkeit dreier Ressorts (LH Pühringer, LR Ackerl, LR Sigl) und die damit verbundene Doppelgleisigkeit zu beseitigen, erfolgt in Hinkunft die Förderung und Finanzierung der Integration in Kindergärten, Horten, heilpädagogischen Einrichtungen und Schulen ausschließlich durch die Bildungsabteilung.
Verwaltungsvereinfachung
Mit dem Entfall der Doppelförderung kommt es zu einer Verwaltungsvereinfachung auf Landesebene. Darüber hinaus wird damit auch für alle Beteiligten (Eltern, Einrichtungen etc.) ein vereinfachter Zugang zu Leistungen festgelegt.
Budgetmittel werden übertragen
Die derzeit bestehenden Budgetmittel für Integration im Sozialressort werden in die Bildungsabteilung übertragen.
Landesrat Josef Ackerl:
Ein Meilenstein in der Integration
Kinderbetreuung und Schulbesuch ist für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen derzeit auf zwei Kompetenzbereiche - die Sozialabteilung und die Abteilung Bildung - aufgeteilt. Künftig wird die Kinderbetreuung von Kindern mit Beeinträchtigungen im Kinderbetreuungsgesetz und die erforderlichen Assistenzleistungen für den Schulbesuch im Pflichtschulorganisationsgesetz geregelt. Die Forderung nach mehr Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen im alltäglichen Bereich macht nun auch nicht mehr vor der Gesetzgebung halt. In der Diskussion um den Entwurf des Landesgesetzes zum Oö. Chancengleichheitsgesetz - dem neuen "Behindertengesetz" - fand eine intensive Auseinandersetzung statt, wo und wie zukünftig für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen die erforderlichen Zusatzleistungen für den Besuch des Kindergartens des Horts und der Schule geregelt werden soll.
Neben der Schaffung von eindeutigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Integration wird die Zuständigkeit also auf ein Ressort - dem Bildungsreferat - konzentriert. Damit werden auch die Doppelgleisigkeiten in der Verwaltung beseitigt. So müssen z.B. Kindergarten- und Horterhalter künftig nur mehr bei einer Abteilung (Abteilung Bildung, Jugend und Sport) die Förderungen beantragen.
Damit geht eine vom Sozialreferat unterstützte langjährige Forderung der Betroffenen und der Anbieter in Erfüllung, wobei zu betonen ist, dass die bis dato geschaffene Qualität erhalten bleibt und weiterhin ausgebaut wird.
Kindergärten und Horte
Die Errichtung, die Aufgabenerfüllung und die Aufsicht über heilpädagogische Kindergärten und Sonderhorte liegen in der Zuständigkeit des Bildungsreferates. Die Feststellung, ob eine Beeinträchtigung vorliegt und damit der Besuch eines heilpädagogischen Kindergartens erforderlich ist bzw. ob eine zusätzliche Hilfskraft für den Besuch in einem Regelkindergarten notwendig ist, erfolgt durch die Sozialabteilung. Für Eltern war der Zugang zu den Leistungen nicht einfach. Amtsärztliche Gutachten, heilpädagogische Beratungsbogen, Antrag auf eine Maßnahme der Eingliederungshilfe nach dem Behindertengesetz etc. waren erforderlich.
Im Jahr 2005 wurden ca. 7,5 Mio. Euro insgesamt für den heilpädagogischen Bereich ausgegeben. Das Sozialressort hat dabei den Großteil von 80 Prozent der Kosten getragen. Im Bereich der Integrationskindergärten und -horte wurden Zuschüsse für die Stützkräfte von beiden Ressorts im Ausmaß von ca. 4,8 Mio. Euro 2005 getätigt. Der Großteil der Kosten (74 Prozent) wurde von der Sozialabteilung getragen.
Die Kindergarten- und Horterhalter mussten somit Subventionsansuchen bei beiden Abteilungen einbringen.
Mit der Zusammenführung einer Abteilung werden die Forderungen der Betroffenen nach
- einer Verwaltungsvereinfachung auf Landesebene,
- einer Erhöhung der Ressourcen der mobilen Integrationsberatung,
- einer Neuorganisation der Stützkräfte mit einem Anteil an Sonderkindergärtner/innen,
- einer Schaffung einer ressourcensteuernden Instanz für die Bereitstellung von Stützkräften
im Kinderbetreuungsbereich umgesetzt.
Schulen
In OÖ gibt es derzeit 3 Helfersysteme, die Schüler/innen mit Beeinträchtigungen den Schulbesuch ermöglichen. In den Regelschulen werden Stützkräfte nach dem Pflichtschulorganisationsgesetz eingesetzt. Der Landesschulrat hat die von der Sozialabteilung zur Verfügung gestellten Ressourcen nach einem gemeinsam entwickelten Verteilungsmodell in den Bezirken zu verteilen. Kostenbeitrag ist keiner zu entrichten. Die Schulbegleiter nach dem Behindertengesetz übten zwar die gleiche Tätigkeit für die Schüler/innen mit Beeinträchtigungen aus. Die Eltern haben einen Antrag zu stellen und einen Selbstbehalt zu zahlen. Die Helfer/innen in den Schwerstbehindertenklassen wurden je zu einem Drittel von Sozial- und Bildungsabteilung und je ein Sechstel vom Schulerhalter und Sozialhilfeverband finanziert.
Die 3 Helfersysteme (geregelt in Behindertenhilfe- und Pflichtschulorganisationsgesetz) werden künftig zu einem System zusammengefasst. In der Sozialabteilung wurden Qualitätsstandards für Schulassistent/innen (= die 3 Helfersysteme) erarbeitet. Derzeit wird die Situation der Helfer in den Schulen evaluiert, um Klarheit über die Notwendigkeit einer Qualifikation zu erhalten.
Zwei Lehrgänge zur Qualifizierung der Schulassistent/innen wurden bereits in Oberösterreich erfolgreich abgehalten. Der jährliche tagende Qualitätszirkel unter Federführung des Sozialressorts - bestehend aus Vertretern der Schulbehörden, der Bildungsabteilung und einer Trägerorganisation, die die Schulassistenz als Dienstleistung anbietet - hat sich zum Ziel gesetzt, bis Mai 2006 ein Verteilungsmodell zu entwickeln, in welchem die Stunden für alle 3 Helfersysteme zusammengefasst werden und bedarfsgerecht in alle Bezirke verteilt wird.
Insgesamt wurden für diesen Bereich ca. 6,2 Mio. Euro 2005 ausgegeben, wobei 94 Prozent der Kosten vom Sozialressort getragen wurden.
Detailaufstellung Integration in Kindergärten und Horten
IST-AUSGABEN:
|
Maßnahmen |
LR Ackerl |
LR SIGL |
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Heilpädagogische Kindergärten (SO-Leistung auf Basis Bescheid) |
3.364.298 |
865.000 (75% gruppenführende Pädagogin) |
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Sonderhorte (SO-Bescheid) |
2.515.185 |
755.000 (75 % gruppenführende Pädagogin) |
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Inst. f. Hör- und Sehbildung |
Ausgaben in heilpäd. Kosten enthalten |
280.000 |
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Stützkräfte Regelkindergärten |
2.761.812 |
996.379 |
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Stützkräfte in Regelhorten |
791.605 |
219.229 |
|
Mobile Integrationsberatung (SOKIS) |
530.181 |
590.819
|
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Personalausgaben Verwaltung |
64.500 |
49.000 |
|
Summe |
10.027.581 ( 72,8 %) |
3.755.427 (27,2 %) |
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Ist-Ausgaben GESAMT |
13.783.008 Euro | |
Detailaufstellung Integration in Schulen
IST-AUSGABEN:
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Maßnahmen |
LR Ackerl |
LH Pühringer |
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Schulbegleiter |
1.400.167 |
keine |
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Hilfspersonal |
3.461.739 |
keine |
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Helfer Sonderschulklassen |
1.037.624 (davon 677.853 für Landes-Sonderschulen; ) |
356.900 |
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Personalausgaben Verwaltung |
16.200 |
6.500 |
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Hilfsmittelbörse (verwaltet von Institut f. Hör- und Sehbildung) |
40.000 | |
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Zuschuss Transporte |
3.000 | |
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Projekt move (St. Isidor, Personalzuschuss) |
3.000 | |
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IST-EINNAHMEN |
||
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Schulbegleiter (Kostenbeitrag der Eltern) |
- 140.016 |
|
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Summe |
5.775.714 (93,5%) |
409.400 (6,5%) |
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Ist-Ausgaben GESAMT |
6.185.114 Euro | |
Landesrat Viktor Sigl:
Integration von Kindern mit Beeinträchtigung: Neu-Organisation ermöglicht noch mehr Qualität
Mit der Oö. Kindergarten- und Hortgesetz-Novelle 2001 wurde vom Land OÖ ein klares Bekenntnis zum gesellschaftlichen Auftrag der Solidarität gegenüber Menschen mit besonderen Bedürfnissen und der Gleichstellung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen abgegeben.
Auf Basis gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie nationaler und internationaler Qualitätsziele wurden Bedingungen geschaffen, dass jedes Kind seinen individuellen Voraussetzungen entsprechend in Kindergärten und Horten gefördert werden kann. Mit gesetzlichen Regelungen und Bereitstellung von finanziellen Mitteln wurde die Basis für eine gelungene Integration gelegt.
Ist-Situation: Integration in Oberösterreich ein Grundprinzip
Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen ist bereits jetzt ein Grundprinzip aller Kindergärten und Horte in Oberösterreich.
Von den insgesamt rund 45.000 Kindern (Kindergarten/Horte) sind im laufenden Arbeitsjahr 2005/06 bisher 565 Integrationskinder (345 Kinder in Integrationsgruppen, 220 in Einzelintegrationen) im Kindergarten und 178 Kinder mit speziellem Förderbedarf (142 Kinder in Integrationsgruppen, 36 in Einzelintegrationen) im Hort vorgemerkt.
Integration in Kindergärten / Entwicklung

Integration in Horten / Entwicklung

Durch die Senkung der Kinderzahlen in Integrationsgruppen mit der Kindergarten- und Hortgesetz-Novelle 2001 (die Gruppengrößen für Gruppen, in denen Kinder mit Beeinträchtigungen integriert sind, betragen für Einzelintegration 20 sowie für die Integration mehrerer Kinder mit Behinderung 15, anstatt 23) wurde die Qualität der Integration vor Ort entscheidend verbessert.
Durch den Einsatz von Stützkräften wird eine bestmögliche Betreuung und spezielle Förderung sichergestellt. Der Zuwachs an pädagogisch ausgebildetem Personal in den oö. Kindergärten und Horten begründet sich nicht zuletzt im Anstieg an Integrationen von Kindern mit Beeinträchtigungen.
Heilpädagogische Einrichtungen
Neben der Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen besteht in Oberösterreich ein ausgezeichnetes Netz an heilpädagogischen Einrichtungen. Für manche Kinder ist ein "Sonderkindergarten" oder "Sonderhort" die beste Form der Betreuung.
Kleine Gruppen und hoher Personaleinsatz stellen eine intensive Förderung sicher. Zum Teil sind Sonderkindergärten oder Sonderhorte in Institutionen eingegliedert, die auch weitere Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigungen anbieten (z.B. Therapien).
Mobile Integrationsberatung
Derzeit sind 22,5 Personeneinheiten in Oberösterreich in der Mobilen Integrationsberatung im Kindergarten- und Hortbereich eingesetzt. Davon sind 14 mobile Sonderkindergärtnerinnen bei der Caritas angestellt, diese können bei Bedarf von den oö. Regelkindergärten und Horten angefordert werden. Linz, Wels Steyr sowie Traun und Ansfelden haben eigene mobile Sonderkindergärtnerinnen.
Die Haupttätigkeit der Mobilen Integrationsberatung liegt in der Beratung der Kindergarten- und Hortpädagog/innen. Unter anderem geht es dabei um die Abklärung der Rahmenbedingungen für die Integration.
Steigerung der Qualität durch neue Organisation
Die Gesamtkosten der Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen in Kindergärten und Horten betrugen im Jahr 2005 rund 13.783.000 Euro. Die Finanzierung der Mobilen Sonderkindergärtnerinnen erfolgt bisher je zur Hälfte durch die Sozialabteilung und die Abteilung Bildung, Jugend und Sport. Die Einstellung von Stützkräften wird derzeit vom Sozialreferat und vom Bildungsreferat gefördert, ebenso die Kosten der Pädagog/innen in heilpädagogischen Kindergärten und Horten.
Entlastung der Gemeinden durch höhere Förderung für Stützkräfte
Eine Entlastung der Gemeinden durch eine höhere Förderung für Stützkräfte ist geplant. In den nächsten Monaten werden dazu Gespräche mit dem Gemeinde- und Städtebund geführt.
Qualitätssteigerung durch neue Struktur der Mobilen Integrationsberatung
Um der starken Nachfrage nach Integrationsberatung nachzukommen, wird es zu einer Neustrukturierung der Mobilen Integrationsberatung kommen. Diese soll dezentralisiert und die Arbeitsweise den gestiegenen Anforderungen angepasst werden. Pro Bezirk soll eine Sonderkindergärtnerin ausschließlich für die Ressourcensteuerung zuständig sein, eine Sonderkindergärtnerin für die sonderpädagogische Betreuung bzw. Unterstützung der Kindergarten- und Hortpädagog/innen vor Ort.
Die Steuerungsmöglichkeit und Ressourcenverantwortung wird dabei beim Kostenträger Land OÖ angesiedelt werden. In den nächsten Monaten wird von der zuständigen Fachabteilung ein Konzept erarbeitet und mit allen Beteiligten diskutiert werden, um eine größtmögliche Effizienz zu erzielen.
Landeshauptmann Dr. Pühringer:
Gelebte Integration an oö. Schulen
Integrative schulische Betreuung steigt
Integration an Volks- und Hauptschulen im "Regelschulwesen"
Die Möglichkeit zum gemeinsamen Unterricht beeinträchtigter und nicht beeinträchtigter Schülerinnen und Schüler wurde auf Grund gesetzlicher Regelungen an Volksschulen ab dem Schuljahr 1993/1994 und an Hauptschulen ab dem Schuljahr 1997/1998 jeweils Schulstufen aufsteigend in das "Regelschulwesen" übernommen. Dieser gesetzlichen Regelung ist ein mehrjähriger Schulversuchszeitraum vorangegangen.
Integration an Polytechnischen Schulen im Rahmen von Schulversuchen
Die Integration von beeinträchtigten Jugendlichen (Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf) im Bereich der Polytechnischen Schulen findet nach wie vor im Rahmen von Schulversuchen statt.
Bezirksschulrat stellt sonderpädagogischen Förderbedarf fest
Der Integration steht zwangsläufig die Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs voran. Diese Feststellung erfolgt nach den Bestimmungen des Schulpflichtgesetzes durch den Bezirksschulrat. Schulpflichtige Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sind berechtigt, ihre Schulpflicht entweder in einer Sonderschule entsprechend ihrer Beeinträchtigung oder in einer Volks- oder Hauptschule zu erfüllen. Der Bezirksschulrat hat die Eltern über den jeweils zweckmäßigsten Schulbesuch zu beraten.
Die Organisationsstruktur der Sonderschule umfasst neun Sonderschularten, in welchen ein breites Spektrum an Angeboten und Fördermaßnahmen zur Verfügung steht.
Integrationsklassen erforderlichenfalls mit zusätzlicher Lehrkraft
In den Integrationsklassen der Volks- und Hauptschule erfolgt die adäquate sonderpädagogische Förderung der Schülerinnen und Schüler durch die Anwendung spezifischer Lehrpläne sowie erforderlichenfalls durch den Einsatz einer zusätzlichen qualifizierten Lehrkraft.
Hilfskräfte unterstützen im Schulalltag
Die Integration von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf erfordert neben der von den Lehrkräften abzuwickelnden Unterrichtsarbeit auch Leistungen, die je nach Beeinträchtigung die Schüler/innen grundsätzlich in die Lage versetzen, an der schulischen Ausbildung teilzunehmen. Über den Einsatz von Hilfskräften (Schulassistenz) werden Schüler/innen, die integrativ unterrichtet werden, bei Bedarf im Schulalltag unterstützt. Im Schuljahr 2004/2005 wurden auf diese Weise 586 Schülerinnen und Schüler unterstützt.
Diese Hilfskräfte unterstützen die beeinträchtigten Kinder beispielsweise:
- beim An- und Ausziehen von Bekleidung
- beim Benützen des Treppenlifts
- beim Herrichten der Schulsachen
- bei pflegerischen und körperhygienischen Tätigkeiten (wie Waschen, Besuch der Toilette etc.)
- bei der Einnahme von Speisen (Jause, Mittagessen)
Integrative schulische Betreuung steigt an
Die integrative schulische Betreuung wird zunehmend gewählt. Im Schuljahr 2001/2002 wurden
- an Volksschulen 1.059 Kinder
- an Hauptschulen 1.658 Kinder
- an Polytechnischen Schulen 84 Kinder (im Schulversuch)
- insgesamt also 2.801 Schüler/innen in 1.007 Integrationsklassen unterrichtet.
Im laufenden Schuljahr 2005/2006 werden
- an Volksschulen 1.167 Kinder
- an Hauptschulen 1.812 Kinder
- an Polytechnischen Schulen 168 Kinder (im Schulversuch)
- insgesamt also 3.147 Schüler/innen in 1.071 Integrationsklassen unterrichtet.
Die Schülerzahlen an den Sonderschulen gingen dagegen
- von 1.892 im Schuljahr 2001/2002
- auf 1.621 im Schuljahr 2005/2006 zurück.

Im Schulversuch werden darüber hinaus nicht beeinträchtigte Kinder in Sonderschulklassen gemeinsam mit beeinträchtigten Kindern unterrichtet. Im Schuljahr 2005/06 sind dies 689 Kinder ohne Beeinträchtigungen in 43 so genannten Re-Integrationsklassen.

Information zur Pressekonferenz mit
Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger, Obmann ÖR Ing. Helmut Jungreuthmayer, Saatbau Linz, und Direktor DI Karl Fischer, Geschäftsführer Saatbau Linz,
am 8. März 2006 zum Thema
Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17 oder (+43 664) 829 89 99
SAATBAU LINZ -
Marktführer bei Saatgut und Pflanzenzüchtung
SAATBAU LINZ ist gut auf Kurs
Die SAATBAU LINZ ist eine oberösterreichische Spezialgenossenschaft im Besitz von 3.000 Bauern. Das Unternehmen beschäftigt 170 Mitarbeiter in 8 Standorten. Der Umsatz (2005) beträgt 42,8 Millionen Euro (plus 6 % gegenüber 2004). In den Tochterunternehmen wurden 5 Millionen Euro (10 % mehr als ein Jahr zuvor) umgesetzt.
Bäuerliche Genossenschaft führend am Markt
Die SAATBAU LINZ behauptet sich gegenüber internationalen Saatgut-Konzernen. Das Unternehmen ist mit 35 % Marktanteil der Platzhirsch unter den 10 bedeutendsten Saatgutunternehmen in Österreich. Meilensteine setzt die SAATBAU LINZ mit vertraglich abgesicherten Produktionssystemen im Lebensmittelbereich etwa für das Rapsöl RAPSO oder mit der Kräuter- und Gewürzproduktion.
Anbauflächen der Saatbau Linz
39.000 Hektar, davon 10.000 Hektar Anbaufläche für Saatgut bei Getreide, Mais und Eiweißpflanzen, 26.000 Hektar Kontraktanbaufläche für Spezialsorten und 3.000 Hektar Anbaufläche für Kräuter und Gewürze.
- Landesrat Dr. Josef Stockinger: "Die SAATBAU LINZ ist mit 35 % Marktanteil Platzhirsch in Österreich. Bio-Saatgut und GVO-freie Pflanzen sind eine zusätzliche Chance für das bäuerliche Unternehmen".
- SAATBAU-LINZ-Obmann ÖR Ing. Helmut Jungreuthmayer: "Mit erfolgreichen Sorten aus der Pflanzenzüchtung und der Saatgutproduktion in Österreich punkten wir gegenüber internationalen Großkonzernen".
- SAATBAU-LINZ-Geschäftsführer DI Karl Fischer: "Die Pflanzenzüchtung steht am Beginn einer qualitätsorientierten Lebensmittelproduktion".
Landesrat Dr. Josef Stockinger:
Wie die Saat, so die Ernte
Pflanzenzüchtung prägt Lebensmittelqualität
Am Beginn jeder Qualitätsorientierung im Lebensmittelbereich stehen eine erfolgreiche Pflanzenzüchtung und Saatgutproduktion. "Oberösterreich hat mit der bäuerlichen Genossenschaft SAATBAU LINZ ein erfolgreiches, selbständiges Unternehmen, dass sich nicht nur als Platzhirsch in Österreich behauptet, sondern auch im internationalen Wettbewerb seine Chancen bestens nutzt", sagt Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger.
Jede Speise und jedes Getränk hat einen Ursprung in der Pflanzenzüchtung. Ob bio, GVO-frei oder konventionell - der Pflanzenzüchter bestimmt mit, was letztlich auf den Speiseteller kommt. "Die SAATBAU LINZ hat hier sehr schnell erkannt, dass die zertifizierte Saatgutproduktion mit nachvollziehbarer Transparenz auf jeder Produktionsstufe eines Lebensmittels Zukunft hat. Vorzeigebeispiel ist das Produktionssystem für RAPSO, beispielhaft ist auch die Kräuter- und Gewürzproduktion, neue Chancen gibt es in der Produktion von Lebensmittel für Menschen mit Allergie. Dazu kommt die Marktführerschaft bei Getreide-Saatgut. Für diesen breiten Qualitätsbogen steht die SAATBAU LINZ als heimisches Unternehmen", sagt Landesrat Stockinger.
Obmann ÖR Ing. Helmut Jungreuthmayer:
Saatbau Linz - Gut auf Kurs
Die SAATBAU LINZ ist eine oberösterreichische Spezialgenossenschaft im Besitz von ca. 3.000 Bauern in Österreich. Sie beschäftigt sich seit mehr als 50 Jahren mit Pflanzenzüchtung, Saatgutproduktion und Saatgutvertrieb in Österreich und in den umliegenden Staaten. In Tschechien, Slowakei, Ungarn und Deutschland wurden in den vergangenen 10 Jahren Tochterunternehmungen gegründet, die sich vorwiegend mit der Sortenentwicklung, der Saatgutproduktion und dem Saatgutvertrieb beschäftigen. Bei Getreide, Mais und Alternativen wird derzeit auf einer Fläche von 10.000 Hektar Saatgut produziert, in den eigenen Werken verarbeitet und auf dem nationalen und internationalen Markt vertrieben.
Das Know-how aus der zertifizierten Saatgutproduktion wurde vor über 10 Jahren in die Produktion von Konsumware transferiert. So wurde gemeinsam mit der VOG AG und der Landwirtschaftskammer für OÖ das Produktionssystem RAPSO entwickelt. Eine Produktionsart, die auf strenge Rückverfolgbarkeit aller Produktionsschritte vom Bauern bis zur Ölmühle und darüber hinaus bis zur Ölflasche setzt.
RAPSO: Eine erfolgreiche Vertragsproduktion beginnt bei der Züchtung
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Dieses System wurde erweitert auf die Weizen- und Roggenproduktion für den Backwarenhersteller Resch & Frisch, für die Naturmühle Strobl im Rahmen der gentechnikfreien Produktion von Mais und Sojabohnen sowie auf die Produktion von Hirse für die Erzeugung von Bier für Menschen, die an Zöliakie leiden.
Die Kontraktanbaufläche beträgt aktuell 26.000 Hektar für Spezialsorten.
Das Neueste ist die Produktion von Purpurweizen. Es handelt sich dabei um einen rotschaligen Backweizen, der in der Lebensmittelindustrie auf großes Interesse stößt. Die im rotschaligen Backweizen enthaltenen Anthocyane, Phenole und Isoflavone sind im menschlichen Körper so genannte Radikalfänger. Diese Gesundheitswirkung hat die Pflanzenzüchtung entdeckt und für die Lebensmittelindustrie umgesetzt.
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Die Kräuter- und Gewürzproduktion auf 3.000 Hektar und die Vogelfutterproduktion komplettieren die gesamte Vertragslandwirtschaft im Unternehmen.
Geschäftsführer Direktor DI Karl Fischer:
Umsatzplus bei der SAATBAU LINZ
7 % für Forschung & Entwicklung
Das Unternehmen SAATBAU LINZ, mittlerweile ein kleiner Konzern, setzte im Jahr 2005 42,8 Millionen Euro, das sind 6 % mehr als im Jahr zuvor um. In den Tochterunternehmen wurden 5 Millionen Euro, das ist 10 % mehr als im Vorjahr umgesetzt.
Insgesamt beschäftigt die SAATBAU LINZ 170 Mitarbeiter in 8 Standorten (Oberösterreich: Linz, Schönering, Reichersberg, Kefermarkt, Antiesenhofen, Feldkirchen. Burgenland: Rohrau. Niederösterreich: Weikendorf). Dazu gibt es jeweils einen Standort, von Tochterunternehmen in Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn.
Die Umsatzzuwächse im Jahr 2005 kommen vorwiegend von Mais-, Ölpflanzen- und Wintergetreidesaatgut, sowie aus den Bereichen Kräuter und Gewürze und Vogelfutter. Auch die Tochterunternehmen sind um 10 % gewachsen.
Die Pflanzenzüchtung und die Produktentwicklung bilden die Grundlage für das Unternehmen, welches jährlich rund 7 % (1,7 Millionen Euro) des Saatgutumsatzes in die Forschung und Entwicklung investiert. Gentechnisch veränderte Organismen werden in der österreichischen Pflanzenzüchtung derzeit nicht eingesetzt.
Besondere Erfolge gab es im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden wieder 17 neue Sorten im Rahmen der Sortenzulassung staatlich registriert.
Ein toller Erfolg gelang der SAATBAU LINZ mit der Züchtung von zwei neuen, eigenen Maissorten, die sich im Top-Sortiment bewähren werden. Es handelt sich um die neuen Maishybriden ROBERTO und ANGELO. Die Saatgutproduktion erfolgt hier ausschließlich in Oberösterreich gemeinsam mit der Saatmaisgemeinschaft Feldkirchen an der Donau.
Genuss mit Sicherheit steht an oberster Stelle
Die Lebensmittelindustrie ist bei den Rohstoffen und im Wareneinkauf sehr sensibel geworden, wenn es um den Bauch des Konsumenten geht. "Sicher ist sicher!" ist daher seit vielen Jahren die Devise und Herkunftsgarantie sowie Rückverfolgbarkeit in allen Produktions- und Handelsstufen waren die Folge.
Die SAATBAU LINZ hat sich schon vor mehr als 10 Jahren mit diesem Thema beschäftigt und strenge Rückverfolgbarkeitssysteme entwickelt. Beispiele dafür sind: Die Produktionssysteme für RAPSO-Raps, Resch & Frisch-Getreide, Sojamehl und Sojaflocken, Maismehl für die Kindernährmittelindustrie, rotschaliger anthocyanhältiger Purpurweizen für die Lebensmittelindustrie. Alle Produktionssysteme beinhalten in den Verträgen den Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen bei Saatgut und Pflanzen.
Die SAATBAU LINZ bekennt sich zur GVO-freien Pflanzenzüchtung und Saatgutproduktion,
- weil Züchter als erste wissen, welche Eigenschaften neue Sorten haben.
- weil Experten die Inhaltsstoffe der Neuzüchtungen gut beurteilen können, insbesondere welchen Nutzen sie für den Konsumenten haben können.
- weil die SAATBAU LINZ aus der Saatgutproduktion, die immer schon eine zertifizierte Produktion mit strengen gesetzlichen Regelungen war, das Know-how für sortenreine, rückverfolgbare Produktion seit über 50 Jahren gut beherrschen.

