Luftgüte-Monatsbericht Mai 2013
Meteorologische Bedingungen
Der Mai 2013 wird sich als extrem niederschlagsreich, zu kalt und unterdurchschnittlich sonnig in die Statistik einreihen.
In den letzten 155 Jahren seit denen Niederschlagsmessungen durchgeführt werden, also seit 1858, waren nur die Maimonate 1897, 1939, 1962 und 1965 ähnlich nass oder noch niederschlagsreicher wie der heurige Mai. Praktisch überall fiel das Doppelte an Niederschlagsmengen wie in einem durchschnittlichen Mai. Beispielsweise fielen in Mondsee im Mai 2013 insgesamt 298 Liter pro Quadratmeter Regen, was 227 Prozent einer durchschnittlichen Maimenge entspricht. Davon fielen alleine am 2. Mai 53 Liter pro Quadratmeter. Außerdem waren in Mondsee im Mai 23 Tage mit Niederschlägen von mindestens einem Liter pro Quadratmeter zu zählen. So verlief der Mai 2013 an der gesamten Alpennordseite.
Die Temperaturmonatsmittel lagen an den meisten Messstellen trotz einiger Sommertage um den 19. Mai um 1 Grad Celsius unter den langjährigen Mittelwerten. Die höchste Temperatur wurde am 19. Mai mit 28,1 Grad Celsius in Weyer, die tiefste am 24. Mai in Bad Zell mit 1,7 Grad Celsius registriert. Am 24. Mai fiel wegen der tiefen Temperaturen Schnee bis in höher gelegene Täler. Das kommt alle paar Jahre einmal vor. Interessant ist der Temperaturvergleich zwischen 24. Dezember 2012 und 24. Mai 2013 am Beispiel von Linz: Im Dezember 2012 betrug die maximale Tagestemperatur 9,8 Grad Celsius, am 24. Mai bescheidene 10,0 Grad Celsius.
Die Sonne machte sich rar. Beim Sonnenschein wurden im Schnitt um 30 bis 50 Prozent weniger Sonnenstunden im Vergleich zum vieljährigen Mittel, gerechnet von 1981 bis 2010, gezählt. Oberösterreichischer Spitzenreiter war Enns mit 172 Stunden.
Schadstoffbelastung
Im Mai 2013 waren in Oberösterreich Grenzwertüberschreitungen nach IG-L durch Feinstaub zu registrieren.
An sieben von insgesamt 19 Feinstaubmessstellen in unserem Überwachungsbereich traten zwischen einer und zwei Grenzwertüberschreitungen für den Feinstaubtagesmittelwert von 50 µg/m³ auf. Die Staubbelastungen traten entweder am 1. Mai oder am 2. Mai 2013 beziehungsweise an beiden Tagen auf. Wie bereits am 30. April 2013 haben alle oberösterreichischen Messstellen an diesen beiden Tagen erhöhte Staubbelastungen registriert. Der Saharastaub war in Spital am Pyhrn wegen der starken Südströmung sicher für die dortigen Feinstaubkonzentrationen mitverantwortlich. Mit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter am 1. Mai und 47 µg/m³ am 2. Mai 2013 waren in Spital am Pyhrn Feinstaubtagesmittelwerte zu registrieren, die nur knapp unter dem Grenzwert von 50 µg/m³ lagen.
Aus dem Jahresvergleich der letzten zehn Jahre wird ersichtlich, dass der heurige Mai sowohl im Linzer Zentralraum als auch im übrigen Oberösterreich zu den saubersten Maimonaten seit 2004 zählt.
Messnetz-Kurznachrichten
Wir haben am 17. Mai 2013 die meteorologische Messstelle S221, Alberndorf-Veitsdorf auftragsgemäß abgebaut. Die Daten der Messstation, welche von 15. Mai 2012 bis 17. Mai 2013 in Betrieb war, wurden für die Erstellung eines Gutachtens benötigt.Von der Messstelle Steyregg-Au, S173 stehen ab 21. Mai 2013 keine gravimetrischen Staubwerte zur Verfügung, weil das Hochwasser unsere Station zerstört hat. Die bestaubten Filter wären am 3. Juni 2013 abgeholt und im Zentrallabor analysiert worden. Die Daten aller anderen Komponenten stehen bis zur Überflutung am 2. Juni 2013 um ca. 17:00 Uhr zur Verfügung. Danach gibt es von der Station Steyregg-Au, S173 keine Daten mehr.
- Mai 2013 (PDF-Format 685,62 KB)
- April 2013 (PDF-Format 686,92 KB)
- März 2013 (PDF-Format 684,66 KB)
- Februar 2013 (PDF-Format 675,67 KB)
- Jänner 2013 (PDF-Format 681,87 KB)
- Dezember 2012 (PDF-Format 714,87 KB)
- November 2012 (PDF-Format 403,97 KB)
- Oktober 2012 (PDF-Format 507,20 KB)
- September 2012 (PDF-Format 444,43 KB)
- August 2012 (PDF-Format 404,16 KB)
- Juli 2012 (PDF-Format 650,47 KB)
- Juni 2012 (PDF-Format 646,78 KB)
- Mai 2012 (PDF-Format 408,14 KB)
- April 2012 (PDF-Format 428,22 KB)
- März 2012 (PDF-Format 409,63 KB)
- Februar 2012 (PDF-Format 409,15 KB)
- Jänner 2012 (PDF-Format 411,13 KB)
Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:
Amt der Oö. Landesregierung
Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft
Abteilung Umweltschutz

