Landeskorrespondenz Nr. 181 vom 17. August 2010

Landeskorrespondenz:
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LH Pühringer zu Hauptverband-Zahlen: "Musterschüler Oberösterreich wurde durch Krankenkassen-Sanierungspaket zum Draufzahler!"
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Oö. Patientenvertretung und Patientenentschädigungsfonds: 2009 weniger Beschwerden, höhere Entschädigungen
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LH Pühringer gibt die Träger der Landeskulturpreise und Talentförderungsprämien 2010 bekannt: Univ. Prof. Ernst Ludwig Leitner erhält den Großen Kulturpreis des Landes Oberösterreich
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Katastrophenschäden: Land OÖ unterstützt Sanierung und Errichtung von Güterwegen mit 400.000 Euro
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LH-Stv. Hiesl: Land OÖ hat europaweite Vorreiterrolle bei Elternbildung
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Zweite Chance in der Produktionsschule Factory Linz: 80 % der Jugendlichen schaffen Sprung in die Arbeitswelt
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Dringendes Ersuchen an Arbeiterkammer
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LR Anschober: Entscheidungsphase im Kampf gegen Temelin, Isar und Mochovce - Land investiert 200.000 Euro in die Anti-Atom-Arbeit
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Aus der Sitzung der Oö. Landesregierung
LH Pühringer zu Hauptverband-Zahlen: "Musterschüler Oberösterreich wurde durch Krankenkassen-Sanierungspaket zum Draufzahler!"
(LK) "Oberösterreichs Befürchtungen sind voll eingetreten: die Oö. Gebietskrankenkasse, der Musterschüler unter den Krankenkassen, wird 2010 zu dem Draufzahler für andere Krankenkassen", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in einer ersten Stellungnahme zu den veröffentlichten Hauptverband-Zahlen. Die drastischen Auswirkungen des Krankenkassenpakets, insbesondere für die Oö. Gebietskrankenkasse, unterstreichen die nun vorliegenden Zahlen des Hauptverbandes der Sozialversicherungen nach der jüngsten Vorschau für das Jahr 2010.
Danach muss die oberösterreichische Gebietskrankenkasse mit dem höchsten Defizit (16,0 Millionen Euro) rechnen, gefolgt von Salzburg und Niederösterreich (je vier Millionen Euro). Umgekehrt werden vormals chronisch defizitäre Gebietskrankenkassen, wie etwa Wien mit 39,8 Millionen Euro und Kärnten mit 15 Millionen Euro, Bilanzgewinne schreiben.
"Diese Zahlen zeigen, dass das Kassensanierungspaket ein Verzerrungspaket ist", erklärt dazu Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. "Denn es stellt die ökonomische Realität völlig auf den Kopf. Während marode Kassen Überschüsse einfahren, werden jene Kassen, die in der Vergangenheit ihre Hausaufgaben erledigt und positiv gewirtschaftet haben, jetzt zu Verlierern."
"Das Jahr 2010 zeigt ein ähnliches Bild wie 2009", so Pühringer. Im Vorjahr betrugen die Zahlungen an den Ausgleichsfonds der Gebietskrankenkassen 29,9 Millionen Euro. Abzüglich der Zuschüsse, die aus diesem Fonds zurück nach Oberösterreich flossen, lag die Nettobelastung der Oö. Gebietskrankenkasse bei rund 21 Millionen Euro. "Ohne diese Belastung wäre das Jahresergebnis der Oö. Gebietskrankenkasse 2009 also bei rund fünf Millionen Euro Plus gelegen", so Pühringer. "Und auch heuer wird unsere Kasse aufgrund der überdurchschnittlich hohen Zahlungsleistungen Oberösterreichs in den Kassen-Ausgleichsfonds rote Zahlen schreiben."
Aus diesem Grund hat das Land Oberösterreich im Vorjahr eine Verfassungsklage gegen das Krankenkassen-Sanierungspaket eingebracht und wird an dieser auch weiter festhalten. Ziel muss darüber hinaus sein, die jährlichen Zahlungen zu halbieren beziehungsweise in weiterer Folge einzustellen. "Ich hoffe auf eine baldige Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs, damit auch die oberösterreichische Gebietskrankenkasse möglichst rasch wieder unter fairen Rahmenbedingungen wirtschaften kann", so Pühringer abschließend.
Oö. Patientenvertretung und Patientenentschädigungsfonds: 2009 weniger Beschwerden, höhere Entschädigungen
LH Pühringer: Investitionen in Qualität der Spitäler zeigen Wirkung
(LK) In ihrer Sitzung vom 16. August 2010 hat die Oö. Landesregierung die Tätigkeitsberichte der Oö. Patientenvertretung und des Oö. Patientenentschädigungsfonds für das Jahr 2009 zur Kenntnis genommen. Trotz steigender Patientenanzahl in den oö. Krankenanstalten ist die Zahl der Beschwerden bei der Oö. Patienten- und Pflegevertretung im Vorjahr leicht auf 567 gesunken, die Gesamthöhe der Schadenersatzleistungen von den Haftpflichtversicherungen ist zurückgegangen. Auch von der Oö. Entschädigungskommission wurden 2009 weniger Fälle (148) behandelt als 2008, die Höhe der Leistungen aus dem Patientenentschädigungsfonds ist aber auf knapp eine Million Euro gestiegen.
"Nicht einmal 30 von 100.000 Patientinnen und Patienten in Oberösterreich haben sich im Vorjahr veranlasst gesehen, die Patientenvertretung zu befassen. Die vielen Maßnahmen zur Sicherung und Steigerung der Qualität im Rahmen der Spitalsoffensive der letzten Jahre zeigen offenbar Wirkung", ist Gesundheitsreferent Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer überzeugt.
In den oö. Spitälern wurden 2009 rund 1,91 Millionen Patientinnen und Patienten (1,415.642 ambulant, 495.738 stationär) behandelt. Die Oö. Patienten- und Pflegevertretung hat im Vorjahr 567 Beschwerden bearbeitet (2008: 576), die einen schriftlichen Aufwand verursacht haben. 57 Eingaben waren allgemeine Anfragen. 460 Beschwerden konnten einem speziellen Fachgebiet zugeordnet werden, die meisten, wie schon im Jahr davor, der Unfallchirurgie (140). Es folgen die Chirurgie (83 Fälle, Rückgang 21,7 %) und die Innere Medizin (45 Fälle, Rückgang 17 %), Frauenheilkunde und Geburtshilfe (40 Fälle, Rückgang 23 %) sowie Orthopädie (29 Fälle, Rückgang 29 %).
In 64 Fällen wurde eine Schadenersatzleistung erzielt, entweder durch direkte Verhandlungen mit den Haftpflichtversicherungen der Spitäler oder unter Einbindung der Schiedsstelle für Behandlungszwischenfälle bei der Ärztekammer für OÖ. Insgesamt wurden 2009 für die Patientinnen und Patienten außergerichtlich Schadenersatzleistungen von Haftpflichtversicherungen in der Höhe von 606.350 Euro erreicht (2008: 839.232 Euro).
In 476 Fällen konnte kein Schadenersatz erwirkt werden, da kein Behandlungsfehler oder ein sonstiger Haftungsgrund festgestellt werden konnte oder der Rechtsträger der Krankenanstalt bzw. dessen Versicherung eine Haftungsübernahme ablehnte. Die Patienten wurden in diesen Fällen immer über weitere rechtliche Möglichkeiten informiert. Eingerechnet sind hier aber auch jene Fälle, in denen nicht geschädigte Patienten nur Aufklärung über Vorgefallenes wollten und auch erhalten haben.
2009 knapp eine Million Euro aus Oö. Patientenentschädigungsfonds
Aus dem Oö. Patientenentschädigungsfonds wurden im Vorjahr 985.230 Euro an Entschädigungen geleistet (2008: 934.284 Euro). Seit Bestehen des Fonds 2001 sind es rund 5,2 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um keine schadenersatzrechtliche Leistung. Voraussetzung ist, dass für einen durch eine Behandlung in einem oö. Spital entstandenen Schaden dessen Rechtsträger nicht eindeutig haftet. Gespeist wird der in allen Bundesländern eingerichtete Fonds aus Beiträgen stationärer Spitalspatienten an die Krankenanstalten (73 Cent pro Pflegetag).
Die Zahl der von der Oö. Entschädigungskommission behandelten Fälle ist 2009 auf 148 gesunken (2008: 165). Am häufigsten betroffen waren die Fachrichtungen Unfallchirurgie (38 Fälle), Chirurgie (38) und Orthopädie (19). 147 Fälle konnten entschieden werden, in einem Fall gab es keine Wiederaufnahme. 102 Entscheidungen waren positiv mit Zuerkennung einer Entschädigungsleistung, 45 Anträge wurden abgelehnt. Die Entschädigung wurde in 63 Fällen aufgrund von Komplikationen zuerkannt, in 39 Fällen, weil die Haftung nicht eindeutig gegeben war. Durchschnittlich wurden rund 9.660 Euro ausbezahlt, zwei Fällen wurde die Höchstsumme von 70.000 Euro zugesprochen.
LH Pühringer gibt die Träger der Landeskulturpreise und Talentförderungsprämien 2010 bekannt: Univ. Prof. Ernst Ludwig Leitner erhält den Großen Kulturpreis des Landes Oberösterreich
(LK) Kunst und Kultur haben viele Facetten, die in ihrer Gesamtheit das unverwechselbare Profil Oberösterreichs als Kulturland ausmachen. Geprägt wird dieses Profil von Persönlichkeiten, die mit ihrer Arbeit, ihrer Kreativität und ihrem Engagement für Kunst und Kultur in Oberösterreich arbeiten. Um diese individuellen Leistungen anzuerkennen und auszuzeichnen, hat das Land Oberösterreich ein dichtes Netzwerk an Preisen und Stipendien ins Leben gerufen, erläutert Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Mit diesen Auszeichnungen soll einerseits das künstlerische Schaffen verdienter Persönlichkeiten gewürdigt, andererseits sollen junge Menschen in ihrem Weg unterstützt und gefördert werden.
Aufgrund der Entscheidung unabhängiger Fachjurys werden 2010 folgende Persönlichkeiten ausgezeichnet, gibt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bekannt:
Den mit 11.000 Euro dotierten Großen Kulturpreis des Landes, den Anton-Bruckner-Preis, erhält Herr Univ. Prof. Ernst Ludwig Leitner. Der 1943 in Wels geborene Komponist, Organist und Universitätsprofessor an der Universität Mozarteum in Salzburg ist die 22. Persönlichkeit, die mit diesem höchst dotierten Kulturpreis der Landes Oberösterreich ausgezeichnet wird.
Die mit je 7.500 Euro dotierten Landeskulturpreise erhalten:
- Architektur: Dipl.-Ing. Erhard Kargel, Linz
- Fotografie: Bernhard Fuchs, Düsseldorf/Haslach an der Mühl
- Musik: Georg Nussbaumer, Wien/Linz
- Geisteswissenschaften: Univ. Prof. Dr. Sigrid Jalkotzy-Deger, Wien/Linz
Mit einer Talentförderungsprämie (dotiert mit jeweils 5.400 Euro) werden folgende Persönlichkeiten ausgezeichnet:
- Architektur: Simone Götze, Linz
Katja Seifert, Linz
Johannes Pointl, Puchkirchen -
Fotografie: Katharina Gruzei, Linz
Susi Krautgartner, Wien/Ried im Innkreis
Helga Traxler, Linz -
Musik: Judith Unterpertinger, Obertraun
Raimund Vogtenhuber, Linz -
Wissenschaft: Doz. DDr. Karl J. Aichberger, Wien/Linz
Mag. Dipl.-Ing. Dr. Manuela Haunschmied, Leonding
MMag. Dr. Gerhard Holley, Wien/Wels
Dr. Igmar Schögl, USA/Wels
MMag. Dr. Jakob Wührer, Wien/Kirchdorf an der Krems
Die Auszeichnung "Bauwerk des Jahres" - ein Anerkennungspreis, der nicht finanziell dotiert ist - wird dem Hotel am Domplatz in Linz, geplant vom Büro Hohensinn Architektur (Dipl. Ing. Josef Hohensinn, Graz) zuerkannt.
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer wird die Landeskulturpreise und Talentförderungsprämien im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch, 3. November 2010, 10 Uhr, im Steinernen Saal des Linzer Landhauses überreichen.
LH-Stv. Hiesl: "Gemeinden rasch und unkompliziert helfen"
(LK) Auf Initiative von LH-Stv. Hiesl wurde in der gestrigen Sitzung der Oö. Landesregierung für die Sanierung und Errichtung von Güterwegen ein Landesbeitrag von über 400.000 Euro bewilligt.
"Die Unwetter im Frühsommer haben einen enormen Schaden angerichtet. Es müssen deshalb einige Güterwege in Oberösterreich saniert werden. Ich freue mich, dass wir den Gemeinden rasch und unkompliziert mit Landesmitteln unter die Arme greifen können", so LH-Stv. Hiesl.
Die Oö. Landesregierung hat für folgende Güterwege Landesbeiträge bewilligt:
- Güterweg Forstau II in Steinbach an der Steyr mit 45.000 Euro
- Güterweg Wiesbauer in Steinbach am Ziehberg mit 30.000 Euro
- Güterwege Pelzleithen, Schrankbaum und Stadeln in Weißenkirchen i.A. mit insgesamt 30.000 Euro
- Wegeerhaltungsverband Alpenvorland (Bezirk Gmunden)
- Güterwege Dentling, Herbstau, Kollmannsberg und Kalkhofen in Altmünster mit insgesamt 65.700 Euro
- Güterweg Muth in Bad Goisern mit 9.000 Euro
- Wegeerhaltungsverband Alpenvorland (Bezirk Vöcklabruck)
- Güterwege Untermoos und Vornwald in Manning mit insgesamt 11.250 Euro
- Güterweg Vornwald in Ottnang mit 9.000 Euro
- Güterweg Lichtenberg in St. Georgen/A. mit 6.300
- Güterweg Grillmoos-Brücke in Timelkam mit 77.700 Euro
- Güterweg Kohlstatt in Unterach/A. mit 8.450 Euro
- Güterweg OBergegend in Zell a. Moos mit 6.300 Euro
- Güterweg Kappligen in Neukirchen/V. mit 6.300 Euro
- Wegeerhaltungsverband Unteres Mühlviertel
- Güterweg Neuhof in Weitersfelden mit 36.000 Euro
- Güterweg Spörbichl in Windhaag bei Freistadt mit 13.500 Euro
- Güterweg Greising in Pregarten mit 18.000 Euro
- Güterweg Zellhof in Bad Zell mit 9.000 Euro
Weiters wurden für den Bau des Güterweges Huttererseite in der Gemeinde Bad Goisern 28.734 Euro an Landesmittel bewilligt.
"Wir müssen den Lebensraum außerhalb der Ballungszentren aufrechterhalten und das funktioniert nur mit einem gut ausgebautem ländlichen Wegenetz. Güterwege sind die Lebensadern unseres ländlichen Raumes", so Baureferent und LH-Stv. Hiesl zum gestrigen Beschluss der Oö. Landesregierung.
Neuer Service gestaltet Elternbildung noch attraktiver
(LK) Das beim "European Public Sector Award" (Kategorie "Den demographischen Wandel steuern" ) prämierte OÖ Familienreferat gestaltet mit einem neuen Service das bewährte Elternbildungsangebot noch attraktiver. Inhaber einer OÖ Familienkarte werden durch einen Newsletter mit aktuellen Informationen und Tipps zu Elternbildungsveranstaltungen versorgt.
"Dieser neue Service wird es Eltern erleichtern, Angebote im Bereich der Elternbildung in Anspruch zu nehmen. Jeder erhält eine übersichtliche Auflistung der Veranstaltungen in seinem Wohnbezirk", freut sich Familienreferent und LH-Stv. Franz Hiesl.
Die angebotenen Bildungsveranstaltungen bieten Eltern eine wertvolle Unterstützung, um ihre Kinder auf dem Weg zum Erwachsenwerden hilfreich und verständnisvoll begleiten zu können - und dank den Bildungsgutscheinen zu sehr günstigen Konditionen.
Bereits bei der Beantragung der OÖ Familienkarte erhalten alle Eltern einen Gutscheinbogen über 20 Euro für Elternbildungsmaßnahmen. Zum dritten, sechsten und zehnten Geburtstag der Kinder gibt es weitere 20 Euro Gutscheine. Seit Herbst vergangenen Jahres werden die Gutscheine allen Familien mit einer OÖ Familienkarte zur Verfügung gestellt. Dadurch hat sich auch die Inanspruchnahme deutlich gesteigert. Verglichen mit dem 1. Halbjahr 2009 hat sich im gleichen Zeitraum 2010 die von den Eltern eingelöste Gutscheinsumme mehr als verfünffacht. Alleine in den ersten 6 Monaten des heurigen Jahres wurden 28.100 Einzelgutscheine eingelöst.
"Oberösterreich ist eines der familienfreundlichsten Bundesländer und ich kann allen Eltern nur empfehlen, diesen Service in Anspruch zu nehmen. Elternbildung bringt mehr Sicherheit bei der Erziehung, mehr Zufriedenheit in der Partnerschaft und damit mehr Freude in das Leben mit Kindern", so Hiesl.
Die Gutscheine werden bei allen Veranstaltungen, die mit dem Elternbildungsgutschein gekennzeichnet sind, zum Thema Eltern-Kind-Beziehung und Partnerbeziehung direkt bei Oberösterreichs Bildungseinrichtungen, Eltern-Kind-Zentren, Familienorganisationen, öffentlichen Anbietern und zahlreichen privaten Initiativen eingelöst und von der Teilnahmegebühr abgezogen.
Der Newsletter für Elternbildung ist auf der Homepage der OÖ Familienkarte
www.familienkarte.at kostenlos anzufordern.
Zweite Chance in der Produktionsschule Factory Linz: 80 % der Jugendlichen schaffen Sprung in die Arbeitswelt
LR Sigl: "Land OÖ und AMS OÖ finanzieren Berufsvorschulung im Rahmen des Pakts für Arbeit und Qualifizierung 2010 mit 670.000 Euro"
(LK) Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und auf die Berufs- und Arbeitswelt vorzubereiten, das ist das Ziel der Produktionsschule Factory Linz, die seit Jänner 2001 vom Verein für Sozialprävention und Gemeinwesenarbeit (VSG) geführt wird. Die Ausbildungskosten der vom AMS dorthin vermittelten Jugendlichen tragen zu 51 % das Wirtschaftsressort des Landes OÖ und zu 49 % das AMS OÖ. Für das Jahr 2010 sind das 670.000 Euro, die im "Pakt für Arbeit und Qualifizierung 2010" reserviert sind. Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl besuchte die Produktionsschule in Linz und machte sich persönlich ein Bild von der Arbeit, die dort mit den Jugendlichen gemacht wird.
"Die Produktionsschule versteht sich als Integrationsangebot für Jugendliche, die die berufliche Schul- oder Lehrausbildung abgebrochen und aufgrund von sozialer Benachteiligung und Anpassungsproblemen Schwierigkeiten bei der Rückkehr in das Berufsausbildungssystem haben", erklärt Landesrat Sigl. Produktionsschulen verbinden in ihrem Konzept das Thema Arbeit und Schule und ermöglichen so eine Re-Integration in den Arbeitsmarkt oder eine schulische Ausbildung, indem die Motivation der Jugendlichen gesteigert wird und ihnen fachliche Fähigkeiten vermittelt werden. "Es ist wichtig, dass Jugendliche, die es aus unterschiedlichsten Gründen schwerer haben, einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz zu finden, durch verschiedene Maßnahmen unterstützt werden. Beachtliche 80 Prozent der Jugendlichen nützten in der Produktionsschule Linz im vergangenen Jahr ihre zweite Chance und schafften den Sprung in die Arbeitswelt", betont Sigl.
Seit Beginn im Jänner 2001 konnten 743 Jugendliche durch die Produktionsschule Linz eine neue Perspektive entwickeln. Im Jahr 2009 wurde 129 Jugendlichen diese Möglichkeit gegeben. Davon konnten 80 % der Jugendlichen in Arbeit bzw. eine Ausbildungsstelle vermittelt werden.
Aktuell besuchen 41 Jugendliche die Produktionsschule Factory Linz. Sie können bis zu einem Jahr die Produktionsschule besuchen. Durchschnittlich verbringen die jungen Leute 178 Tage in der Schule. Sie setzen in den sechs Werkstätten Grafik, Holz, Kreativ, Metall, Textil und Video ihre individuellen Ideen um und erwerben Grundfertigkeiten für ihren zukünftigen Beruf.
"Wir sehen die Produktionsschule als Schnittstelle für die Jugendlichen zwischen Schule, Ausbildung und Beruf. Die Zeit bei uns wird genützt, sich sowohl persönlich als auch beruflich zu orientieren und erste Erfahrungen im Arbeitsalltag zu erleben", erklärt die Leiterin der Produktionsschule Mag. Bonnie Schepe.
Seit dem Start der Produktionsschule im Jänner 2001 wurden vom Land OÖ und AMS OÖ die laufenden Kurskosten in der Höhe von mehr als 6 Millionen Euro übernommen. Die Kosten für die Erstausstattung der Produktionsschule in der Wiener Straße betrugen 465.000 Euro.
LR Stockinger: Einmalige Investitionshilfe willkommen - wirkliche Lösung nur durch neue Pflegefinanzierung
(LK) Eine einmalige Finanzspritze, wie sie heute die Arbeitkammer fordert, ist selbstverständlich willkommen. "Klar muss aber sein, dass von einer Gemeinde-Milliarde nur 170 Millionen Euro nach Oberösterreich kämen und damit das strukturelle Finanzierungsproblem der Gemeinden nicht gelöst ist", sagt Gemeindereferent Landesrat Dr. Josef Stockinger. Es sind die dramatischen Kostensteigerungen bei der Pflegefinanzierung und der Spitalsfinanzierung, die die Gemeinden in die wirtschaftliche Enge getrieben haben.
Landesrat Stockinger appelliert daher an die Arbeiterkammer, die Gemeinden nicht nur bei dieser einmaligen Finanzspritze zu unterstützen, sondern mitzuhelfen, dass frisches Geld zur Lösung der Pflegefinanzierung durch einen Pflegefonds oder eine Pflegeversicherung die Kommunen langfristig entlasten kann.
Stockinger: "Ich ersuche die Arbeiterkammer dringend, bei der wirklichen Lösung durch eine neue dauerhafte Pflegefinanzierung mitzuhelfen."
LR Anschober: Entscheidungsphase im Kampf gegen Temelin, Isar und Mochovce - Land investiert 200.000 Euro in die Anti-Atom-Arbeit
Schwerpunkt mit 52 Prozent der Mittel ist das Engagement gegen einen Weiterbau von Temelin, Isar erstmals Teil des Maßnahmenpakets
(LK) In der gestrigen Sommersitzung der Oö. Landesregierung wurde ein Antrag von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober angenommen, eine neue Schwerpunktsetzung im Kampf gegen grenznahe Atomkraftwerke in Form eines weiteren Maßnahmenpakets für die nächsten Monate zu setzen.
Konkret werden 200.000 Euro in den Kampf gegen Temelin, Isar und Mochovce investiert. Schwerpunkte dabei sind rechtliche Schritte gegen Temelin, Studien und Gutachten sowie Aufklärungs- und Informationsarbeit in der Öffentlichkeit und politisches Lobbying. LR Anschober: "Oberösterreich kämpft gerade in der nun vor uns liegenden Entscheidungsphase in Temelin, Isar und Mochovce gemeinsam mit den NGO weiter. Es geht um grundsätzliche Sicherheitsinteressen der Bevölkerung, da muss jede Möglichkeit genutzt werden. Im Vergleich zu den dreistelligen Millionenbudgets der Atomkonzerne ist unsere Investition klein, aber wir sind die einzige Region in Europa, die eine kontinuierliche Antiatom-Arbeit finanziert und durchführt. Und die Chance ist vorhanden, dass wir in einer engagierten Allianz mit dem Widerstand vor Ort die politischen und rechtlichen Entscheidungen der nächsten Monate wesentlich zu unseren Gunsten beeinflussen."
Förderung von Kulturprojekten
(LK) Insgesamt rund 480.000 Euro wurden für kulturelle Projekte in der Sitzung der Oö. Landesregierung am 16. August 2010 freigegeben. 100.000 Euro davon werden für Sanierungsmaßnahmen und Umbauarbeiten beim Schloss Sigharting verwendet. Weiters werden die Renovierung der Pfarrkirche sowie die Sanierung und Adaptierung des Pfarrheimes in Obermühl mit 30.000 Euro unterstützt. Für den Ausbau und die Errichtung des Zollmuseums innerhalb des Mühlviertler Schlossmuseums Freistadt wurde ein Landesbeitrag von 65.000 Euro genehmigt.
Deutschintegrationskurse
Dem WIFI OÖ wird zur Abhaltung von Deutschintegrationskursen im heurigen Jahr eine Landesförderung von 22.600 Euro gewährt.
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen
Mit dem Ziel, sozialproblematischen Jugendlichen die Eingliederung in den Arbeitsprozess zu ermöglichen, wurden 2009 insgesamt 555 Jugendliche im Bereich der Arbeitsbegleitung beraten und betreut. Von den 331 Jugendlichen mit positivem Abschluss konnten 42,6 Prozent einen Arbeitsplatz oder eine Lehrstelle erlangen. Die OÖ Hilfswerk GmbH erhält für die Durchführung dieser Berufsorientierungs- und Ausbildungsmaßnahmen einen Betrag in Höhe von 140.000 Euro.
Marktplatzneugestaltung
Im Rahmen der Ortsentwicklung wurde der Gemeinde Wallern an der Trattnach für die Neugestaltung des Marktplatzes ein Investitionsbeitrag in Höhe von 27.600 Euro bewilligt.
Biogene Nahwärmeversorgung
Im Rahmen der Förderung von biogenen Nahwärmeprojekten gewährt das Land OÖ der Feldbacher Holzverarbeitungs-GmbH für die Errichtung einer biogenen Nahwärmeversorgungsanlage auf Hackgutbasis in der Gemeinde Friedburg einen einmaligen, nicht rückzahlbaren Beitrag in Höhe von rund 140.000 Euro.
Artenschutzprojekt Steinkauz
War der Steinkauz bis in die 1960er Jahre in den Niederungen OÖs eine durchaus häufig zu beobachtende Eulenart, kam es bald zu einem drastischen Bestandsrückgang mit nur mehr wenigen Brutpaaren. Dafür ist vor allem der Verlust von geeigneten Steinkauzlebensräumen verantwortlich. Dem erfolgreichen Einsatz von Schutzmaßnahmen ist es zu verdanken, dass der Bestand von fünf Paaren im Jahr 2002 auf nunmehr 20 Brutpaare im Jahr 2009 wieder angewachsen ist. Für ein weiteres Artenschutzprojekt wurden in dieser Sitzung rund 38.700 Euro bereitgestellt.
Erbhöfe in Moosbach und Burgkirchen
Voraussetzung für die Verleihung von Erbhofplaketten ist, dass der bäuerliche Besitz seit mindestens 200 Jahren innerhalb derselben Familie übertragen worden ist und von der Eigentümerin und dem Eigentümer selbst bewohnt und bewirtschaftet wird. Drei altererbte bäuerliche Besitztümer in Moosbach und Burgkirchen erhalten nun vom Land OÖ Ehrenurkunden und Erbhof-Plaketten.

