Amt der Oö. Landesregierung
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Sanierung von Miet- und Eigentumswohnungen

Gefördert wird der Tausch von Fenstern und Wohnungseingangstüren in Miet- und Eigentumswohnungen.

Wer wird gefördert?

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer, Mieterinnen und Mieter

Was wird gefördert?

  • Einbau von Fenstern
  • Einbau einer Wohnungseingangstüre mindestens der Widerstandsklasse II

Förderbar sind nur solche Sanierungsarbeiten, die durch gewerblich befugte Unternehmen durchgeführt werden oder die durch Materialrechnungen in Höhe von mindestens 150 Euro nachgewiesen werden. Die Rechnungen dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und haben auf den Antragsteller zu lauten.

Zusätzliche Förderungen (z.B. Bundesförderungen für thermische Sanierung usw.) und Versicherungsleistungen werden von der förderbaren Summe in Abzug gebracht, sodass sich das bezuschusste Darlehen um diesen Anteil verringert.

Wie wird gefördert?

Die Förderung besteht in der Gewährung von

  • Annuitätenzuschüssen
  • Bauzuschüssen.

Annuitätenzuschüsse:

Im Ausmaß von 20 Prozent zu einem Darlehen eines Geldinstitutes mit einer Laufzeit von 15 Jahren, bei denen die Verzinsung des bezuschussten Darlehens höchstens 150 Basispunkte über dem 6-Monats-Euribor liegen darf.

Die Annuitätenzuschüsse werden anlässlich der Förderzusage berechnet und gelten für die gesamte Darlehenslaufzeit in dieser Höhe unverändert. Dieser dem Annuitätenzuschuss zugrunde liegende Zinssatz ist mit maximal 4 Prozent p.a. begrenzt.

Die Höhe des Darlehens, bis zu der Annuitätenzuschüsse gewährt werden, beträgt für Sanierungsmaßnahmen innerhalb einer Wohnung höchstens 7.500 Euro.

Einmalige, nicht rückzahlbare Zuschüsse (Bauzuschüsse):

Anstelle eines Darlehens von höchstens 7.500 Euro mit Annuitätenzuschüssen kann auch ein Bauzuschuss in Anspruch genommen werden. Der Bauzuschuss wird mit einem Abschlag von 40 Prozent vom Barwert des Annuitätenzuschusses bewilligt. Bei einem Fenstertausch mit einem Darlehen von 7.500 Euro beträgt der Barwert des 20 prozentigen Annuitätenzuschusses 1.500 Euro. Der um 40 Prozent reduzierte Bauzuschuss beträgt in diesem Fall 900 Euro.

Hinweis:
Im Falle einer nicht widmungsgemäßen Verwendung oder des Verkaufes der mit Förderung sanierten Wohnung ist der Bauzuschuss zurückzuzahlen, wobei sich der Rückzahlungsbetrag für jedes Jahr der widmungsgemäßen Verwendung um 1/15 der ursprünglichen Förderung verringert.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Die Wohnung muss mit Hauptwohnsitz bewohnt sein.

  • Mieter und einzelne Wohnungseigentümer, die für die von ihnen bewohnte Wohnung eine Förderung erhalten, müssen förderbare Personen im Sinne des § 2 Z. 13 Oö. WFG 1993 sein:
    - der Mieter oder Eigentümer muss eigenberechtigt sein und
    - das Einkommen darf bestimmte Einkommensobergrenzen nicht übersteigen.

  • Weiters müssen Mieter oder Eigentümer zu einem der folgenden Personenkreise zählen:                                                                                                                  
    - österreichischer Staatsbürger oder
    - Staatsbürger eines EWR-Staates.
    - Sonstige Personen erhalten eine Förderung nur dann, wenn sie gemäß § 6 Abs. 9 – 13 Oö.WFG 1993 in den letzten 5 Jahren 54 Monate lang Einkünfte oder Leistungen in Österreich bezogen haben und Deutschkenntnisse nachweisen.

  • Eigentümer, die für ihre vermietete(n) Wohnungen eine Förderung erhalten, müssen österreichische Staatsbürger oder Staatsbürger eines EWR-Staates sein oder die Voraussetzungen für sonstige Personen gemäß § 6 Abs. 9 – 13 Oö. WFG 1993 erfüllen. Weiters ist in diesem Fall nachzuweisen, dass die Wohnung durch einen eigenberechtigten Mieter mit Hauptwohnsitz bewohnt wird. Vom Mieter sind keine Einkommensnachweise vorzulegen und gelten die Bestimmungen gemäß § 6 Abs. 9 – 13 Oö. WFG 1993 nicht.

(nähere Erläuterungen zu den Voraussetzungen finden Sie unter "Begriffe zum Thema Wohnen")

  • Ehepaare und eingetragene Paare müssen den selben Hauptwohnistz haben.
  • Wird eine Wohnung zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr für Wohnzwecke genützt, so ist dies zu melden.
  • Eine Förderung kann nur dann gewährt werden, wenn bei Neubezug einer geförderten Wohnung die bisherige Wohnung nachweislich weitervermietet oder die Wohnung verkauft wird. An der bisherigen Wohnung darf kein Nebenwohnsitz bestehen bleiben.

  • Beim Einbau von Fenstern bzw. beim Tausch des Fensterglases sind folgende Mindeststandards einzuhalten:

 

 Maßnahme  Energietechnischer Mindeststandard
Fenster bzw. Türentausch  ≤ 1,20 W/m²K gemäß Prüfzeugnis (das Prüfzeugnis ist vorzulegen)
Tausch des Fensterglases  ≤ 1,10 W/m²K
  • Die Erteilung der Baubewilligung für das Wohnhaus muss beim Einbau von Fenstern zum Zeitpunkt des Sanierungsansuchens mindestens 20 Jahre zurückliegen.
  • Wenn es sich um den Tausch einer Wohnungseingangstüre mindestens der Widerstandsklasse II handelt, ist der Zeitpunkt der Baubewilligung nicht maßgebend.
  • Es wird der Tausch von Wohnungseingangstüren, jedoch nicht von Haustüren gefördert.
  • Wurde eine Förderung für die Sanierung eines Wohnhauses bis zu 3 Wohnungen in Anspruch genommen, so ist der Tausch von Fenstern und/oder Wohnungseingangstüren nicht mehr förderbar.

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist mittels Formular an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung zu richten.

Formular

Wir verarbeiten personenbezogene Daten zur Abwicklung der Förderung.

Weitere Informationen finden Sie unter

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at