Amt der Oö. Landesregierung
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Multilaterale Beziehungen und internationale Initiativen

Das Land Oberösterreich ist Mitglied in verschiedenen Konferenzen, Ausschüssen, Arbeitsgemeinschaften etc. sowohl innerhalb Europas als auch weltweit. Diese Mitgliedschaften bieten gute Mitgestaltungsmöglichkeiten für Oberösterreich auf internationaler Ebene.

 

 

Konferenz der Regierungschefs

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Quelle: Land Oberösterreich

der sieben 'Power Regionen'

Die Konferenz ist ein Forum, das die sieben Regionen Bayern, Georgia, Oberösterreich, Québec, São Paulo, Shandong und Westkap in vier Kontinenten umfasst. In diesem Forum wird unter anderem über Perspektiven und Strategien für eine nachhaltige Welt unter dem Leitthema „Politik für Generationen“ beraten. In den Regionen wohnen insgesamt 177 Millionen Menschen, die ein Bruttoinlandsprodukt von knapp 3.000 Milliarden US-Dollar repräsentieren.

Die Gründungskonferenz wurde am 30./31. Jänner 2002 in München abgehalten, Oberösterreich war Gastgeber der 3. Konferenz am 11./12. Juli 2006 in Linz und die bislang letzte Konferenz fand am 14./15. Juli 2016 in München statt.

Als Gastgeber der neunten Konferenz im Jahr 2018 ist turnusmäßig die Provinz Québec vorgesehen.

Detaillierte Informationen zur Konferenz der Regierungschefs

Ausschuss der Regionen

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Quelle: Ausschuss der Regionen

Der Ausschuss der Regionen (AdR) ist eine beratende Einrichtung der Europäischen Union, die aus Vertretern der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften besteht. Der Ausschuss wurde 1994 geschaffen und hat 350 Mitglieder und ebenso viele stellvertretende Mitglieder, davon zwölf aus Österreich. Die Arbeiten werden in sechs Fachkommissionen (FK) durchgeführt.

Aufgabe des AdR ist es, die Standpunkte der Regionen und Kommunen durch Stellungnahmen in die Rechtsvorschriften einzubringen. Die Befassung des AdR ist in bestimmten Fällen verpflichtend, er kann aber auch selbst initiativ tätig werden.

Oberösterreich ist durch Europalandesrat Michael Strugl und Landtagspräsident Viktor Sigl im AdR vertreten und Mitglied in der Fachkommission für „Umwelt, Klimawandel und Energie (ENVE)“ sowie den IG „Makroregion Alpen“ und „Regionen mit Gesetzgebungsbefugnissen (REGLEG/CALRE)“

Mehr Informationen zum Ausschuss der Regionen

Kongress der Gemeinden und Regionen

Logo Kongress der Gemeinden und Regionen

Quelle: Kongress der Gemeinden und Regionen

Der Kongress der Gemeinden und Regionen (KGRE) des Europarates ist die institutionelle Vertretung der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften der 47 Mitgliedsstaaten des Europarates. Der Kongress besteht aus zwei Kammern, der Kammer der Gemeinden und der Kammer der Regionen, und hat seinen Sitz in Straßburg.

Oberösterreichs Mitgliedschaft im KGRE bietet dem Land eine Plattform zum Austausch und zur Diskussion mit anderen europäischen Regionen und ist ein Sprachrohr der Regionalinteressen im Europarat.

Erfahren Sie mehr über den Kongress der Gemeinden und Regionen

Arbeitsgemeinschaft Donauländer

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Quelle: Arbeitsgemeinschaft Donauländer

Bereits 1982 wurde die Gründung einer „Donauregion“ von Seiten Niederösterreichs angeregt (als Gesprächsforum aller an der Donau liegenden Regionen), Ende 1982 fand die erste Sitzung der Leitenden Beamten statt. 1989 wurde die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Donauländer formell gegründet.

Seit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Donauländer am 17. Mai 1990 in der Wachau in Niederösterreich konnten viele Projekte diskutiert, vorbereitet und zu einem positiven Abschluss gebracht werden. Ziel ist es dabei, zur Förderung der Zusammenarbeit ihrer Mitglieder zwecks allseitiger Entwicklung des Donauraums im Interesse ihrer Einwohner und einer friedlichen Zusammenarbeit in Europa beizutragen.

Im Rahmen der EU-Strategie für den Donauraum arbeitet die ARGE Donauländer aktiv am Erstellungsprozess mit und fördert die Integration regionaler Interessen und Projekte in die Strategie.

Weiterführende Informationen

Versammlung der Regionen Europas

Logo Versammlung der Regionen Europas

Quelle: Versammlung der Regionen Europas

Die im Jahr 1985 gegründete VRE ist eine Dachorganisation der europäischen Regionen mit Sitz in Straßburg. Mit rund 200 Regionen aus 35 Ländern und 15 interregionalen Organisationen wie z.B. der Arbeitsgemeinschaft Donauländer, ist die VRE das größte unabhängige Netzwerk der Regionen in Europa.

Ziel der VRE ist die Förderung des Regionalismus und des Föderalismus in Europa.

Oberösterreich ist seit 1991 ordentliches Mitglied und mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in der Hauptversammlung sowie Landtagspräsident KommR Viktor Sigl im Vorstand vertreten.

Weitere Informationen zur Versammlung der Regionen Europas

Institut der Regionen Europas

Logo Institut der Regionen Europas

Quelle: Institut der Regionen Europas

Das Institut der Regionen Europas (IRE) ist ein wissenschaftliches Institut mit Sitz in Salzburg. Es wurde im Herbst 2004 gegründet und versteht sich als überregionale und überparteiliche Einrichtung. Das Institut der Regionen Europas dient der Schaffung von Netzwerken zwischen Regionen, Kommunen und der Wirtschaft zur Durchsetzung ihrer Interessen.

Nähere Informationen zum Institut der Regionen Europas

Europäische Strategie für den Donauraum (EUSDR)

Durch die Gründung der EUSDR, die auf eine engere Zusammenarbeit der Staaten entlang der Donau abzielt, konnte Oberösterreich seine Kontakte mit Ost- und Südosteuropa verstärken und engagiert sich neben den Themen Tourismus, Wissensgesellschaft, Menschen & Qualifikationen sowie institutionelle Kapazitäten speziell im Themenfeld Wettbewerbsfähigkeit.

In Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg übernahm Oberösterreich die Federführung in der im April 2012 gegründeten Arbeitsgruppe zur Clusterpolitik und nimmt so auf die Wirtschafts- und Clusterpolitik im gesamten Donauraum aktiv Einfluss. So kann Oberösterreich sein Erfolgsmodell der Clusterpolitik nach Ost- und Südosteuropa transferieren und gleichzeitig das Netzwerk der oberösterreichischen Wirtschaft weiter ausbauen.

Unter oberösterreichischer Leitung entwarf die Arbeitsgruppe „Clusters of Excellence“ das Projekt „DanuClus (Danube Cluster Networks)“ mit dem Ziel, als internationale Clusterkooperationsplattform für die neue EU-Förderperiode förderungswürdige Clusterprojekte für den Donauraum vorzubereiten und zu begleiten. Der offizielle Startschuss des Projektes fiel im Juni 2013.

In den nächsten Jahren werden folgende Staaten die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen, womit der Donauraum erneut ins Zentrum der europäischen Politik rückt: Slowakei (2016), 2018 Bulgarien (2018), Österreich (2019), Rumänien (2019), Deutschland (2020).

Nähere Informationen

Europaregion Donau-Moldau (EDM)

Am 30. Juni 2012 erfolgte durch die Unterzeichnung der Statuten der Startschuss zur EDM als grenzüberschreitende Arbeitsgemeinschaft zwischen den bayerischen Regierungsbezirken Niederbayern und Oberpfalz (einschließlich Landkreis Altötting), den tschechischen Kreisen Südböhmen, Pilsen und Vysočina sowie dem Wald- und Mostviertel mit Oberösterreich.

Die Partnerregionen wollen durch ihre trilaterale Zusammenarbeit die Europaregion Donau-Moldau als eine Region mit Zukunft für die Menschen, einen attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum im Brennpunkt von vier Metropolregionen, einen starken Partner der europäischen Politik und eine lernende und dynamische Region gestalten.

Um diese Ziele zu erreichen, wurden sieben Zukunftsfelder eingerichtet. Für jedes Zukunftsfeld sind je zwei Regionen - eine davon federführend - für die organisatorische Betreuung von Wissensplattformen zuständig, an denen Fachexpertinnen und Fachexperten aller sieben EDM-Regionen beteiligt sind. Ihre Aufgabe ist es, auf Basis ihres Fachwissens und ihrer Kontakte konkrete Maßnahmen im Rahmen der EDM-Strategie zu entwickeln und zu planen. Je eine Region der EDM übernahm die Betreuung einer Wissensplattform für die gesamte EDM, das Land betreut in Kooperation mit der Business Upper Austria (BUA) (TMG) konkret die Wissensplattform „Unternehmenskooperation & Clusterbildung“.

Zudem hat die gemeinsame Geschäftsstelle ihren Sitz in Linz, da sich durch den jährlich wechselnden politischen Vorsitz eine kontinuierliche operative Unterstützungsstruktur mit fixem Personal als sehr positiv herausgestellt hat.

Informationen zur Europaregion Donau-Moldau

Netzwerk gentechnikfreier Regionen

Mittlerweile sind 64 Regionen aus Österreich (alle neun Bundesländer), Frankreich, Italien, Spanien, Griechenland, Belgien, Großbritannien, Deutschland und Kroatien Mitglied dieses von der Toskana und Oberösterreich im November 2003 gegründeten Netzwerks.

Die Mitglieder des freiwilligen Netzwerks gegen GVO-Saatgut und GVO-Pflanzen auf den Feldern setzen auf das Recht auf Mit- bzw. Selbstbestimmung der Regionen und haben sich die dauerhafte Erhaltung einer Landwirtschaft ohne gentechnisch veränderte Organismen, den Schutz der biologischen Vielfalt sowie die Kontrolle und Entwicklung von Verantwortung beim Einsatz von Gentechnik zum Ziel gesetzt.

Am 11. September 2014 übernahm das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen für die nächsten zwei Jahre den Vorsitz von der italienischen Region Marken. Oberösterreich hat den Vizevorsitz inne.

Die letzte Netzwerk-Konferenz fand vom 6. bis 8. Mai 2015 in Berlin statt.

Informationen zum Netzwerk gentechnikfreier Regionen

Fedarene

FEDARENE wurde 1990 gegründet und ist ein Netzwerk von regionalen und lokalen Organisationen im Bereich Energie-Effizienz und Umwelttechnologie, Plattform für „best practice“, Initiator von Vorschlägen, etc. mit aktuell 58 Mitgliedern aus 18 Staaten Europas. Oberösterreich ist durch den Energiesparverband im Netzwerk vertreten.

Nähere Informationen zu Fedarene

Allianz der wirtschaftsstarken Regionen Europas

mit einem hohen Anteil an energieintensiven Industriebetrieben

Die "Allianz energieintensiver EU-Regionen" wurde 2008 von Oberösterreich und Nordrhein-Westfalen gegründet und umfasst mittlerweile elf Mitgliedsregionen aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden.

Ziele und Forderungen der Allianz sind ein Bekenntnis zu den gegenwärtigen Klimaschutzzielen, Kohärenz, Fairness, verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit, rasche Entscheidungsgrundlagen, Klimaschutz als globale Herausforderung sowie Ausschluss kleiner Anlagen aus dem Emissionshandelssystem.

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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