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Bodenlehrpfade und Bodenkompass

Mehrere Bodenlehrpfade in Oberösterreich und auch der Bodenkompass (virtueller Bodenlehrpfad) bieten umfangreiche Informationen über Böden, ihre Funktion, Entwicklung und Vielfalt.

Bodenlehrpfade vermitteln Wissenswertes über Böden, verbunden mit Erholung und einem aktiven Erleben der Natur. Darüber hinaus sollen sie ein Bewusstsein für die komplexen Vorgänge schaffen, die sich im Boden abspielen. Viele Stationen bieten phantasievolle und interaktive Möglichkeiten zur Naturerfahrung. Zu manchen Lehrpfaden gibt es fachkundig geführte Touren.

 

Hinweis: Am Ende dieser Seite finden Sie eine interaktive Karte mit den Bodenlehrpfaden in Oberösterreich.

  

Bodenlehrpfad "Krenglbacher Bodenroas"

Raus in die Natur heißt es bei der Krenglbacher Bodenroas! Über Felder, Wiesen und durch Wälder führt die Rundwanderung zu 6 Stationen, wobei jede Station ein in sich abgeschlossenes Bodenthema vollständig erklärt. Informationstafeln, verschiedene Exponate wie konservierte Tiere, Gesteinsproben und Experimentiereinrichtungen vermitteln Wissen rund um den Boden auf unterhaltsame Art und Weise. Der Bodenlehrpfad führt neben dem Boden selbst, die Wechselbeziehung des Bodens mit dem Wasser als thematischen Schwerpunkt. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt sind die Bodentiere – also was auf und im Boden alles so lebt.

Weiterführende Informationen

Bodenlehrpfad Botanischer Garten Linz

Der Botanische Garten auf der Gugl zählt zu den schönsten Anlagen Europas. Auf 4,2 Hektar sind rund 10.000 verschiedene Pflanzenarten zu sehen. Der dort errichtete Bodenlehrpfad informiert speziell über den Zusammenhang von Gestein, Boden und Pflanzen. Des Weiteren erfährt man Wissenswertes über das richtige Kompostieren, den Schutz der Moore, die Wechselwirkung von Amphibien mit Boden und Gestein, die Nährstoffaufnahme von Pflanzenwurzeln und noch vieles mehr.

Bodenlehrpfad Thalheim bei Wels

Auf einer rund 450 Meter langen Strecke des alten Schauersberg-Pilgerwegs auch entlang des Thalheimer Aiterbachs verläuft der Bodenlehrpfad in Thalheim/Wels. Mit dem Ziel Waldböden interaktiv erlebbar zu machen, werden die Zusammenhänge zwischen Wald und Waldboden dargestellt. Entwurzelte Baumstrünke zeigen die Wurzelsysteme unterschiedlicher Bäume, Bodensäulen aus Glas machen unterschiedliche Materialien aus Waldböden sichtbar und mit einer Bodenplatte zum Aufheben kann man einen Blick auf das Leben im Waldboden werfen.

Bodenlehrpfad „Boden-Reich“ Agrarium, Steinerkirchen

Die Möglichkeit zur Durchführung von zahlreichen Experimenten und Spielen ist die besondere Qualität des „Bodenreichs“ Agrarium. Der neun Stationen umfassende Bodenlehrpfad rund um die Leitfiguren Moni und Maik vermittelt spielerisch die Bedeutung des Bodens im Alltag. Themen wie „Boden riechen“, „Boden hören und fühlen“, „Wasser filtrieren“, „Bodentiere bestimmen“, „Garten bearbeiten“ und vieles mehr stehen dabei im Mittelpunkt des Lehrpfades und sollen die Wichtigkeit des Bodens als Lebensgrundlage verinnerlichen.

Bodenlehrpfad Laakirchen

Mit der Papierfabrik Laakirchen gehört Industrie zum täglichen Leben der Menschen vorort  dazu. Gerade auch deshalb behandelt der Bodenlehrpfad das Thema „Böden und deren Nutzung durch Menschen“. Hauptziel ist es, die Bedeutung der Böden für Menschen und die Umwelt darzustellen sowie die Folgen von technisch- industriellen Bodenveränderungen aufzuzeigen. Neben vielen Schautafeln wird anhand zweier unterschiedlicher Bodenprofile die Auswirkung von Bodenversiegelung sichtbar und damit leicht erklärbar gemacht.

Bodenlehrpfad Ottenschlag

Entlang eines landschaftlich wunderschönen Rundwanderweges um den Landschaftsteich Mooswiesen mitten im Mühlviertel informiert der Bodenlehrpfad u.a. über die Landschaftsgeschichte dieser Region, die Auswirkungen der Eiszeit sowie über die Entwicklung und Entstehung der Böden. Eine spezielle Attraktion dieser Wanderung ist der Heidenstein mit dem Teufelsbründl, eine etwa 3000 Jahre alte Kultstätte, die möglicherweise dem romano-keltischen Gott des Lebens geweiht war.

Waldbodenlehrpfad Taferlklause

Wer kennt nicht das ganz besondere Gefühl eines Waldspaziergangs – der Umgebungslärm verschwindet, der Boden wird ganz weich, es duftet nach Wald. Österreich weist einen Waldanteil von 47% auf, fast die Hälfte unserer Landesfläche sind also Waldböden. Aber was sind nun die Besonderheiten eines Waldbodens, welche Wirkungen hat er, welche Bodentiere leben darin und wie kann man den Waldboden schützen? All diesen Fragen und mehr widmet sich der Waldbodenlehrpfad Taferlklause, gelegen am Fuße des Höllengebirges.

             

Bodenkompass

Mit Bodenlehrpfaden lässt sich der Lebensraum Boden optimal erkunden. Für all jene, die keine Zeit für den Besuch eines Bodenlehrpfads haben, ist der Bodenkompass eine gute Alternative. Alle Bodeninteressierten erwartet ein umfangreicher Wissensteil über Böden, ihre Funktionen, Entwicklung und Vielfalt. Verschiedene Szenarien zeigen, wie sich veränderte Umweltbedingungen auf den Standort auswirken würden.

Der multimediale Teil der Webseite präsentiert lebensnah in 360-Grad-Ansichten sowohl die Vielfalt der Natur am Standort als auch Details zu den Böden. Zu sehen sind Bilder und Filmsequenzen von Pflanzen und Bodentieren sowie von natürlichen Vorgängen wie der Humusbildung, der Bodenentwicklung und vielem mehr. Online-Tests mit Salzsäure zur Bestimmung des Boden-Kalkgehalts geben Einblick in den Alltag der Bodenkundler.

Der Bodenkompass ist eine Initiative der Österreichischen Bodenkundlichen Gesellschaft und des Umweltbundesamtes. Er wurde maßgeblich vom Amt der Oö. Landesregierung unterstützt.

 

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