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Gegenwartskunst und Zeitkultur

Die oberösterreichische Kulturpolitik der letzten sechs Jahre ist gekennzeichnet von frischen Impulsen, Innovationen und neuen Leitlinien zugunsten gelebter Kultur. Daher lautet das oberste Prinzip: Offenheit für das Neue

Die Kulturpolitik orientiert sich an folgenden Prinzipien:

  • Offenheit für das Neue und Kontroversielle
  • Liberalität und Ausgewogenheit
  • Verbreiterung der Basis – Förderung der Spitze
  • Weckung eines Wertbewusstseins für Kultur generell
  • Betonen von Kultur als soziales Gegengewicht zur "Unkultur"
  • Förderung der kulturellen Kreativität
     

Im operativen Bereich gelten folgende Ziele:

  • Dezentralisierung des Kulturangebotes
  • Erleichterung des Zuganges zur Kunst
  • Förderung des gesamten Spektrums zwischen Basis- und Hochkultur mit besonderer Betonung der Gegenwartskultur
  • Schaffen von Entwicklungsräumen für Künstler aus unserem Land


Förderung und Vermittlung des aktuellen Schaffens auf dem weiten Feld von Kunst und Kultur ist also ein zentrales Anliegen der Landeskulturpolitik. Dabei spielen die "klassischen" Kunstsparten wie bildende Kunst, Musik, Darstellende Kunst und Literatur eine ebenso wichtige Rolle wie jene, die sich im Zuge der gesellschaftlichen Kulturentwicklung in das Spektrum eingereiht haben: dazu zählen die Architektur, der Medien-Cluster Foto / Film / Video / Computerkunst (sog. "Neue Medien") und vor allem die Zeit- oder Basiskultur. Letztere hat ihre Wurzeln in den Strömungen der sogenannten "68er-Revolution" und begann sich zu Beginn der 70er Jahre im Aufbruchsklima der Ratzenböck’schen Kulturpolitik rasch und effizient zu etablieren. Zu den Pionieren dieses Kulturverständnisses zählen Einrichtungen wie "O2Lambach", "Roßmarkt" Grieskirchen, "Gugg" Braunau, "AKKU" Steyr, "Local-Bühne" Freistadt, "Kapu" und "Stadtwerkstatt" Linz, "Jazzatelier" Ulrichsberg u.v.m.

Als "pressure group" dieses Gegenbildes zum tradionellen Kunstverständnis bildete sich als bald die "OÖ. Kulturplattform" (KUPF) heraus, die nach wie vor eine der gewichtigsten Stimmen der Alternativkultur in Österreich erhebt. Im Landesbereich hat sich das "O.K Offenes Kulturhaus Oberösterreich" als Exponent der "Zeitkultur" etabliert.

In den diversen Sparten der Gegenwartskunst arbeiten außerdem folgende Landeseinrichtungen: OÖ. Landesgalerie (s. Landesmuseum), Landeskulturzentrum Ursulinenhof, Bruckner Orchester, Anton Bruckner Privatuniversität, dieKunstsammlung, Oö. Landesmusikschulwerk und Landestheater. Die Direktion Kultur bietet ein vielfältiges Förderungsspektrum an: siehe Förderungen, Kulturförderung. In so gut wie allen relevanten Sparten des Kulturschaffens vergibt das Land Kulturpreise: siehe Landesausstellungen / Kulturmanagement, Kulturpreise.

Die Chronik des laufenden Kulturgeschehens findet sich im "OÖ. Kulturbericht" aufgezeichnet: siehe Publikationen, Kultur. Die Literaturzeitschrift "Die Rampe" wurde 1975 als Instrument der Literaturförderung gegründet und wird ab 2005 vom Adalbert-Stifter-Institut redigiert. Siehe auch: Publikationen, Kultur.

Kunstuniversität Linz, - Architekturforum, Programmkino "Moviemento", "Musik der Jugend", Thomas-Bernhard-Archiv.

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