Amt der Oö. Landesregierung
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Nahversorgungsprogramm

Investitionsförderung für Kleinstunternehmen der Branchen Bäcker, Fleischer, Gastronomie, Konditorei und Lebensmittelhandel mit Vollsortiment

Wer wird gefördert?

Förderungswerber können physische und juristische Personen sowie Personengesellschaften des bürgerlichen und des Handelsrechtes sein, die eine aktive Gewerbeberechtigung oder sonstige notwendige behördliche Befugnis besitzen. Darüber hinaus können Arbeitsgemeinschaften aus dem genannten Kreis von Personen und Personengesellschaften als Förderungswerber auftreten.

                               
Sie dürfen nicht mehr als fünfzehn Vollzeitarbeitnehmer am Betriebsstandort (excl. Lehrlinge) beschäftigen und nicht mehr als drei Betriebsstandorte führen.

 

Förderungswerber müssen

EU-Bürger und im Besitz einer aktiven Gewerbeberechtigung in Oberösterreich für eine der nachstehend angeführten Branchen sein.

  • Bäcker
  • Fleischer
  • Gastronomie und/oder Konditoreien
  • Lebensmittelhandel mit Vollsortiment

Bei verpachteten (vermieteten) Unternehmen kann der Verpächter (Vermieter) als Förderungswerber auftreten, wenn das Investitionsprojekt den Zielsetzungen des Nahversorgungsprogramms entspricht und der Pächter dieses Unternehmens die Förderungsvoraussetzungen erfüllt.
 

Was wird gefördert?

  • Neuerrichtung eines Betriebes,
  • Modernisierung und Erweiterung eines Betriebes,
  • Qualitätsverbesserung und Angebotserweiterung,
  • Übernahme eines Lebensmittelhandels mit Vollsortiment,
  • Neuanschaffung von Spezialaufbauten bei Fahrzeugen für die Branchen Bäcker, Fleischer und Lebensmittelhandel mit Vollsortiment.

 

Wie wird gefördert?

Förderungshöhe: 
 

  • Mindestinvestitionssumme:
    • 10.000 Euro netto
  • Berechnungsgrundlage:
    • 100 % der förderbaren Kosten
  • Förderungshöhe:
    • bis zu 30 % der förderbaren Kosten, max. 60.000 Euro (für Betriebe mit Lehrling, bis zu 20 % für Betriebe ohne Lehrling) innerhalb der Laufzeit der Richtlinie für einen Antrag.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Sachliche Voraussetzungen:

  1. Voraussetzung für die Gewährung einer Förderung ist die Vorlage einer detaillierten Projektbeschreibung inkl. Kosten-, Finanzierungs- und Zeitplan. Es liegt im Ermessensbereich der Förderstelle auch ein schlüssiges Unternehmenskonzept anzufordern.
  2. Gastronomiebetriebe müssen eine hohe Dienstleistungs- und Angebotsqualität aufweisen und zusätzlich an mindestens 4 Tagen in der Woche geöffnet sein sowie mittags und abends warme Speisen anbieten. Von einer Förderung ausgeschlossen ist die Systemgastronomie wie z.B. McDonald´s, usw.
  3. Gastronomiebetriebe sind nur dann förderbar, wenn sie mit eigenen, zeitgemäßen Sanitäranlagen ausgestattet sind.
  4. Betriebe, die ein Franchisekonzept verfolgen, können nur unter der Voraussetzung gefördert werden, dass die unternehmerische Eigenständigkeit (Mitarbeiter-, Einkaufs-, Vertriebspolitik) des Franchisenehmers gewährleistet ist.

Nicht förderbare Kosten:

  1. Umsatzsteuer
  2. Maßnahmen oder Teile davon, mit deren Durchführung vor Einbringung des Förderungsansuchens begonnen worden ist
  3. Maßnahmen im Beherbergungsbereich
  4. Ankauf von Grundstücken
  5. Ersatzinvestitionen (z.B. Fenstertausch, Dachsanierung, Fassadenerneuerung, Heizungsumstellung, etc.) und Reparaturen. Ersatzinvestitionen sind Investitionen, die ausschließlich dem Ersatz ausgeschiedener Vermögenswerte dienen, das heißt, keine wesentlichen zusätzlichen bzw. neuen Funktionalitäten aufweisen.
  6. Ankauf von Fahrzeugen, Musik- und Spielautomaten
  7. Unternehmerwohnungen und privat genutzte Räumlichkeiten
  8. Betriebsmittel, Finanzierungskosten, Verzugszinsen, Betriebsabgänge, Abgaben und Gebühren sowie Aufwendungen, die nicht betrieblichen Investitionszwecken dienen
  9. Sach- und Personalkosten sowie Miet- und Pachtzahlungen für den laufenden Betrieb
  10. Kosten, für direkte Leistungen von Franchisegebern und vergleichbaren Systempartnern (z.B. Franchise-/Systemgebühr)
  11. Kosten für Maßnahmen, für die bei anderen Bundes- bzw.  Landesstellen Fördermöglichkeiten bestehen (wie z.B. Lüftungs- bzw. Kühlanlage mit Wärmerückgewinnung, thermische Gebäudesanierung, LED-Umstellung, Notstromaggregate, etc.)
  12. Ablösekosten (vom Vorgänger/Eigentümer, etc.) außer beim Lebensmittelhandel mit Vollsortiment bei Betriebsübernahme
  13. Rechnungen unter 100 Euro netto

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist vor Investition mittels Formular an die Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche und ländliche Entwicklung, Abteilung Wirtschaft, zu richten.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at