Bezirkshauptmannschaften Grieskirchen und Eferding
Manglburg 14 • 4710 Grieskirchen

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Pyrotechnik

 

 

Allgemeines

Pyrotechnische Gegenstände sind Unterhaltungs- oder technischen Zwecken dienende Erzeugnisse, die Sätze (Stoffe oder Stoffmenge) enthalten, bei deren willkürlich ausgelöster chemischer Zustandsänderung bestimmte Bewegungs-, Licht-, Knall-, Rauch-, Nebel-, Druck- oder Reizwirkungen hervorgerufen werden sollen.

Einteilung der pyrotechnischen Gegenstände und Altersbeschränkungen:

  • Feuerwerkskörper (F)
  • Pyrotechnische Gegenstände für Bühne und Theater (T)
  • Sonstige pyrotechnische Gegenstände (P)
  • Lose pyrotechnische Sätze (S)

  

 

 Kategorie Beispiel  Altersbeschränkung  Berechtigung
 F1 Wunderkerzen, Knallbonbons, Knallerbsen etc. Ab 12 Jahren Nicht erforderlich
 F2 minderstarke Raketen und (Bomben-)Batterien, Knallfrösche, etc. Ab 16 Jahren Nicht erforderlich
 F3 wirkungsstarke Raketen, Knallkörper, Feuerräder, etc. Ab 18 Jahren Pyrotechnikausweis und behördliche Bewilligung
 F4 Feuerwerksbomben, Fächersonnen, Fontänen, Feuertöpfe etc. Ab 18 Jahren Pyrotechnikausweis und behördliche Bewilligung
 T1 Theaterfeuer, Traumschifffontänen, Bühnensonnen etc. Ab 18 Jahren Nicht erforderlich
 T2 Höhenblitze, Bühnenwasserfälle, Filmeffektzünder etc. Ab 18 Jahren Pyrotechnikausweis und behördliche Bewilligung
 P1 Pyrotechnische Signalmittel (Berg- und Seenotsignal), Airbags, Signalstifte mit Munition etc. Ab 18 Jahren Nicht erforderlich
 P2 Anzündbänder, Modellbauraketenmotoren, Hagel- und Starenabwehrraketen etc. Ab 18 Jahren Pyrotechnikausweis und behördliche Bewilligung
 S1 Pyrotechnische Sätze, von denen nur eine geringe Gefahr ausgeht Ab 16 Jahren Nicht erforderlich
 S2 Pyrotechnische Sätze, die nur von Personen mit Fachkenntnissen verwendet werden dürfen Ab 18 Jahren Pyrotechnikausweis und behördliche Bewilligung

 

Feuerwerke

Feuerwerkskörper, die nur eine sehr geringe Gefahr darstellen, und einen vernachlässigbaren Lärmpegel besitzen (F1), können auch in geschlossenen Bereichen verwendet werden.


Feuerwerkskörper der Kategorie F2 dürfen im Ortsgebiet nicht verwendet werden. Die Bürgermeisterin/der Bürgermeister kann unter gewissen Voraussetzungen (keine Gefährdungen oder unzumutbare Lärmbelästigungen) mit Verordnung bestimmte Teile des Ortsgebietes ausnehmen.


Besitz und Verwendung von Feuerwerkskörpern der Kategorie F3 und F4 sind nur aufgrund einer behördlichen Bewilligung erlaubt, zudem ist der Nachweis von Fachkenntnissen (Pyrotechnikausweis) zwingend vorgesehen.


In manchen Bezirken ist das Abbrennen von Feuerwerken nur bis 22:00 Uhr erlaubt bzw. auf Kalibergrößen beschränkt. Entsprechende Rückfragen bei den jeweiligen Bezirksverwaltungsbehörden sind erforderlich.

Verbote

Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände und Sätze innerhalb und in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Gotteshäusern, Krankenanstalten, Kinder-, Alters- und Erholungsheimen sowie Tierheimen und Tiergärten sowie in der Nähe von leicht entzündlchen oder explosionsgefährdeten Gegenständen, Anlagen und Orten, wie insbesondere Tankstellen, ist verboten.


Ebenso dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F2 innerhalb oder in unmittelbarer Nähe größerer Menschenansammlungen nicht verwendet werden.


Pyrotechnische Gegenstände und Sätze dürfen in sachlichem, örtlichem und zeitlichem Zusammenhang mit einer Sportveranstaltung nicht besessen und nicht verwendet werden.

Böllerschießen

Darunter versteht man das Zünden von Pulverladungen zur Erzeugung einer Knallwirkung.


Das Entzünden einer Gas-Sauerstoffmischung zur Erzeugung einer Knallwirkung unterliegt daher nicht dem Reglement des Pyrotechnikgesetzes. Auch wenn in diesem Anwendungsfall keine behördliche Bewilligung erforderlich ist, empfiehlt es sich jedenfalls, mit dem örtlichen Bürgermeister, der Polizei und ggf. der Feuerwehr Kontakt aufzunehmen und die Schießzeiten abzusprechen (Lärmbelästigung).
 
Für das Böllerschießen ist eine behördliche Bewilligung (Bezirksverwaltungsbehörde) erforderlich und darf nur unter Verwendung von Böller- bzw. Salutkanonen mit Böllerpatronen sowie Sicherheitsböllern durchgeführt werden.


Die Verwendung anderer Vorrichtungen wie Pöller (Schießbecher) ist verboten, auf das große Verletzungsrisiko und die daraus resultieren Folgen (straf- wie zivilrechtlich) wird hingewiesen.

 

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