Amt der Oö. Landesregierung
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Thermische Gebäudesanierung - Sanierungsoffensive 2017

Dieses Förderprogramm soll die Verbesserung des Wärmeschutzes vorrangig betrieblich genutzter Gebäude forcieren. Dies soll mit energetischen Standards erreicht werden, die oberhalb der gesetzlichen Vorgaben liegen.

Wer wird gefördert?

Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere Unternehmen, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Nicht gefördert werden natürliche und juristische Personen, soweit diese von anderen Förderungssystemen, insbesondere der Landwirtschaft oder dem Wohnbau, erfasst werden.

Hinweis: Nicht gefördert werden, gemäß Artikel 1 AGVO, Unternehmen, die einer Rückforderungs­anordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen sind, sowie Unternehmen in Schwierigkeiten.

Was wird gefördert?

Investitionsmaßnahmen zur Verbesserung des Wärmeschutzes von betrieblich genutzten Gebäuden, die vor 1.1.1997 (Datum der Baubewilligung) errichtet wurden.

Gefördert werden nur umfassende Sanierungen (keine Einzelmaßnahmen)!

 

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

  • Dämmung der Außenwände
  • Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. des Daches
  • Dämmung der untersten Geschossdecke bzw. des Kellerbodens
  • Dämmung, Unterkonstruktion von hinterlüfteten Fassaden
  • Sanierung bzw. Austausch der Fenster und Außentüren
  • Einbau von Wärmerückgewinnungsanlagen bei Lüftungssystemen im Zuge der thermi­schen Sanierung des Gebäudes
  • außenliegende Verschattungssysteme zur Reduzierung des Kühlbedarfes des Gebäudes

Hinweis: Nicht gefördert werden Sanierungsmaßnahmen an sonstigen konditionierten Gebäuden, die keiner Gebäudekategorie gemäß OIB RL 6 2015 (Punkt 3) zugeordnet werden können (z.B. Produktionshallen, beheizte Lagerhallen und Werkstätten).

Wie wird gefördert?

Die Förderhöhe richtet sich, wie bei der Bundesförderung, nach der erzielten Sanierungs­qualität bzw. nach dem Ausmaß der Unterschreitung der Anforderungen für den Heizwärme­bedarf gemäß OIB-Richtlinie Nummer 6 (Stand 2015). Der Förderungssatz bezieht sich auf die von der Kommunalkredit ermittelten energierelevanten Förderungsbasis.

 

Anforderung an HWB ref, RK und fGEE für das sanierte Gebäude

Standardfördersatz Förderkriterien
Anforderung an HWB ref, RK und fGEE für das sanierte Gebäude
max. 12 % der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis bei Einhaltung HWBRef,RK 21 x (1+2,5 / lc) x Hcorr und fGEE 0,90
max. 7 % der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis bei Einhaltung HWBRef,RK 23 x (1+2,5 / lc) x Hcorr und fGEE 0,95
max. 7 % der vom Bund ermittelten energierelevanten Förderbasis bei Einhaltung HWBRef,RK 25 %, bei denkmalgeschützten Gebäuden

Die Förderung ist pro Einzelfall mit maximal 100.000 Euro limitiert.

 

Erläuterungen:

  • Heizwärmebedarf HWBRef,RK: jährlicher referenzierte Heizwärmebedarf des sanierten Gebäudes laut Energieausweis [kWh/m²a]

  • fGEE: Gesamt-Energieeffizienzfaktor des sanierten Gebäudes laut Energieausweis

  • lc = charakteristische Länge des sanierten Gebäudes laut Energieausweis

  • Hcorr: Höhenkorrektur-Faktor berücksichtigt eine von 3 m abweichende Geschosshöhe (Hcorr = 1 bei 3 m Bruttogeschosshöhe)

  • Hcorr = Vbr / (3 x BGF)

  • Vbr  = konditioniertes Brutto-Volumen [m³] (laut Energieausweis)

  • BGF    = konditionierte Brutto-Grundfläche [m²] (laut Energieausweis)

 

Hinweise: 

Die Gesamtförderung der nach Maßgabe dieser Richtlinie gewährten Förderung darf bei diesem Förderschwerpunkt die zulässigen maximalen Beihilfeintensitäten der Europäischen Union Regelungen gemäß Artikel 38 AGVO "Investitionsbeihilfen für Energieeffizienzmaßnahmen" nicht überschreiten. Für Großunternehmen besteht die Möglichkeit einer Förderung im Rahmen von "de-minimis"!

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch
  • Anreizeffekt: Unter der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) dürfen nur Beihilfen vergeben werden, die einen Anreizeffekt haben. Ein Anreizeffekt liegt dann vor, wenn der Beihilfeempfänger einen schriftlichen Antrag vor Beginn der Arbeiten für das Vorhaben gestellt hat.
  • Der Antrag auf zusätzliche Landesförderung muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Leistungen (ausgenommen Planungsleistungen), vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist, bei der Landesförderungsstelle bzw. bei der Kommunalkredit Public Consulting GmbH einlangen (ab 3. März 2017).
  • Das Ansuchen muss von der Österreichischen Kommunalkredit Public Consulting GmbH positiv beurteilt sein.
  • Der errechnete Heizwärmebedarf (HWBRef,RK) muss die gemäß OIB-Richtlinie 6 (Stand 2015) für NICHT-Wohngebäude gültigen Anforderungen, entsprechend der Tabelle (Baubewilligung vor dem 1.1.1997), unterschreiten.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umwelt­förderung in Oberösterreich, Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich und Allgemeine Förderungsrichtlinie des Landes Oberösterreich.
  • Im Übrigen gelten die Förderungsvoraussetzungen des Bundes.

Erforderliche Unterlagen

Alle angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail: foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

 

1. Zur Vorprüfung der Förderungsfähigkeit

  • Energieausweis für "Nicht-Wohngebäude" (OIB-Richtlinie 2015) mit der Berechnung des Heizwärmebedarfs des gewerblich genutzten Gebäudeteils vor und nach der geplanten Sanierung unter Verwendung validierter Software
  • bei Denkmalschutz: Bestätigung des Bundesdenkmalamtes bei denkmalgeschützten Gebäuden (Formblatt der Bundesförderstelle: "Denkmalschutz Sanierungsoffensive")

 

2. Nach positivem Prüfungsergebnis

  • Zusammenstellung über den Online-Antrag des Bundes

Hinweis: Leiten Sie uns die von der Bundesförderstelle elektronisch erhaltene Zusammenfassung des Online-Antrages an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at weiter

 

3. Nach positivem Abschluss der Bundesförderung

  • Kopie des technischen Datenblattes der Bundesförderstelle
  • Behördenbestätigung
  • Bei Bedarf de-minimis-Formblatt

 

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Abwicklung / Antragstellung

Zur Vorprüfung der Förderfähigkeit der Maßnahme nach den Kriterien des Landes Ober­österreich müssen die Prüfungsunterlagen in elektronischer Form an die unten stehende E‑Mail-Adresse eingereicht werden. Auf Basis dieser Unterlagen wird geprüft, ob die Maßnahmen die Kriterien für eine An­schlussförderung des Landes erfüllen.

 

  • Wenn JA, erhält der Antragsteller bzw. die Antragstellerin die elektronische Einladung zur Übermittlung weiterer Unterlagen.
  • Wenn NEIN, erhält der Antragsteller bzw. die Antragstellerin die elektronische Mitteilung, dass keine Anschlussförderung seitens des Landes möglich ist.

Rechtsgrundlagen

  • Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich
  • "De-minimis"-Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gültig ab 01.01.2014
  • Förderungsrichtlinien 2015 für die Umweltförderung in Oberösterreich
  • Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung – AGVO, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 187, vom 26.06.2014
  • KMU-Definition: Empfehlung der Europäischen Kommission

Laufzeit

Ab 3. März 2017 bis zur Ausschöpfung der vorhandenen finanziellen Mittel.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at