Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

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Freiwillige Optimierung von bestehenden erneuerbaren Energiegewinnungsanlagen

Alte Anlagen arbeiten oft ineffizient und sind falsch eingestellt. Eine optimierte Regelung ermöglicht oft schon eine beachtliche Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Energiekosten.

Dabei sollte das gesamte System von Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärme­übertragung mit allen zugehörigen Komponenten berücksichtigt werden, also auch die Umwälzpumpen, die Wärmeverteilung, die Regeleinrichtungen sowie die Hydraulik der Anlage.

Wer wird gefördert?

Sämtliche natürliche und juristische Personen, insbesondere

  • Unternehmen
  • Vereine
  • konfessionelle Einrichtungen
  • Organisationen, die unternehmerisch tätig sind.

Was wird gefördert?

Liegt die Inbetriebnahme einer erneuerbaren Energiegewinnungsanlage (Wärmeerzeuger, Pkt. ABCD) bereits über 5 Jahre zurück; jedoch nicht länger als 15 Jahre, kann für Maßnahmen zur Optimierung dieser Anlage ein Investitionszuschuss pro Standort einmalig gewährt werden.

 

Förderfähige Einzelmaßnahmen sind

 

A. Anschluss an Fernwärme

  • die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
  • die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem (z. B. Heizungspumpentausch, die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumreglern)

 

B. Biomasseheizanlagen

  • die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
  • die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem (z. B. Heizungspumpentausch, die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumreglern)
  • die förderfähigen Investitionskosten für die Errichtung eines integrierten oder nachge­rüsteten Staubabscheiders oder die Nachrüstung einer Einrichtung zur Brennwert­nutzung

 

C. Thermische Solaranlage

  • die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
  • die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem (z. B. Heizungspumpentausch, die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumreglern)

 

D. Wärmepumpe

  • die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs
  • die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am gesamten Heizsystem (z. B. Heizungspumpentausch, die Optimierung der Heizkurve, die Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung sowie der Einsatz von Einzelraumreglern)
  • Ein einmaliger Qualitätscheck frühestens nach Ablauf von zwei Jahren nach der Inbetriebnahme, bei dem ein Vergleich der berechneten mit den im Betrieb tatsächlich erreichten Jahresarbeitszahlen erfolgt und in Abhängigkeit vom Resultat Maßnahmen zur Optimierung vorgeschlagen oder durchgeführt werden.

 

Nicht gefördert werden Maßnahmen, soweit diese von anderen Förderungssystemen, insbesondere der Landwirtschaft oder dem Wohnbau, unterstützt werden können.

 

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

  • Einbau sowie Ersatz von zur Heizungsanlage zugehöriger Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Nutzerinterface
  • Einbau voreinstellbarer Heizkörperthermostatventile und von Strangdifferenzdruckreglern
  • zusätzliche Dämmung des bestehenden Verteilnetzes und des Speichers
  • Nutzerinterface und Smart Metering-Systeme für Wärme, auch als Multi-Sparten-Systeme inkl. Strom, Gas und Wasser
  • Einbau einer hocheffizienten Zirkulationspumpe
  • Herstellung notwendiger Wand- und Deckendurchbrüche inkl. Dämmmaßnahmen
  • in Einrohrsystemen Maßnahmen zur Volumenstromregelung
  • Umbau von Einrohrsystemen in Zweirohrsysteme
  • Ersatz und erstmaliger Einbau von Pufferspeichern (sofern nicht gefordert oder extra gefördert)
  • Inbetriebnahme, Einregulierung und Einweisung
  • bei Biomasseanlagen: Errichtung eines integrierten oder nachgerüsteten Staubab­scheiders

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses und auf Grundlage der "De-minimis"-Beihilfen-VERORDNUNG (EU) Nr. 1407/2013.

 

Fördersatz Land 50 % der anrechenbaren Kosten, max. 3.000 Euro

Hinweis: Nicht gefördert werden

  • die Inspektion von Heizungsanlagen und die wiederkehrende Überprüfung von Feuerungsanlagen gemäß Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetz

  • Optimierungsmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen über 10.000 Euro. Diese können im Rahmen des Förderprogramms "Effiziente Energienutzung/Energiesparen in Betrieben" eingereicht werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Allgemeine Kriterien:

  • Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch. Das Land Oberösterreich behält sich das Recht vor, unabhängig der Laufzeit die Förderrichtlinien zu ändern und/oder die Förderung einzustellen.
  • Die Optimierung erfordert vor Umsetzung und Antragstellung grundsätzlich eine Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes.
  • Das Beratungsprotokoll/Konzept dient als Basis für die Beurteilung der Förderfähigkeit der geplanten Maßnahmen.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförde­rung in Oberösterreich idgF und Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Ober­österreich idgF.
  • Die zu optimierende erneuerbare Energiegewinnungsanlage (Pkt. ABCD) muss mindestens 5 Jahre, max. 15 Jahre alt sein; als Nachweis gilt das Jahresdatum der Rechnung für die Hauptkomponenten, das Protokoll der Inbetriebnahme oder ein sonstiger anerkennbarer und plausibler Nachweis über das Alter der Anlage - KEINE Förderung für NEUANLAGEN.
  • Es darf keine andere Landesförderung beantragt werden bzw. gewährt worden sein.

Technische Kriterien:

  • Die Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes muss entweder
    • durch eine im Rahmen der betrieblichen Umweltoffensive (BUO - Link am Ende dieser Seite) geförderte Beratung für Betriebe durch den OÖ Energiesparverband bzw. das Klimabündnis OÖ oder
    • von einem befugten Installateur, Heizungsbauer bzw. von einem dafür befugten Unternehmen

durchgeführt werden.

  • Aus der Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes muss eine prognostizierte Energieeinsparung ersichtlich sein.
  • Die Optimierungsmaßnahmen müssen von einem befugten Installateur, Heizungsbauer bzw. von einem dafür befugten Unternehmen durchgeführt worden sein.

Hinweis: Die durchgeführten Maßnahmen müssen in der Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes enthalten sein!

  • Beratungsprotokoll
  • Umsetzungsprotokoll

Anrechenbarkeit nach dem Energieeffizienzgesetz:

Die Förderungsnehmerin/der Förderungsnehmer erklärt sich einverstanden, dass die gemäß Energieeffizienzgesetz anrechenbare Energieeffizienzmaßnahme, die sich durch die Aus­führung der geförderten Errichtung der Anlage ergibt, grundsätzlich dem Land Ober­österreich zufällt. Soweit auch zulässige Förderungen durch Dritte (z. B. Bund, Gemeinden, Energieversorger o. dgl.) bestehen, kann die anrechenbare Energieeffizienzmaßnahme aliquot auf die Förderungsgeber/innen aufgeteilt werden.

Der Anteil des Landes Oberösterreich darf aber 50 % nicht unterschreiten. Die Förderungsnehmerin/der Förderungsnehmer hat dem Land Oberösterreich eventuelle Ansprüche Dritter auf die Anrechenbarkeit der Energieeffizienzmaßnahme anlässlich der Fördererklärung schriftlich mitzuteilen.

Erforderliche Unterlagen

VOR Umsetzung der Maßnahme:

  • Antragsformular Land
  • Kostenvoranschlag
  • Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes (z. B. Beratungsprotokoll)

 

NACH Umsetzung der Maßnahme:

  • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen
  • Rechnungsaufstellung
  • Berechnung der Energieeinsparung auf Basis der tatsächlich umgesetzten Optimierungs­maßnahmen

 

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

 

Alle angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

 

Antragstellung:
Der Förderungsantrag ist gemeinsam mit einer Bestandsaufnahme und Analyse des Ist-Zustandes VOR Durchführung der Optimierungsmaßnahme zu stellen. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähigkeit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages.
 

Beurteilung:
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Förderungsteams prüfen gemeinsam mit Fachexperten die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird ein auf Basis der prognostizierten Kosten vorläufiger Fördervorschlag erarbeitet.
 

Genehmigung:
Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied wird Ihnen der vorläufige Fördervorschlag übermittelt.
 

Auszahlung:
Nach Umsetzung der Optimierungsmaßnahmen, Vorlage der Rechnungen und Berechnung der Energieeinsparung wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten die tatsächlichen Kosten geringer sein als die Kostenschätzung im Förderantrag, so reduziert sich die Förderung aliquot.

Rechtsgrundlagen

  • Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich
  • "De-minimis"-Verordnung; Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gültig ab 01.01.2014

Laufzeit

1. März 2017 bis 30. Juni 2018 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel (es gilt das Antragsdatum).

Formulare

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at