Amt der Oö. Landesregierung
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Energieeffizienz-Netzwerke für KMUs zur Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001

Ein Energiemanagementsystem bietet Unternehmen einen Rahmen, um Verbesserungen im Energiebereich kontinuierlich umzusetzen. Dafür wurde auf internationaler Ebene die Norm ISO 50001 geschaffen.

Wer wird gefördert?

  • Kleine und mittlere Unternehmen mit einem Firmenstandort in Oberösterreich.

Nicht gefördert werden Unternehmen, die gemäß § 9 EEffG verpflichtet sind, ein Energie­audit durchzuführen.

Was wird gefördert?

Fördergegenstand sind Maßnahmen zum Aufbau und zur Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems nach ISO 50001 gemeinsam in einer Gruppe von Unternehmen.

Dies kann

  • in einem Gruppen-Kooperationsprojekt oder
  • einem Netzwerk mit zumindest drei Unternehmen

erfolgen.

 

Dieses System soll auch den Einstieg in ein umfassendes Umweltmanagementsystem (z. B. ISO 14001 oder EMAS) unterstützen.

 

Nicht gefördert werden Beratungen, welche im Rahmen des Standardberatungsprogramms "Betriebliche Umweltoffensive (BUO)" durchgeführt werden.

 

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

Beratung und Information betreffend des Zertifizierungsprozesses für das Energie­managementsystems nach ISO 50001

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses und auf Grundlage der "De-minimis"-Beihilfen-VERORDNUNG (EU) Nr. 1407/2013.

Fördersatz Land 60 % der anrechenbaren Netto-Netzwerk-Beratungskosten
Berechnungsmodus Anrechenbare Kosten pro Energiemanagementsystem sind:
maximal 10 Beratungstage mit einem maximalen Tagsatz von 560 Euro

Die Förderung wird aus Bundesmittel kofinanziert. Die Maßnahme wird zur Gänze der Umweltförderung im Inland als strategische Maßnahme nach dem Bundes-Energieeffizienz­gesetz angerechnet. Eine teilweise oder gänzliche Übertragung der Einsparung aus der geförderten Maßnahme an Dritte ist ausgeschlossen.

 

Hinweise:

  • Das Land Oberösterreich kann nur Förderungen bis zu den beihilferechtlichen Höchstgrenzen gemäß "De-minimis"-Beihilfen-VERORDNUNG (EU) Nr. 1407/2013 DER KOMMISSION vom 18. Dezember 2013 gewähren!

  • Vor Gewährung einer Beihilfe hat das betreffende Unternehmen die "De-minimis"-Beihilfen anzugeben, die es in den vorangegangenen drei Jahren erhalten hat.

  • Eine neue "De-minimis"-Beihilfe kann nur gewährt werden, wenn der Höchstbetrag von 200.000 Euro innerhalb des laufenden Drei-Jahres-Zeitraums nicht überschritten wird.

  • Nach der neuen "De-minimis"-Verordnung wird nicht nur das einzelne Unternehmen, sondern der gesamte Unternehmensverbund in die "De-minimis"-Betrachtung einbezogen. Ein Unternehmens­verbund wird dabei als "ein einziges Unternehmen" definiert. Erhält ein einziges Unternehmen "De‑minimis"-Beihilfen nach verschiedenen "De-minimis"-Verordnungen, so müssen diese zusammen betrachtet und können bis zu einer Obergrenze addiert werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Allgemeine Kriterien:

  • Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch. Das Land Oberösterreich behält sich das Recht vor, unabhängig der Laufzeit die Förderrichtlinien zu ändern und/oder die Förderung einzustellen.
  • Das Ansuchen ist im Wege des Energiesparverbandes zusammen mit den notwendigen Unterlagen vor Beginn der Beratung und Einführung des Energiemanagementsystems zu stellen.
  • Der Förderantrag ist durch das jeweilige an einem Kooperationsprojekt/Netzwerk beteiligte Unternehmen zu stellen.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförde­rung in Oberösterreich idgF und Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Ober­österreich idgF.
  • Es darf keine andere Landesförderung beantragt werden bzw. gewährt worden sein.
  • Das geförderte Projekt muss 1,5 Jahre nach Antragstellung abgeschlossen sein.

Technische Kriterien:

  • Die Zertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 ist der Abwicklungs­stelle mit einem entsprechenden Zertifikat nachzuweisen, eine Dokumentation über den Aufbau eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001 (siehe auch WKO-Leitfaden am Ende dieser Seite) sowie ein Bericht sind vorzulegen
  • Das Kooperationsprojekt bzw. das Netzwerk muss zumindest drei Unternehmen umfassen, die eine Zertifizierung anstreben.
  • Anforderungen an den Netzwerk-/Kooperationsprojekt-Träger-Berater:
    • einschlägige Befugnisse und Registrierung gemäß § 17 EEffG zur Durchführung von Energieaudits gemäß § 9 EEffG sowie
    • Vorlage von Referenz-Zertifizierungen und
    • Listung für diese spezifische Tätigkeit beim Energiesparverband für die spätere Abrechnung

Erforderliche Unterlagen

VOR Umsetzung der Maßnahme:

  • Antragsformular Land
  • Angebot/Kostenvoranschlag, Zeitplan
  • Bestätigung des Netzwerk-/Kooperationsprojekt-Trägers über die anderen Teilnehmer

 

NACH Umsetzung der Maßnahme:

  • Zertifikat über die Zertifizierung des Energiemanagement-Systems nach ISO 50001
  • Technischer Bericht, Beratungsprotokoll
  • Dokumentation über den Aufbau eines Energiemanagementsystems gemäß ISO 50001 (siehe auch WKO-Leitfaden am Ende dieser Seite)
  • detaillierte Rechnung

 

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

 

Alle angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

 

Antragstellung:
Der Förderungsantrag ist VOR Durchführung der Maßnahme an die Förderstelle des Landes Oberösterreich zu senden. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähigkeit sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages. Das Ansuchen ist im Wege des OÖ Energie­sparverbandes zusammen mit den notwendigen Unterlagen vor Beginn des Gruppen-Kooperations- oder Netzwerk-Projekts zur Einführung eines zertifizierten Energiemana­gementsystems nach ISO 50001 zu übermitteln. Das Netzwerkmanagement sollte die formale Abwicklung der Förderungsanträge mit dem OÖ Energiesparverband abstimmen.
 

Beurteilung:
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird ein auf Basis der prognostizierten Kosten vorläufiger Fördervorschlag erarbeitet.
 

Genehmigung:
Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder die Landes­regierung wird Ihnen der vorläufige Fördervorschlag übermittelt.
 

Auszahlung:
Nach Umsetzung der Maßnahmen und Vorlage der erforderlichen Unterlagen sowie der Rechnungen wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten die tatsächlichen Kosten geringer sein als die Kostenschätzung im Förderantrag, so reduziert sich die Förderung aliquot.

Rechtsgrundlagen

  • Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich
  • "De-minimis"-Verordnung; Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gültig ab 01.01.2014
  • KMU-Definition: Empfehlung der Europäischen Kommission

Laufzeit

1. März 2017 bis 30. Juni 2018 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel (es gilt das Antragsdatum).

Formulare

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at