Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

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Thermische Solaranlagen für Gemeinden

Als Vorbilder für Energieeffizienz und Klimaschutz können Gemeinden durch Maßnahmen an eigenen Gebäuden das Handeln lokaler Akteure beeinflussen. Deshalb sollen thermische Solaranlagen für Gemeinden forciert werden.

Wer wird gefördert?

  • Gemeinden

Was wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen zur Errichtung thermischer Solaranlagen zur

  • ausschließlichen Warmwasseraufbereitung
    • kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung
    • Bereitstellung von Prozesswärme ab 20 m² Bruttokollektorfläche
    • solaren Trocknung
    • solaren Kälteerzeugung
    • Wärme- und Kälteerzeugung in ein Wärme- und/oder Kältenetz
       

Nicht gefördert werden Investitionen im Zuge eines Neubaus bzw. Maßnahmen im Rahmen einer umfassenden Sanierung, welche über die im Förderprogramm enthaltenen Einzelmaßnahmen hinausgehen.

Hinweis: Maßnahmen im Sportbereich können bei der Landessportdirektion beim Amt der Oö. Landesregierung eingereicht werden (Tel.: +43 732 7720-76111; E-Mail: sport.post@ooe.gv.at).

 

Förderungsrelevante Kosten (ohne MWSt.) sind Ausgaben für:

  • Solaranlage
  • Verrohrung, Pumpengruppe, Wärmespeicher
  • weitere für den Betrieb relevante Anlagenteile
     

Hinweis: Nicht gefördert werden Solaranlagen mit Kollektoren ohne transparente Abdeckung auf der Frontseite (z. B. Schwimmbadabsorber).

Wie wird gefördert?

Fördersatz Land
Basisförderung

20 % der förderungsfähigen umweltrelevanten Netto-Investitionskosten

Zuschläge

10 % für Gemeinden, deren aktuelle Finanzkraftkopfquote lt. Bezirks­umlagegesetz einen Wert von 1.000 Euro unterschreitet.
 

10 % für Klimabündnis-EGEM-Gemeinden

Die Zuschläge sind kumulierbar.

Hinweis: Die Restfinanzierung muss gesichert sein!

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Allgemeine Kriterien:

  • Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch. Das Land Oberösterreich behält sich das Recht vor, unabhängig der Laufzeit die Förderrichtlinien zu ändern und/oder die Förderung einzustellen.
  • Der Antrag muss vor der ersten rechtsverbindlichen Bestellung von Anlagenteilen (z. B. Kollektoren), vor Lieferung, vor Baubeginn oder vor einer anderen Verpflichtung, die die Investition unumkehrbar macht, gestellt werden; wobei der früheste dieser Zeitpunkte maßgebend ist.
  • Die jeweilige vollinhaltliche Anerkennung und Einhaltung der Richtlinien zur Umweltförde­rung in Oberösterreich idgF und Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Ober­österreich idgF.
  • Die geförderte Anlage muss zumindest 10 Jahre lang zweckentsprechend betrieben werden. Um einen zweckentsprechenden Betrieb handelt es sich nur, wenn die geförderte Anlage innerhalb dieses Zeitraums nicht stillgelegt und bei einer Veräußerung der Erwerber auf diese Pflicht hingewiesen wird.
  • Die im Förderprogramm genannten technischen Bestimmungen und Grenzwerte sind einzuhalten.
  • Nicht gefördert werden Eigenbauanlagen und Prototypen, gebrauchte Anlagen und Anlagen mit wesentlichen gebraucht erworbenen Anlagenteilen.
  • Es darf keine andere Landesförderung beantragt werden bzw. gewährt worden sein.
  • Die gesicherte Restfinanzierung muss bestätigt werden.

Technische Kriterien:

  • Es dürfen nur Kollektoren verwendet werden, für die eine Produktzertifizierung einer aner­kannten Prüfstelle für den Kollektor nach der "Solar Keymark"-Richtlinie vorliegt.
    • Das Solar-Keymark-Zertifikat sowie der dem Zertifikat zugrunde liegende Prüfbericht nach EN 12975-2 oder EN ISO 9806 eines nach ISO 17025 akkreditierten Prüfinstituts muss der Förderstelle vorliegen.
  • Solarkollektoranlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung müssen eine Mindest­bruttokollektorfläche von 5 m² und einen Wärmespeicher mit einem Mindestspeicher­volumen von 250 Litern aufweisen.
  • Solarkollektoranlagen für die sonstigen Einsatzzwecke (ausgenommen Prozesswärme) müssen eine Mindestbruttokollektorfläche von 10 m² bei einem Einsatz von Flachkollek­toren und 7 m² bei Vakuumröhrenkollektoren und Vakuumflachkollektoren haben und bei Nutzung zur Raumheizung mit einem Wärmespeicher ausreichender Kapazität ausge­stattet sein.
    Als Pufferspeicher sind mindestens 50 Liter Wärmespeichervolumina pro Quadratmeter Bruttokollektorfläche erforderlich. Diese Angaben beziehen sich auf Wasser als Wärme­speichermedium. Bei Verwendung anderer Speichermedien ist bei der Antragstellung nachzuweisen, dass mit dem gewählten Speichervolumen eine vergleichbare Mindest­speicherkapazität erreicht wird.
  • Bei der installierten thermischen Solaranlage muss der solare Ertrag erfasst und ange­zeigt werden. Dies kann durch den Einbau eines Wärmemengenzählers im Kollektor­kreislauf oder durch entsprechend ausgestattete Solarregelung erfolgen.
  • Solarkollektoranlagen zur überwiegenden Bereitstellung von Prozesswärme müssen eine Mindestbruttokollektorfläche von 20 m² aufweisen. Der Anwendungsbereich ist der Förderstelle nachzuweisen.
  • Alle sonstigen (technischen) Auflagen und Kriterien des Bundes gelten auch sinngemäß für die Landesförderung

Erforderliche Unterlagen:

VOR Umsetzung der Maßnahme:

  • Antragsformular Land
  • Angebote
  • Technische Daten
  • Finanzierungsplan
     

NACH Umsetzung der Maßnahme:

  • Rechnungen und Zahlungsbestätigungen
  • Abrechnungsformular Land
  • Behördenbestätigung
     

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.
 

Alle angeführten Unterlagen können elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

 

Antragstellung:
Der Förderungsantrag ist VOR Durchführung der Maßnahme an die Förderstelle des Landes Oberösterreich zu senden. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähigkeit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages.
 

Beurteilung:
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle und Abstimmung mit der Direktion Inneres und Kommunales wird ein auf Basis der prognostizierten Kosten vorläufiger Fördervorschlag erarbeitet.
Dieser genehmigte Fördervorschlag dient der Gemeinde auch als notwendige Kofinanzierungszusage für das Bundesförderprogramm.
 

Genehmigung:
Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied oder die Landes­regierung wird Ihnen eine Förderungserklärung, mit dem Ersuchen um Unterzeichnung, übermittelt.
 

Auszahlung:
Nach Retournierung der Förderungserklärung sowie Umsetzung der gelisteten Maß­nahmen und Vorlage der Rechnungen wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten die tatsächlichen Kosten geringer sein als die Kostenschätzung im Förderantrag, so reduziert sich die Förderung aliquot. Vor Auszahlung ist der Förderstelle zu bestätigen, dass die Gemeinde für die gleiche Maßnahme um keine weitere Landesförderung angesucht bzw. keinen Landeszuschuss erhalten hat.

Rechtsgrundlage

  • Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich

Laufzeit

1. März 2017 bis 31. Dezember 2019 und nach Maßgabe der vorhandenen finanziellen Mittel (es gilt das Antragsdatum).

Formulare

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at